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Ob Neo-, Retro- oder Future-Soul: Die Zeit ist mehr als reif dafür.
Konstanz (laut) - Der Tod von Amy Winehouse zeigt es wieder, das Jacko-Phänomen: Kaum hat es die Sängerin dahin gerafft, schon schießt nicht nur ihr letztes Album "Back To Black" wieder in die Charts. Auch dem Vorgänger "Frank" wird endlich die verdiente Aufmerksamkeit zuteil.
Von Amy inspiriert oder nicht - die letzten Jahre bescherten uns eine wahre Flut an Veröffentlichungen des Genres. Ob Neo-, Retro- oder Future-Soul: Die Zeit ist überreif dafür, deswegen untermalen wir unser kleines Gedenken an Amy Winehouse mit Musik mit Seele.
Praktisch DER Neo-Soul-Künstler überhaupt. Als Sänger, Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist schlägt D'Angelo haufenweise Brücken zwischen Jazz, Hip Hop, R'n'B und Soul. Vor allem seine von Marvin Gaye oder Stevie Wonder beeinflusste Stimme hievt die jazzigen oder im Hip Hop verwurzelten Beats in die Soul-Schiene. Auf "Voodoo", seinem zweiten Album, perfektioniert er seinen recht speziellen Stil-Mix nahezu, wie "Spanish Joint" beweist.
Soul auf Deutsch - geht das überhaupt, oder klingt es zwangsläufig nach Xaver und Konsorten? Eine kleine Kölnerin wagt zusammen mit ihrer Band das Experiment und liefert zum Groove auch noch herrlich schräge Poesie. Zauberhaft.
John Legends "Ordinary People" ist nicht im dreckigen Hinterhof-Soul der Sixties zu Hause, besitzt dennoch jede Menge Seele. Mit der Nummer überträgt er eine Menge klassischer Soul-Elemente überzeugend in die Jetztzeit. Legends eindringliche Intonation und die schlicht ausgeführte Instrumentierung verleihen dem Titel einen authentischen Anstrich. Immer bleibt Raum für elegante Passagen mit jazzig gefärbten Piano-Parts. Sogar ein Hauch von Marvin Gaye schwingt manchmal mit. Was in dem Song an Klasse steckt, beweisen neben vielen Remixes auch Legends üppig ausgespielte Live-Interpretationen.
Unglaublich, wie wunderbar sich Musiq auf Teddy Riley-Drums und smoothesten Bläser-Versätzen in den Arsch beißt, weil er es nicht lassen konnte, seiner besten Freundin an die Wäsche zu gehen. "We used to chill and do so many things together", säuselte er reumütig und bugsierte sich in die Top-Liga der in voller Blüte stehenden Neo-Soul-Bewegung.
Noch bevor Flying Lotus' Zukunftsmusik bei der breiten Masse ankam, schuf er mit der Londoner Sängerin Andreya Triana auf gebrochenen Rhodes-Klängen und schleppendem Klicken Future Soul. Nach seiner "Reset EP" schlug der Großneffe von Alice Coltrane in Folge selten wieder so ruhige Töne an.
Soul ist "for the ladies"? Lee Fields und seine Expressions treten an, um den Gegenbeweis zu führen. Im Gepäck: Vintage-Soul für echte Männer. Solche, die das erst noch werden wollen, dürfen gerne auch schon reinhören. Kann ja nicht schaden ...
Pumpende Hip Hop-Beats, Jazz-Drums, Elektro-Spielereien, Synthie- und Keyboard-Melodien und smoother Gesang. Das neuseeländische Trio Electric Wire Hustle spielt gerne mit den verschiedensten Stilen wild umher, bleibt aber, dank des hohen entspannten Gesangs, fest im Soul verankert.
Das Stones Throw-Label, gegründet von Peanut Butter Wolf, hat sich zu einem verlässlichen Hort für verspielte Hip Hop- und Soul-Künstler gemausert, die zu experimentell für das Major-Business sind. So klingt auch das nachfolgende hippieske Schätzchen des US-Trios Stepkids: Warm und freundlich, ein bisschen entrückt ... und wer die Augen schließt, wähnt sich dank der analogen Produktion knietief in der goldenen Ära des Acid-Souls.
Die Erwartungen, die das eigene Umfeld an einen stellt, können mindestens so nerven wie der Umstand, ständig auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden. Die stimmgewaltige Löwin macht ihrem Frust Luft: Da steckt wahrlich mehr dahinter als eine aufgeplusterte Mähne.
He learned the hard way: Charles Bradley brauchte buchstäblich Jahrzehnte, um sich seinen Lebenstraum von einer Karriere als Soulsänger zu erfüllen. Das Gute daran: Er hatte mehr als genug Zeit, um seine Nummern gleich literweise mit Herzblut zu tränken.
