Nach ihrer Gig-Absage in Tel Aviv bekommt Lorde namhafte Unterstützung von Künstlern um Roger Waters.

(maxi) - Die 21-jährige Neuseeländerin Lorde hat es dieser Tage nicht leicht. Nachdem sie ihren für Juni geplanten Auftritt in Israel absagte, durfte sie sich in der Washington Post von einem amerikanischen Rabbi als "Fanatikerin" bezeichnen lassen.

Mit einem offenen Brief springen ihr nun mehrere prominente Unterstützer zur Seite. Angeführt von Roger Waters finden sich Größen wie Brian Eno, Talib Kweli, Peter Gabriel oder Tom Morello unter den über 100 Unterzeichnern.

"Wir verurteilen die Mobbing-Taktiken, die benutzt werden, um Ungerechtigkeit gegen Palästinenser zu verteidigen und die künstlerische Gewissensfreiheit zu unterdrücken. Wir unterstützen Lordes Recht, Stellung zu beziehen." heißt es in dem Brief unter anderem.

Fehde um Israelboykott dauert an

Doch die Posse um Lorde ist nur das neueste Kapitel in einer lange währenden Auseinandersetzung. Involviert ist jedes Mal aufs Neue Roger Waters, der sich als Verfechter der Organisation BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) einen Namen als Israelkritiker gemacht hat. Nach einer Auseinandersetzung mit Radiohead-Frontmann Thom Yorke im Frühjahr 2017 legte er sich im November auch mit Nick Cave an. Während Radiohead und Nick Cave ihre Auftritte durchzogen, sagte Lorde nach einiger Überlegung schließlich ab.

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Lorde

Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Lorde,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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5 Kommentare mit 2 Antworten

  • Vor 3 Monaten

    Dieser Kommentar wurde vor 3 Monaten durch den Autor entfernt.

  • Vor 3 Monaten

    lorde lorde lorde i am lorde

    roger waters du lellek

  • Vor 3 Monaten

    das ganze wird immer aberwitziger :/

  • Vor 3 Monaten

    "Israelkritiker" - Antisemiten mit den üblichen einseitig dümmlichen Argumenten, nix anderes Roger Waters und BDS. Und das sollte auch so benannt werden. Sollen ruhig ihre Aktionen durchziehen, aber den Gegenwind müssen sie verkraften.

  • Vor 3 Monaten

    der brief ist schlimmer als die aktion einer knapp 20 jährigen göre zu einem konflikt, den sie mutmaßlich in seiner komplexität null begreift.

    "Wir verurteilen die Mobbing-Taktiken, die benutzt werden, um Ungerechtigkeit gegen Palästinenser zu verteidigen und die künstlerische Gewissensfreiheit zu unterdrücken. Wir unterstützen Lordes Recht, Stellung zu beziehen."

    hallo eno, gabriel etc?

    erklärt uns doch mal, warum ihr dann a) nicht auch zu protesten gegen gigs in der türkei, trumpland, putinland etc aufruft. doppelstanards?
    und
    b) hört mit eurem promigewicht endlich auf, so zu tun, als ob ein kulturboykott (das jeden israelischen zivilbrger trifft und nicht die regierung und dait ein ganzes volk, dass es dort unten auch nicht leicht hat, zum buhmann stempelt) irged etwas besser machen würde.

    im gegenteil: wenn sich das kleine land/volk als solche abgelehnt fühlt und man deren not gegen hisbollah, hamas, assad etc igoriert, serviert man dem dortigen lager der nationalisten doch erst recht die karte des "seht her, sie hassen euch alle!" auf dem vertrottelten silbertablett.

    wie kann man das nicht sehen? sie machen alles schlimmer und verhärten anstatt brücken zu bauen und mit musik ein zu wirken.

    wie viel weiser wäre ein "wir spielen gern für euch. aber wir wollen auch den palis helfen!" wir wollen euch alle in der weltgemeinschaft in frieden sehen!" als dieser hasserfüllte dreck der alten männer. bah!

    • Vor 3 Monaten

      ..gut geschrieben.. kann Dir nur zustimmen !
      ..nur sehr schade ,daß sich dafür auch von mir so hochgeschätzte Künstler wie Eno und Gabriel dafür hergeben !

    • Vor 3 Monaten

      es gint auch andere. elton john etwa mit "fukk your cherrypicking!"
      oder orphaned land und barenboim, die beide seiten musikalisch und als publikum vereinigen.

      oder leonard cohen, der in israel auftrat und den erlös teilweise einer zivilen paliorganisation spendete und das auch im vorfeld mitteilte.

      diese stumpfen grumpy old men denken nicht so weit mit ihren krokotränen...das ist mir echt zu "todenhöfer goes rockbiz"