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Eins ist mal klar: Käme ein junger Drehbuchschreiber mit Mikas Biographie als Skriptbewerbung bei einer Film-Agentur an, würde man ihm wohl nicht einmal die Mitarbeit an einer Telenovela anbieten. In Beirut inmitten des libanesischen Bürgerkriegs geboren, flieht Mikas Familie bald nach Paris, wo sein Vater das Opfer einer Geiselnahme wird, anschließende Umsiedelung nach London, dort steht er als Elfjähriger auf der Bühne einer Richard-Strauss-Oper und erhält erste Werbe-Engagements als Sänger für Orbit-Kaugummis und die Telefon-Warteschleife von British Airways.
Von der Obskurität der Story abgesehen, bleibt eine Sache unklar, nämlich wieso Mikas Vater ausgerechnet auf London als neuen Wohnort kam, als er nach seiner Pariser Entführung "in der amerikanischen Botschaft von Kuwait" landete. Vielleicht mag mir das der verantwortliche Lebenslaufkritzler von Universal mal erklären (Mailadresse oben rechts); jetzt wo ich mich in den Plot so schön reingearbeitet habe. Aber gut, mit so einem Lebenslauf kommt man wenigstens schnell zu einem Albumtitel. So kunterbunt wie in einem Comic purzeln nämlich auch Mikas elf Songs über den Hörer hinweg, legen dabei aber eine Stilvielfalt an den Tag, die streckenweise recht anstrengend ist.
Welch abenteuerliche Vergleiche schleuderten uns Journalisten aus der Heimat des libanesischen Wahl-Briten seit Jahresbeginn entgegen: Hier käme ein neuer Robbie Williams auf uns zu, hieß es in jedem Halbsatz, nicht weniger als ein neugeborener Freddie Mercury, der sich im Klangkostüm der Scissor Sisters fortbewegt. Klingt schräg, und bei Gott, das ist es auch. Wundersamerweise stimmen die Vergleiche in Mikas Fall sogar mehr oder weniger, mit dem nicht unwesentlichen Nachteil, dass die eigene Handschrift des Newcomers dabei öfter unter die Räder kommt.
Hiervon nicht betroffen ist die flamboyante Vorabsingle "Grace Kelly", in der der 24 Jahre junge Piano-Man sein geballtes Songwriting-Talent und sein über drei Oktaven reichendes Stimmvolumen in aller Deutlichkeit vorstellt. Den Freddie Mercury-Querverweis belegt hier neben seinem Falsettvortrag auch der C-Teil des Songs ("Say what you want / to satisfy yourself"), den er nicht nur um das Brunft-Superlativ "Yeah" erweitert, mit der Verwendung des Wortes "Freddie" in der Bridge lässt Mika nebenbei seine Vorliebe für Cross-Gender-Spielchen durchblicken. Auch eine Zeile wie "Sucking too hard on my lollipop" muss man erst mal in einem Popsong unterbringen.
Jene Nummer nervt allerdings schon beim ersten Hören: wieder jauchzt Mika in der Strophe über ein rhythmusgebendes Piano-Stakkato, doch der mit Falsettstimmen-Chor aufgemotzte Refrain wäre sogar den Scissor Sisters zu tuntig. Erinnert an schlimme Spät-Hippie-Bands, die mit bunten Baumwollkleidchen über saftige, grüne Wiesen tanzen. "Love Today" umgarnt den Dancefloor mittels House-Oktavbass zwar beidarmig, machts aber kaum besser, sieht man mal vom Rockpart des Refrains ab, den Mika in normaler Stimmlage vorträgt.
Allzuviel gibt es sonst nicht zu beanstanden an einem regenbogenfarbenen Party-Album inklusive Melodien-Overkill aus der Denkstube eines jungen Mannes, dem man auch im Falle von tiefster Abneigung (und die wird kommen!) nicht sein Talent absprechen kann. Zwei Kleinigkeiten vielleicht noch: Dass die Anfangsharmonien vom recht spaßigen "Stuck In The Middle" 1:1 dem Scissor Sisters-Song "Laura" nachempfunden sind, ist nun wirklich schwer zu überhören. Noch sprachloser ist man höchstens bei "Relax, Take It Easy": Gut, Mika ist erst 1983 geboren, aber hätte ihn dann nicht ein älterer Studiokollege sanft darauf hinweisen können, dass es 1986 einen, äh, Welthit namens "(I Just) Died in Your Arms" von Cutting Crew gab, der auf exakt den gleichen Akkorden fußt?
Vielleicht ist das aber auch ein in Retropop-Zeiten äußerst schlau arrangierter Schachzug, zumal man sich eh die ganze Platte durch an irgendwas erinnert fühlt. Richtig klasse ist Mika der Pathosrocker "My Interpretation" gelungen, bei dem er sich stimmlich am Riemen reißt und erst gar keine extravaganten Ausflüge startet. Robbie-Fans dürften weinen vor Glück. Mit dem Piano- und Bläser-Pomp von "Billy Brown" präsentiert er nichts weniger als einen Nachfolger für den '74er Queen-Killer "Killer Queen" und dass ihm der Dancefloor so schlecht auch nicht steht, belegt schließlich "Big Girl (You Are Beautiful)", eine Hommage an alle Mädels mit Bridget Jones-Syndrom.
Live funktioniert der Zitatsport übrigens weitaus besser. Der spindeldürre Sänger wirbelt zwischen Klavier und Mikroständer hin und her und verleiht seinen Songs dabei ein solides Maß an Authentizität, das man auf Platte an mancher Stelle vermisst. Die rege Nachfrage nach Konzerttickets für seine ersten beiden Deutschland-Konzerte bestätigt indes, was die britische BBC bereits zu Jahresbeginn prognostizierte: Mika ist einer der Pop-Abräumer des Jahres 2007.
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Ich hab vor ein paar Tagen zum ersten Mal die Single gehört. Und das Video gesehen. Was ist das denn bitte? So einen Mist braucht ja nun mal wirklich kein Mensch. Mit sowas kann ich absolut gar nichts anfangen. Und im TV haben sie den auch noch als die große Neuentdeckung angekündigt... Echt unglaublich was für einen Quatsch man den Leuten andrehen kann. (Und ich kenne Menschen, die sich diese CD kaufen wollen!)
finde ihn auch eher nervig.
dass falco bellamy bei dem steil geht war ja klar.

