Die US-amerikanische Hip Hop-Welt feiert ihren neu eingeführten Präsidenten Barack Obama.

Washington (tol) - Die Begeisterung für den frischgebackenen US-Präsidenten Barack Obama scheint grenzenlos. Zur Amtseinführung am gestrigen Dienstag versammelten sich rund zwei Millionen Menschen vor dem Capitol in Washington, D.C. Auf zahlreichen glamourösen Partys wurde der Politiker im Anschluss auch von der Musikwelt gefeiert. Besonders große Ausmaße scheint das Obama-Fieber im US-amerikanischen Hip Hop-Zirkus angenommen zu haben, und das, obwohl dieser sich öffentlich gegen zu tief hängende Hosen ausgesprochen hat.

So erklärte Will Smith dem britischen Telegraph seine Bereitschaft, den Präsidenten in einem biographischen Film zu verkörpern. "Wenn ich von meinem Oberbefehlshaber beauftragt werde, in einem Film über ihn die Hauptrolle zu spielen, werde ich meine Pflicht als Amerikaner erfüllen", ließ der Rapper und Schauspieler verlauten.

Jamie Foxx zweifelt an sich

Sein Kollege Jamie Foxx ist sich da nicht ganz so sicher. Vom US Magazine auf eine mögliche Obama-Rolle angesprochen, sagte er: "Oh, ich weiß nicht. Er wird über die nächsten vier bis acht Jahre seinen eigenen Film abliefern. Es wird unglaublich werden. Schon die Art wie er spricht. Er ist niemals aufgeregt, sogar als es um das Hin und Her mit Senator McCain ging. Er erhebt nie seine Stimme, er wirkt immer cool. Das ist es, was mich verändert hat. Ich will jetzt so cool sein wie Obama."

D'Angelo begeistert, LL Cool J behält Recht

R'n'B-Sänger D'Angelo teilt diese Meinung. "Barack Obama ist einer der fortschrittlichsten und dynamischsten Führer der Welt", vermeldete er laut allhiphop.com. "Ich glaube, dass er sogar angesichts außenpolitischer und globaler Notstände für wichtige Veränderungen sorgen wird."

Auch LL Cool J äußerte sich erfreut: "Ich habe meiner Frau schon vor zehn Jahren gesagt, dass dieser Tag kommen wird, und sie hat mir nicht geglaubt. Nun, Schatz: Ich hatte Recht! Das ist eine wundervolle Zeit für alle, die erst sehen müssen, um zu glauben. Jetzt seht ihr es."

Zufriedenheit von Bow Wow bis Young Jeezy

Es verwundert also kaum, dass auch die Organistaion Hip Hop Summit In Action Network (HSAN) vollauf zufrieden ist. Das Netzwerk, ein non-kommerzieller Zusammenschluss bekannter Genre-Größen wie Bow Wow, T.I. und Young Jeezy, machte sich zur Aufgabe, die Jugend in die Wahl-Kabinen zu locken. Den Sieg Obamas beging das Musiker-Kollektiv mit einem eigenen Ball zur Amtseinführung.

"Wir feierten die herausragende Beteiligung der Anführer des Hip Hop, die diese Amtseinführung ermöglichte", so HSAN-Executive Director Valeisha Butterfield selbstbewusst gegenüber allhiphop.com. "Wir hatten nicht nur den heißesten Ball zur Vereidigung, sondern auch den bedeutungsvollsten."

Fotos

Jamie Foxx

Jamie Foxx,  | © SonyBMG (Fotograf: ) Jamie Foxx,  | © SonyBMG (Fotograf: ) Jamie Foxx,  | © SonyBMG (Fotograf: ) Jamie Foxx,  | © SonyBMG (Fotograf: ) Jamie Foxx,  | © SonyBMG (Fotograf: )

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43 Kommentare

  • Vor 8 Jahren

    Ich habe das Gefühl nach Bush würden die Amerikaner ein halbes Schwein als Präsidenten feiern.

    Haben ihn ja so sehr gehasst das sie ihn gleich noch ein zweites mal in Aktion erleben mußten...

    Nun der selbe scheiß nochmal, der Mann hat noch keinen einzigen Finger gerührt, schon ist er der neue Supermann.

    Herr, lass Hirn regnen

  • Vor 8 Jahren

    @wayfarer (« Ich habe das Gefühl nach Bush würden die Amerikaner ein halbes Schwein als Präsidenten feiern.

    Haben ihn ja so sehr gehasst das sie ihn gleich noch ein zweites mal in Aktion erleben mußten...

    Nun der selbe scheiß nochmal, der Mann hat noch keinen einzigen Finger gerührt, schon ist er der neue Supermann.

    Herr, lass Hirn regnen »):

    finde es großartig und drücke alle daumen das mal ein anderer schalter betätigt wird.. (vom historischen gänzlich abgesehen)

    was mir aber gegen den strich geht,is wieviele "starz" sich feiern lassen und sich für die ernennung verantwortlich fühlen.. p. diddy war ja auch schon dabei..

    ich gönne es der afroamerikanschen bevölkerung aber irgendwann is auch gut.als ob in der versenkung verschwundene "promis" viel dazu beigetragen hätten.

    obama ist jetzt gefragt und muss erstmal zeigen was er drauf hat.. ein fähiger US präsident KANN schliesslich der welt zu gute kommen

  • Vor 8 Jahren

    @Anonymous (« Ist in dem äußerst beschränkten hirn eines hip hoppers überhaupt platz für nur einen einzigen gedanken ?

    .... not »):

    völlig fehlplazierter kommentar,aber das hatten wir gestern schon.also weitergehen,hier gibt es überhaupt nichts zu sehen

  • Vor 8 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« @blusi (« @dein_boeser_Anwalt (« den präsidenten zu kritisieren, hinterfragen und ebenso schnell zum teufel zu wünschen, wie sie ihn feiern, hat in der us-bevölkerung schon immer eine große tradition, sei es in konservativen oder progressiven schichten. falsche schonung hat da noch nie einer erfahren. »):

    Wie erklärst du dir dann die Wiederwahl von Bush, obwohl jeder vernünftige Mensch erkennt hat, dass dieser Mann unfähig ist und seine Politik dem Land schadet? »):

    die mehrheit der stimmen hatte er nicht.

    ausserdem

    das hängt doch eher damit zusammen, dass die demokraten keinen kandidaten aufbringen konnten, der - zum damaligen militärisch gefühlten bedrohungsfall - scheinbar die gleiche kompetenz ausstraglt.

    in der krise die pferde zu wechseln ist nicht des menschen natur.

    guck mal schröder damals. den haben innenpolitisch auch alle zum teufel gewünscht. aber die irakkrise hat er genutzt, um den leuten eine staatsmöännische friedensengleerfahrung vorzugaukeln, den der gegenkandidat angeblich nicht hat.

    amis sind nicht dümmer als wir »):

    Hatten wir eine Alternative? Mit jeden anderen wären wir genauso in die Scheiße geritten worden und wären zusätzlich noch im Irak.

    Warum muß auch das kleinere Übel immer so weh tun. :|

  • Vor 8 Jahren

    Wenigstens a coole Sau mit dicken Eiern warer.

  • Vor 8 Jahren

    @Anonymous (« Wow toll er ist schwarz, Und nun?

    Wenigstens haben die Afro Amerikaner jetzt eine Ausrede weniger.

    Aber keine Sorge für ihre beschissene Situation finden sie neue Gründe, nur keine bei sich selber. »):

    *Signed*