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Die Bravo bringt mal wieder zusammen, was nicht zusammen gehört, Killing Joke-Fronter Jaz Coleman wird nach einem The Cult-Diss vermisst u.v.a.
Outer Space (edy) - Wenn anderen die selbe Scheiße passiert wie einem selbst, spricht man ja gerne von ausgleichender Gerechtigkeit. Dass das eigentlich Humbug ist, weil der meiste Scheiß dadurch ja keinen Deut gerechter wird, übersieht man gern. Trotzdem kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn ich sehe, dass so gewisse Heulbojen der laut.de-Seiten mit ihren an Relevanz kaum zu unterbietenden Kommentaren auch Artikel der Kollegen Fromm und Schuh zuspammen. Nicht, dass vor allem Pornobalkenträger Schuh keinen Diss verdient hätte, aber es ist doch immer wieder bemitleidenswert, wie sich kleine Zahnspangenbeißer anonym im Internet produzieren müssen, weil sie in der Kindheit eher von Vati mit der groben Kelle ...
Wie lange Killing Joke-Fronter Jaz Coleman von Mutti die Brust bekam, könnte man mal in einem Interview klären. Allerdings nur, wenn er überhaupt wieder auftaucht. Anscheinend wird der Mann nämlich seit letzter Woche vermisst, und zwar seitdem auf der Facebook-Page der Band ein Statement veröffentlicht wurde, das besagt, dass Killing Joke nicht an der Tour mit The Cult und The Mission teilnehmen werden, die am 10. September hätte starten sollen.

In dem Statement heißt es: "Mit großer Freude gebe ich den Ausstieg aus den kommenden Gigs mit The Cult und The Mission bekannt. Um ehrlich zu sein hat es mir von Anfang an nicht zugesagt, mit The Cult zu spielen", gab Coleman angeblich zu Protokoll. Killing Joke-Fans wären nur in den Genuss eines einstündigen Sets gekommen. Außerdem wäre es zu Problemen mit dem Dressing Room gekommen und damit, dass "wir hätten zuschauen müssen, wie The Cult ihren Fans 200 Dollar pro Nase für ein Meet&Greet abknöpfen", fährt geht der The Cult-Diss weiter. "Zuletzt sind ihre Songs scheiße! Sie haben ganz klar keine Integrität (immerhin geben sie L.A. als ihre Heimatstadt an)."

