Muse-Bassist Christopher Wolstenholme ist stolz auf "The 2nd Law" und zeigt im Interview wenig Verständnis für Nostalgiker.

Berlin (but) - Wenn am 28. September das neue Muse-Album "The 2nd Law" erscheint, sind hitzige Fan-Diskussionen vorprogrammiert. Die Gründe liegen auf der Hand: Noch immer gehen die Meinungen zum bombastischen Olympia-Beitrag "Survival" auseinander, wenngleich die Nähe zu großen Queen-Hymnen längst kein Novum im Muse-Kosmos mehr darstellt.

Doch war es vor allem das Dubstep-Snippet zu "Unsustainable", das die Alternative-Gefolgschaft der Briten fassungslos in die Internetforen trieb. Mit der soeben erschienenen Single "Madness" präsentierte das Trio noch einen gemäßigten Elektrosong im Stile von "Undisclosed Desires".

"Wir wollen Stillstand vermeiden"

Auch an der Band selbst geht die öffentliche Diskussion nicht vorbei. Bassist Christopher Wolstenholme ist sich des polarisierenden Potenzials durchaus bewusst: "Das neue Material hat schon viele extreme Momente, das wissen wir", gibt er zu.

Dieser Schritt sei aber notwendig gewesen, um Stillstand zu vermeiden. Zudem habe man einen ehernen Anspruch: "Wir versuchen immer, Songs zu schreiben, die auf dem Album zuvor nicht funktioniert hätten."

Mit den Vorwürfen, man habe sich musikalisch zu stark von der Vergangenheit entfernt, kann Wolstenholme daher überhaupt nichts anfangen. Für Kritik sei man zwar empfänglich, aber "wir sind nun mal nicht mehr die Band, die wir vor zehn Jahren waren. Das wäre doch auch total langweilig."

Man habe über die Jahre gelernt, mit dieser Art von Kritik umzugehen, so Wolstenholme. Ohnehin gebe es keinen Song auf der Welt, den alle Menschen lieben: "Nimm 'Bohemian Rhapsody': Es gibt tatsächlich Leute, die diesen Song hassen. So ist das halt."

Das vollständige Interview mit Christopher Wolstenholme lest ihr demnächst auf laut.de.

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33 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    Madness ist ja mal echt ein lahmes Teil. Bis 3:00 ist das ein seichtes Elektro-Cover von "I Want To Break Free" von Queen. Achtet mal auf die Melodie und das Gitarrensolo...
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    Extremes Material? Sorry, aber was ist aus der Band geworden, die mal Großtaten wie Bliss, New Born oder Hysteria geschrieben hat? Muse erinnern übrigens auch immer mehr an Queen, weil sie seit "Black Holes..." versuchen, alle möglichen Stile auf ihre Alben zu pressen: Rock, Pop, Pathos, Elektro/RnB, Schmalz. Für jeden muss etwas dabei sein. Das dabei aber größtenteils nur identitätsloser Durchschnitt rauskommt, scheinen sie zu übersehen.

  • Vor 2 Jahren

    Musste bei der Überschrift ziemlich schmunzeln. "Extrem" ist dieses Material doch nur, wenn man Justin Bieber und Konsorten als Vergleichsobjekt nimmt... Schade, dass es mit den Jungs so bergab geht.

  • Vor 2 Jahren

    @oben Ich glaube nicht, dass er sich mit "extrem" auf die Härte des Albums bezieht.

  • Vor 2 Jahren

    @Hysteria (« Weil sich hier alle an "Survival" aufhängen:

    Das ist ein Song, den Muse extra für Olympia geschrieben haben und zu diesem Zweck alles an Pathos und Schmalz reingelegt haben, weils halt zum Event passt. Das hat Matt Bellamy auch so gesagt.

    Das Album daran zu messen ist schlicht und ergreifend Schwachsinn. »):

    Dankeschön :D

  • Vor 2 Jahren

    @Hysteria
    Coldplay haben weitaus bessere Songs als Madness rausgebracht. Das ist zwar schon länger her, aber es gab diese Zeit einmal. Madness ist vollkommen identitätslos und auch als Popsong ziemlich lahm...
    Gegen Pop habe ich absolut nichts, nur machen Muse, wenn sie Pop machen, ziemlich lahmen Pop.
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    Ich messe das Album nicht alleine an Survival, der Song ist jedoch da drauf und ein absoluter Ausfall, außer man steht auf Pathos-Schmalz-Granaten der irrsinnigsten Sorte.

  • Vor 2 Jahren

    Ich hoffe doch stark das Madness der schlechteste Song des Album ist.