Courtney Love warnte schon 2005 vor Harvey Weinstein. Nun spricht auch Björk über Missbrauch im Filmgeschäft.

Reykjavik (sab) - Björk berichtet in einem Facebook-Post von sexueller Belästigung durch 'einen dänischen Regisseur'. Dass sie jetzt mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit geht, begründet Björk mit deutlichem Bezug zum aktuellen Missbrauchsskandal um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein: "Die Frauen, die online von ihren Erlebnissen berichten, haben auch mich inspiriert, meine Erfahrungen zu teilen".

Björk, die neben ihrer Musiker-Karriere auch als Schauspielerin tätig ist, fand in der Filmbranche einen anderen Umgang mit Frauen vor als in ihrer Heimat Island: "Ich komme aus einem Land, in dem fast Gleichheit zwischen den Geschlechtern herrscht", erklärt sie. In der Schauspielbranche machte sie jedoch negative Erfahrungen: "Die Rolle als sexuell erniedrigtes Wesen war die Norm und wurde durch den Regisseur und die Crew begünstigt, die die Sache ermöglichte und unterstützte."

Björk behauptet, dass ein Regisseur Schauspielerinnen belästigen kann, ohne dass die Filmindustrie es verhindert. Sie wehrte sich jedoch, woraufhin der Regisseur sie bestraft und vor dem Team als "die Schwierige" hingestellt habe. Da Björk jedoch nichts zu verlieren hatte ("Ich hatte keine Ambitionen in der Schauspiel-Welt"), zog sie sich zurück und erholte sich von dem Vorfall.

Sie sei die erste gwesen, die sich ihm widersetzt. "Meiner Meinung nach hatte er nach meiner Konfrontation eine fairere Beziehung zu Schauspielerinnen. Es gibt Hoffnung", beurteilt sie die Auswirkungen ihres Verhaltens. "Lasst uns das stoppen, es gibt eine Welle der Veränderung in dieser Welt", appelliert sie zum Schluss ihres Statements und hofft, damit andere Schauspielerinnen zu ermutigen.

Die Isländerin nennt zwar keinen Namen, jedoch ist der Filmemacher Lars von Trier der einzige Däne, mit dem sie bislang gedreht hat. 2000 spielte sie die Selma Jezkova im Drama "Dancer In The Dark".

Vor gut einer Woche hatte die New York Times berichtet, der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein habe über Jahre hinweg Frauen belästigt und sogar vergewaltigt. In der Folge erzählten viele Schauspielerinnen von eigenen Missbrauchserlebnissen mit Weinstein, darunter Stars wie Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow. Courtney Love warnte sogar schon im Jahr 2005 vor Weinstein: "Wenn Harvey Weinstein dich zu einer Privatparty ins Four Seasons einlädt, geh nicht hin!"

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7 Kommentare mit 96 Antworten

  • Vor einem Monat

    Seine Filme sind schon toll. Aber dass der Typ privat ein Arsch ist, ist bekannt. Belästigung passt da durchaus ins Bild...

  • Vor einem Monat

    da hat sich die gute sehr weit aufs glatteis gewagt.
    so knallhart, wie sie das hier schildert, kann das - rein rechtlich betrachtet - ja nur für eine von beiden seiten zum waterloo führen.

    entweder sie hat wasserdichte beweise in der hinterhand oder es ist echter rufmord und vorsätzlich falsche verdächtigung.

    • Vor einem Monat

      "entweder sie hat wasserdichte beweise in der hinterhand oder es ist echter rufmord und vorsätzlich falsche verdächtigung"

      ohne video/audiomitschnitt also rufmord?

    • Vor einem Monat

      Halte ihre Version aktuell für genauso wahrscheinlich wie die Möglichkeit, dass sich damals einfach nur zwei Menschen, die es gewohnt waren, künstlerisch absolut selbstbestimmt zu arbeiten, über den kompletten Zeitraum des gemeinsamen Projekts auf dem völlig falschen Fuß erwischt haben.

      Betrifft diesmal spannenderweise auch noch zwei KünstlerInnen, deren Werk ich bis heute außerordentlich schätze, inklusive der Zusammenarbeit, die sie damals ja bereits übereinstimmend als ziemlich auslaugend und erschöpfend beschrieben... Bin auch gespannt, ob sich da überhaupt von irgendeiner Seite jetzt juristisch noch was regt.