"I'm tired of the fast lane." Keine Frage, das Leben auf der Überholspur schlaucht, selbst - und besonders - in schnelllebigen Rap-Star-Kreisen, das werden auch Eminem und Royce Da 5'9" noch merken. Die Konsequenz ("I want you to have my last name"): Vielleicht ein bisschen konservativ. Nichtsdestotrotz servieren Common und Mary J. Blige gemeinsam ein gar zauberhaftes Stück für Herz und Seele, eben "just a fly love song".
Wenn sich sogar der Jazz-Redakteur über gelungene Verwertung des Erbes von Drum'n'Bass und Jungle in einer Soul-Nummer freut, dann ist der Clash der Kulturen doch wirklich und wahrhaftig gelungen. Oder?
Die Fugees machten Lauryn Hill weltberühmt. Aber auch ihr erstes Solo-Album "The Miseducation Of Lauryn Hill" wurde ein Mega-Erfolg und mit fünf Grammys ausgezeichnet. Völlig zurecht. Der Song "To Zion", den sie für ihren Sohn Zion geschrieben hat, ist einer der schönsten auf der Platte. Ihre warme und leidenschaftliche Soul-Stimme schlängelt sich über Carlos Santanas Gitarre, Gospel-Chöre und einen straighten Hip Hop-Beat. Großes Gefühls-Kino.
Wahrlich ein "Strange Arrangement" hatte Mayer Hawthorne im Gepäck, als er über die Indie Rap-Institution Stones Throw überraschend sein Debütalbum veröffentlichte. Sein Sound klang nach Motown und Stax, nicht nach einem 30-jährigen Weißbrot aus Ann Arbor in Michigan. Das Feuilleton hatte seinen Blue Eyed Soul-Nachwuchs gefunden, und auch die Szene nahm Hawthorne trotz dünner Stimme freundlich auf.
Simon Green wird als Bonobo gern in die ChillOut-Schublade gesteckt, was ihm eigentlich so gar nicht passt. Das wunderschöne "The Keeper" passt aber ziemlich gut da rein. Ein straighter Mid-Tempo-Beat, jazzige Gitarren und dezente Elektro- und Xylophon-Unterstützung lassen den Song sehr entspannt und chillig wirken. Andreya Trias sanfter, fast schon zerbrechlicher Gesang reiht sich da wunderbar ein.
Als neue Aretha Franklin feierte man sie, doch Leela James besteht auch ohne hochtrabende Vergleiche, einfach mit ihrer Stimme. Funky, soulful, ohne viel schmückendes Beiwerk.
Oh, ja. Tech N9nes Lieblings-Sidekick groovt. Töten oder stehlen, wenn dieser Mann einen fragen würde ... also ... "I would!"
Was soll schon schief gehen, bei einer Allstar-Formation aus Mitgliedern der Dap Kings, der Budos Band, Antibalas und Lee Fields Expressions? Nix. Diese Herren, die sonst unter anderem Charles Bradley den Rücken frei halten, können es auch ganz ohne Sänger. Wundervoll.
Erst schrieb sie die Jahrhunderthook von The Roots' "You Got Me", sackte dafür einen Grammy ein, um dann den erwachsenensten Neo-Soul zu machen, den das Sub-Genre bis dato gehört hatte. "Beautifully Human" hieß passend das dazugehörige Album, "Golden" die erste Single, auf der Bassline, Rimshots und Jills Power-Stimme um die Wette groovten.
Wenn Erykah Badu in dieser ihr eigenen Mischung aus Stolz und Zerbrechlichkeit auf der Bühne steht, umweht sie ohne Frage ein Hauch des Heiligen. Und was ist heiliger als Religion? Größer als deine Götter, und erst Recht als deine Regierung? Hip Hop! So zumindest die kontroverse Behauptung in der samtigen Madlib-Produktion "The Healer". Wer sich von Erykahs Groove umspülen lässt, kann diese Theorie durchaus nachvollziehen.
Dass schon Super_Collider, sein gemeinsames Projekt mit Techno-Head Cristian Vogl, ungemein funky geriet, geht, das zeigten seine späteren Alleingänge, eindeutig auf das Konto Jamie Lidells. So barg unter anderem "JIM" eine ganze Ohrwurm-Parade. "Another Day" stellt da nur ein Beispiel unter vielen.
