Nach dem Eklat um Erykah Badu haben die Flaming Lips ein neues Nacktmodel gefunden.

Badewanne (dhi) - Auf Glitter und künstliches Sperma haben die Flaming Lips dieses Mal verzichtet: Amanda Palmer, Solokünstlerin und Frontfrau der Dresden Dolls, räkelt sich im neuen Video zu "The First Time Ever I Saw Your Face" in klarem Wasser. Wesentlich ästhetischer oder künstlerisch wertvoller wird das Konzept dadurch aber kaum.

Der Clip ist die Reaktion auf den Zwist mit Erykah Badu, die gemeinsam mit ihrer Schwester Nayrok im geschmacklosen Vorgänger-Clip zu sehen war. Nach der vorschnellen Veröffentlichung durch die Flaming Lips beschwerte sich die Sängerin öffentlich und beklagte, die endgültige Version nie gesehen zu haben.

"Ihr habt offensichtlich einen falschen Eindruck von dem, was ich künstlerisch darstelle", schimpfte Badu über die Szenen, in der ihre Schwester mit Glitter, künstlichem Blut und Sperma übergossen wird. Badu selbst ist wie Palmer nur in einer Badewanne gefüllt mit Wasser zu sehen. Dennoch fühle sie sich als Frau "verletzt und verkannt".

"Du kannst mir meinen glitzernden Arsch küssen" (Erykah Badu)

Badu polterte sogleich in Richtung Wayne Coyne, Leadsinger der Flaming Lips und Initiator des Videos, zurück: "Du kannst mir meinen glitzernden Arsch küssen. Und Nayrok sagte mir, dass du ihren auch gleich küssen kannst".

Dieser reagierte auf seine Weise: Bei Twitter veröffentlichte er Bilder von sich mit glitterverschmierten Lippen, zog das Video jedoch unter Begleitung vieler Entschuldigungen zurück.

Amanda Palmer scheint mit Coyne dagegen prima auszukommen. Nach "The First Time Ever I Saw Your Face" begannen die gemeinsamen Dreharbeiten zu Palmers Single "Do It With A Rock Star". Das Video, in dem die Porno-Darstellerin Stoya mitspielt, dürfte nicht weniger freizügig ausfallen.

Fotos

Flaming Lips

Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | ©  (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter) Flaming Lips,  | © Laut.de (Fotograf: Michael Matter)

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115 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    @Ragism (« Ich finds etwas schade, daß viele die Band nicht mehr begleiten wollen auf ihren aktuellen Trips in fremde Soundlandschaften. Natürlich ist einiges an Eingängigkeit verlorengegangen - oder man muss sie erst aus den verfrickelten Klanghülsen herausschälen. Im Moment begeistert mir ihr Space Pop jedenfalls ungemein. Mir fiele keine andere Band ein, auf die das Wort "verschroben" besser passen würde im Moment. »):

    Das "im Moment" reissts raus, aber bei "verschroben" im Gesamtwerk kommen mir immer noch Animal Collective als erste musikalische Assoziation. Und natürlich viel von Sonic Youth.

  • Vor einem Jahr

    Ich finde Achselhaare bei Frauen ja durchaus erotisch -- rasierte und nachgezeichnete Augenbrauen hingegen eher weniger. Warum fällt das keinem auf? Aber gut, auf etwas derart Irrelevantem herumreiten macht ja auch viel zu viel Spaß, als dass man es einfach hinnehmen könnte.

    Lied? Durchschnitt. Video an sich? Böh. Next.

  • Vor einem Jahr

    Laughing: Ich bin nicht keiner, mir fiel das auf und ich habe das auch kritisiert!