      Für die gesellschaftliche Entwicklung hinsichtlich des Umgangs mit solchen Situationen, auch juristisch, aber auch auf allen Ebenen, halte ich diese im Netz ausgetragenen "Celebrity vs. Celebrity"-Aktionen inzwischen für ziemlich unabdingbar.

    • Vor einem Monat

      "da hat sich die gute sehr weit aufs glatteis gewagt.
      so knallhart, wie sie das hier schildert, kann das - rein rechtlich betrachtet - ja nur für eine von beiden seiten zum waterloo führen.

      warten wir mal 2 wochen ab.
      würde ja brief und siegel drauf geben, dass die ganze chose nach kurzer zeit wieder in der belanglosigkeit verschwindet.
      spätestens aber, wenn die promophase für björks neues album abgeschlossen ist, was jetzt nicht wertend gemeint ist.

    • Vor einem Monat

      @soul: ja, empfinde ich wie du.

      allerdings verstehe ich folgendes nicht:

      "Für die gesellschaftliche Entwicklung hinsichtlich des Umgangs mit solchen Situationen, auch juristisch, aber auch auf allen Ebenen, halte ich diese im Netz ausgetragenen "Celebrity vs. Celebrity"-Aktionen inzwischen für ziemlich unabdingbar."

      unabdingbar? eher das gegenteil oder? wenn promis vorlieben, dass man sicht per epersönlicher schlammschlacht nen scheiß um normen und umgangsfprmen schren muss, die man von otto normalbürger erwartert, halte ich das für das ganz falsche signal.

      @welti:
      achwas promophase. sollte das tatsächlich eine art "learning from hip ghop"-beef sein, der lediglich 2 künstler beinhaltet, die einander auf den tod nicht abkönnen, dann wir lvt das nachhaltig geschäftsschädidegende verhalten wohl kaum auf sich beruhen lassen können. denn sonst bliebe ja negative marke "übergridiger, keiminller mussbraucher" übrig.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      "Für die gesellschaftliche Entwicklung hinsichtlich des Umgangs mit solchen Situationen, auch juristisch, aber auch auf allen Ebenen, halte ich diese im Netz ausgetragenen "Celebrity vs. Celebrity"-Aktionen inzwischen für ziemlich unabdingbar."

      ist das wirklich deine meinung? ich möchte dich nicht angreifen, aber meinst du das wirklich ernst?

      vielleicht verstehe ich es falsch, deswegen mal am konkreten beispiel. was können wir im umgang mit diesem thema aus "björk vs LvT" lernen? kk, die sache kommt vlt. erst ins rollen. aber was können wir bisher daraus lernen?

      wenn du meinst, dass diese "Celebrity vs. Celebrity-Aktionen" aufdecken, was in unserer gesellschaft schief läuft, gehe ich vlt. noch mit.

    • Vor einem Monat

      "wenn promis vorlieben, dass man sicht per epersönlicher schlammschlacht nen scheiß um normen und umgangsfprmen schren muss, die man von otto normalbürger erwartert, halte ich das für das ganz falsche signal."

      Ähmm, welche Normen und Umgangsformen meinst du damit jetzt genau, lieber Anwalt? Wohl kaum die Norm, dass man sexuellen Missbrauch oder Straftaten im Allgemein nicht einfach so schweigend hinnehmen darf und sich dagegen aussprechen und anprangern sollte, wann immer einem so etwas widerfährt. Gerade wenn es systemisch ist und größtenteils totgeschwiegen wird.

    • Vor einem Monat

      @Plonk:
      Ich würd da mal kurz für soulburn einspringen woen, ob er das jetzt mag oder nicht.
      Unabdingbar vielleicht deshalb, weil allein Gesetze gegen sexuellen Missbrauch ganz offensichtluch nicht reichen, wenn die Arbeitskultur so veranlagt ist, dass solche Sachen einfach hingenommen und totgeschwiegen werden und jeder, der sich rechtliche Schritte überlegt, um seinen Job bangen muss. So etwas lässt sich nur zum positiven Verändert, wenn man offen und öffentlich darüber redet und die Sachen zu Tage fördert. Das sehe ich tatsächlich sogar als die einzig wirkungsvolle Lösung. Neue Gesetze oder der ein oder andere Gerichtsprozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit hier und da wird da kaum etwas helfen, wenn die allgemein vorherrschende Mentalität die gleiche ist.

