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Mit Ministry dürfte es wohl endgültig vorbei sein, Thin Lizzy feiern Wiederauferstehung und Nick Oliveri zockt mit Phil Anselmo und Dave Lombardo.
Outer Space (edy) - Same shit, different year. Soweit meine Zusammenfassung der 2013 bisher vergangenen Tage. Oder hat sich bei einem von euch großartig was geändert? Ok Kollege Schuh bekommt endlich seine Hormontherapie von der Krankenkasse genehmigt, aber so wirklich Grundlegendes ist doch meist nicht passiert. Nur das Kapitel Ministry dürfte wohl endgültig geschlossen sein, denn kurz vor Weihnachten hat der Schnitter ...
Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten ist nicht Onkel Al Jourgensen über die Klinge gesprungen (auch wenn er so aussieht, als wäre das bereits vor Jahren der Fall gewesen), sondern Gitarrist Mike Scaccia. Durch dessen Antrieb kam es überhaupt erst zum Rücktritt vom Rücktritt und der damit einhergehenden Veröffentlichung des letzten Albums "Relapse". Mike verstarb bereits am 22. Dezember, nachdem er bei einem Gig seiner alten Band Rigor Mortis auf der Bühne einen Herzschlag erlitten hatte. Der Gig fand zur Feier des 50. Geburtstages von Rigor Mortis-Fronter Bruce Corbitt statt, der zusehen musste, wie sein Freund und Gitarrist auf der Bühne zusammenbrach und verstarb. Mike hinterlässt vier Kinder und seine Frau Jenny Rowen Scaccia. R.I.P. man.
Die letzten Töne dürfte man auch von Forbidden gehört haben, denn wenn man den Worten von Gitarrist Craig Locicero glauben darf, gibt es keine Pläne, dem letzten Album "Omega Wave" ein weiteres folgen zu lassen. "Sasha (Horn, Drumms), Steve (Smyth, Gitarre) und ich arbeiteten letztes Jahr schon an ein paar extrem coolen Sachen. Aber dann schlug die Realität wieder zu, Matt (Camachco, Bass) zog sich aus dem Musikbiz zurück und Russ (Anderson, Gesang) hat schlicht und ergreifend nicht das Feuer und den Elan, um sich mit uns wieder zurück an die Spitze zu kämpfen. Es ist ein harter Weg, fragt mal Death Angel. Aber sie geben alles dafür und ich drück ihnen die Daumen. Russ hat momentan einfach nicht das Feuer in sich. Das muss ich respektieren." Wohl wahr, aber auch sehr schade.
Aber genug der wehmütigen Blicke zurück, schauen wir lieber darauf, was das laufende Jahr noch für uns bereithält. Und da steht zum einen das Winter Ends Festival an, das am 23. Februar in Köln stattfindet. Ob bis dahin irgendein Winter schon mal da war und auch schon wieder weg ist, darf man zwar bezweifeln, aber für schlappe 17,20 € kann man sich in der Werkstatt Lacrimas Profundere, Undertow, Mirrored In Secrecy und vier weitere Bands reinziehen. Dort kann man sich auch gleich von der Livetauglichkeit des neuen, vierten Mitglieds von Undertow überzeugen, die mit Markus Brand mittlerweile einen zweiten Mann an der Gitarre dabei haben.
Einen neuen Mann hinter der Schießbude UND einen neuen Namen haben sich Thin Lizzy verpasst. Der ehemalige Alice Cooper/Megadeth-Drummer Jimmy DeGrasso wird auf dem Debütalbum von Black Star Riders den Takt vorgeben. Unter diesem Namen wird die aktuelle Thin Lizzy-Besetzung, bestehend aus Sänger Ricky Warwick, den beiden Gitarristen Scott Gorham und Damon Johnson sowie Basser Marco Mendoza mit Produzent Kevin Shirley (Maiden, Zeppelin, Aerosmith) ihr erstes gemeinsames Album aufnehmen. Musikalisch wird sich das Ganze zwar in der Tradition von Thin Lizzy bewegen, aus Respekt vor Phil Lynott und dem Erbe der Band will man aber nicht unter diesem Namen neues Material veröffentlichen. Die beiden anderen ehemaligen Thin Lizzy-Mitglieder, Drummer Brian Downey und Keyboarder Darren Wharten sind weiteren Thin Lizzy-Shows gegenüber aber offen.

