Josh Homme über sein erstes Nummer eins-Album in den USA und die Strapazen einer Welttournee.

Neuhausen (mis) - Auf den Festivals Southside und Hurricane sowie beim 'eigenen' Gig in der ausverkauften Berliner Zitadelle Spandau hinterließen die Queens Of The Stone Age am Wochenende nur glückliche Gesichter. Die US-Rockband ist mit ihrem neuen Album "...Like Clockwork" angesagter denn je, in ihrer Heimat verdrängten sie sogar Daft Punk von der Billboard-Chartspitze - zum ersten Mal in ihrer Karriere.

Die Erinnerung daran lässt Josh Homme im Interview vor dem Southside-Auftritt immer noch schmunzeln: "Der erste Gedanke war eigentlich nur: Oh, wirklich? Im Ernst? Sowas in die Richtung. Wir sind natürlich alle sehr glücklich darüber, es ist ein wundervolles Gefühl."

Grund genug für eine ausschweifende Party eigentlich. Doch der Queens-Gitarrist hat da so seine eigenen Prinzipien: "Ich brauche keinen Grund mehr, um ordentlich zu feiern. Jede Party ist hart."

Vier Monate ans Bett gefesselt

Als Homme 2010 nach einer unerwartet komplizierten Knie-Operation vier Monate ans Bett gefesselt war, relativierte sich die Sicht auf seine Profession. So würde er sein Familienleben mit zwei Kindern der Album-Tour-Routine eines Musikers jederzeit vorziehen: "Das denke ich die ganze Zeit. Es ist das, was mir am Wichtigsten ist. Aber andererseits habe ich schon mein ganzes Leben lang nach etwas gesucht, das da draußen ist. Und so ist es nun mal gekommen." Die Strapazen einer Welttournee nennt er "ein wunderbares, komplexes und seltsames Geschenk."

Das vollständige Interview mit Homme, in dem er über den Abgang von QOTSA-Drummer Joey Castillo, den Anruf von Elton John und die Gründe für seinen Rechtsstreit mit den früheren Kyuss-Kollegen spricht, lest ihr in Kürze auf laut.de.

Fotos

Queens Of The Stone Age

Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Queens Of The Stone Age,  | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler)

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20 Kommentare

  • Vor 9 Monaten

    Einspruch! Nach dem Hurricane-Auftritt war mein Gesicht nicht glücklich hinterlassen, ich hätte fast geweint wie ein bockiges Kind. Versteht mich nicht falsch, das hier ist meckern auf ganz hohem Niveau! Der Auftritt war energetisch und mitreißend - mit einer Stunde und ein paar Zerquetschten (Moshpit) aber viel zu kurz. Bei so astronomischen Erwartungen einfach nicht genug für mich. Meine Dosis Amoklauf habe ich danach auf dem Festival nicht mehr bekommen, im November muss es also wohl noch mal nach Hamburg gehen...

  • Vor 9 Monaten

    Jo ist doch gut.. von nem Festivalauftritt kann man halt immer auch nur nen Vorgeschmack erwarten. Bei Steven Wilson ging es mir beim Southside ganz ähnlich. Es war klar, dass Sound, Motivation, Länge und Gesamtgewand nicht an das Konzert in Frankfurt rankommen würden und das wurde mir beim Festivalauftritt dann auch noch mal bestätigt.

    Was die Queens angeht, war es beim Southside auch ein relativ kurzer Auftritt und die Verwunderung war groß, als dann nach ca. einer Stunde Schluss war.

  • Vor 9 Monaten

    Aber immerhin konnten wir das neue Album etwas abfeiern ;)..

  • Vor 9 Monaten

    @bigfoofightersfan (« »):

    Hab die Ärzte in den letzten 6 Jahren dreimal auf Festivals gesehen, und da konnte von Spielfreude auch nicht mehr wirklich die Rede sein. Deren über-loyale Fangemeinde mag das nicht wahrhaben wollen, aber das war alles ziemlich ausgelutscht.

    Was die Queens angeht- der Gig in Berlin war tadellos, kein schnödes Best Of, gute zwei Stunden lang und mit -ich glaube- 6 Songs vom neuen Album. Josh hat ein paar "I love you"-Phrasen losgelassen, aber daran muss man sich ja nicht stören ;) er hat sich hier definitiv publikumsnäher gegeben, als auf dem Gig in Hamburg 2010 (der im Übrigen aber auch tadellos gewesen ist, trotz schlechter Laune des Herrn Halbgott).
    Nice, dass sie die Daft Punk-Hipster abgelöst haben... :D

  • Vor 9 Monaten

    Ich denke auch, wenn man n richtiges Musikerlebnis haben will, sollte man auf n Konzert gehen, das in ner kleineren Halle, bzw. Spielstätte stattfindet. Sporthalle Hamburg z. B. würd ich garnicht erst mitmachen. Da wäre mir das Geld zu schade für (wobei ich meine, dass da auch raum-akustisch nachgelegt wurde). Damit will ich aber nicht sagen, dass es nicht auch große Hallen oder Open-air Bühnen gibt, wo der Sound fett sein kann. Das ist ja klar, sonst würd ich ja selbst auch nicht zu Festivals gehen. Jedenfalls ist es meiner Meinung nach immer "besondere" Glückssache, auf nem Festival Bands in ihrer Blüte zu erleben. Bei nem "eigenen" Konzert wissen Musiker eben worauf sie sich einlassen und der Sound ist zudem meistens besser, weil die Soundchecks ausgewogener stattfinden können. Und irgendwann kennt man ja als Musikliebhaber doch ne Reihe von Clubs, wo Sound und Ambiente meistens hinhauen, bzw. kann das doch einigermaßen im Vorfeld einschätzen.

  • Vor 9 Monaten

    ich muss mich meinen vorschreibern bezüglich des qotsa-auftritts aufm hurricane leider anschließen - das ende ging mal gar nicht. so hab ich mir den finalen act nicht vorgestellt. sonst war ich schon ziemlich begeistert, sound war großartig abgemischt und was josh aus "I appear missing" gezaubert hat war atemberaubend. Schiebe immer noch leisen hass in richtung tame impala. gut, sie konnten natürlich nichts für den stau, aber das war eigentlich die band auf die ich mich am meisten gefreut hatte. Egal, sigur ros ist und bleibt erstmal das beste stück livemusik das ich bis jetzt erleben durfte.