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"Warum nicht gleich so?" möchte man den vier Herren entgegen schmettern. Aber nein, sie mussten ja unbedingt auch noch in schraddelige und strunzlangweilige Gefilde abdriften, ehe sich Metallica nach 20 Jahren und den beiden musikalischen Bausparverträgen "Load " und "ReLoad" endlich wieder auf ihre alten Stärken besinnen.
Nichts gegen das schwarze Album, aber wer Metallica sagt, meint auch Geschwindigkeit. Das letzte Lebenszeichen in dieser Richtung kam eben vor zwei Dekaden mit "... And Justice For All" um die Ecke.
Der Einstieg in 75 Minuten "Death Magnetic" mit eingespieltem Herzklopfen führt die körperlichen Symptome beim gemeinen Metallica-Fan akustisch fort. Nicht wenige werden mit zitternden Händen, fahrigen Bewegungen und wummernder Blutpumpe den Silberling in den Player schieben und gespannt der Dinge harren, die auf den Hörer einstürzen.
Hammetts Soli sind - Gott sei es tausendfach gedankt - zurück, und das Riffing lehnt sich ganz stark an die Prä-Load-Phase an. Alles in Butter also? Zum größten Teil.
Aggressivität verbinden Hetfield und Co. endlich wieder mit dem verstärkten Einsatz des Gaspedals. Das bekommt auch dem Opener "That Was Just Your Life" ganz gut, wenn die Band nach anderthalb Minuten dem Affen Zucker gibt. Nach sieben Minuten ist der Spuk vorbei. Der gewichtige Unterschied zum Vorgänger lässt sich exemplarisch bereits an diesem Song ausmachen. Trotz instrumentaler Wiederkäuerei kommt diesmal kaum Langeweile auf. Zweistimmige Leads mit Riffs im Rudi Rammler-Tempo und Double Bass-Attacken ... Herz, was willst du mehr?
In das Schema passt auch "The End Of The Line". Ein druckvoll ausgestalteter Songaufbau kreist um den ruhigen Mittelteil, der lediglich unter einem etwas platten Chorus leidet. Ansonsten auch hier: ordentlich.
Das Schielen auf die eigene Vergangenheit mündet in ordentliche bis äußerst launige Ideen, der Kracher kommt aber erst mit "All Nightmare Long" daher gerumpelt. Da geht einem doch glatt das Thrash-Herzchen auf. Der etwas hysterische Gesang Hetfields geht mit ungestüm dahin preschender Rhythmik einher. Das schon vor Releasetermin im Netz umher spukende "Cyanide" sieht im direkten Vergleich arg blass aus, blinzeln hier doch die gezähmten "Load"/"ReLoad" Hardrock-Riffs durch. Solide zwar, aber auch nicht übermäßig spannend.
Und dann kommt er doch noch, der Zonk. In "Unforgiven III" schmust und flauscht sich ein sanftes Pianointro mit Streicherbegleitung an die Ohren, ehe die Band instrumental den Faden aufnimmt. Wie das bei Sequels so ist, spielt nicht jede Fortführung der Ursprungsidee mit jener auf Augenhöhe. Was auf "ReLoad" schon nicht funktionierte, geht auch hier in die Hose: Ein schlurfendes Tempo alleine erzeugt noch keine Emotionen, gleiches gilt für den Einsatz von Streichern. Über sieben Minuten versucht der Song zwanghaft, den Geist balladesker Metallica-Tracks wie "Fade To Black" oder "Nothing Else Matters" zu atmen und erstickt letztendlich an diesem Anspruch. "Forgive me" skandiert Hetfield. Nö, dafür nicht.
"Suicide & Redemption" läutet das Ende der 20 Jahre währenden Instrumental-losen Zeit ein. An Meisterwerke wie "Orion" oder "The Call Of Ktulu" knüpft das knapp achtminütige Stück nicht an, entwickelt aber nichtsdestotrotz zügig Dampf unterm Kessel. Stilistisch lassen einige Ideen der Instrumental-Rabauken von Karma To Burn grüßen.
Den heiligen Metal-Gral finden Metallica auch mit "Death Magnetic" nicht wieder. Dafür sind dem aufmerksamen Hörer manche Riff-Idee und einige Rhythmus-Patterns nur allzu bekannt. Aber lieber das Selbstplagiat pflegen und gekonnt den Seitenblick zu Slayer schweifen lassen ("My Apocalypse"), als ... lassen wir das. Warum zur Hölle nicht gleich so?
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den schock von st. anger nach 5 jahren endlich überwunden? 
