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Der King of Pop hat uns unzählige Songs hinterlassen. Das Resultat ist klar: "Michael" bedeutet für sein Label Sony Music den Startschuss für eine Serie von Alben mit unveröffentlichten Tracks. Offiziell, um den Milliarden Jackson-Fans bei ihrer Trauerarbeit zu helfen. Inoffiziell, um sich dabei schön die Taschen vollzustopfen.
Wie schon zu Lebzeiten wird die arme Seele Jackos also bis zum letzten Tropfen ausgepresst. Dazu passt auch der gewählte Veröffentlichungstermin kurz vor Weihnachten. Nur keine Risiken eingehen.
Zehn neue Songs fanden nun den Weg auf das rührselig betitelte Album "Michael". Handelt es sich hierbei tatsächlich um das Vermächtnis eines Ausnahmemusikers oder eher um lieblos zusammengeschusterte Tracks und tyrannisierende Duette mit ungeliebten B-Musikern? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen (mit Tendenz zu letzterem).
Chartserprobte Namen wie 50 Cent und Akon lassen einen jedenfalls erschaudern und provozieren den Gedanken: "Das hat er nun wirklich nicht verdient, egal was er zum Schluss für ein Freak war, es ist immer noch Michael!".
Mit der Akon-Schmonzette "Hold My Hand" gehts gleich hart los. Wenn man das aber überstanden hat, wird es tatsächlich besser. "Hollywood Tonight" verwendet sehr bekannte Stilmittel (Beatbox, Michael-Schrei), gerät aber eingängig und beflügelt die schöne Erinnerung, wie Jacko dereinst Beats schmettern konnte.
Das Album ist geprägt von der Arbeit geschickter Produzenten, die die Songs und deren Beats zum Teil etwas bemüht zusammen kleistern. Ein paar klebrig-süße Balladen hier, was Zackiges dort, ein paar vertraut klingende Duette - fertig ist das Ding.
Schlimme 08/15-Refrains zerstören gute Ansätze schon im Keim. Auch "I like The Way You Love Me" reiht sich hier ein. "Monster" hört sich ein wenig an wie ein schlechtes "Scream" und Janet Jackson heißt jetzt 50 Cent und versucht, voll bad zu sein.
"Best Of Joy" klingt zwar auch schmalzig, könnte aber auf eine seltsam sympathische Weise auch von den Bee Gees stammen. Selbst die übersteuerten Chöre im Hintergrund nerven kaum.
Das Beste kommt jedoch zum Schluss: "Breaking News" und "Behind The Mask" reißen durchaus in alter Michael-Manier mit. Gute Tanzlieder mit ordentlichen Beats im 90er-Jackson-Stil. In beiden Songs kotzt sich Michael textlich ähnlich wie in "Scream" oder "Leave Me Alone" über die Medien aus. Vielleicht das ehrlichste Detail der gesamten posthumen Produktion.
Das Duett mit Lenny Kravitz, "(I Can't Make It) Another Day" ist eigentlich als gelungen zu bezeichnen und rockt à la "Dirty Diana" mit dramatisch-schwerem Rhythmus. Dass Dave Grohl hier an den Drums sitzt, merkt man bei aller Liebe aber nicht.
"I guess I learned my lesson much too soon" singt Michael schließlich im sentimentalen "Much Too Soon", das den Schluss eines Albums bildet, von dem man nie erfahren wird, ob es der Künstler selbst so aufgenommen und veröffentlicht hätte. Man neigt fast dazu, Will.I.Am recht zu geben, der jüngst skandierte: "Michael Jackson-Songs sind vollendet, wenn Michael Jackson sie vollendet".
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Also, ich hab' reingehört. Das Problem ist einfach: Die Songs sind in Ordnung, aber es ist kein Michael Jackson-Album. Bei "Hold My Hand" hab' ich schon vor zwei Jahren gesagt, dass sie das hätten veröffentlichen können. Ach, die arme Sau. Der hätte einiges noch zu Lebzeiten machen können. Schade, dass es so enden musste.
