In einem Metallica-Podcast erklärt Produzent Flemming Rasmussen, warum man die Musiker nicht in den endgültigen Mix pfuschen lassen sollte.

Los Angeles (ynk) - Das Geschrei war groß, als "...And Justice For All" erschien. Die Fans störten sich offensichtlich nicht an der Musik, sondern am Mixdown: Die Originalversion des Langspielers erschien mit einem derartig blechernen Klang und einer Abstinenz von jeglichen Bässen, dass die eigentlich fantastische Musik auf der Platte daneben beinahe unterging.

Nun - fast dreißig Jahre nach dem Release - äußert sich Flemming Rasmussen im Rahmen des Metallica-Podcasts "Alphabetallica" zu den musikalischen Entscheidungen, die sich im Rahmen des Engineerings der Platte ergeben haben. der Däne ist unter anderem dafür bekannt, die ersten drei Alben von Metallica produziert zu haben.

Damals sei zunächst ein gewöhnlicher Mix mit gewöhnlichen Bässen entstanden, erzählt Rasmussen. Die Band habe diesen gehört, und Lars Ulrich und James Hetfield forderten, den Bass leiser zu machen, bis man ihn kaum noch hören konnte. Als dies geschehen war forderten sie einen weiteren Basscut um drei Dezibel.

Das Resultat schrieb Geschichte: "...And Justice For All" gilt als eins der großen Tontechnik-Desaster der Musikindustrie und demonstriert eindrucksvoll, dass Musiker oft nicht auch die Expertise für die technischen Aspekte des Musikmachens mitbringen. Manchmal ist es eben doch einfach ratsam, Kompetenzen abzugeben.

Fotos

Metallica

Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Metallica,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Metallica

Ob der kleine Lars Ulrich in seinem mit Deep Purple-Postern beklebtem Zimmer in Kopenhagen schon daran gedacht hat, einmal die größte Heavy Metal-Kapelle …

2 Kommentare mit 5 Antworten

  • Vor einem Monat

    Was für ein Unfug. "…and justice for all" ist und bleibt die beste Metallica Scheibe, gerade auch wegen des Sounds und je mehr die konservativen Metaller rumjaulen desto klarer wird das.

    • Vor einem Monat

      Kannst du den Podcast bzw. die Aussagen, in denen es wirklich um AJFA geht, vielleicht in ein paar knappen Sätzen zusammenfassen? Hab nun echt keine Muße mir das fast eine Stunde lang anzuhören.

  • Vor einem Monat

    @ pfzt: Such mal auf YT nach "...and justice for Jason". Das ganze AJFA-Album mit hochgefahrenem Bass. Das sind komplett neue Klangsphären, die sich da eröffnen. Wäre das schon damals so erschienen, wäre AJFA das zweite Master Of Puppets geworden.

    • Vor einem Monat

      Wie geil! Wusste nicht das da was gemacht wurde! Ist das Jason's Bass oder hat das ein Freak nachträglich eingespielt?
      Also eine Neuaufnahme würde ich sofort kaufen.
      Danke für den Tipp!

    • Vor einem Monat

      Da gibt's einige (Fan)projekte, tatsächlich auch (wie beschrieben) einfach nur mit neu gemischten/gemasterten Originalspuren. Im Zweifelsfall mal YT-Beschreibung checken, wer da was genau gemacht hat.

      "Bass be there!"-Versionen wurden von allen 80er-Metallica-Scheiben gemacht, meine ich. Dann haben drei Überfans z.B. noch ne "gestraffte" (und damit imo tatsächlich ansprechendere) Version von "St. Anger" eingeknüppelt, wurde damals ebenfalls hier vorgestellt.

    • Vor einem Monat

      Ok... Ist mir entgangen da ich äußerst selten auf YT unterwegs bin. Ich meine zumindest mal bei ajfa macht das Sinn. Tolle Geschichte!

    • Vor einem Monat

      soulburn, Du meinst ohne diesen üblen Snare-Sound: Plonk.