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Die Original-Guns N'Roses treffen bei ihrer Aufnahme in die Rock And Roll Hall Of Fame aufeinander, und Marilyn Manson performt morgen mit Rammstein.
Outer Space (edy) - Der Montagmorgen ist in aller Regel schon bestens geeignet, einem die ganze Woche zu versauen. Als Redakteur mit einer gewissen Vorausplanung kann so was aber sogar auch schon ...
Wenn man zum Beispiel schon letzte Woche mit zitternden Fingern die Veröffentlichungsliste durchgeht und auf eine schlappe Anzahl von 32 CDs für meine blutige Metalecke der Verdammnis kommt. Eigentlich Grund genug, sich einen Eimer Margarita zu mischen, auf Ex runter zu kippen und auf der Veranda ein ganzwöchiges Koma anzutreten. Wieso zur Hölle, wurde ich nicht als Charlie Harper geboren?

Zum einen wären da Ministry. Nach ihrem letzten Album "The Last Sucker" und dem anschließenden, letzten Remix-Album "The Last Dubber" folgt nun also das definitiv letzte Album "Relapse", dem vermutlich auch noch das ultimativ letzte Remix-Album – das dann wahrscheinlich "Relax" oder so heißt. Und da die Jungs ja auch noch auf Tour gehen wollen, schieben sie das wirklich vollkommen letzte und ultimative "Replay – Live With Overdubs" oder was in der Art hinterher. Wie final das dann tatsächlich ist, bleibt wohl auch abzuwarten, aber irgendwie hab ichs im Urin, dass der gute Al spätestens mit dem nächsten Republikaner im Weißen Haus wieder aus der Versenkung auftaucht und Spott und Schande über den erzkonservativen Dummbeutel bringt.
Mit Spott und Schande war seinerzeit eine deutsche Gitarrenlegende mit dem schillernden Namen Axel Rudi Pell auch recht schnell zur Hand. Pells Axel Rudi, der ebenfalls diesen Freitag sein neuestes Werk "Circle Of The Oath" unters Volk bringt, soll sich gut nach gut unterrichteten Quellen unter dem legendären Pseudonym Winfried Kuhl (ohne Scheiß!) im Metal Hammer 1987 als Schreiber verdingt haben. Damals hat er das Guns N'Roses-Album "Appetite For Destruction" mit schlappen drei (von sieben möglichen) Punkten abgestraft und unter Schmähungen nach Hause geschickt. Ob das nun Futterneid oder einfach nur eine ehrliche Meinung zum Debüt der Gunners war – man weiß es nicht. Wäre vielleicht mal den Spaß wert, den guten Slash in ein paar Wochen im Interview zu fragen, ob er denn mit dem Namen Axel Rudi Pell was anfangen kann.

Immerhin wird das Album demnächst wieder ein Thema, denn Guns N'Roses sollen am 14. April zusammen mit den Red Hot Chili Peppers, Beasty Boys und The Small Faces in Cleveland in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen werden. Allerdings haben weder Slash noch sein Kumpel Duff McKagan (Velvet Revolver, Loaded) auch nur den Hauch einer Ahnung, was da genau abgehen wird. "Ich hab keine Ahnung, ich werde hingehen, kann aber für niemand anderen sprechen und werde das auch nicht tun", so der ehemalige Gunners-Bassist.

Ob es zu einem Reunion-Gig am Abend der Show kommt, zweifelt er an: "Ich denke, das wäre ein absoluter Killer! Glaube ich daran? Schwierige Frage. Es ware eine großartige Sache, aber ich bezweifle, dass es tatsächlich passiert. Bislang fand noch keinerlei Kommunikation über den Abend statt. Mitte der 90er hätte ich vielleicht noch versucht, da was auf die Beine zu stellen, aber mittlerweile habe ich mich da auch geändert", fährt McKagan fort. Dass Slash und Steven Alder vor Ort sein werden ist gesichert. Ob sich Axl, Gitarrist Izzy Stradlin, Keyboarder Dizzy Reed und der ebenfalls nominierte, spätere Drummer Matt Sorum ebenfalls einfinden werden, bleibt abzuwarten.
Zu einer Kollabo der besonderen Art wird es jedoch morgen im Berliner Palais am Funkturm kommen. Dort findet dieses Jahr die Echo-Verleihung statt, und ein gewisser Marilyn Manson hat bereits angekündigt, dass er dort seinen Song "The Beautiful People" mit einer gewissen Band namens Rammstein performen wird. Es könnte sich also tatsächlich lohnen, sich die Show live in der ARD anzuschauen, die den Spaß ab 20:15 über den Äther jagen. Manson selbst will übrigens Ende April mal wieder neue Musik rüberwachsen lassen. "Born Villain" ist für den 27. April geplant.

Eine bereits deutlich länger angesetzte und auch schon vollzogene Vereinigung ist die Zusammenarbeit von Opeth-Fronter Mikael Åkerfeldt und Steven Wilson von Porcupine Tree. Nachdem die beiden über Jahre hinweg nur als Musiker und Produzenten miteinander gearbeitet haben, beschlossen sie Anfang 2010, endlich auch mal gemeinsam als Musiker ein Projekt aus der Taufe zu heben. Schon war Storm Corrosion geboren. Bis zum endgültigen, musikalischen Vollzug vergingen aber noch einmal zwei Jahre, doch jetzt ist nicht nur die offizielle Homepage online, sondern mit dem 8. Mai steht auch ein Datum für die Veröffentlichung des gleichnamigen Albums.

Im Rahmen unserer musikalischen Früherziehung darf dieses Mal Zakky-Baby ran, der am 10. April sein Buch "Bringing Metal To The Children" veröffentlicht. Über den eingangs zu absolvierenden TRT (True Rocker Test) wurde an dieser Stelle bereits berichtet. Wer da schon versagt, sollte das Buch weiterverschenken und sich ein paar Eier wachsen lassen. Im weiteren Verlauf des Schmökers wird man vom Black Label Society-Fronter in die Freuden des Tourlebens, die damit verbundenen (nicht vorhandenen) Hygieneregeln, Konzertvorbereitungen, und die ungeschriebenen Gesetze der After-Show-Partys eingewiesen.

Ebenfalls im Buch zu finden sind Wyldes Straßenplan zum Erfolg im Musicbiz, Tourplanung und exklusive Tipps für den angehenden Metaller. Ebenso Ratschläge, wie man am besten einen Moshpit überlebt und wie man einen shooting range im Tourbus anlegt. Also quasi für jeden was dabei, der schon mal ne Gitarre in der Hand gehalten hat oder einfach nur als Besucher auf einem Konzert war. Zu haben ist das Ding – natürlich erst mal nur in englischer Sprache – im William Morrow Verlag. Wer fröhlich auf 'like' klickt, kann sich auch hier schon mal einen Vorgeschmack abholen.
Sinnloses, Hirnverbranntes und/oder Wissenswertes aus der Welt der harten Rockmusik. Kommentiert, komplettiert und frittiert by eddy@laut.de. Andere Meinungen oder ehrliche Kritik werden genauso strikt ignoriert wie herzhafte Beleidigungen begrüßt.
Iron Maiden haben vom Rolling Stone für "Number of the Beast" auch nur 2 von 5 Punkten bekommen.
Der Rolling Stone lebt ja auch noch geistig in den 60ern und 70ern.
MM und Rammstein, dafür würd ich mir zum ersten mal eine Preisverleihung ansehen, wenn ich noch TV hätte, naja, später auf YT dann, wird bestimmt ne witzige Nummer
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