35 Jahre Depeche Mode: Zum Jubiläum plündern wir das Archiv und listen die 50 besten Songs der Synthiepop-Legende.

Basildon (mis) - Am 20. Februar 1981 veröffentlicht eine unbekannte britische Band namens Depeche Mode ihre Debütsingle "Dreaming Of Me". Was in den folgenden 35 Jahren geschieht, konnte niemand ahnen: Das zunächst für ein Abfallprodukt der aufkeimenden Synthie-Pop-Bewegung gehaltene Quartett endete nicht in Schwulendiscos, sondern mauserte sich über den Umweg einer sogenannten Kultband mit eingeschworener Fangemeinde zu einem Mainstream-Act, der regelmäßig weltweit auf den oberen Plätzen der Charts landet.

Es sollte sogar der Tag kommen, an dem die Band, die "Just Can't Get Enough" trällerte, von Johnny Cash gecovert wurde. Bis dahin war es ein langer und steiniger Weg, optisch wie musikalisch, denn es darf bezweifelt werden, dass die Country-Legende Bock auf ein Cover gehabt hätte, wären Depeche Mode weiterhin mit Kinderliedern in fiktiven Hühnerställen aufgetreten:

Aus den rund 180 Songs, die die Band um Songwriter Martin L. Gore in 35 Jahren veröffentlicht hat, destillieren wir zum Jubiläum die 50 besten Tracks. laut.de-Chefdevotee Michael Schuh hörte sich noch einmal durch alle Singles, Maxis, Alben und Livetapes, sortierte seine Konzertkarten nach Farben und kam zu folgendem Ergebnis:

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Die 50 besten Depeche Mode-Songs

Eine schöne Erklärung für die Langlebigkeit der Gruppe formulierte Pet Shop Boys-Sänger Neil Tennant im laut.de-Interview 2009: "Depeche Mode haben mit ihren Songs eine eigene Welt erschaffen. Du könntest ohne Weiteres einen Cartoon erfinden, der nur in ihrer Welt spielt und dasselbe ginge auch mit Morrissey und den Pet Shop Boys. Leider gibt viele Bands heutzutage, bei denen das nicht geht."

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Depeche Mode

Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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95 Kommentare mit 3 Antworten, davon 92 auf Unterseiten

  • Vor 9 Monaten

    Wie gesagt, hätte ich einige weitere Songs hier gerne auf der Liste gesehen wie z.B "Nothings impossible", "Fragile Tension", "Comatose" oder "Insight" (bei "Dream on" oder "Precious" wär jetzt auch kein Zacken aus der Krone geflogen) aber der Fokus wurde sowieso recht klar auf die 80er jahre gelegt und nicht auf die Phasen danach.
    Recht schade eigentlich, da dadurch die Chance vertan wurde, diverse unterschätzte Alben nachhaltig zu würdigen, anstatt diverse "totgehörte" Stücke erwartungsgemäß zu bringen

    danke fürs Lesen, vorallem an User Baudelaire

  • Vor 9 Monaten

    Vom Speak and Spell hätte ich noch Puppets mit reingenommen und von Music for the Masses Sacred da der Fokus auf den 80ern liegt. Ich finde gut das der Fokus auf dieser Zeit liegt weil ich eh finde dass sie nach 93 ihren Zenit überschritten haben.

  • Vor 9 Monaten

    Es ist wieder einmal typisch, dass sämtliche B-Seiten in der Liste auftauchen, damit das vermeintliche Expertentum richtig fett unterstrichen wird. Leider fehlt eine Nummer wie One Caress, die wirklich außergewöhnlich war und ist; auch Condemnation ist und bleibt ein besonderes Highlight. Never Let Me Down Again auf 1 ist ebenso langweilig wie vorhersehbar, obwohl die Nummer natürlich ziemlich majestätisch ist. Ich sehe es auch so, dass man ansonsten einigen unterschätzten Songs wie z.B. Comatose, in der Liste etwas Aufmerksamkeit hätte schenken können; dafür ist Useless - jedenfalls im Vergleich - einfach zu schwachbrüstig.

    • Vor 9 Monaten

      Hmm, einerseits sind "sämtliche B-Seiten" (es sind 4) vorgegaukeltes Expertentum, andererseits fehlen dir unterschätzte Songs. Für mich sind es halt einfach saugute Songs, die nun mal auf der B-Seite gelandet sind und die daher viele gar nicht kennen. An solchen Listen sollte man doch auch bestenfalls neue Sachen entdecken, oder? Über einzelne Titel kann man natürlich ewig streiten, "One Caress" finde ich auch super, aber von Gore waren halt echt schon viele Songs drin. NLMDA auf eins ist sicher vorhersehbar, aber halt auch überirdisch. Ich persönlich finde ihn auch weniger totgehört als Enjoy oder Personal ...

    • Vor 9 Monaten

      Die aufgeführten B-Seiten sind ordentliche Songs, zu den besten 50 von Depeche Mode zählen sie ganz sicher nicht. Aber wer will schon sagen, nach welchen Kriterien so eine Liste funktionieren soll. Insofern gebe ich Dir recht.

    • Vor 9 Monaten

      Hat halt nicht die Eier eines Kabelitz und rockt eine Top 1000000... Da muss man dann kürzen und Kompromisse eingehen. :-D