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Die heutige Trauerfeier für Michael Jackson wird weltweit auf vielen TV-Sendern übertragen. Katherine Jackson wurde unterdessen die Vollmacht für das Erbe ihres Sohns entzogen.
Los Angeles (jro) - Die Trauerfeier für Michael Jackson, die heutige ab 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit im Staples Center in LA stattfindet, könnte eines der größten Fernsehereignisse in der Geschichte werden. Nach Angaben von CNN rechnen die Organisatoren mit mehreren hundert Millionen Zuschauern. Die Familie Jackson bietet TV-Sendern eine kostenlose Live-Übertragung an. Die Trauerfeier wird vielerorts auch öffentlich, beispielsweise in der Berliner O2-Arena, gezeigt.
Sarg auf der Bühne?
Das Thema dominiert auch das deutsche Fernsehprogramm. Die ARD bringt heute ab 18 Uhr 50 eine Sonderausgabe von Brisant, um 22 Uhr 45 werden die Ereignisse des Abends zusammengefasst. Das ZDF überträgt ab 19 Uhr 25 die Trauerfeier, N-TV ab 18 Uhr 30. Der Nachrichten-Sender N 24 schaltet ab 18 Uhr nach Los Angeles, Phoenix berichtet live ab 18 Uhr 30.
Die Trauerfeier beginnt um 10 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ). Als Gäste werden unter anderem Stevie Wonder, John Mayer, Usher und Mariah Carey auftreten, wie die Familie gestern mitteilte. Das genaue Programm hält der Veranstalter aber bis zum Schluss geheim, was natürlich Spekulationen fördert.
Bestattung auf dem Forest-Lawn-Friedhof
So meldet der Internetdienst tmz.com, Jacksons Leiche werde am Vormittag vom Friedhof durch die Innenstadt von Los Angeles in das Staples Center gebracht und dort aufgebahrt. In früheren Berichten hieß es, Jackson solle noch vor der Trauerfeier auf dem Forest-Lawn-Friedhof in Los Angeles bestattet werden.
Medienberichten zufolge hatten Angehörige bereits gestern Abend von Michael Abschied genommen, im Kreis der Familie soll eine Aufbahrung stattgefunden haben. Auch die Beisetzung soll nur privat stattfinden, der Friedhof ist weiträumig abgesperrt.
Party in der Innenstadt
Die wenigen verwackelten Paparazzi-Fotos von der privaten Trauerfeier zeigen ernste, scheinbar wirklich erschütterte Gesichter und stehen in starkem Kontrast zu der Party, die in der Innenstadt von LA abgeht. Hier singen die Menschen Jacko-Lieder, tanzen den Moonwalk und weisen strahlend ihre begehrten Eintrittskarten vor: "the hottest ticket in town".
Das "Jackson Memorial" ist zu einem gesellschaftlichen Ereignis ersten Ranges geworden, das mit Trauer nur noch wenig zu tun hat. Die Menschen sind offenbar wild entschlossen, den Popstar, König oder nicht, noch einmal zu feiern. Dass der wahre Michael Jackson nach und nach hinter dem medialen Feuerwerk verschwindet, scheint sie nicht zu stören.
Mutter wurde Vollmacht entzogen
Unterdessen hat ein Richter Jacksons Mutter Katherine die Vollmacht für das Erbe ihres Sohnes entzogen. Zu den Verwaltern des Nachlasses wurden Jacksons Anwalt John Branca und der Musikmanager John McClain erklärt. Diesen Wunsch hatte Michael bereits vor sieben Jahren in seinem Testament formuliert, das erst kürzlich entdeckt wurde.
Jacksons Mutter soll jedoch weiterhin über jedes Vorgehen informiert werden, wies der Richter die Bevollmächtigten an. Am 3. August wird der Fall in einer weiteren Gerichtsanhörung erneut überprüft.
der arme mann.
