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Nun denn: Monrose tapsen auf Zehenspitzen zum Ausgehen heut' Nacht durch die Straßen und landen vor einer Mauer, hinter der merkwürdige Geräusche ertönen. Gestohlene Elektrizität liegt in der Luft: Was geht dahinter vor? "Lehr mich, zu springen," fordert Senna und schaut Bahar an, die aber abwinkt: "Nein, niemals". "Warum nicht wir beide?" entgegnet Mandy. "Na gut, du kannst schauen", gibt Senna resignierend zurück.
Neugierig springt sie in die Luft, zündet ein Streichholz an und lugt über die Mauer: "Ich will sehen, was sie wollen!" Mandy erhascht einen Blick nach drüben, landet wieder unten und ruft entsetzt: "Sie machen bizarre Liebe, und ich bin jetzt befleckt!". Daraufhin begehen Monrose umgehend Unfallflucht. Was lernen wir daraus? Fass nie den Überblendregler an!
Gut, diese kleine Geschichte mag ein wenig merkwürdig-gestelzt klingen, doch sie ist halt - ein bisschen frei - zusammengesetzt aus den Song-Titeln des neuen Monrose-Albums "I Am". Und die geben lyrisch auch nichts weiter her in Sachen Spannung, Inhalt und Witz. Noch schlimmer: Genauso klingen auch die Tracks.
Die ehemalige Single-Auskopplung "Strike The Match" präsentiert keine aufregenden Dancefloor-Blitze, sondern nur die müde Reanimation längst erloschener Charthit-Versatzstücke vergangener Jahrzehnte. Und dann das Cover des ehemaligen Sheila E.-Hits "A Love Bizarre" aus den Achtzigern: Die hier reichhaltig eingesetzten Stöhn-Versatzstücke erinnern leider mehr an angestrengtes Fitness-Studio denn an ein lustvolles Schlafzimmer.
Im Gegensatz zu damals war heuer Prince auch nicht dabei, vielleicht liegts daran. Erschreckend vor allem, dass von einer musikalischen Identität keine Rede sein kann, denn nahezu bis auf den letzten Synthie-Hall ist der Titel dem Original identisch nachgespielt. Von innovativer Interpretation also keine Spur.
Der Technik-Overkill braust durch sämtliche Songs. Es knallt, es zischt, zwischendurch gibt's Stroboskop-Alarm, doch richtig leuchten will das Ganze nicht. Selbst mit dem allgegenwärtigen, glättenden Techno-Überzug verbleiben die Monrose-Stimmchen stets in den Bereichen fiepsig, quietschig und gern mal überdreht. Plattstampfer wie "You Can Look" passen als Hintergrund-Tapete bestimmt prima zu einem Miss Wet-Shirt-Contest im Festzelt der Landjugend Konstanz. Aber in einen echten Club?
Die "Electricity" kriecht als Schwachstrom aus den Boxen und plagiiert mit seinem "E-E-E-E-E"-Gesangspart tatsächlich gar Rihannas nervigen "Umbrella". Unfassbar blutleer säuseln Ballädchen der Sorte "Stained" ins unschuldige Hörer-Ohr.
Mit "Don't Touch The Fader" ist dann nach langen, langen 15 Tracks endlich das Ende der Alben-Fahnenstange erreicht. Noch einmal schlägt der betäubende Sound-Gimmick-Overkill erbarmungslos zu und hinterlässt entgültig verbrannte Musik-Erde. Laut beiligendem CD-Info-Zettel zeigt sich Senna begeistert: "Die Studioaufnahmen waren geil. Die Produzenten waren krass fit."
"I Am": Ein Album mit weniger Nährwert als ein Tütchen Studentenfutter. Allerlei schnell und schlicht Gestricktes, mit heißer Nadel zusammengetackert - die drei Mädels entpuppen sich spätestens dieser Tage als die Sugababes für Kik-Liebhaber. Lieber Mon Chérie als Monrose - ist einfach leckerer.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Monrose - I Am | Infos (Lieferzeit/Service) | €15,30 | €3,95 | €19,25 |
ich lese gern mal einen Verriss irgendwelcher Popsternchen - aber wenn Ihr Eure Energie an den Pussycat Dolls oder Monrose verschwendet und dadurch James Yorkston und Anne Clark auf der Strecke bleiben, ist das sehr schade.
Nicht, dass Ihr mich falsch versteht - über Howard Carpendale habe ich mich für meine Mutti gefreut - aber ich will mich auch mal wieder freuen.
Glückwunsch zur Disqualifikation lieber Artur!
So herrlich polemisch und vor ahnungslosigkeit lustig deine Kritik am Album auch ist, so falsch ist sie auch.
Selten hat ein Castingprodukt, welches Monrose ja immer noch ist, solch ein Gespür für gute Songs und ordentliche Produktion gehabt wie auf "I Am". Die Elektro-Songs sind allesamt Tanzbar, interessant arrangiert und sorgen für Zerstreuung und Unterhaltung, was für Popmusik in diesem Sinne ja gewollt ist. Hast du irgendetwas wirklich tiefgründiges erwartet? Kann den Verriss hier nicht nachvollziehen, scheint für mich zu sehr gewollt. Hätte bestimmt auch für 15 andere Songs den selben Verriss gegeben weil es Monrose sind. Für das was es sein will, und sein soll, ist I AM sehr gut gelungen. Hut ab vor der einzigen deutschen Girlgroup die eigene Trends setzt anstatt irgendwelchen Trends hinterherzuhecheln.
Und im übrigen: Wenn e-e-e-e nur Rihanna vorbehalten ist, ist dann yeah-yeah-yeah nur den Beatles vorbehalten? Und was ist mit la-la-la? Selten dämliche Begründung für einen Plagiatsvorwurf.
Noch nicht bemerkt, dass laut.de aus Prinzip fast jedes Pop-Release schlecht bewertet? 
Man muss ja seiner Indie-Leserschaft gerecht werden und zeigen, dass jedes Major-Release große Scheiße ist. Für solche Alben gibt's eigentlich statt 5 nur 2 Punkte zu erreichen. Wenn sie das schaffen, sind sie für den normalen Hörer schon sehr gut.
Trotzdem, ich bezweifel bei dem Album auch mal, dass es so toll sein soll. Die Vorgänger waren auch ziemlich schlecht. Aber ich bin da ja nicht ganz so voreingenommen, also würde mich mal interessieren, welche Lieder so gut sein sollen, wie du meinst, Melkman.
Bin erst seit kurzem als Leser hier dabei, da ich mich eher für Elektro und Indie interessiere und schlage mich eher auf den einschlägigeren Seiten rum. Aber diese furchtbare Rezension hat mich echt dazu gebracht mich hier anzumelden. :-)
Also zum Topic: Tip Toe ist ein feines Stückchen Elektropop das mich stark an die Minouge-Schwestern erinnert und von ihnen intoniert bestimmt anders bewertet worden wäre. Don´t touch the Fader ist ebenfalls ein starker Clubtrack, und fein produziert. Electricity ist eben schlicht und einfach ein Chartorientierter Dancetrack. Was daran nur 1/5 sein soll kann ich nicht nachvollziehen.
Diese Songs, von einer französischen oder englischen, unbekannten Elektro/Dance-Indieband intoniert und die Bewertung sähe ganz anders aus. "Castingbands" bleiben bei unbedarften Hau-Drauf-Rezensenten nun mal immer stigmatisiert, so scheint es.


Jetzt habe ich mich sogar extra angemeldet, um meinen Frust loszuwerden!
Mir geht es auch immer wieder auf die Nerven, dass man sich bei laut.de die Zeit nimmt, Popbands niederzumachen, anstatt für andere Platten sich Zeit zu nehmen. Wenn ihr keinen Pop mögt, so lasst es doch bitte ganz.
Dabei wird auch nicht weggeschreckt, oft nur die schlechteste Wertung zu geben, auch wenn sie nicht wirklich gerechtfertigt ist.
Aus Neugier habe ich mir das Album angehört. Ja, die Stimmen wurden manchmal ins Seelenlose verzerrt. Ja, manchmal sind die Texte sehr lasziv. Aber nur einen Punkt? Nein, dafür sind die Songs wirklich besser produziert. Purer Elektropop. So muss er klingeln. Wenn man mit so einer Einstellung an Popstücke und Castingbands rangeht, dann spricht das nicht für eine seriöse Seite.
Letztendlich ist eine Review immer eher subjektiv, doch sollte Objektivität immer das Ziel sein.
Naja, Musik basiert natürlich auf der subjektiven Wahrnehmung, aber ich finde, man sollte dieses Schubladen-Denken vermeiden.

In dem Fall werden alte Idole bis zum Gehtnichtmehr gefeiert. Wenn man mit so einer Gruppe aufgewachsen ist, geht man schon viel optimistischer an so eine CD ran. Da kann das Ergebnis auch durchaus etwas schwächer sein. Das wäre so, als wenn heutzutage jemand mit Sarah Connor aufwachsen würde und die in ein paar Jahren noch eine Platte rausschmeißen würde, die eigentlich genauso schlecht klingt wie "Sexy As Hell", aber trotzdem bekommt die Platte eine ordentliche Wertung, weil man mit dieser Musik aufgewachsen ist und sie damals gemocht hat.
Außerdem haben R.E.M. erfolgstechnisch ja wohl längst ihre Zeit hinter sich. Da muss man niemandem mehr irgendwas beweisen. Ich möchte janicht sagen, dass Plastik-Pop-Produktionen musikalisch die totale Offenbarung sind, aber dermaßen schlecht, wie einige hier gerne behaupten, sind sie auch nicht.
Doch sind sie eben zumeist. Es geht hier doch überhaupt nicht darum, jemanden abzusprechen, dass gut zu finden. Aber wenn man sich mit Popmusik auseinandersetzt, stellt man leider zwangsläufig fest, dass das Zeugs elendig glattgebügelt und auf Heavyrotation im Radio getrimmt ist. Und das ist berechnend, frei von Kunst und eben so vorhersehbar. Und das wird hier zumeist als schlecht bezeichnet, berechtigterweise. Keiner sagt hier, dass das keiner hören soll. Aber darauf hinweisen, es gibt viel spannenderes abwechslungsreicheres, ergo besseres ist die Quintessenz solcher Bewertungen.
Hey, jetzt macht euch mal nicht so ins Hemd. Klar ist Objektivität im Journalismus oberstes Gebot usw. und sofort. Aber denkt doch auch mal daran, dass sowas wie Monrose und Konsorten bzw. deren Alben in den ganzen Lifestyle Sendern im TV und auf den ganzen Popwellen im Radio, mittlerweile egal ob privat oder ÖR, immer völlig ohne jede kritische Distanz als der neuste (Super-)Hit(!) und die neueste musikalische Offenbarung angepriesen werden. Da darf ein Review auf laut.de schonmal ruppig sein! In den sogenannten Charts wird das Album bestimmt gut einsteigen und sich besser verkaufen als jedes Indie Album. Das dürfte für die "Verteidiger" doch eine Genugtuung sein, oder etwa nicht? Also nicht heulen!
Hey, jetzt macht euch mal nicht so ins Hemd. Klar ist Objektivität im Journalismus oberstes Gebot usw. und sofort. Aber denkt doch auch mal daran, dass sowas wie Monrose und Konsorten bzw. deren Alben in den ganzen Lifestyle Sendern im TV und auf den ganzen Popwellen im Radio, mittlerweile egal ob privat oder ÖR, immer völlig ohne jede kritische Distanz als der neuste (Super-)Hit(!) und die neueste musikalische Offenbarung angepriesen werden. Da darf ein Review auf laut.de schonmal ruppig sein! In den sogenannten Charts wird das Album bestimmt gut einsteigen und sich besser verkaufen als jedes Indie Album. Das dürfte für die "Verteidiger" doch eine Genugtuung sein, oder etwa nicht? Also nicht heulen!
Hey, jetzt macht euch mal nicht so ins Hemd. Klar ist Objektivität im Journalismus oberstes Gebot usw. und sofort. Aber denkt doch auch mal daran, dass sowas wie Monrose und Konsorten bzw. deren Alben in den ganzen Lifestyle Sendern im TV und auf den ganzen Popwellen im Radio, mittlerweile egal ob privat oder ÖR, immer völlig ohne jede kritische Distanz als der neuste (Super-)Hit(!) und die neueste musikalische Offenbarung angepriesen werden. Da darf ein Review auf laut.de schonmal ruppig sein! In den sogenannten Charts wird das Album bestimmt gut einsteigen und sich besser verkaufen als jedes Indie Album. Das dürfte für die "Verteidiger" doch eine Genugtuung sein, oder etwa nicht? Also nicht heulen! Außerdem ist es ja mal ganz gut, wenn ein Magazin eindeutig Stellung nimmt und nicht immer so auf a la "naja nicht so gut aber eigentlich ja voll so OK so, ne? wer es mag...".
Sorry für den dreifach Post. Bei mir hing die Seite gerade.




Hm, grade Monrose ist was die ganze Casting-Scheiße angeht noch die beste deutsche Band zur Zeit, also wieviel Punkte sollen dann die ganzen anderen DSDS, Popstars etc. bekommen?
Man kann halt keine wagemutigen, überkreativen Werke von Castingbands erwarten, aber für eine Castingband finde ich die Monrose schon wieder gut...
Aaaah schon viel zu viel zu diesem unwichtigen Thema geschrieben :P
Ich glaub ich spinne!
Auf dieser Seite sollte es eigentlich darum gehen, die CD-Kritik zu diskutieren, aber zum großen Teil wird hier über irgendwelche andere Scheiße gelabert. Was soll das??? Bleibt mal beim Thema und vor allem: Werdet nicht zu persönlich!
