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Über Musik zu einem Film, den es nicht gibt, und die traurige Geschichte der Vergewaltigung der US-Hymne ...
Outer Space (edy) - Ne Leute, so etwas ist nicht schön. Schaut man aus dem Fenster, könnte man bei dem miesen Wetter direkt mal kotzen. Wie aufs Stichwort reihert die Katze auch die letzte Fuhre Brekkies auf den Teppich. Gleichzeitig posten auf Gesichtsbuch sämtliche Fuzzis, die es auf den 70.000 Tons Of Metal-Dampfer geschafft haben, ihre Urlaubsbilder mit Sand, Sonne, Bier – und natürlich irgendwelchen Musikern. Also erst mal Fenster auf, Katze raus und den vollgekotzten Teppich hinterher. Irgendwer muss die Scheiße ja aufräumen, ist ja nicht so ...
Im Hotelbusiness will laut eigenen Aussagen demnächst allerdings der ehemalige Judas Priest-Gitarrist Kenneth 'K.K.' Downing mitmischen. Ob das der Grund ist, warum er bei den Priestern seine Sachen gepackt hat, ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls plant der passionierte Golfer, auf seinem Anwesen ein Multi-Millionen-Pfund-Hotel zu bauen, das neben 63 Zimmern, einem Swimmingpool, Spa und einem erstklassigen Restaurant natürlich auch einen entsprechenden Golfplatz sein Eigen nennen soll. Der 60-Jährige ist bereits in Verhandlungen mit diversen Investoren und will bereits dieses Jahr mit dem Bau beginnen.
Tja, andere Gehaltsklassen – andere Probleme. Aber wenn wir mal in ähnlichen finanziellen Sphären bleiben, landen wir irgendwann auch wieder bei KISS. Dabei sind es zur Abwechslung mal nicht die Herren Stanley und/oder Simmons selbst, die aus aufgewärmtem Mumpitz kräftig Kohle pressen wollen, sondern - wenig überraschend – die Filmindustrie. Bereits 1981 veröffentlichte die Band das Album "(Music From) The Elder". Dumm nur, dass man sich im Jahr zuvor ohne Schminke präsentiert hatte und das Album ziemlich den Bach runter ging.

Das Album war damals als Soundtrack zu einem Film gedacht, der nie gedreht wurde. Die Scheibe war alles andere als ein (kommerzieller) Brüller und auch die Story war nur mäßig originell. Das hält den Schriftsteller, Musiker und Independent-Filmemacher Seb Hunter aber nicht davon ab, mit der Idee zum "The Elder"-Streifen hausieren zu gehen. "Ich mache keinen Film für KISS-Fans", so der Regisseur. "Ich möchte einen guten low budget/high-concept Film machen, der etwas für jedermann ist. Wir sind schon so weit gekommen und ich bin mir zu 99% sicher, dass KISS darüber informiert sind", fährt Hunter fort. "Man weiß, wie gerne einem Gene Simmons seine Anwälte auf den Hals hetzt, deswegen sind wir natürlich beunruhigt, dass er wie eine Tonne Ziegelsteine über uns kommt. Aber auch darauf sind wir vorbereitet."

Die Musikwelt scheint von der Veröffentlichung aber dennoch fasziniert zu sein. Noch im Frühjahr kommt ein Buch heraus, das sich ausschließlich mit dem größten Flop der KISS-Geschichte befasst. Der Titel sagt dabei eigentlich schon alles: "Music From The Elder: The Unauthorized Story Of the Most Spectacular Failure In The History Of Kiss". Inhaltlich will sich der Schinken damit befassen, was letztendlich dazu geführt hat, dass eine traditionelle Hardrock-Band auf einmal eine Veröffentlichung vorlegt, die eher im Klassik Rock/Musical Bereich anzusiedeln ist. Von der Story eines Jungen, der sich im Mittelalter aufmacht, ein Krieger, Zauberer oder was auch immer zu werden, ganz zu schweigen.