Wer sowas kauft, gehört doch geschlagen.
Hauptsache, alles wird bis auf den letzten Cent ausgeschlachtet, auch wenn es schon tot ist.
Michael Jackson hat sich von Sony getrennt als er gemerkt hatte, das sein eigener Anwalt ihn gemeinsam mit Sony ziemlich übel abgezockt haben. Als Revanche hat Sony ihm sämtliche Vermarktung des damals gerade erschienen Albums "Invincible" geschmissen und so stark zu dessem Flop beigetragen. Da paßt es nur zu gut zu Sony, dass ausgerechnet die jetzt bei den Leichenflederern in der ersten Reihe stehen.
Wer seine Kunden hintergeht hat wohl auch kein Problem damit seine Künstler abzuzocken...
Da muss man aber nicht bei Sony anfangen, sondern bei Jacksons "Familie", die einen Vertrag über zighundertmillionen mit Sony gemacht hat, für 9 Alben mit unveröffentlichen Zeugs.
Tja, Geld regiert. Scheiß auf den toten Sohn.
Finde es immer sehr amüsant, wenn man bei Invincible von einem Flop spricht - eine Platte, die sich knapp 13 Millionen mal verkauft hat!
Das aktuelle Album ist besser als es hier gemacht wird. Es sind einige wirklich gute Songs drauf, die man auch zu Lebzeiten auf eine Platte gepackt hätte.
Kein Wunder, den Ramsch gab es ja auch bei Media Markt nach einem halben Jahr für 3 Euro hinterhergeworfen.
Da wurd er halt auch mal gekauft.
Und für Jackson sind 16 Millionen ein Flop.
Dazu spielte es de facto zum Zeitpunkt seines Releases keine Rolle in der damaligen Musiklandschaft.
Und das lag nicht nur an der Verweigerung Sonys.
Niemand war damals so weit weg vom Zeitgeist wie Michael Jackson.
Und das meine ich nicht musikalisch. Die Person und Figur Jackson hat damals eher verschreckt als angezogen.
Darf man fragen, warum ihr nur 2 Sterne gebt? Ich glaube da vertut ihr euch ganz gewaltig, liebe Redaktion, ähnlich wie schon bei Invincible. Dazu kommt, dass sich die Kritik viel positiver als 2 Sterne ließt. Wenn ihr schon 2 Sterne geben wollt, müsst ihr das entsprechend begründen. Setzen, sechs.
Und schon wird wieder auf der Familie rumgehackt!
Die Familie hat mit dem Entscheid Sony den Zuschlag zu geben null zu tun! Die Familie hat keine Entscheidungsgewalt darüber was mit Michael Jackson's Nachlass geschieht! Ausser der Mutter, die eine fixe monatliche Summe bekommt (und natürlich Michael's Kindern), hat die Familie auch keinen finanziellen Gewinn... egal was mit dem Nachlass geschieht.
Einzig und allein die beiden Verwalter John McClain und John Branca haben darüber zu entscheiden was geschieht.
Eben "Hold My Hand" gehört... wo soll da denn Michael Jackson zu hören sein???
Ausbeute? Schwachsinn.
Klar will man Geld mit MJs Namen verdienen, das ist völlig normal. Mir ist sowas lieber, als das diese genialen Songs irgendwo rumgammeln und nicht veröffentlicht werden. Wenn hier die Ausbeute bewertet wird, woran man ja die zwei Sterne festmachen könnte, denn die Kritik liest sich weitaus positiver als zwei Sterne, warum nennt sich der Mist dann Rezension?
@Ultraviolett
2 fach Platin (2 Mio.) in den USA und 11 Mio. im Rest der Welt... Jackson hat ausserhalb von USA immer schon viel verkauft!
@SillyWalk
Ja, Wahnsinn... Jackson hat Fans... hast Du ein Problem damit??
