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Das FBI hat den Filesharing-Dienst Megaupload geschlossen. Kurz darauf griffen Web-Aktivisten Webseiten von FBI und Labels an.
New York (joga) - Das amerikanische FBI hat gestern den Filesharing-Dienst Megaupload geschlossen und mehrere verantwortliche Mitarbeiter festgenommen. Auch der deutsche Firmengründer Kim Schmitz wurde wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen verhaftet.
Megaupload ist wie Rapidshare ein sogenannter Filehoster. User können hier große Dateien hochladen und anderen Webnutzern zugänglich machen. Der Dienst ist zunächst kostenlos und finanziert sich über Premium-Accounts, die den Zugang zu den gesuchten Downloads erleichtern und beschleunigen.
Web-Guerilla greift Webseiten von FBI und Labels an
Die Reaktion der Web-Aktivisten ließ nicht lange auf sich warten: noch in der Nacht griffen die Guerillas der Anonymous-Gruppe gezielt Webseiten von FBI, US-Justizministerium, Lobbygruppen und Plattenlabels an und legten diese teilweise für längere Zeit lahm.
Erst am Mittwoch hatten verschiedene Webseiten, darunter Google und die englische Wikipedia-Ausgabe, eine gemeinsame Protestaktion gegen neue Gesetzes-Initiativen des amerikanischen Senats und Repräsentantenhauses zur Verschärfung des Urheberrechts durchgeführt.
Die Gesetzesinitiativen SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act) gefährden nach ihrer Ansicht die Freiheit des Internets, weil sie nicht mehr den Uploader von Dateien für die Verletzung von Urheberrechten verantwortlich machen, sondern den technischen Betreiber. Insofern kommt die Aktion des FBI zu einem überraschenden Zeitpunkt, weil sie den Eindruck erweckt, dass Betreiber von Seiten, die Urheberrechtsverletzungen begünstigen, auch ohne die schärferen Gesetze belangt werden können.
Megaupload hatte viele prominente Fans
Die am Donnerstag veröffentlichte Anklageschrift wirft Megaupload vor, der Unterhaltungsindustrie einen Schaden von mindestens 500 Millionen Dollar zugefügt zu haben. Den Behörden zufolge zählt Megaupload mehr als 150 Millionen registrierte Nutzer und täglich 50 Millionen Besucher weltweit.
Doch Megaupload ist nicht nur wegen seiner Größe weltweit bekannt, sondern auch wegen seiner prominenten Fans und Unterstützer. Zur Führungsebene soll der mit Alicia Keys verheiratete Musiker Swizz Beatz gehören. Alicia Keys, Kanye West, Snoop Dogg, P. Diddy, Will.I.Am und andere Musiker hatten Anfang Dezember sogar extra einen Song für den Filehoster aufgenommen, den "Megaupload Mega Song":
Ich finde es immer wieder lustig, in was für einer heuchlerischen Gesellschaft wir doch leben. Wenn eine Person des öffentlichen Interesses wie Guttenberg gegen Urheberrechte verstößt schreien alle sofort "Rücktritt". Aber wenn dann eine Seite gesperrt wird auf der man ja selber schon zig Male was runtergeladen hat und damit gegen das Urheberrecht verstößt dann ist das ein Grund zum protestieren -.-
Und immer dran denken, Kinder: Wer ein Lied von Michael Jackson per Filesharing verbreitet, geht länger in den Bau, als der Arzt, der ihn fahrlässig eingeschläfert hat.
Als Bundesminister (und in jedem anderen Amt auch) kommt es auch darauf an, integer zu sein. Ein Verteidigungdminister, der auf unlautere Art zu seinem Doktor gekommen ist, wird nicht plötzlich ehrlich werden. Somit steht jede seiner Handlungen unter dem Verdacht der Lüge. Man denke in diesem Zusammenhang an die Zwischenfälle in Kundus und auf der Gorch Fock. KT wurde untragbar und musste gehen. Zu Recht. Dass in der Realität trotzdem Leute wie, sagen wir mal, Schäuble, der ja "Gedächtnisprobleme" hat, was Parteispenden von Waffenhändelern angeht, Minister sind, steht auf einem anderen Blatt.
interessant ist auch, dass der verfasser des gesetzes auf seiner eigenen homepage wohl ein, nach seinen vorstellungen, illegales wallpaper als hintergrundbild verwendet.