Ebenfalls ein ziemlicher Griff ins Klo war der Auftritt von Aerosmith-Frontturner Steven Tyler beim Championship-Game der Baltimore Ravens gegen die New England Patriots. Tyler wurde engagiert, um vor dem Spiel die Nationalhymne zu singen. Klarer Fall von 'Scheiße gebaut und nix dazu gelernt!' Schließlich hat Tyler bereits 2001 beim 85th Indianapolis 500-Rennen die Nationalhymne vergewaltigt und wurde daraufhin vom Billboard Magazine in die "10 worst national anthem performances ever" gewählt. Da gehört nun wohl auch der letzte Versuch hin:
Wie man unschwer erkennen kann, waren die anwesenden Fans zunächst noch erfreut über den Aerosmith-Fronter, doch das änderte sich nach wenigen Sekunden. Die ersten Kommentare zur Performance ließen nicht lange auf sich warten. "Steven Tylers Nationalhymne vor dem Patriots/Ravens game hätte nicht schlechter sein können, wenn John Madden sie durch eine Mundharmonika gefurzt hätte", meldet sich ein Football-Fan zu Wort. Da mag der Mann durchaus recht haben, aber wirklich große Leistungen in diesem Bereich sind im Allgemeinen eher selten zu finden.
Hier macht Scott Stapp von Creed den röhrenden Hirsch:
Michael Bolton traut sich (zurecht) nur mit Geleitschutz vors Mikro:
Dass man das Ding auch anderweitig vergewaltigen kann, zeigt uns Zakk Wylde. Bei dem trauen sich allerdings nicht einmal die Eishockey-Spieler, ihn vom Eis zu holen.
A propos Zakk! Der durfte neulich den ersten Rock'n'Roll Roast des Guitar World-Magazine über sich ergehen lassen. Vor Ort gaben sich Comedians wie Jim Norton, Jim Florentine und Brian Posehn die Ehre, zusammen mit den Musikern Duff McKagan, Corey Taylor, Chris Jericho und Scott Ian. Über Video schenkten noch Steel Panther, Rob Halford und sogar William Shattner dem ehemaligen Ozzy-Klampfer kräftig ein. Auch sein Nachfolger beim Prince Of Darkness kam zu Wort: "Zakk, ich bin damit aufgewachsen, alle deine Riffs und Soli zu lernen. Dann hab ich angefangen, richtige Musik zu spielen." Äh, sagst du ihm das auch ins Gesicht?
Anthrax-Klampfer Scott Ian spielte mit seinen Sprüchen eher auf die alkoholgetränkte Vergangenheit von Zakky-Baby an: "Zakks Gitarrenspiel hat weniger was mit Diatonik zu tun, eher was mit Gin und Tonic." Zakk war später am Drücker: "Scott hat in letzterZeit eine Menge Poker gespielt, aber genau wie mit Anthrax wartet er immer noch auf ein Full House!" Doch auch für Slipknot-Fronter Corey Taylor hat der Waldschrat ein paar warme Worte übrig: "Corey war mal in einer Tenacious D Coverband namens Pugnacious P. Jetzt ist er in einer Nickelback Coverband namens Stone Sour." Ja, die Wahrheit kann schmerzhaft sein.
So langsam aber sicher nähern wir uns der Deadline für die Verlosung von 2x2 Tickets für das Musical "Die Chronik der Unsterblichen - Blutnacht" im Pfalztheater in Kaiserslautern. Tickets, sowie ein Meet&Greet mit den beteiligten Musikern und Sängern am 8. Februar, wird unter denjenigen verlost, die bis zum 31. Januar eine Mail mit dem Betreff "Blutnacht" an die berühmte Adresse milzriss@saeuferleber.de mit vollständigem Namen verschickt haben.
Wie jedes Jahr, ist das Metalcamp ein Ding für den Jahresurlaub. Vom 5. bis zum 11. August geht es im slowenischen Tomlin mächtig zur Sache. Allein schon die idyllische Lage macht das Event zur absoluten Ausnahmeerscheinung. Doch auch was die Bands angeht, backen die Veranstalter keine kleinen Brötchen mehr. Mittlerweile sind bereits Acts wie Pain, Testament, Nile, Paradise Lost, Machine Head oder Amon Amarth bestätigt. Wer sich genauer informieren will, kann das hier tun.
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.

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