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Wie ein tosender Sandsturm wirbelt "Mastermind" aus den Boxen und verstaubt mit einem brachial wetternden Sound den Gehörgang. Monster Magnet müssen sich gar nicht mit Masters Of Reality, Mondo Generator oder QOTSA um die meisten Sandkörner im Gitarren-Getriebe streiten. Die Wüste bietet genug Platz.
Atmosphärisch haben wohl Kyuss und Fu Manchu bei den Aufnahmen von "Mastermind" Pate gestanden. Schwerster, basslastigster Sound, minutenlange kratzende Gitarrenriffs und scheppernde Drums wuchten sich in zwölf Tracks wie ein zentnerschwerer Bulldozer durch meterhohe Dünen.
Zerstörerische Basslines sorgen schon im Opener "Hallucination Bomb" für einen ekstatischen Rausch wie von allerbesten Zauberpilzen. Das ewig lange Gitarrensolo spielt Reisebegleiter und Dealer zugleich. Der Trip geht eine gefühlte Ewigkeit, die Riffs fesseln einen an stachligen Wüstenkakteen fest.
"Gods and Punks" betört mit eingängigem Gitarrenstart und verwandelt sich in eine chillige Down-Tempo-Nummer. Der Track gleicht einer langersehnten Wüsten-Oase, die sämtliche Bedürfnisse befriedigt.
Was kümmern mich 40° im Schatten? Sahara und Gobi können mich mal! Ich durste, dank Dave Wyndorfs frenetischer Stimme, nach absolut gar nichts! Sollte ich in der Wüste elendig sterben, bestehe ich auf "The Titan Who Cried Like A Baby" als Hymne. Balladesk umgarnt der Song den Hörer, der gespenstische Sound vibriert pulsierend in den Adern.
Nicht nur die Gitarren erinnern an einen psychedelischen Trip, auch die Lyrics entgleisten einem halluzinogenen Wahn von Wyndorf. Wie ein nervenflirrender Fiebertraum zerren die Texte über exakt eine Stunde an sämtlichen Nervensträngen.
Eine ordentliche Packung an Zynismus, Optimismus, Satire, Sex, verblendeten Phantasien und Tod zelebrieren Monster Magnet auf "Mastermind". Das einzig Störende ist der grobe Wüstensand, den man sich nach dem Hören noch aus den Ohren pulen muss.
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oh, die bisherigen reviews (dt und international) sehen ja sehr vielversprechend aus. im stream klang das album recht beliebig für mich, aber ich bin seit dopes auch auf kein monster magnet mehr angesprungen. dieses hier werde ich mir aber definitiv geben.
Powertrip war sicher schwacher Stadionrock, "God says no" und "Diablo" fand ich nach mehrmaligem Hören recht überzeugend. Was ich bisher von der neuen gehört hab, reicht natürlich nicht an "Dopes" ran, ist aber ganz nett und hat wieder Wachstumspotential.
Für mich schon...alleine der Opener "Hallucination Bomb" hätte definitiv auf einem "Dopes" Album stehen können. Sie haben sich Gott sei Dank vom Stadionrock der letzten Alben entfernt und wieder den Stoner Rock ausgepackt. Bin schon neugierig wie die das neue Material live rüberbringen...
Ihr müsst das Album kaufen und LAUT aufdrehen. Über PC-Boxen im Webstream kommt das Psychedelische absolut nicht durch. Der Sound ist eine gute Mischung aus Dopes to Infinity und den etwas wuchtigeren hard-rockigeren Alben danach. Und Wyndorf hat mittlerweile wirklich die rotzigste, bissigste und rockigste Stimme überhaupt.
Die Review find ich eher nichtssagend. Man hat so das Gefühl, das Fräulein Schreiberling hat mal eben 'nen kleinen Crashkurs in Sachen Stoner Rock mitgemacht und alles runtergeschrieben, was sie davon behalten hat. Das Album werd ich mir aber geben. Nur was so viele gegen 4-Way Diablo haben, kann ich nicht nachvollziehen. Insgesamt ist die Scheibe (bis jetzt?) von all dem was nach Dopes kam für mich die beste, und Monolithic Baby mit Abstand die schlechteste.