guter gedanke, sanch'.
aber das ist ja nur die spitze des eisbergs.
hier geht es doch gar nicht mehr um das schützernswerte gut des eigentums.
hier geht es insgesamt darum, dass die konservativen glauben, man müsse sich die kommunikationswege des netzes zu eigen machen und alles, was man nicht kontrollieren kann: rübe ab!
die neuen gesetzte schützen inhaltlich nämlich nicht den/die künstler (das wollen die nur glauben machen, in der hoffnung, es liest niemand), sondern gängeln das netz am ende wie rotfuckingchina....wenn man sie ließe.
zumal: hier ist noch nicht im ansatz die legalität des einsatzes überprüft worden.
....ganz anderes bild als zb im gibson fall....bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt, sobald die megas mit der us-variante einer einstweiligen verfügung zurückschlagen.
Bin da ganz bei Anwalt und Zombie, das hat alles überhaupt nicht Hand und Fuß und kriminalisiert ALLE User ohne einen einzigen Beweis. Falls ich mit "loaduser" gemeint sein sollte (wo ich mir bei intro ziemlich sicher bin) sei gesagt: ICH habe noch NIE etwas illegal gesaugt und wüßte auch überhaupt nicht wie das gehen sollte.
Ach kommt schon Leute ich bin es echt Leid. Wer Musik, Filme oder was weiss ich aus dem Internet saugt ohne, dass vom Urheber ein Einverständnis gegeben wurde tut dies illegal. DAS WEIß mittlerweile jeder. Dann steht auch dazu und versucht nicht wieder irgendwas zu rechtfertigen von wegen: ja die Kinotickets sind so teuer.
Es ist ja nicht der eigentliche Akt der mir auf den Sack geht sondern das viele immernoch meinen es wäre ihr RECHT dies zu tun und jeder der versucht sie daran zu hindern ist ein Unmensch
Sancho, nur weil etwas legal oder illegal ist, ist es noch lange nicht richtig oder falsch? Es gibt da nicht nur die Gesetzgebung, sondern auch noch die Moral und das Denken fernab von Lobbyismus. Ich will das ja auch nicht alles für umme haben, vor allem Filme nicht. Aber was Musik angeht, Du weißt, da denke ich, dass zumindest digitale Versionen umsonst sein sollten und als Promo für Konzerte und Künstler selbst dienen sollten. Wer ne (m.E. völlig überflüssige) Silberscheibe haben will sollte diese zu einem fairen Preis bekommen (nicht mehr als 10 Euro).
ich kann Sancho verstehen. Btw. wird das auch grade in der aktuellen Sternausgabe angeschnitten im Interview mit ... ach wie heisst er noch. Auch der amüsiert sich über die Internetcommunity, die sofort "LOLOL KOPIE" schreit, sobald Guttenberg nen Doktor plagiiert (was ja nicht rechtens ist), selbst aber ungehinder zeug runtersaugt bis die Wände wackeln.
Das IST gelebte Doppelmoral.
Hat aber nix mit einer SOPA an sich zu tun. Da gehts, soweit ich verstanden habe- mal wieder um Lobbygeschichten.
Imo kein Problem ist doch wenn:
-man für den Kram zahlt (physisch CD oder ITunes Shop oder whatever)
-der Künstler sagt "kannse haben" (my little Pony auf youtube oder wasweissich.)
Auch die ganzen Wikipediaeinträge sind doch nicht urheberrechtlich geschützt. Die Urheber stellen das ja zur Verfügung. Wie ich das aufgenommen habe, würde allerdings eben auch ein Wikipedia einschnitte in kauf nehmen müssen, und imo ist das eine Freiheit, die wir uns nicht nehmen lassen dürfen.
Auch hier wieder, Zeug runterladen und nicht dafür bezahlen, obwohl es zum VERKAUF steht ist Diebstal und gehört bestraft.