    • Vor einem Monat

      Könntet ihr evtl. aufhören solch behinderten Scheiß zu schreiben

    • Vor einem Monat

      @gleep glorp

      das ist aus meiner sicht aber eine sehr radikale einstellung, die mir fast schon angst macht. aus meiner sicht ist es viel wirkungsvoller, wenn wie schon im anderen thread erwähnt, man durch aufklärung ab dem kindergarten an, ein klima der toleranz und rücksichtnahme und mit fortschreitenden alter/entwicklung ein problembewusstsein schafft.

      außerdem sollte man sich nicht permanent an einzelnen fällen abarbeiten, weil eben genau das die sicht von einem gesamtgesellschaftlichen problem ablenkt. aus meiner sicht hat so eine radikale einstellung schon etwas von revanchismus und ist vlt. sogar eher kontraproduktiv. es fördert ein polarisierung, wir gegen die und schafft damit sogar aus meiner sicht eher in teilen der gesellschaft ein abwehrhaltung gegen toleranz und rücksichtnahme (siehe kommentare von derHerrvonWelt).

    • Vor einem Monat

      die haltung von gleep glorp funktriert nur, sofern man den pranger und die schlammschlacht anstelle rechtstaatlicher vorgänge gut heisst und man schon qua behauptung vom missbrauchsfall ausgeht.

      wo derlei hinführt sahen wir im fall kachelmnn oder auch jüngst bei connor oberst. auch dort gab es genug leute, die bereits qua behauptung von einer zutreffenden viktimisierung ausgingen.

      jenen gedanken konequent zuende gedacht, ist man dann auch rasch beim lynchmob, weil "er oder sie hat ja gesagt, wa!"

      oder bei torquemadas inquisition. dort war es in der tat gültiger rechtsgedanke, dass der beschuldigte solange als schuldig galt, wie er seine unschuld nicht bewies.

      wer glaubt, dass man mit methoden des marktplatzes sexualdelikten wirksam begegnen kann, hat aus meiner sicht interessante wertvorstellungen.

    • Vor einem Monat

      Aha, du möchtest Kindergartenkindern also beibringen, dass sie, wenn sie erwachsen sind, nicht ihre Angestellten sexuell missbrauchen sollen? Klingt vielversprechend.

      Polemik beiseite, bin ich mir nicht ganz sicher, ob du mich richtig verstanden hast. Weil generell scheinen wir das ja ähnlich zu sehen, dass in solchen Fällen, wo zwar Gesetze da sind, der Misstand selber weit verbreitet ist, Aufklärung die beste Lösung ist. Das kann natürlich idealerweise möglichst früh beginnen, ist aber auch noch keine Lösingsgarantie und hilft denjenigen, die schon erwachsen sind und in einem solchen Umfeld arbeiten, eventuell traumatische Erfahrungen mitmachen oder langfristig ihre Karriere aufgeben auch nicht weiter. Wenn das Problem jetzt da ist, sollte man es angehen und nicht einfach nur hoffen, dass es die nächste Generstion besser macht, schon allein weil es unfair den gegnüber wäre, die JETZT darunter keiden. Und die einzige Möglichkeit, wie das geschehen kann ist ja, Aufklärung, öffentliche Debatte, Anprangerung der Misstände. Und das kann nur funktionieren, wenn sich genug Personen darüber äußern, dass man merkt, dass das Problem tatsächlich systemisch ist und wenn man dafür tolerantes Gesprächsklima schafft. Ohne konkrete Beispiele und genug öffentliche Aufmerksamkeit wird sich da nie etwas bewegen und für genau so etwas sind Beispiele wie das aktuelle vielleicht nicht absolut unabdinglich, aber zumindest verdammt hilfreich.

    • Vor einem Monat

      @Anwalt': Da vermischst du jetzt aber zwei Sachen. Das ich als unbeteiligter Dritter nicht immer gleich zur Heugabel greifen sollte, sobald jemand eine Anschuldigung in den Raum stellt, das möchte ich ja gar nicht abstreiten. Aber die Konsequenz daraus kann doch allen ernstes nicht sein, dass ich als Opfer sexuellen Missbrauches immer nur dann den Mund aufmachen darf, wenn ich den sexuellen Missbrauch auch wasserdicht beweisen kann. Wenn ich als jemand, dem Unrecht getan wird nun auch noch die Beweislast zu tragen habe, um überhaut irgendwie Gehör zu finden. Das ist doch einfach nur menschlich kaputt.

