Die Gothaer Versicherung verweigert Heinos Konzertveranstalter die Entschädigungszahlung nach der 2007 abgesagten Tournee: Der Schlagerstar soll falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht haben.

Köln (dani) - 2007 cancelte er eine 40 Stationen umfassende Deutschland-Tournee wegen Herzproblemen - heute musste Schlagerikone Heino vor dem Landgericht Köln aussagen: Die Gothaer Versicherung verweigert die Zahlung des vom Konzertveranstalter Kult Musik geforderten Ausfallsgeldes in Höhe von drei Millionen Euro mit der Begründung, Heino habe beim Abschluss der Police falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht.

Kerngesund, aber Stammgast beim Arzt?

Die Symptome einer Herzerkrankung seien erst kurz vor Tourbeginn erstmalig aufgetreten. Er sei "nie im Leben krank gewesen", beteuerte Heino, der als Zeuge vernommen wurde, gegenüber der Richterin Elisabeth Marnett-Höderath.

Deren Zweifel schürt eine Krankenakte. Daraus geht hervor, dass Heinz Georg Kramm, wie der Schlagerstar mit bürgerlichem Namen heißt, in den voran gegangenen zwei Jahren satte 120 Mal seine Hausärztin aufsuchte. Für einen angeblich kerngesunden 70-jährigen Hüpfer: recht üppig.

"Hannelore ist nicht ganz einfach"

Die in reichlicher Dosis verschriebenen Schmerztabletten will Heino zum Großteil an seine Frau weitergereicht oder unter Bandmitgliedern verteilt haben. Bedenken ob derlei Verantwortungslosigkeit - schließlich handle es sich um Medikamente, die abhängig machen können - wischte der Sänger mit der Bemerkung vom Tisch, es sei eben schwer, einer Frau etwas auszureden.

Ob die Richterin das Argument "Hannelore ist nicht ganz so einfach ..." schlucken wird, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung des Kölner Landgerichts dürfte sich noch mindestens bis Ende Juni hinziehen. Berichten zufolge zahlte Heino bisher rund 500.000 Euro aus eigener Tasche, um Fans für die entgangenen Konzertfreuden zu entschädigen.

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Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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2 Kommentare

  • Vor 5 Jahren

    hoffentlich muss er bluten, ich hatte auch eine Karte und wollte ihn damals unbedingt mal live erleben, das war echt eine herbe enttäuschung damals, ich trage jetzt noch daran...

    dafür war ich dann aber in dem Jahr auf dem Frühlingsfest der Volksmusik, das war auch seeehr schön und bunt und wir haben alle viel gegessen und getrunken

    :klatbier: :wusrtham: :smokool:

    und dann war da noch die tolle supidupi Tournee vom Achim Petry (Sohn vom "Hölle-Hölle-Hölle"-Wolfi) wo ich auch gleich zweimal war, das war auch seeehr schööön

    also das hatte dann alles insgesamt doch entschädigt für die Heinopleite

  • Vor 5 Jahren

    Zitat (« Die in reichlicher Dosis verschriebenen Schmerztabletten will Heino zum Großteil an seine Frau weitergereicht oder unter Bandmitgliedern verteilt haben. »):

    lol wenn das nicht rock n roll ist!