Zeug runterladen / ansehen / nutzen / kopieren / damit tanzen / essen, das gratis und freiwillig angeboten wird ist doch ... kein Problem.
achja, lustiger Fact (nachzulesen auf Wikipedia)
"Der Abgeordnete Lamar S. Smith, der die Gesetzesinitiative ins US-amerikanische Repräsentantenhaus eingebracht hatte, wurde im Januar 2012 selbst bei einer Urheberrechtsverletzung ertappt"
http://de.wikipedia.org/wiki/SOPA
Ich kann Sanchos Vorwurf aber an sich schon nachvollziehen: mir ist auch aufgefallen, dass wir mittlerweile die Generation Umsonst sind, die eigentlich alles umsonst bekommen kann und das dadurch als MEnschenrecht sieht und es selbstverständlich nimmt. Aber einige reden aneinander vorbei: Sancho beschwert sich über die Selbstverständlichkeit des Streamings/Downloads, während andere berechtigterweise darauf hinweisen, dass diese ganze SOPA-Scheiße ein Angriff auf die Informationsfreiheit ist und die Schließung so nicht korrekt war. SOPA-Gesetz und illegaler Download sind zwei Paar Schuhe, die gleichzeitig schwer diskutiert werden können.
Ich kann Sanchos Vorwurf aber an sich schon nachvollziehen: mir ist auch aufgefallen, dass wir mittlerweile die Generation Umsonst sind, die eigentlich alles umsonst bekommen kann und das dadurch als MEnschenrecht sieht und es selbstverständlich nimmt. Aber einige reden aneinander vorbei: Sancho beschwert sich über die Selbstverständlichkeit des Streamings/Downloads, während andere berechtigterweise darauf hinweisen, dass diese ganze SOPA-Scheiße ein Angriff auf die Informationsfreiheit ist und die Schließung so nicht korrekt war. SOPA-Gesetz und illegaler Download sind zwei Paar Schuhe, die gleichzeitig schwer diskutiert werden können.
Guttenberg, die FDP-Tante und unser Wulffi sind eine ganz andere Hausnummer, da geht es um das Vertrauen des gesamten Volkes was in diese Leute gelegt wird und missbraucht wird. Der liebe Gutti hat den Dr-Titel erschlichen und u.a. damit seine "Karriere" forciert. Nur weil ein Trottel-Redakteur im Stern (hach, wie renomiert..) rumlolt heißt das gar nix. Bezüglich illegalen Downloads muss man differenzieren - wie oben von mir beschrieben. Und nochmal, nur weil etwas legal oder illegal ist heißt das noch lange nicht das es richtig oder falsch ist - nicht einfach glauben was die Politik (gesteuert von Lobbyisten) an Gesetzen verabschiedet, seid mündige und freidenkende Bürger, BITTE BITTE!
Der Vergleich von Sancho hinkt aber mal auf allen Ebenen:
Wer einen Song/Film/Wasauchimmer illegal herunterläd begeht ein Unrecht, weil er sich auf nicht rechtsmäßigem Weg (also ohne dafür zu bezahlen) urheberrechtlich geschütztes Material besorgt.
Ein Guttenberg jedoch kopiert Passagen aus allen möglichen wissenschaftlichen Texten, gibt sie als seine eigenen aus und veröffentlicht sie als eigenes Gedankengut. Allein das ist schon eine Ebene weiter, als es der gewöhnliche Filesharer ist.
Doch darüber hinaus erhält Guttenberg dadurch auch noch einen Ehrentitel, der ihn persönlich in seiner politischen Karriere unterstützt (und allgemein dafür sorgt, dass Einstellungschancen/Gehalt aufgebessert werden). Und das alles, indem er fremdes Gedankengut kopiert und als sein eigenes ausgibt.
Wo ist da bitteschön die Berechtigung, Guttenberg und Filesharer auf eine Stufe zu stellen?
Werke von bestimmten Filmemachern oder Künstlern herunterzuladen, die sie (vollkommen freiwillig und keineswegs Lobbyismus-gelenkt) für Geld verkaufen möchten, hat in erster Linie etwas mit fehlendem Respekt dem Künstler gegenüber zu tun. Alle anderen vorgeschobenen Gründe (pöse Industrie, Kunst als freies Kulturgut, blöde Gesetzeslage usw. usf.) sind nur faule Ausreden, unabhängig von allen Guttenbergs, Wulffs und Schäubles
Sancho: Gut, war es der Lammert, wie auch immer. Wenn er rumlolt und sowas von sich gibt, dann halte ich das für trottelig. Evtl. hat er ein schlechtes Kunst- und oder Internet-Verständnis. Du lässt das nicht gelten, gerne, das ist Dein Ding. