Romanthony, die Autotune-Stimme des Daft Punk-Hits "One More Time", ist tot.

New Jersey (mis) - Der US-House-Produzent, DJ und Sänger Romanthony ist tot. Anthony Wayne Moore, so sein bürgerlicher Name, verstarb bereits am 7. Mai im Alter von 46 Jahren in Austin, wie seine Schwester Mellony via Facebook verkündet. Als Todesursache nannte seine Familie gegenüber dem Spin Magazine Nierenleiden.

Der aus New Jersey stammende Musiker wurde als Sänger des Daft Punk-Hits "One More Time", weltberühmt. Der Song dürfte neben Chers "Believe" zum bekanntesten Autotune-Song überhaupt zählen. Die Single aus dem Album "Discovery" (2001) verkaufte sich weltweit über vier Millionen Mal. Auf dem Albumtrack "Too Long" ist Romanthony ebenfalls zu hören.

In der House-Szene war Romanthony aufgrund seiner besonderen Stimme bereits zuvor eine anerkannte Größe. 1992 veröffentlichte er seine erste EP mit dem Titel "Now You Want Me". Sein Debüt-Doppelalbum "Romanworld" von 1996, das Elemente aus Soul, Blues und Spoken Word in ein Ambient-Gefüge einbettete, gilt als House-Klassiker.

In den letzten Jahren kollaborierte der Amerikaner u.a. mit Laidback Luke, Tom Stephan, Kraak & Smaak, Teengirl Fantasy und dem Hamburger Techno-Projekt Boys Noize.

Boys Noize-Kopf Alexander Ridha kondolierte per Twitter: "Es ist so traurig. Romanthony und ich haben an einem außergewöhnlichen Song gearbeitet. Er sagte, es sei der beste Song, den er je geschrieben hat. Er war für uns DJs eine große Inspiration. Seine Stimme war die berührendste im ganzen House-Genre."

Daft Punks Guy Manuel de Homem-Christo erinnerte sich vor Jahren an die erste Begegnung mit Romanthony: "Wir trafen ihn 1996 zum ersten Mal und wunderten uns, dass Leute wie er oder Todd Edwards in den USA keine Superstars waren. Der Sound ihrer Produktionen, die Kompressionen, der Sound der Kick-Drum und Romanthonys Stimme, dieser emotionale Soul; das alles ist zum Teil verantwortlich für unseren Sound. Es war deshalb viel wichtiger für uns, mit ihnen zusammen zu arbeiten, als mit anderen großen Stars."

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10 Kommentare

  • Vor 11 Monaten

    @Luksoropoulos (« @Foxi_Gonzales (« @Luksoropoulos (« Wird es hier Leute geben, die mich hassen, wenn ich das ganze Genre verteufel? Ach, scheiß drauf. Dieses ganze Genre House is behindert und scheiße. »):

    demnach gehörst du wohl auch zu den leuten, die meinen, dass david guetta das genre house 1:1 repräsentiert? was für house-acts kennst du denn? beschäftige dich erstmal mit den anfängen von house oder wenigstens dem "ganzen genre house" du verklemmter schluchtenpisser »):

    Um ehrlich zu sein, kenn ich mich so gut wie gar nicht in dem Genre aus und verbinde House fast ausschließlich mit David Guetta, weswegen ein Kommentar meinerseits über dieses Genre natürlich nichts anderes als inkompetent sein kann. Das was ich kenne, mag ich nicht, was mir aber noch lange nicht das Recht gibt, ein ganzes Genre darauf zu reduzieren.
    Das mein Kommentar behindert war, weiß ich also selber und muss mich wohl nachträglich dafür entschuldigen^^ Weiß nicht, manchmal bin ich unnötigerweise ein bisschen auf Konfronation aus, was mir Leid tut^^ »):

    ich kann jedenfalls nur sagen, dass es keinem menschen schadet, mal nach vernünftigem house zu suchen. der house, den man im radio zuhören kriegt, ist natürlich dreck, so ist halt das radioprogramm (klangkarussells Sonnentanz ist glasklar auch im house-kontext zu sehen, hätte aber genau wie one day niemals den weg ins radio finden dürfen, wo sie konsequent totgespielt wurden. allerdings sind beide tracks auch sehr einfach produziert und es fehlt ihnen an ecken und kanten. ich hoffe nur, dass tracks wie diese nicht zu einer kommerzialisierung des genres tech-house führen werden oder dazu, dass sich einige produzenten an den mainstream anbiedern werden, was sich zurzeit allerdings schon ein bisschen abzeichnet, blickt man auf künstler wie nico pusch oder oliver schories)
    ansonsten würde ich sagen, ist es bei house wie beim techno: für jeden sollte was dabei sein

  • Vor 10 Monaten

    Ruhe in frieden Romanthony