(mal alle verfehlungen, die er sich selber geleistet hat und geleistet haben soll außer acht gelassen: )
er kann froh sein, dass er das selber nicht mehr miterleben muss. dass selbst sein weg zur letzten ruhe noch so medienwirksam inszeniert wird, dass sich die massen kollektiv daran aufgeilen, und so noch nach dem tode der letzte cent aus ihm rausgepresst wird...
das zeigt doch, dass er auch zu lebzeiten nur spielball von "familie" und "beratern" war.
es würde mich nicht wundern, wenn im gläsernen sarg einer seiner zahlreichen doppelgänger durch die straßen getragen wird, dieser sarg sich knarrend öffnet, die "leiche" entsteigt, und alle gemeinsam in massenhysterie und ekstase "thriller" performen.
dazu fällt mir nur ein kommentar ein:
*würg*!!!einself!
rock on
- ibanez -
(offtopic: p.s.: und dass sich natürlich auch die öffentlich-rechtlichen am hype beteiligen und meine gebühren verschwenden, wundert mich gar nicht. wenn die auch schon wieder die tour d'epo mitfinanzieren...)
Nee, das kommt noch. Findet doch schließlich am linken Ende von Amerika statt. Also 9 Stunden vor unserer Zeit. Damit wird der Leichenschmauss so richtig wohl erst nachmittags in die Vollen gehen, also nach mitteleuropäischer Zeit in tiefster Nacht.
Schrecklich dieses Medienausgeschlachte.
Das ist keine Trauerfeier mehr, sondern ein voll durchgeplanter Sterbe-Event.
Was für ein Balihoo. Da werden z.T. 25000 Dollar geboten um eine Karte für das Staples Center zu bekommen.
Ich muß doch mal meinen Vater fragen, ob das damals als Elvis den Breiten gemacht hat, ähnlich war.
Der Mann hat Millionen verdient und Millionen wieder verbraten mit seiner Art, mit der Maschinerie der Musikindustrie. Und diese Maschine läuft nun weiter, sein Tod wird vermarktet wie er sein Leben vermarktet hat.
Und wer 25.000 $ für ein Karte übrig hat soll sie meinetwegen dafür bezahlen.
Mit oder ohne dem TamTam um seinen Tod würde sich die Welt kein bisschen schneller oder langsamer drehen, niemand muss sich das ansehen, keiner wird genötigt auch nur 20 Cent für eine Karte zu zahlen.
Und das Geld, welches hier vernichtet wird, würde es gar nicht geben, wenn der Apparat nicht so funktionieren würde, wie er es bei diesem fragwürdigen Ereignis nun einmal tut...
In den Staaten werden die Medien schon kritisiert, weil es nur noch Jackson hier, Jackson da heißt. Da geht sogar der Besuch von Obama in Rußland unter. Und das ist m.E. für die Welt wohl wichtiger, als die Grablegung eines Popstars.
ich vermute, dass sind nur ein paar tage. dann etwas später evtl noch ein album mit outtakes oder so.....doch insgesamt wird er deutlich schneller in der oldie versenkungsecke landen (eigentlich war er da ja schon), als man angesichts dieser bilder glauben mag.
ob das dann gut ist, oder schlecht.....ich weiß es nicht.
Schwierig. Ich mag seine Musik kaum, aber er hat dennoch viel bewegt. Allerdings hab ich heute im Radio mitgekriegt wie irgendne Moderatopfeife den guten Mann als "wahrscheinlich grössten Musiker des 20. Jahrhunderts" tituliert hat. Also bitte. 
Wenn überhaupt, dann steht dieser Titel Bob Dylan zu....

@bad guy: Hat keinen Sinn, darüber zu streiten. Imo hat der Mann in der Popmusik mehr bewegt als jeder andere. Ist aber nur meine Auffassung...


Er ist eben nicht zu blöd dazu. Er hat es ja erkannt, wie du selbst lesen kannst. Er findet nur, dass es falsch ist, die Beerdigung über Geschehnisse der Weltpolitik zu stellen. 
Mit anderen Worten: du findest dieses ganze brimborium gerechtfertigt.
Tatsache ist doch, dass der Mann in den letzten 10 Jahren nicht wegen seiner Kunst, sondern wegen allen möglichen öffentlichen Vorfällen (Baby ausm Balkon halten und so) soviel Aufmerksamkeit seitens der Medien bekommen hat. Der Grund: Quotengeilheit.Und jetzt ist das Ereignis seines Todes nichts Anderes. Nichts weiter als eine übermößig aufgeblasene Verkaufsveranstaltung. Um Kunst geht es da doch niemandem.
Pft...lass dir doch von deiner Mami deine Perversionen befriedigen.
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