Anlässlich des 20. Todestags von Kurt Cobain veröffentlichte die Polizei bislang unbekannte Beweismittel, um Verschwörungstheorien vorzubeugen.

Seattle (mab) - Am 5. April jährt sich Kurt Cobains Todestag zum 20. Mal. Grund genug für die Polizei von Seattle, die Akte des berühmten Rockstars vorsorglich noch einmal zu durchleuchten. "Wir gehen davon aus, dass aufgrund des Todestages ein enormes mediales Interesse aufkommen wird", heißt es aus Beamtenkreisen. Schließlich kursieren nach wie vor Verschwörungstheorien um einen möglichen Mord an dem Nirvana-Fronter.

Fall bleibt geschlossen

Das Seattle Police Department sieht es jedoch als erwiesen an, dass Cobain Selbstmord begangen hat. "Ich verstehe, warum die Leute Fragen haben. Jedoch kann man immer auf irgendetwas hinweisen und sagen 'Was wäre wenn ...?' Es war Suizid. Dies ist ein geschlossener Fall", so Ermittler Mike Ciesynski.

Allerdings förderte die Untersuchung einige bislang unberücksichtigt gebliebene Beweismittel zutage. Ciesynski stieß auf vier Rollen Tatortfotos, die in den Ermittlungen keine Rolle gespielt hatten, da bereits Fotos des Leichenbeschauers vorlagen und die Polizei von Selbstmord ausgegangen ist. Normalerweise bewahren die Behörden derartiges Material nicht so lange auf. Wegen der großen Popularität des Falles überdauerte es jedoch zwei Dekaden.

Derweil rief die Journalistin Jaime Dunkle eine Initiative ins Leben, um das Haus, in dem Kurt Cobain aufgewachsen ist, in ein Museum zu verwandeln. Hierfür sammelt sie nun Spenden mit dem Ziel, die 700.000 Dollar-Marke zu erreichen. Cobains Mutter Wendy O'Connor, die dieses Vorhaben stützt, hatte das Haus 2013 zum Verkauf freigegeben und setzte den Preis deutlich über dem Marktwert (rund 67.000 Dollar) auf 500.000 Dollar fest. Ein Treffen der Journalistin und O'Connor seht ihr hier:

"Ich will sichergehen, dass wir Fans dieses Haus zu einem Denkmal machen und es nicht den Klauen der kapitalistischen Gier zum Opfer fällt", stellte Jaime Dunkle klar. Nach ausgiebiger Vorbereitung launchte sie Anfang März eine GoFundMe-Page. Dort können Anhänger der verstorbenen Grunge-Legende mittels Spenden zur Gründung des Museums beitragen.

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Nirvana,  | © Motor (Fotograf: ) Nirvana,  | © Motor (Fotograf: ) Nirvana,  | © Motor (Fotograf: ) Nirvana,  | © Motor (Fotograf: )

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15 Kommentare mit 6 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    tja.. witze über tode haben leider schon tradition bei laut.de. seit dem disko-brand mache ich da auch mit, dachte das wäre heutzutage en vogue, den reaktionen von damals nach zu urteilen - gibt es doch tatsächlich noch user mit moral hier?

    • Vor 3 Jahren

      Das hat mit Moral nix zu tun, die habe ich selber schon vor langer Zeit das Klo runtergespült.
      Nach dem ich mich durch mehre Beiträge gekämpft habe, musste das einfach raus. Ja, ich weiß. Typisches "früher war alles besser" Gequatsche. Ist in diesem Fall aber so. Über Musik diskutiert wird hier doch kaum noch, hauptsächlich führen hier einige Idioten miteinander Krieg. Und die Forenbetreiber machen munter mit oder gucken zu.

    • Vor 3 Jahren

      ach doch, ich zumindest schreibe und oder diskutiere hier fast täglich über musik. man muss den quatsch-teil halt auch mal igonrieren. wobei mir letzterer schon auch gefällt, so lange es nicht (täglich) ausartet.

      bezüglich der idioten gebe ich dir recht, das prangere ich ja schon seit jahren an - das wird aber nichts mehr, das ist festgefahren, vor allen dingen weil es laut.de halt wirklich einfach vollkommen scheissegal ist was hier passiert. da muss man schon mit nazisprüchen oder juden"witzen" ankommen, dass hier mal ein laut.de-mitarbeiter nen finger krummacht. traurig, aber halt die wahrheit.