- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Über Freddie Mercury und die Hologramm-Technik, Tommy Lees softe Seite und wie Slayers Jeff Hanneman dem Tod von der Schippe sprang.
Outer Space (edy) - Wahre Genies werden zu Lebzeiten oft verkannt und verlacht. Bei mir traut sich das normalerweise keiner, weils sonst uffe Schnauze gibt. Aber sobald mehr als 400 Kilometer zwischen mir und der Redaktion liegen, werden die Kollegen mutig und blasen zum Geburtstagsdiss.
Aus dem Grund kündige ich meine Besuche auch nicht mehr an, sondern genieße dann einfach die Angst in deren Augen. Etwa aus demselben Grund, warum Politiker die Bild lesen, lese ich im Gegensatz zum Kollegen Schuh auch die Kolumnen der Kollegen. Ob das aber immer schlau ist ...
Mit schlauen und weniger schlauen Entscheidungen kennen sich Queen zur Genüge aus. Die Jahre mit Paul Rodgers wurden ja noch von vielen Leuten abgesegnet, aber die Pläne mit Lady Gaga zu spielen und tatsächlich mit Windbeutel Adam Lambert aufzutreten, gehören mit Sicherheit zu den weniger schlauen.
Etwas weiser agierte Quenn-Drummer Roger Taylor, als es darum ging, dieselbe Hologramm-Technik, die Tupac Shakur aus dem Grabe auf die Bühne beförderte, auch bei Freddie Mercury anzuwenden. "Ich glaube nicht, dass ich das will", gab er zu Protokoll. "Sollte irgendjemand anders ein Hologramm von Freddie verwenden, hätte ich keine Einwände ... aber ich würde mich damit nicht wohlfühlen", so der Drummer weiter. "Ich möchte nicht mit einem Hologramm von meinem alten Freund spielen. Entweder der Echte - oder keiner".
Mötley Crüe-Trommler Tommy Lee ist in der Regel ja keiner von denen, die zu cleveren Entscheidungen neigen, aber auch der Pamela Anderson-Ex macht Ausnahmen. Tommy ist das Aushängeschild einer Kampagne namens "Show Your Soft Side", die in Baltimore, Maryland ins Leben gerufen wurde, um den alarmierenden Anstieg an Tierquälereien zu bekämpfen. Viele der Misshandlungen und Verstümmelungen von meist Hunden und Katzen begehen Teenager. Vermutlich um zu beweisen, was für harte Kerle sie doch sind. Einen kurzen Bericht gibts hier.

Die Anti-Animal Abuse Advisory Commission, angeführt von Baltimores Bürgermeisterin, will das Bewusstsein dafür wecken, dass man auch als 'tough guy' eine softe Seite haben kann, wenns um Tiere geht. Dafür lassen sich neben Tommy auch Basketballstar Dizzy Grant, Cagefighter John Rallo oder Footballstar Jarret Johnson mit ihren Tieren ablichten, um so Jugendliche von diesem abartig perversen Zeitvertreib abzuhalten. Wer das auf Facebook unterstützen und verfolgen will, tut das an dieser Stelle.

Auf die Seite der weniger schlauen Entscheider reiht sich diesmal Motörheads Lemmy ein. Bislang immer ein Aushängeschild in Sachen felsenfeste Credibility, liest man nun, dass die Band für die Rockstar Energy Drink Mayhem Festivals so genannte "We Are The VIP Crew Experience"-Packages verkauft.
Für schlappe 599 Dollar darf man sich dann: 1. mit einem Premiumticket in die ersten 15 Reihen quetschen, 2. Mitgliedern der Band die Flosse drücken (also vermutlich jedem, nur nicht Lemmy), 3. die Motörheadshow vom Bühnenrand aus sehen, 4. im VIP-Zelt den ganzen Tag über Softdrinks und Erdnüsse einwerfen, 5. schon vor den anderen Besuchern aufs Festival (spannend wie ein Testbild) und 6. exklusives Motörhead-Merch, bestehend aus nem Shirt, nem Autogrammfoto, nem Tourpass, Plektren, Poster usw. genehmigen.
Geldmacherei dieser Größenordnung hatte Motörhead bis dato nicht nötig. Für jede Show sind 20 von diesen 'exklusiven Schnäppchen' zu haben. Man darf gespannt sein, wann die ersten Bands bzw. Veranstalter derlei Schwachsinn auch auf deutschen Festivals einführen.

Eine Entscheidung fiel auch im Slayer-Camp: Die Europatour spielt Gary Holt von Exodus, da Jeff Hanneman noch nicht voll auf dem Damm ist. Endlich lassen die Jungs auch mal hören, was vor einem Jahr wirklich passiert ist. "Ich hatte es mir mit ein paar Bier in der Wanne bequem gemacht, als ich bemerkte, dass mich eine Spinne gebissen hat. Eine Stunde danach wusste ich, ich bin krank", erzählt Jeff in einem Interview.
"Auf dem Weg ins Krankenhaus konnte ich sehen, wie sich das Fleisch veränderte, der Arm wurde richtig heiß. Gott sei Dank wusste die Schwester in der Notaufnahme sofort, was los war. Sie hatte etwas in der Art schon mal gesehen und handelte sofort. Zu diesem Zeitpunkt war ich etwa ein Stunde vom Tod enfernt", betont der Gitarrist.

