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Cro-Mags-Bassist Harley Flanagan macht einen auf Mike Tyson, und dank Behemoth-Fronter Nergal liegt nun auch Polen auf der Achse des Blöden.
Outer Space (edy) - So, am Wochenende gab es Post aus Kanada. Nicht, dass ich da jemanden kennen würde, aber offensichtlich kennt man mich. Ich war zwar schon mal für ein paar Tage da, wusste aber nicht, dass ich so bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Wie dem auch sei, in Kanada gibt es durchaus ein paar sehr leckere, technisch versierte Bands. Also ausgepackt und festgestellt, dass mir die kanadische Label-Coop Metalodic/Deathbound-Records eine kolumbianische Melodic Metal Band schmackhaft machen will. Kolumbien, Kanada, Deutschland. Die neue Achse des Blöden?
Falls ja, sollte man Polen noch mit aufnehmen. Zumindest, seit Behemoth-Fronter Nergal so einen Schwachsinn wie hier vom Stapel lässt. In einem schwedischen Interview wurde das halbe Hemd gefragt, wie ihn der Kampf mit Leukämie verändert habe. "Es machte mich sicherlich zu einem besseren Menschen. Mental, spirituell, eigentlich in allem. Ich fühle mich auch stärker denn je", lässt uns der Spargeltarzan wissen. "Es mag ein kontrovers klingen, aber ich würde sagen, jeder sollte mal Krebs bekommen, um davon zu lernen, weißt du was ich meine?" Ja Nergal, wir wissen, was du meinst und trotzdem ist die Aussage sackdämlich, weil es auch Menschen gibt, die sich OHNE tödliche Krankheit zu selbstbewussten, selbstständigen Menschen entwickeln.
Nach wie vor auf der Achse des Blöden liegen natürlich die USA. Und ein ebenfalls fast schon legendär blöder Hund ist Harley Flanagan, seines Zeichens ehemaliger Tieftöner und Gründer der Cro-Mags. Dessen Ex-Band war Teil des CBGB Festivals, das letzte Woche in der Webster Hall in New York City stattfand. Allerdings musste es Freitag Abend abgesagt werden, weil Wichtelhirn Flanagan mit einem Messer auf zwei Anwesende (darunter ein Bandmitglied) los ging und einen davon sogar in die Wange biss. Scheint ein großer Befürworter von Mike Tysons Kampfkünsten zu sein, der Gute.
Die herbeigerufene Polizei zwang die Veranstalter, den Laden dicht zu machen und somit das Konzert der Cro-Mags und von Sick Of It All abzubrechen. Den Gedanken hatte wohl auch einer der Security und brach in der ganzen Randale kurzerhand Harleys Huf, sodass die Nassbirne auf seinem Weg in den Knast noch einen Abstecher im Bellevue Hospital machte. Momentan sitzt er mal wieder hinter schwedischen Gardinen und muss irgendwie 25.000 Dollar Kaution auftreiben, um wieder auf freien Fuß zu gelangen. Freunde und Fans des Vollzeit-Cholerikers haben ein Spendenkonto für Kaution und anstehende Anwaltskosten eröffnet. Wer für den Trottel tatsächlich Kohle locker machen will, sucht sich die Daten gefälligst selber raus!

Auch nicht gerade Muttis Hellster scheint der ehemalige Dokken und momentane Ted Nugent-Drummer Mick Brown zu sein. Während bei The Nuge schon seit längerem finsterste Nacht im Hirnstüberl herrscht, hat sich der Drummer wohl auch große Teile der Hirnzellen weggesoffen, dabei aber zumindest den Humor bewahrt. Nach der Show krallte sich der alkoholisierte Drummer einen Golfcart, der Backstage zum Einsatz kam und kurvte damit auf der Straße rum. Nachdem er sich noch zwei Chicks mit an Bord geholt hatte, plättete er zwei Verkehrs-Hütchen und wurde schließlich vor dem Sea Dog Restaurant von Polizei und Security ausgebremst. Eins der Hütchen klemmte immer noch unter dem Cart. Kaution für solche Späße: 4.000 Dollar.

Ganz andere Späße denken sich immer wieder Eltern aus. Bevorzugt solche, die eine gewisse Prominenz besitzen und der Meinung sind, dass sie ihren Kindern schon von Geburt an das Leben schwer machen könnten. Wie zum Beispiel mit der Namensgebung. Zakk Wylde und seine Frau Barbaranne haben mittlerweile den vierten Ableger produziert und diesem den klangvollen Namen Sabbath Page Wielandt Wylde verpasst. Glücklicherweise heißt keiner von Sabbaths Vorgänger Black oder Bloody, sondern sind mit den Namen Hayley Rae, Hendrix, und Jesse davon gekommen. Während Hendrix als Patenonkel die Baseball-Legende Mike Piazza angeben darf, muss sich Jesse fragen lassen, warum zum Diätplan seines Patenonkels auch Fledermausköpfe gehören. Welcome to this world, Sabbath.

