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Ein Tool-Song als Wiegenlied geht nicht? Und ob. Und was macht eigentlich Alice Cooper?
Outer Space (edy) - Was man als Fan in den meisten Interviews an Geblubber lesen muss, wie großartig doch der letzte musikalische Output geworden ist, ist meist schon schlimm genug. Ihr erinnert euch: der letzte Furz und so … Was einem als Redakteur aber in diversen Waschzetteln zu CDs erzählt wird, geht über den Bereich der abstrakten Fantasy hinaus. Ich weiß zwar nicht, welchem Gott ich dafür danken muss, doch glücklicherweise gibt es noch Musiker wie Mikael Åkerfeldt, die
Den Mann kann man als Musiker und Mensch kaum hoch genug schätzen. Auch wenn mich "Heritage" nach wie vor nicht begeistert - was wohl auch bei vielen anderen Fans der Fall ist - fängt der Schwede nicht an, sein eigenes Werk zu verklären. Auf die Frage, wie er mit den geteilten Reaktionen auf die Scheibe umgeht, meint Mikael: "Ich mag das irgendwie. Ich meine, es ist mal was anderes, aber ich finde nicht, dass es ein ungeheuerlicher Schritt für uns war. Um ehrlich zu sein", fährt der Sänger fort "ich denke ich dass es durchaus Sinn für uns ergibt, ein Album wie dieses jetzt zu machen. Das ist genau das, was wir momentan von uns hören wollen. Und das ist das Einzige, was zählt", endet der Frontmann. Punkt, aus, Amen. Unterschreibe ich sofort. So etwas kann man respektieren. Egal ob einem die Musik zusagt, oder nicht.

Ganz anderes Geschwurbel kommt hingegen aus dem Hause Lee Roth. Allerdings diesmal nicht vom Van Halen-Frontturner selbst, sondern von dessen Schwester Lisa Roth. Die hat bereits vor einiger Zeit das Label Rockabye Baby gegründet und verwandelt dort allerlei angesagte Rocksongs in Schlaflieder für die süßen, kleinen Windelbräuner. Bands wie Pearl Jam, Black Sabbath oder Metallica mussten bereits dran glauben. Anfang November kam nun" Lullaby Renditions Of Van Halen" auf den Markt. Dass Papa Hamett mit dem Zeug seinen Nachwuchs einschläfert, verwundert nicht wirklich. Schließlich hat er ja im Metallikollektiv und Lou Reed erst jüngst ein paar Schlaflieder für Erwachsene veröffentlicht. Da gibt sich Mrs. Roth deutlich mehr Mühe, als der liebe Kirk: "Glaubt mir, es ist nicht einfach Tool oder Nine Inch Nails in ein Schlaflied zu verwandeln." Doch auch andere Bands stellen sie vor Herausforderungen. "Zum Beispiel Black Sabbath arbeiten viel mit verminderten Akkorden, im Vergleich zu melodischen Kompositionen wie Coldplay oder U2" berichtet die Dame. "Wenn wir die schwierigen richtig hin bekommen, ist das aber sehr befriedigend."
Apropos befriedigend. Mit dem eigenen Schwanz in der Hand dürften derweil die eben erwähnten Black Sabbath-Mitglieder den ganzen Tag rumsitzen. Ob sich DAS noch für alle lohnt, sei mal dahin gestellt. Die Reunion, die sie nun nach langem Hin und Her erst kürzlich angekündigt haben, lohnt sich für die alten Säcke auf jeden Fall! Geschätzte 150 Millionen Dollar dürfte allein die Tour in die Kasse der Band spülen. Von den Einnahmen des geplanten Albums ist hier noch gar nicht die Rede. Dass die Kohle derweil unter allem Vieren gleichmäßig aufgeteilt wird, ist auch eher fraglich. Dabei müssten wohl weder Ozzy, noch Tony Iommi die Sache der Kohle wegen durchziehen, schließlich hat jeder der beiden Musiker (und die anderen vermutlich auch) seine Schäfchen seit Jahrzehnten im Trockenen. Aber dass man auch als Großverdiener den Hals nie voll genug bekommen kann, beweisen ja momentan die ganzen Nassbirnen in der NBA. Jetzt ist nur die Frage, wie ich von runzligen, alten Säcken mit eingeschränkten beweglichen Fähigkeiten auf die Amerikanische Bastketball-Liga komme …

Aber ich bin nicht der einzige Verwirrte. Auch Stone Sour/Slipknot-Fronter Corey Taylor widmet sich hin und wieder seltsamen Coverversionen. "Dead Or Alive" ist aber ein wirklich guter Song. Der Streifen" Young Guns" (u.a. Charlie Sheen, Emilio Estevez, Kiefer Southerland), aus dem der Song stammt, zählt nach wie vor zu den coolsten Western. Deshalb geht das auch in Ordnung. Und da sich Corey hier einmal mehr so gar nicht ernst nimmt, ist das schon wieder kultverdächtig.
Der Schockrocker übernahm die Moderation der siebten Epsiode zur 25-jährigen Feier der britischen Comedy-Gameshow Never Mind The Buzzcocks. Momentan hat die Serie keinen festen Moderator, weswegen immer mal wieder Prominente einspringen. Die Show läuft auf BBC Two und ist für ihren trockenen, sarkastischen Humor bekannt, der auch schon mal gerne die Grenzen des guten Geschmacks hinter sich lässt und deren Scherze oftmals auf Kosten des Music Business gehen. Schon im Vorspann zeigt der alte Knacker, dass er in Sachen Humor und Selbstironie vielen seiner Kollegen einiges voraus hat. Wobei wir über das T-Shirt vielleicht noch einmal reden … und by the way: warum läuft die Show nicht auch hier? Die ist großartig!!!
Eine Kategorie, die wir bislang noch nicht hatten, die in diesem Fall aber nicht fehlen darf: 'Bei der Geburt getrennt'. Und zwar geht es um Grim Reaper-Gitarrist Steve Grimmett, der kurz nach der Geburt offensichtlich von seinem Zwillingsbruder Evangelos Venizelos – dem Mann mit dem undankbaren Posten des Finanzministers von Griechenland – getrennt wurde. Es hält sich aber auch nachträglich das Gerücht, dass Letzterer sich einfach schon mit Perücke nach einem neuen Job umsieht.

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Alice Cooper hat erst unlängst Konzerte gegeben, wo er geköpft wurde (also nicht echt, nur so showmässig) und so ganz wildes böses Zeugs auf der Bühne getrieben hat. Er hat aber auch Intwerwies gegeben, und da hat er gesagt, dass er eigentlich ein ganz Braver ist, schon 30 jahre oder so mit der gleichen Frau verheiratet ist und viel betet oder in die Kirche geht und total nett ist. Kam ganz entspannt rüber und die die was das Intervieuw geführt hat, hat auch gesagt, 'total ein unaflektiertes Gespräch sei das gewesen...';
soviel zur Frage, was Alice Cooper so macht.
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