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In einem Interview mit dem britischen NME soll sich Morrissey despektierlich über die Zahl der Ausländer in Großbritannien geäußert haben. Der Sänger bestreitet dies und reichte bereits eine gerichtliche Klage gegen das Wochenblatt ein. Auch ein neues Label ist mittlerweile gefunden.
London (mis) - Sänger Morrissey und der britische NME werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Im Rahmen einer Coverstory gab der mittlerweile in Rom lebende Brite dem Wochenblatt ein Interview, das nun erheblichen Wirbel verursacht.
Grund ist eine Aussage des Sängers bezüglich der Immigrationspolitik der britischen Regierung. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, einmal wieder in seine alte Heimat zu ziehen, soll Morrissey folgendes gesagt haben: "Schwer zu sagen, denn England ist ein wirklich furchtbarer Platz, was Einwanderung betrifft. Ich habe beileibe nichts gegen Ausländer, aber je größer die Einwanderungswelle ist, desto mehr verschwindet die britische Identität.
Wenn du nach Deutschland gehst, besteht keinen Zweifel daran, wo du bist. Wenn du nach Schweden gehst, ebenso wenig. Wenn du aber nach England kommst, hast du keine Ahnung, wo du bist. Laufe durch Knightsbridge (große U-Bahn-Station in London) und du kriegst jeden Akzent zu hören, außer dem britischen."
Bereits Tage vor der offiziellen Veröffentlichung am heutigen Donnerstag, entbrannte daraufhin ein Streit zwischen dem NME-Chef und Morrisseys Management. Sprecher des Sängers verurteilten die abgedruckten Aussagen im "eNeMEy" aufs Schärfste, forderten einen Auslieferungsstopp des Hefts und gehen nun gerichtlich gegen das Blatt vor, nachdem eine geforderte Gegendarstellung nicht fristgemäß erfolgte.
Die Darstellung der gesamten Story, die ursprünglich im Rahmen der NME-Kampagne "Love Music Hate Racism" erscheinen sollte, sei einseitig und verleumderisch. Es sei bewusst darauf verzichtet worden, im Zusammenhang antirassistische Morrissey-Songs wie "Irish Blood, English Heart" oder "America Is Not The World" zu erwähnen. Die Redaktion habe einzig und allein die Auflagensteigerung im Visier gehabt, der auch die Cover-Headline "Big Mouth Strikes Again: Morrisseys umstrittenstes Interview" geschuldet ist.
"Der Text liest sich wie eine zynische Abrechnung irgend eines NME-Redakteurs, der einzig darauf aus ist, mittels einer armseligen und grundfalschen Charakterbeschreibung in die Geschichtsbücher einzugehen. Dabei weiß doch jeder: Nicht der NME spricht für die Leser, sondern die Künstler", echauffiert sich Morrisseys Seite.
Diese Sichtweise wird vom NME-Autor des Morrissey-Interviews zum Teil gestützt. Die veröffentlichte Version sei nicht identisch mit seinem Text, behauptet der Journalist, der den NME-Chef daraufhin bat, seinen Namen unter dem Artikel zu entfernen. Die NME-Seite weist den Rassismus-Vorwurf von sich und lässt zur Sache verlauten: "Die Story ist fair und ausgewogen. Morrisseys unangemessene Statements zum Thema Einwanderung sind in Zeiten großer Spannungen einfach nicht hilfreich." Die Credits unter dem Text lauten nun: "Interview: Tim Jonze, Words: NME".
Es ist nicht das erste Mal, dass der Ex-Frontmann der 80er-Band The Smiths und das Blatt aneinander geraten. 1992 spielte Morrissey im Vorprogramm von Madness und betrat zum Song "The National Front Disco" in einen Union Jack gehüllt die Bühne - eine in der Prä-Britpop-Ära undenkbare Geste. In der Folge brandmarkt ihn der NME als Sympathisant der rechtsextremen Partei National Front.