Wer die 250 Mio. bekommt? Na, wie schon erwähnt... Jacksons Mutter und seine Kinder... und die beiden Nachlassverwalter, die den Deal eingefädelt haben! Die Mutter und Kids bekommen das Geld allerdings nicht bar auf die Kralle und bekommen es nur gestaffelt über die nächsten Jahre ausbezahlt.
"der in dieser Art und Weise zu Lebzeiten nie veröffentlicht worden wäre."
Logisch! Zu seinen Lebzeiten war er auch nicht tot!
@SillyWalk
Ach komm... stell Dich doch nicht dümmer als Du bist! Natürlich ist die Mutter und seine Kinder auch Familie, aber "Da muss man aber nicht bei Sony anfangen, sondern bei Jacksons "Familie", die einen Vertrag über zighundertmillionen mit Sony gemacht hat, für 9 Alben mit unveröffentlichen Zeugs.
Tja, Geld regiert. Scheiß auf den toten Sohn."
trifft nun mal nicht zu, da die Familie, sprich der böse, böse Joseph, die bösen, bösen Brüder und Geschwister, wie auch die Mutter und Kinder, nichts mit der Entscheidung zu tun hatten, Sony den Zuschlag zu geben... das haben einzig und allein die Nachlassverwalter gemacht! Und Mutter und Kinder sind die einzigen, die davon profitieren! Der restliche Jackson Clan sieht keinen Cent von den Erlösen!
@ultraviolet
Was ist so lustig daran?? HIStory wurde 3,5 Mio mal in USA verkauft und über 15 Mio mal im Rest der Welt! Dangerous wurde 7 Mio mal in USA verkauft und über 20 Mio. mal im Rest der Welt... genauso Bad... vielleicht einfach mal die Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat, wovon man redet.
Micheal Jackson ist spätestens seit Dangerous nur noch der musikalische Schatten des früheren Superstars gewesen. Und dieses Album setzt dem ganzen die Krone auf. Absoluter Schrott.
Wenn Du sagst, Invincible, könnte man unter Umständen ein bisschen zustimmen. Aber wie die Ticketverkäufe zu This is it zeigen, war er auch zuletzt noch ein Superstar.
Wenn Du sagst, Invincible, könnte man unter Umständen ein bisschen zustimmen. Aber wie die Ticketverkäufe zu This is it zeigen, war er auch zuletzt noch ein Superstar.
Zwar finde ich diese Platte nicht so gut wie ein "eigentliches" Album, aber trotzdem freue ich mich das es nun songs gibt die man sonst einfach nie gehört hätte.
Mich erinnert das ganze an so Hip Hop Mixtapes, einfach aus dem grund das hier Verschiedenste Songs aus Verschiedenen Zeiten drauf sind, dadurch bildet das ganze keine richtige Album Einheit aber jeder song ist cool für sich, der eine mehr der andere weniger.
Wobei ich ehrlich nicht verstehe warum manche gegen "Monster" so abziehen, gerade der song taugt mir total auf dem "Album" und dabei mag ich 50 nicht mal sooo besonders.
"Michael Jackson-Songs sind vollendet, wenn Michael Jackson sie vollendet"
Mit dem Zitat ist eigentlich wirklich alles gesagt und alles was danach kommt ist Geldmacherei.
Vor allen Dingen Akon und 50 Cent, also bitte!
"Das sind alles Songs, die Jacko zurecht nicht veröffentlichen wollte, jetzt kann er sich nicht mehr dagegen wehren..."
Falsch. Er hat nicht umsonst immer Musik gemacht. Das sollte schon veröffentlicht werden.
Sicherlich wäre es keine Zusammenstellung aus den verschiedensten Jahrzehnten gewesen, aber wir hätten die neuen Tracks, wie Best of Joy (Sollte bei This Is It vorgestellt werden), zu hören bekommen.
Jeder der Michael Jacksons Erfolge auf die 80er und frühen 90ern beschränkt zeigt, dass er keine Ahnung hat. 
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