Der Rettet Den Regenwald e.V. ruft zu einer Protestaktion gegen Gibson auf.

Nashville (lau) - Der traditionsreiche Gitarrenhersteller Gibson sieht sich erneut mit dem Vorwurf konfrontiert, Holz aus illegalen Rodungen für seine Produkte zu verwenden. Der Rettet Den Regenwald e.V. ruft zu einer Protestaktion gegen den amerikanischen Konzern auf.

Erneute Vorwürfe gegen Gibson

Bereits zum zweiten Mal durchsuchten amerikanische Bundesbehörden im August vergangenen Jahres die Anlage in Nashville, Tennessee und beschlagnahmten Hölzer, Lieferdokumente und Produkte. Es heißt, das Holz stamme aus illegalen Rodungen auf Madagaskar und in Indien.

Dank des in den USA 2008 eingeführten Lacey Acts, das den Import von gesetzeswidrig geschlagenem Holz verbietet, auch wenn die Verstöße in einem anderen Land geschehen sind, konnte dem Gitarrenhersteller schon 2009 nachgewiesen werden, zu den Käufern von illegal geschlagenem Palisander aus Madagaskar zu gehören. Seit der zweiten Durchsuchung am 24. August 2011 stehen diese Vorwürfe erneut im Raum.

Lacey Gesetz "aufweichen oder abschaffen"

Die deutsche Organisation Rettet Den Regenwald e.V. wirft Gibson weiterhin vor, im Verbund mit der amerikanischen konservativen Tea Party-Bewegung und Lobbyvereinigungen das Lacey Gesetz "aufweichen oder abschaffen" zu wollen. Ein equivalentes Gesetz wird es ab 2013 auch in der EU geben.

Mit Hilfe von madagassischen Musikern veranstaltet die Organisation Konzerte zum Schutze des Regenwalds. "Der einzige Weg, das Plündern zu stoppen ist, indem man Aufmerksamkeit auf das Verbrechen lenkt", so die involvierte Künstlerin Razia Said.

"Holz entsprach den Standards

Gibson-Chef Henry Juszkiewicz verteidigt sich derweil auf der Homepage des Konzerns. "Gibson hat eine lange Tradition von nachhaltigen und verantwortungsvollen Holzquellen und arbeitet fleißig mit Organisationen wie der Rainforest Alliance und Greenpeace zusammen. Das Holz, das am 24. August beschlagnahmt wurde, entsprach den geltenden Standards. Das Lacey Gesetz abschaffen? Oh nein, verstärkt es!"

19.000 Supporter in fünf Tagen

Der Rettet Den Regenwald e.V. ruft jetzt dazu auf, ein Protestschreiben zu unterzeichnen. Der illegale Holzeinschlag sei einer der größten Umweltgefahren der Welt und zerstöre "Wälder, die Artenvielfalt und indigene Völker." Sie versichern, keine neuen Instrumente mehr zu kaufen, solange nicht gewährleistet werde, dass das Holz aus legaler und umweltfreundlicher Produktion stamme.

"Wir fordern alle Musiker und Bürger dazu auf, diesem Schritt zu folgen. Die für Musikinstrumente verwendeten Hölzer müssen aus legalen Quellen stammen und zum Schutz der Natur beitragen." In fünf Tagen fanden sich über 19.000 Supporter.

81 Kommentare

  • Vor 5 Jahren

    Naja wenn man bedenkt welche Gitarristen alles Gibson Gitarren verwenden und wieviel die teilweise für den Regenwald spenden dürfte sich das doch wieder ausgleichen.^^

  • Vor 5 Jahren

    @stummerzeuge: Das ist mit Abstand das dämlichste Geschwätz, was man zu dem Thema beitragen kann. Dass Gibson Tropenhölzer verarbeiten, die geschützt sind, ist schon seit Jahren bekannt, aber die schmieren halt die zuständigen Stellen und damit hat sich das in den Staaten ganz schnell erledigt. So ne Gitarre wird nicht aus Presspappe gemacht und der Holzverbrauch von einem Gitarrenhersteller dieser Größe ist enorm!

  • Vor 5 Jahren

    ich freu mich immer, wenn ich eddys nackmulch erblicke......

  • Vor 5 Jahren

    @Sancho (« @dein_boeser_Anwalt (« ich iebe es, wie du bei jedem thema beharrlich versuchst die sichtweisen zu verstehen, deine kenntnisse entwickelst und abwägst caffy. so macht das diskutieren spaß. ganz altte schule!
    genau richtig: es gibt keine differenz zw sanch's argument und der objektiven gefährdungslage. alles ist leider kumulativ. stichwort lemurenkuschel!
    wer das einmal begriffen hat, kann differenzieren.
    liebe dantonistische grüße in die schweiz. (ist doch richtig, oder? bist n berggraf?) »):

    Hey kriegt derjenige der ihn zu den von dir positiven hervorgehobenen Aspekten anregt kein Lob? :D »):

    entschuldige...ich war nicht ganz bei mir, da lauti mich raus gebracht hat...'zeihung

  • Vor 5 Jahren

    caffy, wenn du die bemerkung mit den lemurenkuscheln nicht verstanden hast, liegt das nur an der unübersichtlichkeit einer gezwungenermaßen schriftlichen diskussion. wiederholen kann ich mich aber nicht.
    suchen und finden.
    stichwort j clesse!
    lemuren retten ist mehr rocknroll als diese gi gi gitarrenfi..er je verstehen werden.

  • Vor 5 Jahren

    Schafft Gibson aus dem Weg, wir brauchen mehr Platz für Biosprit!!! klammeraufironieklammerzu