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"Rock Of Ages" floppt, Ritchie Blackmore quält seine Kinder, Sam Dunn und Scot McFadyen erklären den Metal. Aber eins ist klar: Titten gehen immer!
Outer Space (edy) - So ganz versteh ich zwar immer noch nicht, warum Kollege Schuh ne knallrote Olle mit nackten Hupen in seinem Schuh-Plattler als Titelbild nehmen musste. Wird wohl wieder irgend ne Captain Kirk-Gedächtnis-Woche sein. Der hat ja auch immer irgendwelche bunten "Außerirdischen" flach gelegt. Titten gab's von meiner Seite nur im Behemoth-Video im ...
Aber weil man ja eigentlich nie genug Wundertüten sehen kann, bietet sich die Gelegenheit doch an, mal über Butcher Babies zu sprechen, die ihren Stil schlicht als Slut Metal bezeichnen. Hatten wir zwar in ähnlicher Form mit Rock Bitch alles schon, aber die Schlampen von Butcher Babies sehen doch nochmal ne Runde besser aus, als die traurigen Flintenweiber von Rock Bitch und gehen es musikalisch ne Nummer härter an. Den beiden Fronthühnern Carla Harvey und Heidi Shepherd reichen live offensichtlich zwei Streifen Gaffa über den Silikontüten und ein Plastikmesser am Mikro, um richtig in Fahrt zu kommen. Ob man auch hier hinterher als Fänger des goldenen Kondoms nach dem Gig eine von den beiden durchbürsten darf, entzieht sich meiner Kenntnis.
Pantera scheint aber nicht nur als Coverversion ganz dem Geschmack der Damen zu entsprechend, wie die eigene Nummer "Mr. Slowdeath" deutlich beweist.
Dass ein Satz Titten ausreicht, um erfolgreich zu sein, weiß man nicht erst seit Katie Price. Eine Riege von Stars wie Tom Cruise, Alec Baldwin, Russell Brand und Cathrine Zeta-Jones reicht hingegen noch lange nicht aus, um mit einem Stuss wie der Filmadaption des Musicals "Rock Of Ages" die Produktionskosten von 75 Millionen Dollar wieder einzubringen. Am Eröffnungswochenende spielt der Film in 3.470 Kinos gerade mal wieder schlappe 15 Millionen Dollar ein, was in der Filmbranche mit den schönen Begriff unterirdisch gesegnet wird.
Die Hoffnung liegt somit auf dem Ausland, um doch noch auf die Produktionskosten zu kommen. Ich wüsste jetzt aber grad auch nicht, wer sich den Film hier anschauen sollte. Bang Your Head/Rock Of Ages-Chef Horst Franz vielleicht, aber sonst ...

Es muss ja nicht alles, was man anfasst, gleich von Erfolg gekrönt sein. Ok in Hollywood schon, sonst ist man direkt wieder weg vom Fenster. Aber wenn man sich bei seiner christlichen Metalcore-Band For Today nicht mehr so recht wohl fühlt, dann kann man auch schon mal seine Sachen packen und als Missionar nach Ecuador auswandern. Fromme Pläne dieser Art hat Drummer David Morrison, der seine Arbeit ab September ganz in die Dienste einer Organisation namens 'Extreme Nazarene' stellen will. Mal ganz im Ernst: klingt für mich eher so, als ob er zu ner fiesen, südamerikanischen Black Metal-Band gewechselt ist. Extreme Nazarane ... krasser Scheiß. Aber ich bin mir sicher, Mutti ist stolz auf ihn.
Andersherum muss man vielleicht fragen: ist man auf diese Eltern als Kind stolz? Wie erklärt man seinen Mitschülern, dass Papa in Strumpfhosen und mit nem schwedischen Nachttopf auf der Birne als singender Duschvorhang auf der Bühne steht und Mutti nur durch ein Holzrohr atmet, weil ihr sonst das eigenen Farbverständnis die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen würde? Naja, wahrscheinlich hat man eh andere Probleme, wenn man von besagten Erzeugern auf Namen wie Autumn Esmerelda (momentan zwei Jahre alt) und Rory Dartanyan (muss seit Februar mit dem Namen leben) getauft wurde.

Dabei möchte man den Einfluss und die Bedeutung von Ritchie Blackmore als Gitarrist von Deep Purple und Rainbow in keiner Weise schmälern. Ganz im Gegenteil, Ruhm und Ehre seien ihm zuteil, und dafür sorgen einmal mehr die Filmemacher Sam Dunn und Scot McFadyen, die bereits mit Streifen wie "Metal: A Headbanger's Journey", "Global Metal" oder auch bandbezogenen Videos wie "Iron Maiden: Flight 666" und "Rush: Beyond The Lighted Stage" von sich reden machten.

Die Serie "Metal Evolution", die vor wenigen Tagen auch in einer 3-DVD Box veröffentlicht wurde, beinhaltet sämtlich elf Episoden, die sich mit dem Stammbaum des Heavy Metal und 26 Verzweigungen befassen. Dabei geht es von New Wave über Glam zu Thrash, von Grunge über Nu Metal zum Power Metal, mit Kurskorrekturen zu Death und Black Metal und was sonst noch alles dabei ist. Dabei sprachen Dunn und McFadyen mit Künstlern wie Alice Cooper, James Hetfield, Slash, Iggy Pop oder eben Ritchie Blackmore. Was die beiden in die Hand nehmen, ist wirklich erstklassig. Momentan noch in Produktion ist der nächste Streifen mit dem Titel "Satan". Interviews mit Papst Benedikt sind Gerüchten nach schon angefragt. Mich hat zu meinem Papa bislang noch niemand befragt ...
In der Rubrik "Cover, die eigentlich nicht ernst gemeint sein können" zu eröffnen, geht der heutige Dank an Sonic Pulse und ihr vermutlich großartiges Werk "Lager Than Life". Den Coverzeichner würd ich persönlich trotzdem noch mal ein paar Jahre in Therapie schicken.

Und weil man Artikel, die man mit Titten begonnen hat, am besten auch mit Titten beendet, gibt es hier nun noch das Cover vom im August erscheinenden In This Moment-Album "Blood" zu sehen. Schade nur, dass nicht Sängerin Maria Brink ebenfalls blank zieht ...

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
sigur ros sollte sich sexvideodrehtechnisch hieran mal ein beispiel nehmen (ja ich weiß, bin heute irgendwie monothematisch)
Wer mit Musicals grundsätzlich nix anfangen kann, sollte sich halt auch keine Musical-Filme anschauen. "Rock of Ages" ist sicherlich so ein Fall, bei dem man einfach mal ne Weile sein Hirn ausschalten muss. Der ist einfach nicht ganz ernst gemeint, inklusive Songauswahl. Der Trash-Faktor gehört da einfach ein bisschen dazu.
Aber "Hairspray" z.B. (vom selben Regisseur) fand ich enorm gelungen. Ich war mehr als skeptisch, als ich die DVD geschenkt bekommen habe. Aber man ertappt sich dann irgendwie doch ständig beim Mitwippen und kriegt gute Laune. Mal ganz abgesehen davon, dass hinterrücks noch ein Statement gegen Rassismus mit einfließt.
Wenn das Ende nicht so im Schmalz versinken würde, könnte ich noch "RENT" empfehlen. Musikalisch und inhaltlich weitgehend sehr musical-untypisch. Wer mal reinschauen will, es gibt eine DVD von der Broadway-Show. Die lohnt sich wirklich.
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