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Auf dem Bang Your Head gab es diesmal mehrere Verletzte, u.a. weil The Devil's Blood-Chef Lemouchi einen Stinkefinger mit der Faust beantwortete.
Outer Space (edy) - Normalerweise versuche ich ja im Splitter immer so etwas wie einen roten Faden zu haben, der sämtliche Kurzartikel miteinander verbindet. Heute verzichten wir mal auf derlei Kleinigkeiten, dafür ist viel zu viel passiert. Beispielsweise hat heute ein Mensch Geburtstag, der mir persönlich wirklich viel bedeutet: Nelson Mandela! Die alte Lederfurche wird heute 94! Damit sieht er aber immer noch aus wie Lou Reeds jüngerer Bruder und bekam von Ex-Präsident Bill Clinton sogar ein Geburtstagsständchen. Ach ja, und der Purify-Brüllwürfel hat wird heut auch strafmündig oder so. Ach übrigens ...
Lustiges Steinewerfen ist mittlerweile im Hause Queensryche angesagt. Dass das keine schöne Sache wird, war bereits nach den ersten Tagen abzusehen, aber mittlerweile darf wirklich jeder mal seine Sicht der Dinge ablassen, und neben der Nachbarin des Schwagers vom Freund vom Tourroadie von 1997 hat auch der "Operation: Mindcrime II"-Produzent Jason Slater Wichtiges zu berichten. Seinen Ausführungen nach hat Drummer Scott Rockenfield keinen Ton auf der Scheibe gespielt, und auch von Gitarrist Michael Wilton und Basser Eddie Jackson sei nicht viel gekommen. Die haben sich hingegen schon vor Tagen dahingehend geäußert, dass ihre Ideen von Geoff und dem Management fast kategorisch abgelehnt wurden und dass vom Herrn Produzenten weit und breit nichts zu sehen war, wenn mal ein Studiotermin ausgemacht wurde. Spaß für die ganze Familie, also.

Familienfreundlichkeit wurde auch bei Bang Your Head immer ganz groß geschrieben. Zumindest bis zu diesem Jahr, denn sowohl der Freitag als auch der Samstag endeten mit blutigen Nasen. Bereits am Freitagabend kam The Devil's Blood-Chef Selim Lemouchi wohl nicht damit zurecht, dass ihm ein Fan mittels hoch erhobenem Stinkefinger deutlich zu verstehen gab, was er von seiner musikalischen Zeremonie hält. Mit derlei – nennen wir es mal Kritik – kann Selim anscheinend nicht umgehen und parkte während der Show drei Mal seine Faust im Gesicht des Zuschauers. Während dieser zu Boden ging, kehrte Selim in aller Seelenruhe auf die Bühne zurück, um nach der Show von der Polizei in Empfang genommen zu werden, die nun eine Anzeige wegen Körperverletzung bearbeiten darf. Zu sehen, ab 06:15, aber am besten ohne Ton!
Ganz ohne fremde Hilfe holte sich Edguy-Sänger Tobias Sammet eine gebrochene Nase ab. Als Bonus gab es noch geprellte Hüfte, Rippen und Finger dazu, denn der Frontmann legte einen unerwarteten Abgang vom Catwalk der Hauptbühne hin und dieser befindet sich gute zweieinhalb Meter über dem Erdboden. Dennoch zog Tobi den Gig in voller Länge durch, was man dem Mann gar nicht hoch genug anrechnen kann. Nachdem der Zinken von der Crew notdürftig wieder in Position gebracht wurde, ging es mit der Show noch eine gute Stunde weiter. Da soll noch einer behaupten, Meister Sammet sei kein Rock'n'Roller.
Eine gebrochene Rippe durfte sich Ex- und Interims-Exodus-Klampfer Rick Hunolt vom Bang Your Head mitnehmen. Von Anfang an flitzte der Mann in einem Affenzahn kreuz und quer über die Bühne und stellte sich auch auf die vor der Stage positionierten Boxen, um in die Menge zu brüllen. Als er allerding mit Anlauf über die Monitorbox auf die davorstehende PA sprang, rutschte die Box weg, Rick segelte in den Fotograben und brach sich dabei eine Rippe. Dass man ihm nichts anmerkte, dürfte auch auf diverse den Kreislauf stimulierende Mittelchen zurück zu führen sein. Die Band-Crew fühlte sich für die weitere, anstehende Tour mit Warbringer und den Suicidal Angels jedenfalls genötigt, dem guten Rick ein paar special details mit auf den Weg zu geben, wie folgender Flyer beweist.

Randy Blythe sitzt übrigens immer noch im Knast. Seine Kaution wurde auf 400.000 Dollar verdoppelt, und wenn irgendein Staatsanwalt erneut auf die Idee kommt, auch dagegen Einspruch zu erheben, kann es sein, dass der Lamb Of God-Sänger bis zu sechs Monate hinter Gittern bleiben muss. Zahlreiche US-Musiker, die sich mittlerweile öffentlich für den Frontmann ausgesprochen haben, erwägen sogar, vor den Senat zu ziehen.

Da im letzten Splitter, wie von unserem Leser CafPow so treffend und absolut korrekt bemerkt, viel zu wenig Titten drin waren, nun also der Kurzbericht über das neue 69 Eyes-Video. Die wissen noch, wie man ein ordentliches Titten-Video dreht und haben sich zu diesem Zweck mit Patric Ullaeus von der Revolver Film Company zusammen getan. Mit dem Video selber kann ich leider noch nicht dienen, aber dafür schon mal mit einem kleinen Schnappschuss von einem der 69 Eyes-Fuzzis und drei Sätzen ordentlicher Silikon-Hupen. Meinem Bildungsauftrag wäre ich damit also auch nachgekommen.

Blödes Gelaber, Titten, irgendwas fehlt noch ... ach ja, gute Musik! Die gab es bereits im Mai von Sinew in Form ihres neuen Albums "Pilots Of A New Sky" und nun auch noch in Form eines ebenso guten Videos zum Song "Turquoise".
Kurz vor dem Verfassen dieses Splitters erreicht mich noch ein Aufruf von sieben sympathisch durchgeknallten Menschen, die ein Problem bewältigen müssen: sie suchen noch zwei Mitfahrer auf das Metalcamp! Möglichst noch ohne Ticket (aber nicht zwingend), denn davon haben sie auch noch zwei übrig. Wer nun also kurzentschlossen nach Tolmin fahren und ne Woche Party machen will, meldet sich bei KimPetereit(at)gmx.de. Nähere Infos zur Strecke, der luxuriösen Anreise im schwarzen 9-Sitzer Sprinter und den vorgesehenen Pinkelpausen könnt ihr hier in Erfahrung bringen, oder eben direkt bei Kim. Dafür will ich euch dann aber auch Freitag, 16:00 vor der Hauptbühne sehen!

Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Gut, die Aktion ist natürlich total zu verurteilen. Gewalt ist total scheisse.
Aber, political correctness beiseite, irgendwie ist sie auch voll geil. Spielt Gitarre, legt Gitarre ab, klettert von der Bühne, gibt dem 3 aufs Ohr, klettert wieder auf die Bühne, legt Gitarre wieder an und spielt weiter und alles während dem selben Song. Irgendwie ist das schon unfassbar cool. ;-)
@Prometheus77
Was hat denn das mit politischer Korrektheit zu tun? Das ist einfach Körperverletzung und Misachtung eines Grundgesetzes, nämlich dem auf körperliche Unversehrtheit; es scheint mir schon sehr befremdlich, dass dieser Gewalt irgendeine Ästhetik angedichtet wird.
Achja, bin ich eigentlich der einzige, den überdimensionierte Brüste komplett langweilen und noch vielmehr diese unsägliche männliche Galore darum?
Die ganze Geschichte um Blythe ist aber ziemlich ärgerlich; was ich nicht ganz begreife, Blythe sitzt im Gefängnis und zahlt dennoch Kaution... Zu wessen Vorteil? Darf er sich nun in Prag/Tschechien frei bewegen oder nicht - verwirrend. Zwar würde ich nicht sagen, Blythe ist unschuldig, mir missfällt auch die Lockerheit mit der manch einer sagt, das sei ja normal, wenn jemand auf die Bühne hüpfe, aber die Strafe die Blythe schon jetzt durchleidet ist absurd.

@Schönling:
also daß irgendwelche zugedröhnten Guitarreros von der Bühne fallen, das langweilt schon.
Aber Titten....also wirklich, ist dir dabei schon mal langweilig geworden? Ja? Hast Du echt ein Problem man....
Aber Scherz beiseite, die mit dem Schleifchen würd ich wirklich gern mal auspacken....

Diese Penner die aus der Masse heraus mutig genug sind einem Künstler der sich auf der Bühne abrackert, den Stinkefinger vor die Nase zu halten, hab' ich aber sowieso gefressen.
Rangieren in meinem Ansehen nur knapp hinter den Flachpfeifen die meinen irgendeinen Kram auf die Bühne zu schmeissen bzw. die Band zu bewerfen.
Sowas gönne ich wirklich keinem Künstler, egal aus welchem Genre. Das ist feige und disrespektierlich.
Edit: Und Brüste werden mMn. NIE langweilig. 
War für den aufdringlichen Zuschauer ein antikosmisches Erlebnis live und in Farbe. Vielleicht bestrafte ihn auch nur Satan höchstpersönlich. 

Auf manchen Punk-oder Hardcorekonzerten ist es aber auch gang und gebe, sich provozierenden Störenfrieden selbst zu entledigen. Klar hätte man die Situation friedlicher lösen können. Aber wer massiv den Ablauf des Konzertes stört, braucht sich auch über solch eine Reaktion nicht wundern.


Da ist der Rahmen auch ein völlig anderer und ich glaub das es bei Rock am Ring so ein Ding ist, dass sich unter Hatern verselbständigt hat, als wenn in einen kleinen Rahmen irgend ein Honk meinen müsste, so eine Alleinshow da durchziehen zu müssen, auch wenn sich der Gitarrist ein bisschen viel bei der Sache rausgenommen hat. Den Massiv, den du meinst, hab ich nicht gemeint. 
und warum zur Hölle werden The Devil's Blood immer an den Metal angebiedert? Das ist 70's Heavy Psych und ist irgendwie auch nichts für verkorkste Metalbirnen. Ist wie z. B. Long Distance Calling als Post-Rock-Band, die komischerweise überwiegend bei Metal-Fans Anklang finden soll.
By the way, wundere ich mich, dass niemand sich wieder darüber aufregt, dass man Gewalt verteufelt, und sich über "Der hat es nicht anders verdient" hier echauffiert. Hallo? Wenn ich bei mir um die Ecke in die Assi-Disko gehe und mich auf der Tanzfläche zu dem dort gespielten Trash-Sound so aufführe, braucht nicht der DJ sich die Hände an mir schmutzig machen - das erledigen andere. Gewalt gehört eben zum Leben - besser man erfährt es nie und lebt weiter in seinem Elfenbeinturm.
@this beautiful creature
Achtung und Respekt vor menschlichem Leben und Unversehrtheit in allen Ehren, denke mal, das haben in Grundzügen hier alle. Aber mal im Ernst: du hast doch früher auf dem Pausenhof mit den Terracottabottichen geredet, am eigenen Hintehuf genagt und gehofft, dass die Checker aus dem Religions-LK dich nicht aufmischen oder... So ein Text, ernsthaft? 

Die Aktion auf dem Devil's Blood Konzert sieht total gestellt aus.

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