Nicht schlau, aber durch und durch amerikanisch muss man wohl sein, um das Trara um den Independence Day zu verstehen. Auf dem Orion Music + More Festival in Atlantic City wurden eine ganze Reihe der Musiker gefragt, was 'The Most Metal Way To Celebrate Independence Day' wäre. Die Antworten sind absolut typisch und für die meisten Europäer wohl nur schwer nachzuvollziehen. Allein der Kyng-Fuzzi spricht mir aus der Seele. Dieses Jahr wurde übrigens zum 236. Mal die Unabhängigkeit Amerikas von den Engländern gefeiert.
So weit sind sie bei Metallica noch nicht, aber die feiern am 25. Juli das 30-jährige Jubiläum ihres Debüts "Kill 'Em All". Ursprünglich über das Kleinstlabel Megaforce Records in nur zwei Wochen aufgenommen, wurde die Scheibe später von Elektra Records übernommen und hat seitdem dreifach Platin eingefahren. Genügend Gründe also, diese Tatsache zu feiern, und wenn man das auch noch mit dem Textil-Hersteller Vans machen kann – warum nicht? Deswegen gibt es jetzt zwei Sondermodelle, die vom Design her an das legendäre Erstlingswerk der Metallicaner angelehnt sind. Vermutlich ne sauteure Angelegenheit, aber die Schlappen von Vans liegen meistens doch ziemlich gut am Huf – und die Skaterlatschen sehen auch ganz cool aus.


Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
goth....metallischer torfnasenalarm galore....wie hältst du das in geballter form nur immer aus...aber schön hingerichtet 
Ich denke, man geht hier etwas hart mit Nergal ins Gericht. Klar, die Aussage ist nicht gerade clever, aber es geht ihm ja nur darum, dass so eine Grenzerfahrung das Bewusstsein für gewisse Dinge (Wert d. Lebens etc.) verändern kann.
Herzlichen Glückwunsch den USA zu 236 Jahren in denen sie die Briten von ihrem Land fernhalten konnten - ein großer Triumph für God's own Country. Wie war das eigentlich mit Guantanamo, Patriots Act, Kriegsverbrechen Vietnam etc.
Das wäre doch eigentlich ein Stachel im Fleische des US-Amerikanischen Exzeptionalismus? Naja, wird dann eben mit Denkmälern in Washington DC. abgehandelt.
Im Übrigen hast Du (eddy) - denke ich - teils Unrecht, wenn Du sagst, Europäer würden das (den US-Amerikanischen Patriotismus) nicht begreifen. Wirklich postnational ist doch leider nur Deutschland. Frankreich wirkt auf mich auch recht "selbst-verliebt"; Hollande ist beim Wahlsieg durch ein Fahnenmeer gewatet, und der 14. Juli wird anläßlich des Sturms auf die Bastille ja auch exzessiv gefeiert.
@CafPow: Randy Marsh weiß, wie's geht. http://www.youtube.com/watch?v=583-R_7V1iU
Habt ihr euch überhaupt das ganze Interview angehört/durchgelesen oder euch damit zufrieden gegeben, die halbwegs aus dem Kontext gerissene Schlagzeile als alles wiedergebende Zusammenfassung anzusehen? Er sagt selbst danach, dass er keinem wünscht, so krank zu werden und dass es eher metaphorisch gemeint ist, und die Art, wie er das sagt, spricht glaub ich dafür, dass er selbst gemerkt hat, dass das recht unglücklich formuliert war.
Nun gut, er hatte Krebs und darf denken, was er will. Bin ja gott sei dank nicht betroffen, aber auch kenne in meinem Umfeld natürlich Schicksale. Und jeder kam aus dieser Krankheit und Therapie als etwas "gebrochener" Mensch zurück - niemand vollführt Jubelsprünge wie Nergal, weil er den Krebs "vorerst" bekämpft hat.
Also geht euch sozusagen auf den Senkel, dass er jetzt nach seiner Erfahrung auf "Lebensberater" macht und es dann nichtma hinbekommt, sich richtig zu artikulieren quasi?^^
Ich persönlich fand die Aussage an sich ja wie bereits erwähnt auch nich feiernswert, nur fand ichs nich mehr sooo dämlich, nachdem er danach mehr oder minder noch die Kurve gekriegt hat. Ich weiß, der erste Kommentar klingt anders, aber da is der Fanboy mit mir durchgegangen.
joaaaa... wenn man es schafft, sich so tumb zu stellen, dass man Nergal's Aussage nicht versteht, sogar dann, wenn sie gemäß dem journalistischen Lieblingstrick aus Oma's Klamottenkiste, nämlich dem Herausreissen aus dem Gesprächszusammenhang, entstellt ist... meinen Glückwunsch. Sommerloch, Beleidigungswut (schon unfassbar respektlos und geradezu widerwärtig, wie der gerade noch Totkranke hier ob seiner körperlichen Erscheinung gedisst wird) oder persönliche Rechnung offen (mal kein Interview bekommen?)... egal... in jedem Fall unfreiwillig peinlich für den Verfasser.
...und ich bin ehrlich gesagt fassungslos, dass hier auch noch lustig behauptet werden darf, es gäbe keine Menschen, die nicht "gestärkt" aus einer Krebserfahrung hervorgingen? Hä? Wer noch nicht begriffen hat, dass besonders die schweren, lebensbedrohlichen Krankheiten die sind, die den Menschen in seiner Wahrnehmung und Lebenseinstellung MASSIV verändern, und zwar nicht zum Üblen hin sondern in Richtung von Erkenntnis und Wertschätzung (sonst könnte man sich nach überstandener Krankheit ja gleich zum Sondermüll zählen), hat entweder überhaupt keine Lebenserfahrung oder die falsche. Haben die euch in Hirn und Herz gesch..n? Was sind das eigtl. für Vögel hier, die einerseits einen auf Gutmensch machen (sowa kannst du aber nicht sagen) und andererseits Nergal gleich süffig die zweite Pest an den Hals wünschen? Selbstgerechte Meinungsdiktatoren und das Gegenteil von tolernten, erfahrenen und empathischen Menschen. Ich ersticke im Ekel....
PS. ... ich weiss übrigens BESONDERS GENAU, wovon Nergal spricht...
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