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"1000 Meilen, 1000 Worte" bringt zusammen, was zusammen gehört, Glenn Danzig rastet aus und Lemmy trinkt jetzt 'Bastards Lager'.
Outer Space (edy) - So Kinners, die Metalfests sind vorbei und dürfen mit insgesamt 125.000 Besuchern wohl als voller Erfolg verbucht werden. Dass es an manchen Stellen in Sachen Organisation nicht so geklappt hat, liegt in der Natur der Sache und lässt sich in der Review zum Festival auf der Loreley nachlesen. Dass sich aber manch Egomane unter den Musikern mal wieder wie die Axt im Wald benehmen musste ...
Und tadaaa – einmal mehr ist es Megadave Mustaine, der mit Megadeth für Stunk und miese Stimmung gesorgt hat. Bereits in Dessau kam es zu Problemen zwischen W.A.S.P. – die als Co-Headliner vor Megadeth spielten – und Herrn Mustaine. Anscheinend ist es mit der christlichen Nächstenliebe bei dem Mann doch nicht so weit her, denn er ließ W.A.S.P. noch vor dem Ende ihrer Show den Saft abdrehen. Am Tag darauf kam es in Kroatien erneut zu Streitereien, weswegen W.A.S.P. erst gar nicht auf die Bühne konnten/wollten. Das Ende vom Lied war, dass Megadeth bei ihrem Gig aus dem Publikum mit Steinen, Bechern, Dosen und was halt grad da war beworfen wurden.
Ein anderer Herr, der ebenfalls mal wieder nen Stein, nen Amboss oder vielleicht nen Zwölftonner an die weiche Rübe gebrauchen könnte, ist Schinkengott Glenn Danzig. Während Danzigs Show auf dem Bonnaroo Music And Arts Festival galt für Fotografen wieder mal totales Foto- und Video-Verbot. Michael W. Bunch von NashvilleScene.com hatte sich daran anscheinend nicht gehalten und wurde daraufhin vom singenden Muskelzwerg beinahe aufgefressen. Bunch knippste lediglich ein paar Leute in der Menge, als Danzig auf einmal wie ne angestochene Sau mitten im Song an den Bühnenrand wetzte, in der Gegend rum brüllte und fuchtelte und schließlich sogar hinter dem armen Typen her wollte.
Dafür, dass Filmverbot herrschte, gibt es erstaunlich viele Mitschnitte von dem Vorfall im Netz. Bunch hatte bei dem Vorfall die Hosen gestrichen voll und gab später zu Protokoll: "Ich dachte wirklich, Danzig tritt mir in den Arsch!" Hätte durchaus passieren können, aber auch da muss man sich in der Regel nicht so den Kopf drum machen. Zumindest nicht, wenn man gerade die Faust des North Side Kings-Sängers in der näheren Umgebung hat. Immer wieder schön, das Ding.
Dabei gibt es auf der Bühne auch Leute, die einfach nur ihren Spaß haben und den auch ganz offen für die Fans ersichtlich machen. Corey Taylor darf das bei Slipknot nicht so zeigen, ist dafür aber bei seinen Solo-Shows und Auftritten mit Stone Sour für jeden Scheiß zu haben. Das durften auch die Besucher des Download Festivals im Donington Park erleben, die sich die Show von Steel Panther ansahen. Corey kam zu dem Song "Death To All But Metal" auf die Bühne, und schon allein die Gummistiefel von dem Kerl rocken mindestens so sehr wie die Spandex-Hosen vom Rest der Nasen. Kein unbedingt legendäres, aber zumindest ein cooles Aufeinandertreffen von Musikern.
Auf den ersten Blick ein extrem seltsames, aber von der Thematik her nicht weniger cooles Aufeinandertreffen von noch wesentlich unterschiedlicheren Musikern, findet beim Projekt Wilde Flamme statt. Initiiert von den Rockern von FreiWild fanden der ehemalige Onkelz-Gitarrist Gonzo, Eisbrecher-Sängerer Alexx, Hämaton-Fronter Nord und Fiddler's Green-Sänger und Gitarrist Pat zusammen. Das passt stilistisch noch recht gut, doch dazu gesellten sich auch Delroy Rennalls von Mr. President, Christian Dejaco von 4Twenty und Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen! Die Single "1000 Meilen, 1000 Worte" wurde am 8. Juni veröffentlicht, der Erlös geht in voller Höhe an das Südtiroler Kinderdorf in Brixen gespendet. Also durchaus ne sinnvolle Sache.
Sinnvoll kann es auch sein, wenn eine Entscheidung trifft und diese dann einfach durchzieht. So zum Beispiel, wenn man sich entschließt, mit etwas aufzuhören. Dem Saufen, vielleicht. Im Interview mit Guitar International wurde Zakk Wylde gefragt, ob es schwer war, mit dem Trinken aufzuhören. "Wenn du mit dem Rauchen aufhören willst, hör verdammt nochmal damit auf. Wenn du mit dem Trinken aufhören willst, hör verdammt nochmal damit auf. It's that fucking easy! Man wächst auf und auch aus etwas raus. Ich schmeiß ja auch nicht mehr mit Steinen nach Autos." Eine gewisse Willensstärke gehört wohl dazu, aber wo der Mann recht hat, hat er nun mal recht.

Unterstützung von Motörhead wird er sich dafür aber wohl kaum holen können. Denn nachdem es mit Lemmys Segen bereits den entsprechenden Wein und Wodka zu kaufen gab, folgt nun auch noch das dazugehörige Bier mit dem passenden Namen: Bastards Lager. Warum sich Motörhead aber ausgerechnet für die schwedische Brauerei Krönleins entschieden haben, dürfte ein Rätsel bleiben. Immerhin ist Schweden nicht gerade für seinen leckeren Hopfensaft bekannt, und sauteuer dürfte der Scheiß ebenfalls sein. Da gibt es doch bestimmt ein Land, dass sich mit Bier deutlich besser auskennt (wo ist mein Zaunpfahl, verdammt!). Mehr Infos dazu gibt's hier

Vom Roten wurden bislang schon 250.000 Flaschen abgesetzt. Im musikalischen Kontext wäre das sechs Mal Platin.

Der Wodka ging bislang noch nicht so oft über die Theke, aber mal im Ernst: wäre die logischste Suffbuddel für Motörhead nicht eh irgendein Bourbon?

Und zum Abschluss mal einen ECHTEN Gegner für Batman, da Bane ja nicht ausreicht ...

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Mag sein, aber ich hasse nun mal Typen, die immer jammern, wie schwer es ist mit irgendwas aufzuhören. Verdammte Axt, trefft ne Entscheidung und zieht den Scheiß einfach druch. Da bin ich für jeden Kerl wie Zakky-Boy einfach dankbar.

So eine Überraschung, Danzig ist immer noch ein Arschloch. Aber den schreibt man immer noch mit 2 "n", eddy. Also, im Vornamen, natürlich.
Tja, Muskeln sind eben nicht alles. Der Dicke hat einfach von grundauuf seine Masse hinterm Schlag.^^ Außerdem würde ich Danzig mal empfehlen mal ein paar Boxstunden zu besuchen, wenn man so ein so aufgepumpter Giftzwerg ist, dann würde man sich auch nischt so dämlich in den Schlag drehen. Ein gutes Beispiel effektiver SV (Selbstverteidigung).^^
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