@bruenzi:
also ich muss mal richtig reinhören, hab mir bisher nur den web stream gegeben, aber "hallucination bomb" wäre für mich ein sehr schwacher song, wenn er auf dopes zu finden wäre. irgendwie klingt dopes auch dreckiger für mich. aber wie gesagt, ich muss wirklich mal reinhören und die vielen positiven kommentare zeugen ja sicher davon, dass wyndorf was richtig gemacht hat. 
OK, das mit 4-Way Diablo war vielleicht etwas aus dem Zusammenhang, nach dem Motto "wollte ich einfach mal gesagt haben".
Das was ich bis jetzt von Mastermind gehört hab klingt ganz brauchbar, ich denke da geht wohl was. Aber wo da Kyuss und Fu Manchu Pate gestanden haben sollen, keine Ahnung ;-)
@catweazel:
Ich hab mal wieder die Dopes ausgegraben und mir bewußt angehört - und danach die Mastermind. Und du hast schon recht...auf der Dopes wäre er definitiv einer der schwächeren Songs (wenn auch für mich nicht der schwächste). Aber wenn man schon anfängt darüber nachzudenken ob die Lieder auf DAS Überalbum paßen, dann müssen die Mannen um Wyndorf was richtig gemacht haben. Also ich höre das Album seit dem Erscheinungstag und ich liebe es, ich liebe jedes einzelne Lied! Und das hat seit der, sagen wir mal God says no kein Album mehr geschafft!
Bin neugierig auf dein abschließendes Fazit!
@bruenzi:
also ich bin jetzt eigentlich ziemlich glücklich mit dem album. ich habe es mir "billig" für 10 euro bestellt und es heut mal im auto rauf und runter gehört. wirklich schönes album. der psychedelische anteil könnte noch höher sein, aber ich mag songs wie "when the planes..." oder auch "gods and punks." die dreschen gut nach vorne oder drönen vor sich hin (im guten sinne). einzig und allein sowas wie "time machine" finde ich als ballade nicht sonderlich gut. da hatte dopes mit "dead christmas" mächtig vorgelegt.
aber auf jeden fall bin ich sehr zufrieden. hat sich heut morgen im stau schon gelohnt. 
leider ziemlich lahm geworden das album aber ihr warmduscher werdets mögen denke ich mir scharch schnarch toootaaal öde lieber mal die alten scheiben rauskramen
Das sind mal tolle Weihnachten. Zuerst Monster Magnet und die neue Electric Wizard kommt die Tage auch raus. Sehr schön...
Ich denke mal, dass mehr psychadelic nach der Überdosis vor ein paar Jahren einfach nicht mehr drin ist. Album ist aber voll in Ordnung.
Ne, keine Ähnlichkeiten mit VU, aber das Album ist toll, auch wenns wie hier nicht ganz an alte Höchstleistungen ranreicht.
Die haben übrigens Dopethrone und Witchcult auf Vinyl wiederveröffentlicht, was ganz nett ist, weil die Platten bei ebay inzwischen unbezahlbar sind.
@egos:
kann natürlich sein, wie VU vor ihnen. aber ich habe in dem bereich bisher noch nicht recherchiert. 
@bruenzi:
ich habe noch die re-issue von 25 TAB rumliegen, aber leider noch nie reingehört (diese geht an die 50 min wenn ich mich nicht irre). werde ich heut' wohl mal nachholen.
@catweazel
ja die geht an die 50 min (plus eine live Version von "Spine of God" - schräges Teil, zumal nicht einmal die Band weiß, wo das Teil aufgenommen wurde)
"25 Tab" ist richtig genial...Drogen pur!! Kann man natürlich mit den heutigen Monster Magnet überhaupt nicht vergleichen!
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