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Ted Nugent bekommt Besuch vom Secret Service, Wylde und Snider sprechen über unbefleckte Empfängnis und Rusty Coones frisst vermutlich Eisbären zum Frühstück.
Outer Space (edy) - Interdisziplinäre Beleidigungen innerhalb der Redaktion haben eine lange Tradition. Dabei kam neulich meinerseits der Vorwurf auf, (Ex-)Kollege Möller können noch nicht mal beim Furzen die Tonlage halten. Aber wer kann das schon? Der durchgehend konstante Druckablass durch den Hosenfilter dürfte manch Proktologen auf eine harte Probe stellen. Der Selbstversuch sei durchaus gestattet, vom Einsenden ekliger Beweisvideos ...
Wenn es darum geht, sinnfreie Blähungen abzulassen, ist auch Ted Nugent immer ganz weit vorne mit dabei. Wie es der Mann mit seinen Darmwinden hält, ist mir nicht bekannt. Durch die Mundöffnung lässt er aber mindestens ebenso viel heiße Luft ab wie mancher Hirsch im Wald durch die entgegengesetzte Öffnung. Bereits 2007 beleidigte und bedrohte Nugent Barack Obama und seine Frau während eines seiner Konzerte auf der Bühne (siehe Video) und hat seitdem offensichtlich mit weiterem drastischen Verlust an Gehirnzellen zu kämpfen.
Wie ebenfalls im Video zu sehen, nutzt der Motor City Madman auch eine Versammlung der NRA zu Gunsten des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, um großflächig mit Schwachsinn um sich zu werfen. Am beeindruckendsten sind eigentlich die ganzen Kopfnicker, die das senile Gefasel von Nugent auch noch gutheißen. Allerdings hatte der Spaß auch ein Nachspiel. In einem Beispiel zog er einen Vergleich zwischen Obama und einem Coyoten. "Wenn du einen Coyoten in dein Haus lässt und er auf dein Sofa pisst, ist das nicht der Fehler des Coyoten, sondern deiner, weil du ihn nicht erschossen hast", sinniert Nugent mit arg aufgedunsenem Gesicht.
Extrem clever, so was vor einem Rudel Waffenverrückter zu erzählen und diese indirekt dazu aufzufordern, den Präsidenten zu erschießen oder den Demokraten die Köpfe abszusäbeln. Kein Wunder also, dass es sich der Secret Service nicht nehmen ließ, bei The Nuge mal vorstellig zu werden. Da es sich dabei um waffentragende Beamte handelte, machte Nugent den Kniefall: "Ich habe mich mit zwei netten, professionellen Secret Service Agenten getroffen. Ein gutes, anständiges, professionelles Treffen, das zu dem Schluss kam, dass ich niemals irgendjemanden mit körperlicher Gewalt bedroht habe. Gott beschütze die Federal Agents, wo immer sie jetzt sind." Zumindest der Mann aus den Bergen namens Grizzly Joe ist überzeugt.
Neben mentalen Einzellern wie Nugent ist es immer wieder angenehm zu sehen, dass es auch Musiker gibt, die mit offenen Augen, einem guten Schuss Humor und vor allem einem voll funktionierendem Gehirn unterwegs sind. Bestes Beispiel hierfür ist Henry Rollins, der sich zwar nicht unbedingt zu politischen Themen äußert, bei dem sich aber jede Gelegenheit lohnt, um mal wieder zu hören, was der Kerl gerade macht.
Wenn wir gerade bei unterhaltsamen Interviews sind, sollte man auch den Plausch zwischen Black Label Society-Bigfoot Zakk Wylde und Twisted Sister-Fronter Dee Snider auf den Revolver Golden Gods Awards 2012 erwähnen. Die beiden scheinen sich bestens zu verstehen, und da Dee Snider schon immer einer der besten Entertainer dieses und des letzten Jahrtausends war, hört man auch gerne zu, wenn sich die beiden über unbefleckte Empfängnis oder Heroinabhängige unterhalten, die nicht mal nen Bleistift halten können, aber behaupten, Notizen für ihre Biographie gesammelt zu haben.
Snider hätte vermutlich auch noch irgendeine Anekdote zum Thema Insektenvernichtungsmittel auf Lager und könnte damit den Abend füllen und falls nicht, dann hilft Rob Zombie gern aus.
Dass der gute Rob auch gern mal als Regisseur arbeitet, sollte ja schon lange bekannt sein. Allerdings dreht der Mann nicht nur Horrorstreifen oder mal ne CSI-Folge ab, sondern seit neuestem auch Werbespots. Sein Einstieg in die bunte Welt der Werbung ging – glaubt es oder nicht – mit einem Spot für das Waschmittel Woolite über die Bühne. Nicht weniger absurd, düster, scary und bizarr ist der nächste Versuch namens "Death Note" ausgefallen. Dieses Mal darf Schauspieler Clint Howard ("Halloween", "The Lords Of Salem") mitwirken und gegen Ameisen mobil machen. "Die Agentur wollte unbedingt einen Typen wie Clint Howard. Also sagte ich: 'Wie wäre es, wenn ich einfach den echten Clint Howard anrufen und frage, ob er Interesse hat?' Hatte er, der Rest ist ant-killing history."
Und hier der Vorgänger für ... Waschmittel ...
So richtig in die Hose ging ja das Metal Open Air, das als das größte Heavy Metal Festival Brasiliens angekündigt war. Weder organisatorisch, noch – wohl folgebedingt – technisch lief auch nur irgendetwas glatt. So gab es letztendlich mehr als 30 Absagen von Bands, die nach wie vor auf ihre Bezahlung warten, deren Visa statt nach England, nach Afrika geschickt wurden, oder die schlicht und ergreifend nicht spielen konnten, weil das komplette technische Personal seine Sachen gepackt hatte, weil es ebenfalls nicht bezahlt wurde. Wer nun die Kosten für die ganzen angereisten Bands trägt, die nicht spielen konnten, ist bislang auch noch nicht raus.

Ebenfalls ungeklärt ist bislang die Frage, ob und wo die neue Helltrain-Scheibe "Death Is Coming" veröffentlicht werden soll. Die einzig wahre Punk Ass Rot'n'Roll Band aus Schweden wird ihr Album ab dem 15. Mai auf iTunes, Spotify und diversen anderen digitalen Download-Plattformen anbieten. Allerdings kann man sich das Ding auch als Free Download auf der offiziellen Homepage besorgen. Wer aber nur einen Funken Respekt vor der Arbeit der Musiker hat, lässt die paar Kröten springen und gönnt sich hier den Vorgeschmack auf "Mr. Crooger".
Zum Abschluss gibt es dieses Mal nicht unbedingt ein Foto einer Band, welches man niemals hätte schießen sollen, sondern eher das Foto einer Band, von der man niemals eine auf die Schnauze bekommen sollte. Bei Attika 7 tummeln sich illustre Gestalten wie Ministry und Prong-Basser Tony Campos, der ehemalige Biohazard-Basser Evan Seinfeld am Mikro und der bekannte Motorrad-Bauer Rusty Coones an der Klampfe. Jener ist der zweite von links, Mitglied der Hells Angels und frisst vermutlich Eisbären zum Frühstück.

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Also ich bin mir sicher, dass ein Ted Nunget zu Amerika und seinen Themen deutlich mehr beizutragen hat als ein Klaubautermann aus dem Schwabenland. So oft, wie Ted Nunget hier Erwähnung findet, denke ich, dass das Interesse dahingehend ist, wessen Dünnschiss farblich anders ist oder "schlechter" riecht.
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