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Bier kalt gestellt? Zeltausrüstung gecheckt? Bock auf Metal? Wir haben die Tipps für einen gelungenen Sommer.
Konstanz (edy) - Der Festivalsommer in Sachen harter Musik beginnt schon übermorgen mit dem Rock Hard Festival. Höchste Zeit also, euch einen kurzen Überblick zu liefern, wo man sich diesen Sommer die notwendige Dosis Metal abholt und auch einen Schuss ...
Im Hause Rock Hard kostet man noch die Retrowelle aus: Hell, Portrait, Graveyard, Jex Thoth und '77 kommen ins Gelsenkirchener Amphitheater. Dazu gibts noch Unleashed, Krisiun, Motorjesus oder Psychotic Waltz auf die Mütze. Langeweile? Keine Chance.

Den Anfang der Metalfest-Reihe macht das östliche Mutterfestival in Dessau. Mit Headlinern wie Megadeth, Kreator, In Extremo oder Kyuss Lives! liegen die Veranstalter goldrichtig. Die Unterschiede zwischen Ost, West und dem Schwesterfestival in Österreich sind in musikalischer Hinsicht marginal und in den jeweiligen Festivaltipps auf unseren Seiten ersichtlich: Den Besuchern in Dessau geht jedenfalls Blind Guardian durch die Lappen.
Parallel steigt das Schwesterfestival in Österreich. Hier muss man auf Edguy verzichten, bekommt aber dafür Blind Guardian. Da die meisten anderen Bands, die in Dessau und auf der Loreley spielen am Start sind, wurden die Auftrittstage natürlich entsprechend vertauscht. Unschlagbarer Bonus: die Location am Schloss Mamling und das Campingareal in der Nähe des Badesees.

Weiter gehts am Wochenende darauf bei der Premiere auf der Loreley. Gewinner des Bandwettbewerbs und damit Opener der Hauptbühne am 7. Juni sind die Frankfurter Sapiency. Nette Aussicht, zwei Bühnen, nahezu die gleichen, geilen Bands wie auf dem Metalfest Dessau und Österreich (Blind Guardian sind auf der Loreley ebenfalls mit von der Partie) – was will man also mehr?

In der Zitadelle Berlin Spandau steigt das kleine, aber feine Zita Rock Festival, das mit Namen wie Evanescence, Oomph!, ASP oder The 69 Eyes auftrumpft. Ab Freitagnachmittag kann mans sich in der Zitadelle gemütlich machen oder die Füße im Wasser baumeln lassen. Neben den Autogrammstunden gibts wieder ein kleines Rahmenprogramm.

In der Nähe von Leipzig steigt Ende Juni diese große Sause: Mit Headlinern wie Machine Head, Soulfly oder Heaven Shall Burn ist das With Full Force gut aufgestellt. Dazu gesellen sich noch Hochkaräter wie Lamb Of God, Broilers, Trivium oder Children Of Bodom. Für stilsicheren Alkoholgenuss verpflichtete man noch die Biervernichter von Eläkeläiset, und mit Immortal schauen auch die Pandas from the North auf ein paar Kaltschalen vorbei.

Alles beim Alten! Mittlerweile vom Juni in den Juli gerückt und mit Zweitbühne in der auf dem Areal integrierten Messehalle der Volksbank gibts eine bunte Mischung aus aktuellen Thrash- und Deathmetal-Bands sowie Truppen, die höchsten Papa oder eben der lieber Horst noch kannte. Deswegen stehen Namen wie Diamond Head oder Thin Lizzy auch neben Arch Enemy, Kamelot oder den Suicidal Angels. Stark.

Der Kölner Tanzbrunnen lädt wie zum schwarzen Wochenende und fährt dafür jede Menge Hochkaräter auf. Eisbrecher, Blutengel, Apoptygma Berzerk und die legendären Sisters Of Mercy geben sich als Headliner die Ehre. Doch auch Acts wie Combichrist, [:SITD:] oder Mono Inc. machen das Nachmittagsprogramm genauso interessant und abwechslungsreich wie die Gastbeiträge von Oswald Henke oder dem bereits als Stammgast zu bezeichnenden Forensiker Dr. Mark Benecke.

Muss man noch mehr erläutern? Groß, größer, Wacken. Mehr Spektakel geht nicht, und dazu ein Dorf, das seinen Jahresumsatz im August mal schnell verdoppeln kann. Volbeat, Coroner, D-A-D, Forbidden, Sanctuary, Machine Head, Overkill - alles geile Bands. Aber wer noch kein Ticket hat, wird sie nicht miterleben: Denn das Wacken ist wie gewohnt seit Monaten ausverkauft.
Wer ganz hart im nehmen ist und seinen Jahresurlaub für den August aufspart, fährt von Wacken direkt ins slowenische Tolmin, um sich dort den Hintern von Soulfly, Amon Amarth, Machine Head, At The Gates, Testament und natürlich Purify versohlen zu lassen. In Sachen Location, Line-Up und Festivaldauer ist das Metalcamp kaum zu schlagen.

Mit dem Summer Breeze, das 15-jähriges Jubiläum feiert, geht der Metalsommer dann langsam seinem Ende entgegen. Auch hier sind mit Amon Amarth, ASP und Immortal Namen vertreten, die bereits auf den anderen Festivals spielten, aber mit Morgoth, Katatonia, Subway To Sally oder Deicide locken auch ein paar Namen, die sich nahezu exklusiv auf dem Summer Breeze blicken lassen.

So ein richtiges Sludge-/Post-Metal-Festival, das würd ich abfeiern ... Aber dafür musst wohl in die Staaten =(
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