laut.de-Kritik

Perfekter Pomp und unfassbar eingängige Riffs.

Review von

Please me, show me how it's done!

"The Resistance" beginnt groovy. Matthew Bellamy gibt den Crooner, bevor er in seine charakteristische Falsett-artige Stimmlage fällt. Die Versatzstücke der Songs wirken wie aus einem Guss, Queen-Anleihen und die Liebe zu klassischer Musik prägen das Album. Dazu steht das Schlagzeug, dessen 80er Hardrock-Sound etwas überrascht, oft im Vordergrund.

Von Queen lassen sich Muse auf "The Resistance" nicht nur beeinflussen: Man hört ganze, wundervoll verarbeitete Zitate in Songs wie "United States Of Eurasia" oder "Exogenesis: Symphony Part 2" heraus. Daraus erwächst ein perfekter Pomp, den die Band in verschiedenen Stilrichtungen ausformuliert.

"I Belong To You" unterlegt den für Muse so typisch fließenden Gesang und starke Melodien etwa mit einer angejazzten Instrumentierung. Wirklich ungewohnte Klänge bietet allein "Undisclosed Desires": Zwischen Timbaland und James Bond kreieren Muse einen sehr frischen und doch zeitlosen Sound.

Die letzten Songs - bereits als Symphonie in drei Teilen betitelt - führen die Band noch weiter und eindeutiger in Richtung Klassik, als sie es bis dato wagte. Berührende Klaviersoli entwickeln sich zu reichhaltigen Streicher-Arrangements, die in eine perfekte Rock-Ballade implodieren.

Muse bauen Sphären auf und spielen unfassbar eingängige Riffs - fangen sich aber da, wo andere Bands übers Ziel hinaus schießen. Sie verschachteln gerne mehrere Songs zu einem epischen Stück und klingen bei allem Bombast doch sauber und geordnet. Denn ohne penible Arbeit funktioniert diese Opulenz nicht.

Bei all den großen Tönen geht zum Glück das Wichtigste nie verloren: Der emotionale Moment - Muse berühren musikalisch und lyrisch in nahezu jedem Song. Sie erfüllen den Hörer mit einer beglückenden Schwere, einer emotionalen Fülle, mit Gänsehaut-Atmosphäre.

Trust me, you are the one!

Trackliste

  1. 1. Uprising
  2. 2. Resistance
  3. 3. Undisclosed Desires
  4. 4. United States Of Eurasia (+ Collateral Damage)
  5. 5. Guiding Light
  6. 6. Unnatural Selection
  7. 7. MK Ultra
  8. 8. I Belong To You (+ Mon Cœur S'Ouvre À Ta Voix)
  9. 9. Exogenesis: Symphony Part 1 (Overture)
  10. 10. Exogenesis: Symphony Part 2 (Cross-Pollination)
  11. 11. Exogenesis: Symphony Part 3 (Redemption)

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291 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    Für jeden etwas dabei, aber dann doch nicht jeden restlos überzeugen können. So würde ich nach einem Jahr das Album in einem Satz zusammenfassen.

    Wen es interessiert: Eine umfassende Kritik gibts hier:
    http://platten-blog.de/index.php/muse-the-…

  • Vor 3 Jahren

    Ich finde das Album leider lame...ein Abklatsch des innovativen Vorgängers Black Holes and revelations. Seit Muse ihre sich zu sklaven der teeniefilm/buchwelt gemacht haben, kam da irgendwie nicht mehr viel bei raus. Auch die texte haben sehr nachgelassen. wenn ich "muscle museum" und "newborn" mal mit "undisclosed desires" vergleiche wundert es mich echt nicht wirklich, dass Muse mittlerweile radiotauglich geworden sind....warum enttäuschen alle guten künstler dieses Jahr so dolle? Menno :-(
    Die einzigen die rulen sind Dredg!

  • Vor einem Jahr

    Mit der Scheibe haben sie meinen zuvor fest zementierten Fanstatus mit einem satten Hurra niedergerannt. Hat mir (unklugerweise) auch die alten Alben lange arg vergrämt, kann die erst jetzt so langsam wieder anhören.
    Sorry für die Leichfledderei, schwirrte mir gerade durch den Schädel.