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Killing Joke-Fronter Jaz Coleman ist aus der Sahara zurück, The Haunted-Brüllwürfel Peter Dolving aus der Versenkung, Lemmy legt den Bass bei Seite, und ihr könnt euch zum Affen machen.
Outer Space (edy) - Ab heute läuft das Summer Breeze, leider Gottes zum ersten Mal seit mehreren Jahren ohne meine Beteiligung. Zum einen wird man ja nicht jünger und das Metalcamp in Slowenien steckt noch in den Knochen, zum anderen fällt unsereins die Kohle ja nicht gerade so locker aus der Hose, dass man auf jeder Hochzeit tanzen kann. Für mich ist die Festival-Saison für dieses Jahr dann auch gelaufen, aber irgendwann müssen die Socken ja auch mal ...
Einfach mal raus musste auch Killing Joke-Fronter Jaz Coleman, der – wie sich im vorletzten Metalsplitter nachlesen lässt – nach einem saftigen Diss gegen The Cult erst mal von der Bildfläche verschwand und seitdem nicht mehr gesehen wurde. Letzten Sonntag ist der gute Mann nun wieder aufgetaucht und wunderte sich etwas über den ganzen Trubel. "Ich habe mein Buch beendet und am Soundtrack für mein neues Projekt 'The Nirvana Symphonic' geschrieben", lacht der Sänger. "Was also soll der ganze Trubel?"
Das fragt man sich im Nachhinein vielleicht auch, aber so ganz alltäglich ist es nun ja doch nicht, dass einer für nen schlappen Monat ausgerechnet in die westliche Sahara aufbricht, ohne irgendjemandem Bescheid zu sagen. Das auf der Facebook-Seite veröffentlichte Statement sei zwar nicht von ihm, habe aber so viel Ärger verursacht, dass es "unter diesen Umständen unmöglich sei, die Tour durchzuziehen." Hieß es in dem mittlerweile gelöschten Statement zu The Cult noch: "their songs suck!", so wünscht Coleman ihnen und The Mission nun alles Gute auf der Tour und will heraus finden, wer sich da für ihn ausgegeben hat.

Ebenfalls recht überraschend und weitgehend kommentarlos von der Bildfläche verschwunden war auch Peter Dolving, ehemals Frontmann von The Haunted. Gut ein halbes Jahr später äußert sich der Sänger nun auf seiner Homepage erstmals zu seinem Ausstieg und lässt dabei an den Björler-Zwillingen kaum ein gutes Haar. Auf einen Nenner gebracht seien Drogen das größte Problem gewesen, die anscheinend auf Drängen der Gebrüder und anderer Crewmitglieder selbst in Länder wie Thailand oder China mit hinein geschmuggelt werden mussten. Durch diesen massiven Missbrauch wurde anscheinend die komplette Bandchemie vergiftet.
Doch auch die nach wie vor anhaltenden Aktivitäten mit At The Gates wirkten sich schädlich auf The Haunted aus: "Der Tag, an dem sich die Björlers dazu entschlossen, uns über die Farwell-Tour von At The Gates zu berichten (die mittlerweil das dritte Jahr andauert), war der Tag, an dem wir 'Versus' veröffentlichten. Sie sagten, sie würden 14 Shows spielen. Sie touren immer noch ..." Gitarrist Jensen war wohl der Einzige, der den Braten direkt gerochen hat, denn seine Antwort war: "You know this is going to kill The Haunted." Ab da ging es innerhalb der Band steil bergab, wie das schwache, letzte Album "Unseen" beweist.
Weitere nicht sonderlich nette Worte folgen in dem Statement des Sängers, was das Thema The Haunted für ihn wohl für immer erledigt haben dürfte. Kein Grund zur Trauer für ihn, denn mit House Of Dolving will er weiter auf Tour gehen und dort dann Songs seiner sämtlichen Schaffensphasen, also von The Haunted, Mary Beats Jane, Zen Monkey und Bringthewarhome bringen. Mit dabei sind sein alter Mary Beats Jane-Kumpel Peter Asp an den Drums sowie die beiden Lok-Mucker Johan Reivén und Thomas Brandt an Bass und Gitarre.

Gänzlich ohne Bass und Gitarre zeigte sich neulich Motörheads Lemmy, der neulich in Boston mal kurz mit seinem alten Kumpel Slash für den Song "Doctor Alibi" im House Of Blues mit auf die Bühne stieg. Nicht nur sehens-, sondern auch absolut hörenswert, Lemmy zeigt sich mal wieder von seiner bescheidenen Seite und bekundet am Ende des Songs, welche Ehre es ist, mit den Jungs zu spielen.
Die Ehre, im offiziellen Video zu "Lucky Animals" der neuen Devin Townsend-Scheibe "Epicloud" aufzutauchen, kann jedem zu Teil werden. Die rhythmische Sportgymnastik von Devin aus dem Video im letzten Splitter war aus sozialwissenschaftlicher Sicht zwar bestimmt interessant, aber nun liegt es eher an euch, euch zum Affen, Nilpferd, Rentier oder Nacktmull zu machen. Man kann allerdings auch sein Haustier filmen, wenn es irgendwelche verrückten Sachen macht. Hauptsache, es wird dabei nicht gequält! Wie das Ganze im Endeffekt aussehen soll, darüber werdet ihr hier instruiert.

Zum Abschluss mal noch zwei Songs von neuem Stone Sour-Album, das aller Voraussucht nach nur der erste Teil eines Doppels ist. Die beiden Nummern "Gone Sovereign/Absolute Zero" gibt es unten im Video zu hören und machen zumindest Mut, dass die Scheibe das etwas halbgare "Audio Secrecy" von 2010 vergessen lässt. Das dazu gehörende Album "House Of Gold & Bones - Part 1" wird allem Anschein nach Ende Oktober erscheinen und der zweite Teil soll nächstes Jahr im Mai nachgeschoben werden.
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Und ich wollte hier schon irgendwen tierisch anpissen, weil die neue Stone Sour Single nirgends erwähnt wird
. Die kann/können nämlich einiges, speziell wenn Corey in Gone Sovereign mal wieder richtig loslegt. In mir wächst auch die Hoffnung das "Audio Secrecy" nur ein Ausrutscher in ruhigere Gefilde war.
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