Bei all dem Trubel geht die eigentlich positive Nachricht unter, dass der hemmungslose Nostalgiker für sein neues Album mit Polydor/Decca wieder eine stylishe Labelheimat gefunden hat. Auf dem britischen Decca-Label erschien 1942 mit "White Christmas" von Bing Crosby die meist verkaufte Single aller Zeiten und in den 60ern Songs der Ronettes, Ike und Tina Turner und der Rolling Stones.
Wenn ich mal als Norddeutscher in Bayern bin,
weiß ich auch nicht, ob ich noch in Deutschland bin.
Und wenn man dann mal einen Eingeborenen fragt,
sagt der: Dies ist nicht Deutschland - sondern Bayern... ;D
Mr.M scheint ein Kautz zu sein.
Die gute Musik ist ne andere Sache...
hab das vorhin beim rolling stone gelesen und muss sagen, dass die ganze sache schon ein bisschen seltsam ist.
Kann mir sehr gut vorstellen, dass er das wirklich so gesagt hat. Vor allem weil er am Anfang noch sagt "Ich habe beileibe nichts gegen Ausländer". KLingt recht authentisch ...
Man sollte sich halt vorher überlegen was man sagt und wann man seine Meinung besser für sich behalten sollte.
Zum Thema nationale Identität: Ich wohne in Zürich (über 30% Ausländer) und hier ist das auch ein sehr häufig diskutiertes Thema. Schon komisch worüber manche Leute sich Sorgen machen ...
Ey Steven, wenn du bei den Jungs in Hamburg und Bayern fertig bist, komm doch auch mal in Wuppertal vorbei. Ich geb dir auch 'n Bier aus, kein Scheiß jetzt! Und dann gehen wir mal 'ne Runde zum Platz der Republik rauf. Mal sehen, ob du mir danach immer noch was über Deutschland erzählen willst.
ich verstehe dieses rumgeheuchel nicht. einerseits wird jeder (besonders die die im rampenlicht stehen), in der luft zerrissen nur weil man ein klitzekleines fitzelchen braunes im gesagten entdeckt. und andererseits, grassieren die übelsten übergriffe, es werden statistiken geschönt etc. vielleicht sollte man sich mal dem wirklichem problem annehmen.



In every headline we are reminded
That this is not home for us
Where is it?
Where is home?
I walk this modern tight-rope
Of humility and belligerence
This tommy-rot and flag waving
Is getting me down
I want to stamp on the face of every young policeman
To break the fingers of every old judge
To cut off the feet of every ballerina
But I cannot
So I just sigh, and I just sulk
And pretend there's nothing wrong
The teeth of this world tear me in half
And every day I must ask myself
Where?
Also Morrissey ... wenn ein so begnadeter Künstler wie der eine kalkulierbare Meinung zu irgendeinem Gegenwartsproblem hätte: es müsste einen misstrauisch machen ...
Das romantische Bild eines Großbritanniens - oder meinetwegen eingeschränkt eines Englands - als "gallisches Dorf" (der Ausdruck fiel glaube ich in irgendeinem jüngeren Laut-Artikel), als Ort der Behauptung gegen die (vermeintliche) Auflösung einer gewohnten Ordnung ist vielleicht schon eher einige Diskussion wert.
Robert Wyatt möchte am liebsten nur noch spanisch singen angesichts der Tatsache, dass UK der engste Verbündete der Achse-des-Bösen-Bekämpfenden ist. Ungeachtet der Tatsache, dass Spanien und Morrisseys Wahlheimat Italien ebenfalls zu den Bush-Gefolgstaaten zählen. "Splendid Isolation" - war das nicht ein Wahlspruch der britischen Konservativen? Das erste geklonte Schaf gabs in Schottland. Während in Frankfurt an der Oder die Polizeigewerkschaft gegen die angeblich vorzeitige Öffnung der Ostgrenzen protestiert, fliegt Ryan Air schon seit Jahren zwischen London und Stettin , Danzig und Posen hin und her als wären es britische Provinzstädte. "Gut so", denke ich. Aber so einfach scheint es ja doch nicht zu sein.
ja zum glück kann nicht jeder popkulturll-hochwertige texte schreiben, sondern verzettelt sich doch meist in einem wust von bla.
