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Lamb Of God-Fronter Randy Blythe sitzt immer noch in Prag hinter Gittern, gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt.
Outer Space (edy) - Auf die Kollegen kann man sich als Inspirationsquelle auch nicht mehr verlassen. Wen interessiert denn ernsthaft, was ein Chris Cornell über Popmusik denkt? Davon hat der Fuzzi doch genauso wenig Ahnung wie ich. Allerdings würde mich schon mal interessieren, warum sich Vince Neil mit ausgerechnet mit dem Redaktionsmitglied unterhält, das Mötley Crüe noch nicht mal erkennen würde, wenn Tommy Lee Pamela Anderson auf der Redaktions-Toilette knallt und der Rest der Band außen rum ...
Hätte mich unser Redaktionstroll mal vorher zu Rate gezogen, hätte man den blondierten Crüe-Tanzbären gleich mal zu seinem gerade begonnenen Flugschein ausfragen können. Zusammen mit der Fernseh-Show "The Aviators" und dem Sennheiser-Programm "Live Your Dream" lässt sich der Sänger den Arsch vergolden und macht einen kostenlosen Flugschein. Da fühlt man sich doch gleich wieder sicher, wenn ein Typ einen Flugschein bekommt, der in den 80ern mit Alkohol am Steuer den damaligen Hanoi Rocks-Drummer umbrachte und auch seitdem immer wieder besoffen hinterm Lenkrad erwischt wurde.

Ganz andere Probleme (irgendwie mentaler Art), scheint da Drummer Tommy Lee zu haben. Über Facebook gab er folgendes bekannt: "Dear fans, I fucking LOVE my fans! Und ihr wisst das!!!" So weit so unspektakulär. "Womit ich aber ein Problem habe, sind Fotos. Ich hasse das! Es macht mich wahnsinnig, wenn Leute sagen: 'Du schuldest das deinen Fans, sie haben dich dahin gebracht, wo du bist, usw.!' Niemand außer mir selber hat mich dahin gebracht, wo ich bin. Ich schulde ganz sicher niemandem irgendwas," fährt Tommy-Boy fort. "Und ganz nebenbei ... ich bin nicht hier um mit euch Fotos zu schießen, sondern um euch zu unterhalten." Kann man so sehen. Wenn man das Foto hier aber sieht, fragt man sich eh, wer den Typen überhaupt noch ablichten will?

Für seinen Geschmack wohl ebenfalls zu viel Presse erfährt die letzten Tage Lamb Of God-Fronter Randy Blythe. Der hat zwar die Kaution in Höhe von 200.000 Dollar bezahlt, wird aber wohl bis Montag noch im Gefängnis in Prag bleiben. Gegen ihn wird nach wie vor wegen Totschlag ermittelt, weil ein Fan, der ein Konzert von Lamb Of God 2010 in Prag besucht hatte und dabei von der Bühne stürzte, knapp zwei Wochen später seinen Verletzungen erlag.

Offiziell angeklagt wurde der Sänger aus Richmond nach wie vor nicht, doch auch mit der Kautionszahlung ist noch lange nicht klar, ob er nächste Woche in seine Heimat zurückkehren kann. Augenzeugen zufolge war Daniel N. wiederholt auf die Bühne gestiegen und hatte diese erst unter Einsatz der Security verlassen. Allerdings soll Randy auch wiederholt sehr aggressiv auf sämtliche Fans reagiert haben, die während der Show auf die Bühne kamen. Dabei soll er sogar Schläge ausgeteilt und einen Fan zu Boden geworfen und gewürgt haben.
Verletzungen werden beim Stagedive immer als Risiko in Kauf genommen. Bei einem tragischen Unfall wie diesem den Sänger der Band verantwortlich zu machen, ist etwas weit hergeholt. Zumal man bei amerikanischen Bands immer bedenken sollte, dass hier allen noch der 8. Dezember 2004 in den Knochen steckt, als Dimebag Darrell auf offener Bühne von einem Fan erschossen wurde. Zahlreiche Musiker haben sich zu dem Vorfall bereits geäußert, und auch Exodus-Bassist hat seine, wenn auch recht extreme Einstellung zu Stagedivern.
Mit auf die Schnauze-Situationen hat auch North Side Kings Fronter Danny Marianino seine Erfahrungen. Seit er 2004 Glenn Danzig aus den Socken geknockt hatte, bekam der Mann unzählige Hassmails und Morddrohungen. Aber auch mit so was lässt sich noch irgendwie Geld verdienen und nun erscheint demnächst wohl ein Schmöker mit dem schönen Titel "Don't Ever Punch A Rock Star - A Collection Of Hate Mail & Other Crazy Rumors". Danzig selber ist nach wie vor davon überzeugt, dass er die Schnauze nur poliert bekam, weil er es selbst so wollte: "Ich ließ es zu. Warum? Weil es immer Typen gibt, die dich provozieren wollen, sie zu schlagen, damit sie dich verklagen können. Das passiert öffentlichen Personen andauernd. Das ist fast schon ein Lebensstil."
Eine Art Lebensstil ist wohl auch der Schwulenhass in den USA. Henry Rollins hat zu dem Thema seine ganze eigene Meinung dazu und zum Thema Schwulenehe, die ich euch – mal wieder pointiert vorgebracht – keinesfalls vorenthalten will.
Was ich euch ebenfalls nicht vorenthalten will, ist wieder einmal ein wunderschönes Artwork, das in der Rubrik 'Cover, die man nie hätte veröffentlichen dürfen' ein Glanzlicht darstellt. Dieses Mal dürfen wir Cauda Pavonis zu einem feucht-warmen Griff ins Klo gratulieren.

Und weil ich mich tierisch auf die neue Scheibe "Dark Roots Of Earth" von Testament freue und hier auch mal wieder ein geiler Song auftauchen darf: "True American Hate"
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Wo bitte sagt der Exodus-Bassist irgendwas extremes über Stage-Diven? Er sagt doch nur, dass die Leute ihre Grenzen kennen sollten. Die Bühne gehört eben der Band und ich hätte auch keine Lust, wenn so Spacken die Show stören, Technik zerstören oder sogar dich als Künster auf der Bühne in ihrem Überschwang (ich nenne es mal so) verletzen. Das ist mehr als verständlich, dass man da auch aggressiv wird. Wird wohl nach diesem Vorfall generell Ende sein, was das Betreten der Bühne angeht. Und zum Fall des LoG-Fronters wird wohl schon dazukommen, dass der liebe Herr beim Abflug des Fans mitgeholfen hat. Ob das in Tschechien unter "Totschlag" läuft oder nur ein Übersetzungsfehler von anderen Rechtsbegriffen ist, darf der Anwalt uns erklären.^^
Selbstverteidigung bei Angriff von Bühnenpiraten...ja klar Gewaltsames entfernen der dummen Kreaturen sollte allerdings nur von den Securitys oder in Notwehr passieren
Die sortieren gerade die Groupies im Backstage-Bereich vor, so wie sich's gehört.
Also wenn einer einem Typen, der gerade von einem Bullen wie Rob Duke niedergeprügelt wurde, dann auch noch eine reintreten will ("giving him the boot"), dann weiß ich nicht, was NICHT extrem ist.
Ich spiel jetzt seit 15 Jahre live und hatte schon mehr als genügen Stagediver auf der Bühne. Und selbst von denen, die NICHT gleich wieder freiwillig von der Bühen sind und mir vielleicht sogar ins Instrument oder Mikro gegriffen haben - von mir hat keiner auf's Maul bekommen! Dass man allerdings mal nachhilft, dass die wieder ins Publikum kommen, ist normal und wenn dabei einer auf's Hirn fällt, ist das furchtbar, aber leider part of the game. Was genau passiert ist, wird sich aber nur schwer heraus finden lassen.
....allein wenn ich schon das verfahren sehe, kriege ich das große ostblokkkozzen....1. die bekloppten ermitteln erstmal lecker wegen totschlag. das würde zwingend tötungsvorsatz im moment des schubsens bedeuten...dabei ist bislang noch nicht mal klar, ob der fan geschubst wurde ....der naheliegende fall einer fahrlässigen tötung
(der 'upps' faktor)
fällt denen nicht ein? neee klar...
2. schön die kohle annehmen, aber sich danach mit feiertagen bzgl der entlassung rausreden....bäh.....nicht dort touren....never...
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