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Kiss klotzen und kruisen, während Exodus sich für die Erfinder des Moshipts halten.
Outer Space (edy) - Gestern jährte sich zum 25. Mal der Todestag von Cliff Burton. Nicht nur Bassisten haben offen Trauer getragen, sondern eigentlich alle Metallica-Fans, da mit diesem außergewöhnlichen Musiker und Menschen ein akustischer Terroranschlag wie "St. Anger" wohl nie passiert wäre. Sein Spiel und seine Ideen sind bis heute überragend und auch ich greife gerne auf ein paar seiner Kreationen zurück, wenn ich mir mal wieder so richtig die Zähne ausbeißen möchte. Cliff Burton starb am 27. September 1986 im Alter von 24 Jahren bei einem Busunfall nahe Ljungby in Schweden.
Wer seine Zähne lieber auf traditionelle Weise verliert, ist im Moshpit gut aufgehoben. Der wurde, laut Exodus-Flitzefinger Gary Holt, in der Gegend salonfähig gemacht, aus der auch Cliff Burton stammte: der Bay Area. Im demnächst erscheinenden Schmöker "Murder In The Front Row: Shots From The Bay Area Thrash Metal Epicenter" von Harald Oimoen und Brian Lew gibt der Gitarrist folgendes zu Protokoll: "Das Ruthie's Inn ist seit unseren ersten Gigs mit Slayer über die ganzen anderen Shows mit Death Angel, Possessed, Vio-Lence und vielen anderen der einzige wahre Geburtsort des Moshpits. Bevor es dort losging, habe ich keinen Stage Dive, Pit oder irgendetwas Ähnliches gesehen", fährt Gary fort. "Das ging dort von Wes Robinson und dem Exodus Slay Team aus, und jeder, der etwas anderes erzählt, hat entweder keine Ahnung wovon er spricht, oder er lügt. Während der Rest der Metal-Welt später die Vorzüge von ein wenig 'good friendly violent fun' erfahren sollte, hat all das seinen Ursprung im Ruthie's, end of story!"
Mit Moshpits und Stage Divern dürfte man sich im Hause KISS wohl nicht so auskennen. Dafür aber mit der ein oder anderen 'over the top'-Aktion. Während man beim 70.000 Tons Of Metal-Cruiser noch kräftig dabei ist, die nächsten Bands zu verpflichten, sind Gene Simmons und Co. mehr oder weniger bereit, in See zu stechen. In wenigen Wochen startet die 'Kiss Kruise', die von Miami bis auf die Bahamas schippert und von dort wieder zurück. Dabei soll es auf dem Kahn namens Carnival Destiny so intim wie möglich zugehen: "Wir mochten es noch nie, dass wir als Band von den Fans so abgetrennt auf der Bühne stehen", behauptet die Schlabberzunge. "Wann immer wir eine Show machen, versuchen wir die Action immer right in your face zu bringen. Eine Kreuzfahrt wird die Fans ganz nah zu uns bringen. Wir werden versuchen, alles bis in dich hinein zu bringen,"verspricht der Sänger und Bassist. "Wir möchten, dass du alles riechen, spüren und sehen kannst." Man sitzt sozusagen in Genes Achselhöhle und darf von dort aus seinen Rücken runter lutschen? Dann doch lieber bei ihr ...

Welche Hausfrau träumt nicht davon? Zumal das einzige verbliebene Urmitglied neben Paul Stanley letztes Jahr zwar seine langjährige Gefährtin Shannon Tweed geheiratet hat, es in Sachen Monogamie aber nach wie vor wohl nicht so genau nimmt. Auf die Frage, ob sie denn auch direkten Kontakt mit den Fans aufnehmen würden, erwiderte Simmons: "Wir haben ein Deck für uns allein, wo wir mit Sicherheit auch ein paar Fans hinbringen werden." Die Chance, dort auch nur ein einziges Y-Chromosom anzutreffen, das NICHT zur KISS-Crew gehört, dürfte dennoch mehr als gering sein. In die Menge auf den unteren Decks werde man sich vermutlich weniger trauen. "Es könnte ein wenig problematisch werden, auf den tieferen Ebenen rumzuhängen, da dort 3.000 Menschen sind, die dich vermutlich in Fetzen reißen", lässt der KISS-Basser verlauten. Dennoch stehen die Zeichen natürlich auf Rock'n'Roll: "Wir wollen einfach eine große Party auf der Kreuzfahrt machen, genaue Pläne, was dort dann abgeht, gibt es aber nicht." Na klar, und Pamela Anderson hat auch keine Namen für ihre Titten ...