'death magnetic' stimmt einen allerdings hoffnungsfroh, hat doch ein gewisser rick rubin erstmals seine finger mit im spiel.
und wenn das mal kein aussagekräftiges [url=http://www.metallica.com/images/extras/DM_cover_1280.jpg]cover ist...
1. That Was Just Your Life
2. The End Of The Line
3. Broken, Beat & Scarred
4. The Day That Never Comes
5. All Nightmare Long
6. Cyanide
7. The Unforgiven III
8. The Judas Kiss
9. Suicide & Redemption
10. My Apocalypse
jeder song soll so um die 8 min. lang sein.
wird auch als "limited deluxe coffin boxset" angeboten mit viel schnick-schnack (dvd, t-shirt, fahne [wtf???], poster usw.). das muss man sich allerdings reservieren lassen (reservierungen seit 15. juli bei amazon z. B.).
über den preis wird allerdings stillschweigen bewahrt (dürfte aber um die 100€ liegen). überhaupt ist das ganze prozedere ein wenig kompliziert.
eine website hat es sich zur aufgabe gemacht, jeden schritt der band auf dem weg zum neuen album zu dokumentieren. einsehbar auf www.missionmetallica.com
voraussichtlich draußen ab 15. september.
'S gibt wahrscheinlich noch nirgends was anzuhören (also ausser die Songschnipsel auf deiner oben genannten HP), oder!?
*gähn*
jeder volldepp hat dieses "phänomen" in der schule auf irgendeinem blöden täfelchen mit metallspänen und darunter liegendem magneten bewundern dürfen. es geht hier um die künstelrische gestaltung, und die ist eher untere kajüte.
Ich kann mit dem weiss lackiertem Sarg mehr anfangen als mit dem weissen Hintergrund.
Der Sarg hat mich beim ersten Blick an die Master of Puppets - Kreuze erinnert und an die Kriegsthematik. Der Sarg ist zu dem so gestaltet, dass er für jede x-beliebige Person stehen kann.
Krieg - Magnet - Namenlos - Tod
... und schon zimmert man sich eine Version zusammen was die Band mit dem Album zum Ausdruck bringen möchte ...wenn einem die Arbeit langweilt. Und nein ich bin kein Verschwörungstheoretiker. 
Mit Graphitspähnen, 'nem Magnet und 'nem Blatt Papier kann man doch so'n Magnetfeld darstellen. Sieht dann in etwa so aus.im deutschen: das cover und die cover, freund olsen
singular = plural; alles andere ist anglizismus 
Ein unglaublich schlechtes Stück Musik.
Alleine schon diese unglaublich langweilige Riffgewichse am Ende, obwohl obwohl am Anfang dachte ich noch es wird eine Halbballade für die Soldaten in der Ferne... schön Creed mäßig.
Aber immerhin versucht Lars Ulrich nicht mehr zu kaschieren, was für ein miserabler Drummer er ist.
Shit, waren das 8 langweilige Minuten.
gäähn..die versuchen sich ja selber zu kopieren. als wärs noch 1992- zuerst wird langsamer part am anfang, melodie gezupft mit der gitarre dann härter und am schluss das saitengewichse. bloss dass es soooo langweilig ist inzwischen. inzwischen sind sie tatsächlich auf dem niveau von creed.
genauso billig produziert ist übrigens das video- war das ein tagesausflug in die wüste von nevada?
nö er ist tatsächlich langweilig und ohne jegliche musikalische überraschung.
Also meiner Meinung nach ein solides Stück Rock. Was versteht ihr eigentlich unter musikalischer Überraschung?
haha, "the day that never comes" ist weniger nervig als 99% der anderen metallica-songs.
was ja noch lange nicht heißt, dass der song gut ist. 
Kam gestern auf MTV hab mal kurz was mitbekommen und hörte sich recht fehlproduziert an, wie ein Instrumentalalbum, wo im Hintergrund eine mickrige Stimme was bläkt. Wobei der Instrumentalteil auch eher fad wirkt, weil viel zu aufgebläht und "verspielt".
[quote:b835cca698="Vicious!"]Kam gestern auf MTV hab mal kurz was mitbekommen und hörte sich recht fehlproduziert an, wie ein Instrumentalalbum, wo im Hintergrund eine mickrige Stimme was bläkt. Wobei der Instrumentalteil auch eher fad wirkt, weil viel zu aufgebläht und "verspielt".[/quote:b835cca698]
Ich empfehle dir mal auf metallica.com zu gehen und die 6 verfügbaren Lieder anzuhören. Qualitätsmäßig find ich die spitze!
[quote:cf999d575e="Vicious!"]Ne, Metallica WILL ich einfach nicht hören![/quote:cf999d575e]
dann geh doch woanders trollen wenn du die eh nich hören magst.
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