Der Ex-Onkelz-Sänger muss ins Gefängnis. Seine Kollegen distanzieren sich nun von Russell.

Frankfurt (snr) - Kevin Russell muss ins Gefängnis. Das Frankfurter Landgericht verurteilte den Ex-Sänger der Band Böhse Onkelz heute zu zwei Jahren und drei Monaten Haft plus vier Jahren Führerscheinentzug.

Damit blieb das Urteil unter den von Staatsanwalt Sinan Akdogan geforderten drei Jahren und vier Monaten. Der zuständige Richter entschied, dass die einzige Ursache für den Unfall fahrerisches Versagen war. Russell nahm das Urteil scheinbar gefasst entgegen. Bis zuletzt verweigerte Russell die Aussage.

Band lässt ihren Sänger fallen

Auf der Homepage der Böhsen Onkelz hatten sich zuvor die Ex-Mitglieder Stephan Weidner (Bass) und Pe Schorowsky (Schlagzeug) zu Wort gemeldet. Dass die Onkelz nicht als Rockopas auf der Bühne enden wollten, war seit dem Bandende 2005 die offizielle Begründung der Auflösung.

Intern bestimmte jedoch Russells Drogenkonsum das Ende der Combo aus Frankfurt. Wie die Band schreibt, wollte man Kevin Russell vor sich selbst schützen und der Öffentlichkeit den zunehmenden Zerfall des Sängers ersparen.

"Die Werte stimmen nicht mehr überein"

"Dass man beste Freunde war ist leider keine Garantie, dass es immer so bleibt. Freundschaften und Beziehungen sind keine Einbahnstraßen und wenn die gegenseitigen Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden, die Ansichten und Werte nicht mehr übereinstimmen, hilft auch das Ganze gemeinsam Erlebte nicht weiter", schreibt die Band auf ihrer Homepage und fügt hinzu, dass der Russell, der auf der Anklagebank sitzt, nicht mehr derselbe wie zu Onkelz-Zeiten sei.

Die letzten Gedanken von Weidner und Schorowsky auf ihrer Homepage gelten den beiden Opfern. Über Recht und Unrecht wollten sie nicht urteilen, das übernahmen jetzt Staatsanwaltschaft, Richter und Ermittler.

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39 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    Wer leiht mir mal seinen Audi und zwei Flaschen Vodka? Ich würde gern jackgin anschaulich demonstrieren, warum sein Post weniger Wert hat als 3 Blatt gebrauchtes Klopapier. Es gibt echt Dinge die man mit Prügel allein nicht mehr hinkriegt...

  • Vor 3 Jahren

    Die Haftdauer ist ja echt die Härte. In unserer Lokalzeitung stand heute ein Artikel über einen Dealer, der Heroin vertickt hat, den haben sie für 4 Jahre und 9 Monate weggesperrt...

  • Vor 3 Jahren

    @jackgin (« Hi,

    Methadon jeden Tag, Sylvester, dann Koka, die Diazepam nimmt er sowieso immer, plus Schampus...
    Dann ein PS Monster Auto, dann kann eben sowas passieren.
    Vielleicht haben die anderen zu früh geblinkt und haben nicht die Spur gewechselt.

    Ich hoffe er kommt in den offenen Vollzug.
    Das Problem für Ihn ist, dass alles ab zwei Jahre ohne Methadon abläuft, d.h. er wird entgiften muessen.
    Das wird HART!!

    Viele Grüße an alle Supporter,
    Kevin du machst es...

    jackgin »):

    Das war doch pure Satire. Oder... bitte lass es so gewesen sein...