Der Spinnenbiss an sich war dabei gar nicht das ärgste Problem, dafür aber die Bakterieninfektion, die Hanneman beinahe den Arm gekostet hätte und viele, schmerzhafte Hauttransplantationen nach sich zog. Durch die lange Liegezeit im Bett musste Jeff erst wieder Laufen lernen und ist immer noch in der Reha. Was ihn natürlich nicht daran hinderte, an neuen Slayer-Songs zu schreiben. Wenn alles gut läuft, ist er bei den Rockstar Energy Drink Mayhem Festivals wieder mit am Start. Seine Rückkehr auf die Bühne feierte Jeff ja bereits bei der Zugabe der Big Four-Show in Coachella.

Während Gary Holt nun mit Slayer durch die Gegend zieht, bleiben Exodus nicht einfach auf ihrem Arsch sitzen. Am 2. Juni spielen die Jungs eine Show beim Scion Rock Fest in Tampa, Florida. Da Gary zu der Zeit aber noch mit Slayer in Europa tourt, luden Exodus einfach ihren alten Saitenhexer Rick Hunolt ein, die Show zu spielen. Damit steht Rick neben seinem Ersatzmann Lee Altus auf der Bühne.
Nicht das erste Mal, denn die zweite Hälfte des legendären 'H-Teams' ging bereits bei der Hochzeitsfeier von Gary und Lisa Perticone sowie bei der 10-jährigen Gedächtnisfeier zum Ableben des ehemaligen Exodus-Shouters Paul Baloff mit auf die Bühne. Dazu Rick: "I'm ecstatic, I'm nervous, I'm psyched … all diese Emotionen zusammen und gleichzeitig. Ich übe wie ein Irrer. Ich kanns kaum erwarten! Und ich werd die Sau rauslassen!".
Ebenfalls die Sau haben Hatred raus gelassen. Dummerweise kam sie nicht mehr zurück. Die Rede ist von Drummer Daniel 'Evil Ewald' Buld. Der trieb sich in letzter Zeit bei Paradox und Brain Damage herum und stellte zum eigenen Erschrecken fest, dass für ihn bei Hatred die Luft raus ist. Er verabschiedete sich schweren Herzens und in aller Freundschaft von seinen Jungs, die nun händeringend nach Ersatz suchen. Der muss nicht zwingend den sexy Körperumfang des Vorgängers aufweisen, sollte aber den entsprechenden Bumms hinter dem Drumkit haben und den schrägen Humor von Hatred teilen. Bewerbungen bitte direkt an die Band unter drummer@hatredmetal.de.
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Also so ungewöhnlich ist die Entscheidung für Adam Lambert nicht, auch wenn er sich erstmal gegen die Klischees ankämpfen muss. Kann ich sogar nachvollziehen, auch wenn man da die Leute erstmal auf die Palme bringt. Außerdem ist die Entscheidung für ihn schon vor Monaten raus, da hat mich das auch erst schlucken lassen. Kommt reichlich spät. Außerdem ist Gaga und Hard Rock/Metal-Bands nichts ungewöhnliches: Stichwort: Iron Maiden oder The Darkness.
Das Motörhead-Angebot ist natürlich lächerlich überteuert ... Aber wenn's ein paar Spacken dann wahrnehmen, soll's mir recht sein. Man muss ja nicht. Ich stand bei Rock im Park auch schon mal in der ersten Reihe, drei Meter vor Lemmy ... Wer meint, er muss hierfür Kohle blechen, bis es kracht, ist selbst schuld =)
Man mag mich steinigen:
Adam Lambert macht seinen Freddy Job gar nicht so schlecht... Das traurige ist:
Paul Rodgers wollte eigenständig sein und alle buhen,
hätte er gesungen wie Adam Lambert hätten alle gejubelt.
Adam Lambert = gute Freddy Coverband Sänger
Paul Rodgers = geiler Sänger
Queen und Paul Rodgers = 2 Legenden
Adam Lambert = who cares...
Hallo Motörheadbangers!
Wie ihr vielleicht wisst, werden Motörhead im Sommer auf der Mayhem-Tour mit Slipknot, Slayer und anderen Künstlern unterwegs sein. Ich wurde von vielen von euch gefragt, ob es mögliche wäre VIP-Pakete zu bekommen. Ich möchte gerne wissen, wieviel Interesse daran wirklich besteht.
Wir dachten an etwas Spezielleres, als es (unserer Meinung nach) jemals bevor gab. Wie wäre es, wenn ihr in einem Tourbus zwischen verschiedenen Shows mitfahrt. Das Komplettpaket würde alles für eine Woche beinhalten... Dinge wie Busfahrten, Hotels, Eintritt zu allen Shows, die ihr gebucht habt und vieles mehr. Natürlich wäre es nicht ganz billig, eine Woche würde in etwas $ 10.000 pro Person kosten. Aber es wäre ein einmaliges Erlebnis!
Format
Homepage: