Die Polizei wirft Ian Watkins sexuelle Belästigung Minderjähriger sowie den Besitz und Vertrieb von Kinder- und Tierpornos vor.

Cardiff (sit) - Gegen den Sänger der Band Lostprophets, Ian Watkins, läuft derzeit ein umfangreiches Verfahren. Dem 35-Jährigen wird die Beihilfe zur Vergewaltigung eines einjährigen Mädchens und fünf weitere Sexualdelikte im Zeitraum Mai bis Dezember dieses Jahres zur Last gelegt. Am Mittwoch musste er sich in Cardiff vor Gericht verantworten und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wird Watkins die sexuelle Belästigung einer unter 13-Jährigen, sowie der Besitz und die Verbreitung anstößiger Bilder von Kindern vorgeworfen. Neben ihm säßen zudem zwei Frauen im Alter von 20 und 24 Jahren nach ähnlichen Vorwürfen auf der Anklagebank.

Das Nachrichten-Magazin The Independent berichtet am Mittwoch über weitere Details des Verfahrens: Demnach habe sich der Rockstar mit einer der Frauen zusammengetan, um ein einjähriges Mädchen zu vergewaltigen. Außerdem würde ihm vorgeworfen, zwei Vorfälle arrangiert zu haben in denen zwei Kinder sexuell belästigt wurden. Des weiteren soll Watkins pornographische Bilder mit Kindern und Tieren besitzen und diese auch verbreitet haben.

Lostprophets zeigen sich geschockt

Auf ihrer Webseite haben sich inzwischen die verbliebenen Bandmitglieder zu dem Vorfall geäußert: "Wir sind völlig schockiert und erfahren die Details der Untersuchung erst jetzt, genau wie ihr. Es ist eine harte Zeit für uns und unsere Familien und wir wollen unseren Fans für ihre Unterstützung danken, während wir nach Antworten suchen."

Unterdessen bat der zuständige Detective Peter Doyle die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls: "Ich möchte Jeden ermutigen, uns zu kontaktieren, wenn er Anliegen oder Informationen hat, von denen er denkt, dass sie relevant für das Verfahren wären. Höchste Priorität hat für uns immer die Sicherheit von Kindern in solchen Fällen"

Vor Gericht bestritt Ian Watkins alle Vorwürfe. Der nächste Gerichtstermin ist für den 31. Dezember 2012 in Cardiff angesetzt. Bis dahin bleibt der Lostprophets-Frontmann in Haft. Die geplanten Russland- und Japantouren der Band wurden abgesagt.

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laut.de-Porträt Lostprophets

Cwmfrwdd, Llaeth-llyfn, Llanuwchllyn, Eglwyswrw, Llanelli und zu allem Überfluss auch noch Llanfairpwllgwyngyllgoge- rychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.

46 Kommentare mit 4 Antworten

  • Vor einem Jahr

    Ja, die Unschuldsvermutung hat einen SEHr schweren Stand beim Pöbel und viel mehr noch bei den Medien. Dass laut.de, eine Seite die den guten ANWALT beschäftigt, sich traut so eine vernichtende Headline zu bringen ist schon allerhand. Anwalt, was sagst Du zu dem Handeln Deiner Redaktion in diesem Fall?

  • Vor einem Jahr

    Na ja, soweit ich mich erinnere ist der Kachelmann-Prozess mehr oder weniger in dubio pro reo ausgegangen und das Gericht bestritt, dass es davon ausgeht, dass die Alte gelogen hat.
    In diesem Fall kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Watkins das alles getan haben soll, aber die Mär vom hornbebrillten Dorftrottel, der pädophil veranlagt ist, taugt auch nur bei BILD-Lesern. Letztlich täuscht man sich in nichts mehr als dem Menschen (joah, 5 Euro ins Phrasenschwein).

  • Vor 7 Monaten

    Jau, jetzt isset soweit... Hat sich ja in einigen Punkten schuldig erklärt... auch die richtig fiese Nummer mit dem Säugling.
    http://www.mirror.co.uk/news/uk-news/ian-w…