Zunächst waren alle davon ausgegangen, dieses Statement habe Jaz Coleman verfasst. Mittlerweile heißt es zwar, ein Fan hätte die Seite gehackt und das Schreiben online gestellt, doch der Sänger und Weltuntergangstheoretiker ist seitdem abhanden gekommen. Die übrigen Killing Joke-Mitglieder Geordie Walker, Martin "Youth" Glover und Paul Ferguson haben sich erst mal öffentlich für das Schreiben entschuldigt, aber auch gleichzeitig bekannt gegeben, dass sie seitdem keinen Kontakt mehr zu ihrem Frontmann hatten, ihn nirgends erreichen können und sich ernsthafte Sorgen machen. "Wir versuchen alles, diese Tour stattfinden zu lassen und unseren vermissten Sänger zu lokalisieren", lassen uns die drei online wissen.
Ein, zwei Wochen vermisst zu werden könnte im Falle Nergal erheblich zu sogenannten Credibility beitragen. Der Behemoth-Fronter wird in seinem polnischen Heimatland immer mehr zu so etwas wie einem Superstar. Kein Wunder, dass er im Forbes-Magazin auf Platz 63 der einflussreichsten polnischen Stars gelandet ist. An sich eine feine Sache und auch nicht weiter verdammenswert (nicht mal als Extrem-Metaller), aber wenn man andererseits auch das Cover der polnischen Bravo zusammen mit Justin Bieber und Lady Gaga ziert, geht die Glaubwürdigkeit mit der Zeit doch etwas den Bach runter.
Dennoch sind auch andere Unternehmen auf den Trichter gekommen, dass sich mit dem Typen, der ständig wegen juristischer Auseinandersetzungen mit der Kirche, als Juror bei The Voice Of Poland oder eben als Postermodel der Bravo in den Schlagzeilen ist, ganz gut Geld verdienen lässt. Entsprechend kamen die Hersteller des Energy Drinks Demon auf die Idee, dass der gute Adam Darski in voller Bühnenmontur ein geeigneter Werbepartner für die Gummibärenbrause wäre. In der entsprechenden Kampagne, gegen die in Polen bereits wieder kräftig gewettert wird, soll Nergal die clevere Bezeichnung Holocausto bekommen und mit dem Spruch "No Limits - No Laws" werben. Immerhin hat der Behemoth-Fronter bereits angekündigt, einen Teil seiner Gage dem DKMS, dem weltgrößte Zentrum für Knochenmarkspenden, zur Verfügung zu stellen.
Auch Anthrax sorgten mit ihrem 'Sänger wechsel dich'-Spielchen lange Zeit nicht unbedingt für große Glaubwürdigkeit. Doch nun steht Drummer Charlie Benante mit unschönen Schlagzeilen anderer Art in den Zeitungen. Beim Familientreffen der anscheinend getrennt lebenden Eheleuten Charlie und Sandra Lynn Voss-Benante kam es nach einem verbalen Schlagabtausch auch zu einer weniger verbalen Fortsetzung, in deren Verlauf das Handy von Mrs. Benante mehrere Male Kontakt mit dem Hinterkopf von Mr. Benante aufnahm. Der Drummer musste mit mehreren Stichen genäht werden, dem Handy geht es gut. Dennoch wurden beide Benantes erst mal wegen häuslicher Gewalt vor Kindern eingebuchtet, weil der ganze Spaß vor den Augen der gemeinsamen, sechsjährigen Tochter Mia stattfand. Muss man nun wirklich nicht machen ...
Ebenfalls irgendwie für n Arsch isses, wenn man vor nem Typen im roten Jogginganzug mit Krone auf dem Hirn den Kniefall macht und dafür das Ohr abgesäbelt bekommt. Genau das durfte neulich Ex-Gunner Duff McKagan über sich ergehen lassen, denn er führte dieses Jahr als Grand Marshal die Alaska Airlines Seafair Torchlight Parade in Downtown Seattle an. Ok, der Mann ist dort aufgewachsen und n echter Promi, aber muss man deswegen wirklich alles mitmachen?
Die Frage dürfte sich auch Al Jourgensen mittlerweile stellen. Eigentlich waren Ministry ja schon eingetütet und auf dem Dachboden in die hinterste Ecke geschoben, als Gitarrist Mike Scaccia ihn mit den aktuellen Songs von "Relapse" davon überzeugen konnte, noch mal ein Album zu veröffentlichen und ein paar Runden zu drehen. Letzten Samstag mussten sie nun aber ihre Show in Paris vorzeitig abbrechen, weil Al nach 50 Minuten auf der Bühne erst einmal ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Laut RadioMetal.com sah Al von Anfang an eher vollgedröhnt aus und konnte sich den Set über kaum bewegen, bevor er von der Bühne wankte. In einem offiziellen Statement heißt es nun, dass die Ärzte bei dem Fronter einen kompletten Systemkollaps diagnostizierten, der auf völlige Dehydrierung und Überhitzung zurück zu führen, und der fehlenden Lüftung im Club geschuldet sei. Bei einer Blutuntersuchung habe man weder überhöhten Alkoholgehalt noch irgendwelche Narkotika gefunden. Wie dem auch sein, vielleicht sollte sich der gute Al auf seiner Ranch in Texas doch eher auf das Produzieren von Musik konzentrieren.
Darauf konzentrieren sich auch die Damen und Herren von ZDF Kultur diese Woche ganz besonders und treiben sich ab heute in Wacken rum. Was dabei rauskommt, kann man ab Samstag, den 4. August, ab 20:00 auf ZDF Kultur begutachten. Interviews und Live-Berichte sind beispielsweise von Bands wie Amon Amarth, Scorpions, Sepultura, Hammerfall, D.A.D., Dimmu Borgir & Orchestra, Testament, In Extremo, besagten Ministry oder auch Volbeat geplant.
A propos Volbeat: die wollen nach Wacken mit Hochdruck an einem neuen Album arbeiten und vermutlich auch wieder einen zweiten Gitarristen suchen. Dabei hätte Michael Poulsen auch gute Chancen bei Iced Earth als Jon Schaffer-Double einzusteigen, wie folgendes Video beweist:
Am Rande noch kurz die Erwähnung, dass Rock am Ring zumindesten für die nächsten zwei Jahre trotz Insolvenz des Nürburgrings am besagten Ort verbleibt und nicht nach Mainz Finthen wechselt. Für mich als alten Mainzer zwar ein wenig enttäuschend, aber nicht wirklich überraschend. Bleibt im Endeffekt also alles beim Alten und alles war nur viel heiße Luft um nichts.
Tja, die Titten bleibe ich dieses Mal zwar schuldig, aber vielleicht hilft euch dieses Bild meiner beiden zukünftigen Ex-Frauen vom Amphi Festival ja n bisschen weiter.

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
mensch eddy, das ist ja nicht schön mit unseren jokies....wobei ich ja in dem schreiben jedes wort über cult und astbury teile (egal, von wem das stammt).....als letzterer einen auf zombie-jim machte (mit den restlichen 'doors of the 21st century'), ist bei mir auch der letzte erworbene southern death cult respekt den bach runtergeganen
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