Und jetzt zu Monrose: Ich habe das Album und bin sehr froh über den Kauf, denn auf dem Album ist genau das, was ich erwartete und was ich haben möchte. OK, es sind zwar keine großen Kompositionen, die Songs sind von der Qualität her eher Durchschnitt, aber es geht doch eher darum, ob die Musik den Höhrer unterhält, und das tut sie. Ich liebe dieses Album und besonders MONROSE!!! Schweine geile Band ist das und tolle Sängerinnen, die haben echt was drauf. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Album von Monrose sein wird, ich hab gehört. es soll nicht gerade eine tolle Chartplatzierung haben, das könnte gefährlich für ihren Plattenvertrag werden, aber mal schaun. Das Album hätte auf jeden Fall eine bessere Wertung verdient, da manche Songs, wie z. B. Stolen oder Why Not Us wirklich gut sind.

Monrose haben sich gehalten, die gibs noch immer und sind immer auch an vordestere Stelle bei Charts. Deshalb wird ja jetzt auch eine reine Mädchenband gecastet weil in der Vergangenheit bewiesen hat, dass so reine Mädchenbands mehr ERfolg hatten als gemischte. BroSis z.B. gibs nicht mehr (außer dem Giovanni) und ...die im Vorjahr? wie hiess die gleich===?
room2012 hieß die und die waren megaunerfolgreich.
Das Monrose-Album ist ganz okay, auch wenn ich so schöne Balladen wie "What you don't know" vermisse.
Stained und Stolen finde ich am besten, die vollelektrischen Songs gefallen mir weniger.
Lieber Kritiker,
zunächst mal freut es mich, das Dir nur 6 Lieder nicht gefallen, somit findest Du die restlichen 9 Lieder auf dem Album sicher super gut, sonst hättest Du die ja auch negativ beurteilt.
Mich beschleicht so ein bisschen das Gefühl, daß der Hr. Kritiker zu alt ist für solch moderne Songs?
Wer „Strike the match“ müde nennt, der ist dazu noch nicht auf dem Laufsteg gelaufen.
„Monrose-Stimmchen stets in den Bereichen fiepsig, quietschig und gern mal überdreht“
Nimm die Ohrstöpsel raus und höre die wohlklingenden Stimmer der Frauen von Monrose, höre Dir „Why not us“ an, so rein, wohlklingend so klar, in dem Song gibt es 3 Steigerungen zu hören was an Originallität wohl kaum zu übertreffen ist. Oder Stolen eine Ballade vom feinsten, was für grandiose Stimmen sich da entfalten wie ein Schmetterling am Morgen..
In What they want, die geniale Weiterentwicklung der Band zu hören in reife gesungene Strophen zum Schluß das Battle der drei Grazien, ist für Musikliebhaber der Höhepunkt.
Stained ein „Ballädchen“ zu nennen grenzt schon an eine Taubheit, es ist eine ausgewachsene wundervolle Ballade, mit gefühlvollen Stimmen und einfühlsamer Musik.
Den Stimmungsmacher „Going out tonigt“, nicht vergessen zu erwähnen, der Song macht mit seinen Reggae Beat einfach nur gute Laune und läd zum abdancen ein!
Die Songs Certified, Tip Toe, No Never und Hit n Run sind gute Laune Songs, an denen man sich nicht satt hören kann.
Ich könnte noch über die anderen Songs schreiben, doch selbst dann werden es Leute die kein real Musikverstädnis haben, nicht kapieren.
Das Album ist abwechslungsreich auf höchstem Level und für jeden was nach seinem Geschmack dabei, vorausgesetzt es ist Geschmack vorhanden!!!!


uh: 
Leute, man kann doch von jeder Kritik halten, was man will. Wer die Kaufentscheidung allein auf die Rezension stützt, der ganz selbstverständlich das persönliches Empfinden und der Musikgeschmack des Rezensenten zu Grunde liegen muss, hat unfassbarer Weise schlichtweg überhaupt keinen Geschmack.
Plattenbesprechungen sind eine Orientierungshilfe und sie machen auf Künstler/Werke aufmerksam. Ob der Redakteur die eigene Meinung über das Album teilt, ist doch dann absolut nebensächlich.
Nein, gerade so ein Veriss macht die Sache noch interessanter als solide 2-3 Punkte. Und wenn ich trotz aller medialer Dauerbeschallung von Monrose nocht nichts gehört hätte, würd ich mir den Spaß für sagen wir 10 Minuten gönnen - schon allein um zu versuchen, die Rezension nachzuvollziehen.
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