. Aber ich hab mittlerweile akzeptiert, dass ich gelegentlich auf... "seltsame" Musik steilgeh
.an solchem gesangsstil werden sich wohl immer die geister scheiden. da geht nur hassen oder lieben. ist so ähnlich, wie damals bei klaus nomi.
ich finde das bisher gehörte sehr originell und außergewöhnlich und die single ist ... voll genial.
Vor allem die Wiedererweckung der Toten solltest du nicht verpassen. 
Hör dir also mal "Relax, Take It Easy" an, dann weißt du, was ich so zum Kotzen finde. Originell ist das dann nicht mehr. So schlimm wurde "I Just Died In Your Arms Tonight" noch nie verwurstet.

Das Album ist irgendwie nervtötend. Vieles drängt einen Vergleich mit James Blunt auf, der aber, hat wenigstens ein ordentliches, erträgliches Pop-Album abgeliefert hat. Mikas Gesang stört mich einfach nur.
Immerhin: Ein Achtungserfolg ist ihm zumindest mit der Single "Grace Kelly" gelungen - Der Song ist wirklich ganz nett
2/5
Laut Medien (Okay die sagen viel ^^)soll er eine Vier Oktaven Stimme haben.
Ich höre ihn aber komischer weise nur "kreischen".
Jaha, James Blunt kam mir auch in Erinnerung....die beiden sollte mal ein Lied gemeinsam singen ^^
mika.....
manche leute müssen ihre homosexualität eben in übertriebenem maße produzieren. nicht, dass ich etwas gegen schwule hätte...nur gegen solche, die anderen damit unfassbar auf den wecker gehen - leider gibt es genug dumme, die diesen scheißdreck hypen und deswegen hört man es an jeder ecke. da ist die letzte mahlzeit jedesmal gewillt, sich auf die sofortige rückreise zu begeben!!!
dieser dämliche mobilfunk-werbespot mit der nervigen hintergrundmusik "relax" von diesem deppen löst ungemein viele aggressionen in mir aus. hab gut un gerne lust den bildschirm einzutreten, wenn ich das seh.
falco gegen den rest der welt 


Schlagt mich, hasst mich, beißt mich, aber
ich finde Mika toll
Und Life In Cartoon Motion ist ein gutes Album. Für mich lässt Mika endlich wieder Hoffnung aufkommen, das es im Pop auch intelligente Menschen gibt. Vor allem weil er es drauf hat traurige oder unangenehme Themen mit Gute-Laune-Melodien zu verbinden. Lest ruhig mal das ein oder andere Interview von ihm und ihr werdet sehen, dass hinter der ganzen großer-kleiner-Junge-Fassade eine sehr interessante Persönlichkeit steckt. Oder hört euch einfach maldas Album an.
Ich bin jedenfalls froh, dass es endlich so ein buntes, lustiges, interessantes und einzigartiges Phänomen im Pop gibt.
Ehrlich gesagt fände ich sogar eine Zusammenarbeit von Mika und Patrick Wolf richtig cool. Stimmenmäßig totale Gegensätze und outfittechnisch würden sie das augekrebserzeugendste Duett aller Zeiten abgeben. Und vielleicht würde da sogar eine kleine Romanze draus entstehen...
Das Album ist ok, macht Laune, macht Spass, aber ist halt ein bisschen wie Kaugummi... nach einer Weile verliert's den Geschmack. Will sagen, dass es sich relativ schnell abnutzt. Aber: ich glaube, es ist eines von diesen Alben, die man immer gerne mal wieder rauskramt und anhört.
ich musste mir in nem auto von ner freundin das album gezwungenermaßen anhören und ja, ich fand es fürchterlich.
auch wenn ich damit mit dem strom schwimm... 
ohje, sind denn lauter musikalisch-unausgeglichene und homophobe, unlustige leute hier unterwegs oder was?
wenn ich mir die kommentare hier so anschaue dann wird mir angst und bange! sooooo schlimm sind schwule garnicht, sie sind auch menschen und dürfen musik machen und jimmy summerville würde sich sicherlich über mikas album genauso freuen wie familienmamas, die ihre nervigen plagen gerade in der kita abgegeben haben und einfach mal abschalten wollen.
...und wenn´s halt mal richtig hart kommt, kann man ja immernoch eine alte paradise lost cd rauskramen und sich mal so richtig in seinem hass auf alles andersartige suhlen.
...und wenn mein mann mich demnächst mal wieder ärgert, mit meiner heißgeliebten mika-cd vertreibe ich ihn sofort und hab meine ruhe
*grins* 



Nur mal so, bei Interesse...
Zu seinem Album: http://musik.ciao.de/Life_in_Cartoon_Mika__Test_3206562
Und zu seiner Single "Grace Kelly":
http://musik.ciao.de/Grace_Kelly_Maxi_CD_Mika__Test_3235180
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