    • Vor einem Monat

      Und das ist jetzt als allgemeine Antwort auf die anwaltsche Attitüde und nicht auf den Fall hier speziell bezogen, da möchte ich kein Urteil drüber treffen.

    • Vor einem Monat

      @gg

      auch wenn es wie du schon gesagt hast, nur eine kleine polemisierung ist, eine kurze klarstellung, nicht das es wieder missverstanden wird. die grundlage für eine diskriminierungsarme gesellschaft ist mmn toleranz, offenheit und rücksichtnahme. und diese dinge sollte man so früh wie irgendmöglich vermitteln, zu einem zeitpunkt wo die kleinen köpfe noch am wirkungsvollsten "programmierbar" sind. erst mit fortschreitender entwicklung, sollte dann auch problembewusstsein geschaffen werden.

      aber es kann doch keine lösung sein, ein übel mit dem nächsten übel (siehe ausführungen vom anwalt) zu bekämpfen. das kann doch nicht ernsthaft in erwägung gezogen werden. generell stimme ich dir ja zu, man muss missstände aufzeigen und anprangern, aber ohne das was wir nun ausgiebig diskutiert haben (rechtsstaatliche prinzipien, vorverurteilung usw.).

    • Vor einem Monat

      @gg

      es ging mir immer nur um die gesellschaftliche vorverurteilung, public shaming and so on. das habe ich bereits klargestellt (ich weiß du meinst den anwalt, trotzdem...). ein opfer darf und sollte jederzeit die möglichkeit haben, seine erfahrene ungerechtigkeit öffentlich anzuprangern. meine kommentare bezogen sich nie auf die äußerungen von björk an sich, sondern auf die reaktionen (lvt ist ja sowieso ein arsch usw.) darauf.

    • Vor einem Monat

      @gg: du sagst "dass ich als Opfer sexuellen Missbrauches immer nur dann den Mund aufmachen darf, wenn ich den sexuellen Missbrauch auch wasserdicht beweisen kann."

      ja und nein!

      1. "ja" in dem sinne, dass man ja ganz allgemein sofern man direkt andere beschuldigt - egal welcher tat - immer nur dann direkt werden sollte, sofern man es beweisen kann.
      es sei denn, man hat spaß mit gegenklagen, unterlassungsverfügungen, schmerzensgeldzahlungen an täter etc.

      diese normativität des faktischen mag schmerzen. in genau so einzelfällen ist sie jedoch gerechtfertigt. undf strukturell auch. denn ansonsten könnte man jeden missliebigen gegner per rufmor ausknocken und mundtot machen. oder aber die gesellschaft in eine endlose tirade polemischer schlammschlachten übertführen. kein sieg des humanismus, eh?

      2. "nein!" deshalb ist man nicht mundtot. man kann sein leid doch öffentlich machen und sein schicksal kundtun, so es der verarbeitung diet. nur eben so clever, dass man unangreifbar ist.

      zwischen 1. und 2. herrscht doch kein widerspruch

    • Vor einem Monat

      ""ja" in dem sinne, dass man ja ganz allgemein sofern man direkt andere beschuldigt - egal welcher tat - immer nur dann direkt werden sollte, sofern man es beweisen kann."

      Ja, und das halte ich halt schlicht und einfach für Schwachsinn. Man "sollte" es vielleicht tun, weil das aus Sicht eines evtl. gerichtlichen Prozesses das Intelligenteste ist, deswegen ist es aber noch lange noch kein "sollte" im moralischen Sinne. Das einzige Kriterium, was von einem rein moralischen Standpunkt erfüllt sein sollte, wenn man direkte Anschukdigungen macht, ist das die Sache tatsächlich vorgefallen ist, was halt nicht das Gleiche wie "beweisbar" ist. Von daher weiß ich jetzt auch nicht, was du mit "Normativität des Faktischen" meinst. Denn nur weil in einem Fall die Stühle so gefallen sind, dass man das nachträglich gut beweisen kann und im anderen Fall nicht, ist erster Fall ja keinen Deut faktischer als letzterer.

      "man kann sein leid doch öffentlich machen und sein schicksal kundtun, so es der verarbeitung diet. nur eben so clever, dass man unangreifbar ist."