) und den schicken Innenhafen. Man sollte allerdings auch mal den Junkie Park am Lehmbruck Museum gesehen haben falls sich jemand für Kunst interessiert 
Diese, ich nenn es mal Gegenbewegung, hat man in Polen ja recht schön gesehen. Was helfen einem "romantische, globalisierungskritische Reflexe", wenn man sich dadurch international ins Abseits manövriert.
Es ist natürlich ein äußerst delikates Thema, aber ich wage es einmal zu behaupten, dass nationale Identitäten im Zeitalter von weltweit agierenden Unternehmen (und Soldaten
) eine immer geringere Rolle spielen werden. Wobei natürlich erst einmal zu klären wäre, was alles zu so einer Identität gehört...
Er ist überschrieben mit "has the world changed or has he changed?" und enthält zumindest die Passage:
"Morrissey, the son of immigrants who has lived for most of the past decade in LA or Rome, wants others to have the freedom to travel the world like him, but implies he would shut the gate to people coming to live in the UK. At the very least it smacks of a naive hypocrisy, but mostly sounds more like the ravings of a rogue Tory MP."
Ich habe ihn auch (noch) nicht gelesen, aber ... wenn der betreffende Journalist selbst sich davon distanziert und behauptet, das Ganze sei von der Redaktion komplett umgebogen worden ... Ich meine, ich glaube zwar nicht, dass solche Geschichten - sagen wir mal beim Spiegel - soooviel anders laufen, man muss ja nicht direkt lügen... aber mit Vorsicht ist das doch wohl schon zu genießen.
Das Grundproblem und die Grundfragestellung, über die es sich lohnt nachzudenken, ist doch eigentlich auch ohne diesen Artikel gegeben.
Du stellst es immer so dar, als würden morgen sämtliche nationalen Grenzen wegfallen. Ich denke, dass Nationen oder auch Staatenverbünde immer in irgendeiner Form existieren werden. Inwiefern sich ihre Einwohner mit diesen Nationen noch identifizieren können, steht auf einem anderen Blatt.
Letztlich bleibt dann als Identifikation nur noch die gleiche Sprache. Oder vielleicht noch Menschen aus derselben Gegend, sagen wir einem geographisch überschaubaren Gebiet. Mir geht das heute schon so. Ich lebe in Nordrhein-Westfalen und fühle mich einem Holländer von der Mentalität her viel verbundener als einem Schwaben (nur als Beispiel).
Identität ist was Tolles. Aber lass mich mal überlegen...
Meine Sprache ist Hochdeutsch. Mein Essen Indisch, Italienisch, Arabisch, Asiatisch, Türkisch und etwas Schwäbisch. Meine Bücher sind zum Großteil Englisch oder Amerikanisch, meist im Original. Die Filme, die ich mir anschaue abenso, genau wie die Fernsehserien. Meine Lieblingsbands kommen im Wesentlichen aus England und den USA, einige aus Skandinavien, ein paar aus Belgien, und ein paar aus Deutschland.
Mein Handy, mein Computer und mein Monitor kommen aus Japan, mein Hifi-Zeugs kommt aus Holland. Meine Schuhe aus England, meine sonstigen Klamotten überwiegend wohl aus irgendwelchen Sewatshops, aber die Firmen sitzen in den USA. Mein Auto? O.k., das wurde überwiegend in Deutschland gebaut. Und das Bier, das ich trinke ist meist auch aus Deutschland. Lieber trinke ich allerdings kubanischen Rum mit einem amerikanischen koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk.



[quote:afbde6e6a3="abesøn"]
deine sprache ist doch auch nichts anderes als ein etwas anders entwickelter dialekt von holländisch, schwedisch oder englisch.
[/quote:afbde6e6a3]
du hast die normannischen einflüsse im englischen vergessen
beides sind gleichermaßen dialekte. das deutsch der angeln und sachsen hat mehr mit dem heutigen holländisch gemeinsam als mit dem heutigen deutsch.
bin erst frisch aus meinem englischen philologiekurs geflogen weil ich drei mal gefehlt hab, bitch 
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