Die atemlose Janelle Monaé umgibt sich gern mit strengem Konzeptualismus: Stets im Tuxedo mit passenden Tanzschuhen, veröffentlicht sie keine Alben, sondern 'Suiten' und händigt ihren Fans vor Konzerten gerne mal Pamphlete aus, die sie zum Individualismus mahnen. Danke dafür! Da passt ihr futuristischer Kurzfilm zum zackigen "Many Moons", in dem eine ganze Armee von Monaé-Alter-Egos die Menge bespaßt, natürlich wie Arsch auf Eimer.
Sex oder Selters? In diesem Fall entscheidet sich die Person im Song für Ersteres. Im Video sehen wir eine gesund aussehende Amy Winehouse, die hier eine tadellose gesangliche Leistung hinlegt. All diejenigen, die ihr Dahinscheiden betrauern, bekommen hier noch einmal einen Grund, warum man zurecht traurig sein darf.
Wer diese Nummer immer noch nicht kennt, muss das letzte Jahr taub und tot unter einem Stein zugebracht haben. Es ist nie zu spät für Aloe Blaccs kritische Hymne. Haste mal 'nen Dollar? Dafür immer.
Amy Winehouse mag ihre Band ins Rampenlicht gerückt haben, doch eigentlich ist sie die wahre Dap-Queen: Sharon Jones weiß Bescheid. Hundert Tage und hundert Nächte werden kaum ausreichen, um die Großartigkeit der Frau zu erfassen, die den Plattenfirmen zu klein, zu schwarz und zu alt war.
Die gesamte Top 5 besteht aus Songs aus den letzten paar Jahren ... Fällt mir schwer zu glauben, dass es nicht noch bessere Songs (z.B. aus den 60er Jahren) gibt.
Da fehlt ne Menge. Nur ein paar Beispiele: Stevie Wonder, Marvin Gaye, Sly The Family Stone, Otis Redding, Plan B, ...
Plan B ist eine Sache. Aber alle Anderen aus der Liste gelten (zu Recht) als Legenden und Meilensteinschöpfer dieses Genres.
Ganz klar daneben gegriffen.
Da fehlt ne Menge. Nur ein paar Beispiele: Stevie Wonder, Marvin Gaye, Sly The Family Stone, Otis Redding, Plan B, ...
Plan B ist eine Sache. Aber alle Anderen aus der Liste gelten (zu Recht) als Legenden und Meilensteinschöpfer dieses Genres.
Ganz klar daneben gegriffen.
Tja, so is dass wenn man 19-jährige Praktikanten die Listen erstellen lässt, die nichts kennen oder bewusst nicht akzeptieren, was "vor ihrer Zeit" liegt. ;-)
Gerade bei Soul funktioniert das doch aber eigentlich nicht. Es gibt so viele "alte Soulklassiker" die darunter gehören und viel weiter nach vorne. Man hätte die Liste vielleicht mit einem "der letzten Jahre" versehen können oder gleich mit "New Soul" titulieren können, dann wär's wohl okay gewesen. Aber so: naja, war wohl wieder nix.
Isaac Hayes, Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin, Sam Dave, Wilson Pickett, Sam Cooke, Otis Redding, Percy Sledge, die bereits erwähnten Gaye, Wonder, Sly, ... all diese Klassiker - schlechter als diese Titel?
Also ehrlich - man mag Amy Winehouse ja meinetwegen für eine gute Interpretin halten, aber es gibt auch bahnbrechende.
Bedauernder Gruß
Skywise
mensch feary,-----machst du das jede woche in copy+paste?
so langsam habe ich aber auch den eindruck, dass deine herrgottsjämmerlicherbärmliche (und genau deshaklb unfreiwillig kasperhaft komische) gebetsmühle ebenso von einem prakti erstellt wird, der den echten, gehaltvollen fear von früher ersetzt.
mal ehrlich leute, welchen teil des satzes "Von Amy inspiriert oder nicht - die letzten Jahre bescherten uns eine wahre Flut an Veröffentlichungen des Genres." habt ihr nicht begriffen?
aber wenn der sabbernde geifer im weg steht, weil man laut gern mal wieder schön einen mitgeben will, ist es schon schwer, mal richtig zu lesen, was? man.....man.....man.....
wenn man sich den spaß macht und deine kommentare zu den listen mal chronologisch liest
- ich kann das zur loriot-haften belustigung nur empfehlen -
dann darf man sich schon die frage stellen, was einen kommentierenden leser antreibt, der jede woche mehr zur meckernden else kling-karikatur wird aber andererseits nicht den schneid hat, zu gehen, wenn es alles dreck ist.....else kling eben.
mensch alter, komm doch mal back to musik und raus aus deiner schmollecke. genug geile scheiben zu kommentieren und streiten gäbe es hier allemal. ging doch früher auch. da warste auch noch kommunikationsbereit. heute läuft das nur noch unter langweiliger verbitterung aus der stattler und waldorf ecke oder was?
ich hätte mich mit dir auch gern mehr zB über faun unterhalten, aber du weißt ja selbst, was du da unterstellt hast und wem.
ist doch alles hier nur unterhaltung, feary.