Ebenfalls over the top – allerdings auf eine gewohnt witzige Art und Weise – ist mal wieder Devin Townsend, der zum Track "Juular" von seinem Album "Deconstruction" ein, naja sagen wir mal feinsinniges Video gedreht hat. Wer sich fragt, wieso der alte Sack die überschüssige Luft nur durch die Backen im Gesicht ablässt und für sein Alter noch sportlich beweglich ist, der sollte vielleicht mal genauer hinschauen. Ein kleiner Schizo war unser HeavyDevy ja schon immer …
Auch nicht von der gebrechlichen Sorte ist Rush-Drummer Neil Peart. Von ihm ist das untenstehende Video nicht das erste im Metalsplitter und es wird auch nicht das Letzte bleiben. Neil erzählt in diesem kurzen Clip ein paar Takte zu "Limelight" vom Album "Moving Pictures" und spielt auch Teile der Nummer. Ich kann jedem Drummer die dazugehörige DVD "Taking Center Stage: A Lifetime Of Live Performance" empfehlen.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für diejenigen, deren Aufmerksamkeitsspanne mit dem Lesen dieser Kolumne erreicht oder womöglich bereits überschritten wurde. "Seven Deadly Sins", das Buch von Slipknot- und Stone Sour-Fronter Corey Taylor, ist seit geraumer Zeit auch als Hörbuch zu haben. Wer sich einen kleinen Eindruck verschaffen möchte, was der Sänger – der den Schmöker auch selbst vorliest – zum Thema Sieben Todsünden zu sagen hat, kann dies im untenstehenden Clip tun. Kürzlich erst hat Corey verraten, an wen er den Job als Leser gerne abgetreten hätte: Morgan Freeman, Christopher Walken oder Betty White. Letztere ist eine der Omas aus "Golden Girls" …
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Der Devin Townsend-Track klingt wie Danny Elfman auf Ecstasy...
gary holt hatte vorher noch nie stage diver gesehen? bay area habe das erfunden?
wer sagt ihm, dass es iggy + the stooges waren, die das schon 1969 zelebrierten?
......und simmons sieht in der bilderserie auch immer mehr aus wie ein gaddafi double.....lutschende grüße, eddy 
Während meines Schwedenurlaubs war ich übrigens in Ljungy am Cliff in our Minds Denkmal, das komplett von Fans finanziert wird. Verständlich, dass arme Musiker wie Metallica da nichts spenden wollen oder können. Zum Thema wie sich Metallica MIT Burton entwickelt hätte: Cliff war schon immer musikalisch höchst interessiert und ließ sich nie beschränken. St. Anger ist Rotz, aber Load und Reload hätte ihm wahrscheinlich sogar Spaß bereitet.
David Hassellhoff denkt auch, er wäre für den Fall der Mauer verantwortlich gewesen. Nur weil Holt es wo anders nicht gesehen hat, heißt das jetzt nicht, dass es dort erfunden wurde. So ein Moshpit ist ja eine gewisse Art von z.B. Randori im Budo-Sport. Nimmt man jetzt noch Musik hinzu, andere Location und geht davon, dass Laien etwas chaoticher "angreifen", hat man seinen Bezug. Bin mir sicher, dass es den Pogo bereits in einer Art bei den Urvölkern im Bush gab (zwar nicht so exzessiv) - nur ohne Double-Bass.
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