Ein Software-Entwickler nutzt eine Sicherheitslücke für ein Tool, das gestreamte Spotify-Songs als MP3s speichert.

Konstanz (mis) - Die Spotify-Geschäftsführung dürfte gestern in Angst und Schrecken erstarrt sein. Der niederländische Software-Entwickler Robin Aldenhoven hat eine Erweiterung für den Google Chrome-Browser veröffentlicht, die es erlaubt, jegliche auf Spotify gestreamte Musik als MP3s auf der eigenen Festplatte zu speichern.

Die Extension mit dem knackigen Titel Downloadify funktioniert auch für Nutzer der Spotify-Gratisversion und ist somit auf den gesamten Pool von gegenwärtig rund 20 Millionen Songs des Streamingservices anwendbar. Das Tool macht sich zunutze, dass Spotify-Songs unverschlüsselt über ein HTML5-Interface gestreamt werden.

Der Google Web Store reagierte prompt

Da die Kopierfunktion von Downloadify den Nutzungsbedingungen von Spotify klar widerspricht, listete der Google Web Store die unliebsame Erweiterung nur wenige Stunden, bevor sie entfernt wurde. Downloadify ist mittlerweile aber auf Github erhältlich und funktioniert nach wie vor.

Spotify wird sich nun den Rechteinhabern aller Songs erklären müssen. Plattenfirmen und Verlage dürften kein gesteigertes Interesse daran haben, dass die Nutzer eines ohnehin für Künstler kaum rentablen Streamingservice-Modells die Songs auch noch bequem auf ihre Festplatte laden können.

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104 Kommentare

  • Vor 11 Monaten

    Menschi
    OK, werde es beizeiten testen und dann ggf meine Aussage revidieren bis dahin bleibe ich vorerst auf meinem Standpunkt - mein Gehör ist wirklich extremst gut. :)
    Randwer
    Jup, auch nicht weiter wild - die meisten Amateure in allen möglichen Bereich sind gezwungen zwecks Finanzierung ihrer Leidenschaft nebenbei arbeiten zu gehen.
    Torque
    Aight, 90% all dieser Doppelmoral-Schimpfer haben das genauso gemacht - aber jetzt voll auf Legalität pochen..

  • Vor 11 Monaten

    @Dragnet (« Wahren Hörgenuss bietet sowieso nur der Phonograph. Angekurbelt von Edisons Geist höchstpersönlich.

    Bei Amazon gibts mitterlweile höher als 256 kbit kodierte MP3s. Aber zum Tech-Talk: Ich bleibe bei der guten alten CD, die wird als FLAC und für meinen MP3-Player und fürs Auto als MP3 (LAME) V1 archiviert.

    Musik, die mir gefällt, nur als digitale, nicht verlustfreie Kopie zu besitzen, bringe ich nicht über mein Sammlerherz. Aber wenn ich nur einen Song haben möchte ohne ganzes Album, mache ich mal ne Ausnahme (und zahle dann auch dafür). »):

    this :)

  • Vor 11 Monaten

    Natur Sekt Black Metal ist ja mal eine einigermaßen kreative Umschreibung für NSBM...