      Also so in etwa wie Björk das gemacht hat, in dem sie keinen direkten Namen genannt oder Zeitangaben o.ä. gemacht hat? Schien dir ja trotzdem Grund genug zur Kritik zu geben.

      Letztendlich glaube ich auch nicht, dass unsere allgemeinen Vorstellungen hier tatsächlich soo weit auseinander gehen, nur dass ich dazu, die Sachen erstrangig aus einer rein moralischen Perspektive zu sehen und dass bei dir die moralische und rechtliche Perspektive etwas stärker verquickt sind, was ich persönlich halt etwas problematisch finde.
      Wenn du magst kannst du ja auch noch einmal in den oberen Kommentar hier in dem Newsartikel mit den zig Antworten reinschauen. Habe mir da ein bisschen ausführlichere Gedanken zu dem Thema gemacht und möchte das jetzt auch nicht alles hier wiederholen. Sind gleich die ersten ein, zwei längeren Kommentare unter meinem Namen.

    • Vor einem Monat

      björk hat es direkt gemacht. jeder weiß, wer gemeint ist. das steht der namensnenneung gleich

    • Vor einem Monat

      Mhh, ich wusste es zum Beispiel nicht und es hat mich auch nicht weiter ingeressiert, bevor das in den Medien breitgeschlagen wurde. Und ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der Leserschaft, dass auch nicht wüsste, ohne es vorher nachzuschlagen. Dazu muss man halt auch erst einmal wissen, wer Lars von Trier ist, dass er ein Däne ist und dass Björk mit Ihm zusammengearbeitet hat. Ich würde jetzt sogar mal behaupten, dass die Leute, die das alles auf Anhieb wissen statistisch stark in der Minderheit sind. Dass jetzt alle Welt gleich IMDB aufschlägt, um jemanden zu finden, auf den sie den Finger zeigen könne , ist dann jetzt vielleicht auch ein größeres Problem als Björks Aussage selber. Aber gut, insgesamt war es wahrscheinlich immernoch etwas zu direkt und ich zieh den Punkt auch gerne zurück. War eh eher ne Nebenbemerkung zu meinem eigentlichen Punkt.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      bei dir geht einiges durchenander, finde ich.

      1. "wusste es nicht, ohne es nachzuschlagen" mag stimmen. aber der punkt ist ja: es ist im nu recherchabel, quasi null getarnt.
      am ende bleibt eine person von 8 milliarden übrig, die man in 30 sekunden ergooglen kann. insofern kann man sich ja nicht hinter der nichtnennung des namens verstecken. jedenfalls nicht im fall der verleumdung.

      hätte sie gesagt: "mir ist derartiges am set passiert während des drehs" ohne ins detail zu gehen, wäre es anders. dann hätte es keinen direkten bezug und sie wäre in jedem fall auf der sicheren seite.

      2. und nein, du argumentierst nicht moralisch. das glaubst du nur, weil du aus reiner, edler empathie heraus deinen standpunkt herleitest.
      und du meinst auch das richtige. aber du sagst: "deswegen ist es aber noch lange noch kein "sollte" im moralischen Sinne. Das einzige Kriterium, was von einem rein moralischen Standpunkt erfüllt sein sollte, wenn man direkte Anschukdigungen macht, ist das die Sache tatsächlich vorgefallen ist, was halt nicht das Gleiche wie "beweisbar" ist."

      jaha, das ist doch das moralische problem. ob es passierte, weiß ja nur die behauptende person und die beschuldigte person.

      die gesellschaft hat aber den blickwinkel eines objektiven dritten zu wahren. das ist sehr moralisch. denn es ist das gegenteil von inquisition.

      gerade, weil es eben auch immer fälle der verleumdung gibt - ich wiederhole meinen hinweis auf connor oberst - würde das bloße behaupten ohne beweise nahezu immer zum ruin des beschuldigten führen. egal ob wahrheit oder lüge! das kann es nicht sein.

      dein problem ist, dass du bereits auf einer seite zu stehen scheinst. nämlich nicht auf der seite der wahrheitsermittlung, sondern des glaubens, dass der behauptende auch der bzw die geschädigte/viktimisierte ist.

      dieser fall wird - egal wie er ausgeht - sehr interessant werden in bezug auf soziale reaktionen der massen in bezug auf vorverurteilung, unschuldsvermutung und glauben, der nach sympathie vergeben wird.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

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