Leider keine gute Liste.
Viel neues Zeug dabei, zuwenig wegweisendes.
Ein Soulklassiker z.B., der ALLES auf Eurer Liste wegburnt ist
Darondo mit Didn't
This is thousand miles above Aloe Blacc (who is good) or Aimee Beinhaus (r.i.p.).
http://www.youtube.com/watch?v=6WdlO5wZT2w

Okay, wenn man jetzt die letzten 10 Jahre nimmt ist die Liste schon gerechtfertigt, aber mein Gott @laut.de bitte sagt mir, dass ihr absichtlich solche Überschriften oder Titelbilder macht, um lautuser und Konsorten zu nerven...
Solche Listen finde ich (fast) immer interessant, allein schon, um den musikalischen Horizont mal etwas zu erweitern. Vom größten Teil dieser Auflistung habe ich noch nie was gehört.
Und wem die Listen nicht gefallen, der soll sich ver*$_@t nochmal verpissen, oder wenigstens keine nervtötenden Kommentare abgeben. Biiiiiiiitte!
ihr schafft es echt immer wieder aufs neue euch mit euren best of listen komplett zu blamieren. diese konsequenz und konstanz, die ich in deutschland so, in dieser form, vielleicht noch von dieter bohlen kenne, nötigt mir meine hochachtung ab! respekt! ich hör jetzt erst mal ne runde marvin gaye, "here, my dear". schönen sonntag noch
überflüssige, wenn auch gute Liste. Dass da theoretisch zig-hundert Titel ebenbürtig wären ist eh klar.
Unnötige Liste, wie üblich, durchklickerei nervt, aber gut.. sind schöne Titel mit dabei, keine Frage.
uups, hatte ja schon was dazu geschrieben.. sorry, Sonntags-Delirium. 
Ich find die Liste auch nicht so toll. Amy Winehouse hätte ich sogar auf Platz 1 vermutet weil jetzt wo sie tot ist war sie ja eigentlich die beste Künstlerin aller Zeiten. So viele Soul Legenden sind doch da viel besser gewesen.
@Anwalt: ich kann deinen Kommentar schon verstehen bezüglich des Begleittextes zu der Liste hier aber dir müsste auch klar sein das jeder sofort die Liste anklickt und dann seine Kommentare postet. Hab ich übrigens auch gerade so getan. 
das wäre mir klar gewesen, wenn ich euch nicht überschätzt hätte.
wer den text nicht liest, weiß doch, dass er sich evtl blamiert oder einfach bekaggte falsche anschuldigungen ausspricht, weil er/sie den inhalt nicht kennt.
ich hatte für einen moment vergessen, dass 'schnauze aufreißen' bei euch auch ohne lesekompetenz geht. kommt nichrt wieder vor. verzeiht. 
Tja Anwalt und uns wäre es klar gewesen wenn wir Laut nicht auch überschätzt hätten und von vornherein davon ausgegangen wären dass die Überschrift mal wieder Bullshit ist. Aber wie ich schon erwähnt hatte, bin ich ein hoffnungsloser Optimist und vertraue euch da jedesmal wieder aufs Neue
.
Und jetzt Schluss mit dem Zanken, wir wissen ja mittlerweile wie die Liste gemeint ist.
@Ulf: mein Kommentar sollte eigentlich ironisch gemeint sein ich dachte das wäre dir klar gewesen...
@Anwalt
Dass wir eure schwülstigen Lobeshymnen auf diesen und jenen Künstler nicht lesen wollen, ist meinetwegen falsch, tschuldigung, aber spricht euch doch auch noch lange nicht von der Schuld frei, ärgerliche Überschriften zu konstruieren, die einen mit völlig falschen Erwartungen in den Text gehen lassen. Das hört sich jetzt pingelig an, aber dennoch: Wo liegt das Problem einfach irgendwo das Wörtchen "neu" hinzuschreiben?
@preferated: das Wörtchen "Neu" findest du im fett gedruckten als "Neo" getarnt. Manchmal kann lesen echt nicht schaden oder 
"new soul" ... sagte ich ja schon in meinem ersten post hier der somit durchaus auch konstruktiv war (will ja nur helfen...)
übrigens, trotz allem, ich liebe euch alle, aber das wisst ihr ja längst, gelle?
Nneka ist vollkommen zu Recht in der Liste. Aber warum habt ihr Marlena Shaw vorenthalten?
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