Zwischen Avantasia-Gnom Tobias Sammet und Ayreon-Lulatsch Arjen Lucassen wurde von der Presse ja gern eine kleine All-Star-Projekt-Fehde erfunden, an der natürlich nie etwas dran war. Nachdem Tobi bereits auf der "Elected"-EP von Ayreon zu hören war, revanchiert sich Arjen nun auf dem kommenden Avantasia-Album "The Mystery Of Time" und steuert ein paar Gitarrentracks bei. "Für mich war er immer so was wie John D. Rockerduch für Scrooge McDuck war. Ein hartnäckiger, langjähriger Rivale. Wenn du deinen Feind nicht schlagen kannst, mach ihn zu deinem Verbündeten", verrät Tobi mit einem Schmunzeln und fährt fort: "Also öffnete ich die Tür und lud mir die Pestilenz in meine Welt ein. Diese stellte sich dann als die freundlichste, coolste und liebenswürdigste Plage heraus, die ich je kennen lernen durfte!" Das Ergebnis lässt noch ein wenig auf sich warten, aber einen ersten, kleinen Eindruck könnt ihr euch hier abholen.
Auch ganz neue Bandprojekte stehen für 2013 auf der Liste. Ganz oben haben wir da einen Zusammenschluss von Slayer-Drummer Dave Lombardo, Exodus-Saitenhexer Gary Holt, Queens Of The Stone Age-Basser Nick Oliveri und Amen-Sänger Casey Chaos. Wie der Spaß heißen soll, weiß noch kein Schwein. Dieses Quartett hat bereits vor dem Jahreswechsel mit Produzent Ross Robinson (Korn, At The Drive-In) die ersten Songs aufgenommen, die auf einer Dokumentation über das House Of Shock landen sollen, ein von Phil Anselmo (Down, Ex-Pantera) gegründetes Geisterhaus in New Orleans. Auslöser für die Projekt-Gründung waren die Jamsessions von Dave und Gary während der Soundchecks auf den letzten Slayer-Touren. Gary spielt bereits seit 2012 live mit Slayer, da sich deren Gitarrist Jeff Hanemann nach wie vor nicht vollständig von seinem Spinnenbiss und der daraus folgenden nekrotisierenden Fasciitis erholt hat.
Wie man Dave Lombardo nun mal kennt, tanzt der wieder auf mehreren Hochzeiten und holzt auch noch mit einer Truppe namens Metalachi, der laut eigenen Aussagen einzigen Metal Mariachi Band der Welt. Mit traditionellen Mariachi-Instrumenten vergreift sich die Band an Songs von Judas Priest, Ozzy Osbourne, Metallica, Guns N' Roses und eben auch Slayer. Weswegen sich Dave die Chance nicht entgehen ließ und für "Raining Blood" mit Metalachi auf die Bühne ging.
Eigentlich wollte ich mir das Ding ja sparen, zumal sogar schon GMX das Video auf ihrer Startseite hatten und jeder zweite auf Facebook ebenfalls schon die drei Blechtonnen gepostet hat, die "Ace Of Spades" bomben. Aber nachdem nun selbst Lemmy darauf hinweist und sein Erstaunen äußert ...

Sei's drum ... Mir persönlich gefällt der moshende Roboter unter der Hihat ja am besten.
Zum Abschluss nun der große Schock: der Lehrauftrag mit Titten wird 2013 weitgehend eingestellt, da yourporn schon drauf und dran war, auf unsere Seite zu verlinken. Stattdessen muss ich an dieser Stelle Fräulein Schuh Respekt zollen, die mit ihrem "5 Fragen an ..."-Spielchen doch was ganz Sinnvolles auf die Beine gestellt hat. Deswegen hier nun meine – nicht ganz so sinnvollen – 5 Fragen und die 5 – nicht ganz so sinnvollen - Antworten.

Was ist dein Lieblingsfilm?
Highlander, die Story und Atmosphäre sind einfach cool.
Was ist dein Lieblings-Game?
Ähm, ich spiele nicht ... außer Fußball. Aber ist doch auch ein Game, oder?
Wer ist dein Lieblings-Pornostar?
Weiki unser Gitarrist!!! Er ist zwar n Kerl, aber eigentlich auch ne Tussi, hahahahahaaaa!
Welche Reunion war tatsächlich sinnvoll?
Definitiv Iron Maiden mit Bruce Willis ... Dickinson, ich meine Dickinson ...
Was sollte die Welt unbedingt über dich wissen?
Ich bin GOTT!!!
GOTT und der Rest von Helloween veröffentlichen am 18.01.2013 ihr neues Album "Straight Out Of Hell"
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Da stirbt jemand und laut.de schreibt nur Stuss:
"Mit Ministry dürfte es wohl endgültig vorbei sein"
"Schnitter bla..."
"Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten ist nicht Onkel Al Jourgensen über die Klinge gesprungen"
Echt peinlich.
Metalachi sind geil!
Scaccias Tod eher weniger...verdammt schade, auch wegen Ministry.
Scaccia ist am 23.12. gestorben und laut.de merkt das jetzt erst? Wieso sollte es mit Ministry vorbei sein? Schaut man sich mal die Zahl der ehemaligen Mitglieder bei Wikipedia an, ist er von der musikalischen Seite doch irgendwie ersetzbar (auch wenn er doch schon recht lange dabei war). Die Hauprfigur bei Ministry ist jedoch eh Al.
Von Pietät hat man bei laut.de auch nur mal gehört.

Was die Meldung über den Tod von Mike angeht, waren wir doch ein bisschen schneller. Auf der Ministry-Seite steht das seit dem 23.12. schon drin. Um ausführlicher darüber zu berichten ist mein Splitter nun mal die erste Möglichkeit für mich und das ist der Erste in diesem Jahr. Also schön, dass wir gemeinsam drüber geweint haben.
Ich sehe den Tod von Mike als großen Verlust an, weil es ohne ihn Ministry schon seit ein paar Jahren nicht mehr gegeben hätte. Das sagt Al Jourgensen schon seit Jahren! Wem der Ton unangemessen erscheint, mit dem ich darüber berichte - komm drüber weg und nimm dich nicht so wichtig. Jeder ist irgendwann mal dran und dass Mike VOR Al abtreten musste, ist ja wohl wirklich unerwartet. Ich respektiere beide für ihre musikalischen Leistungen und bin auch über Mikes Tod wirklich traurig, aber das rum heulen über die Tatsache oder scheinbar unangebrachte Formulierungen überlass ich anderen.
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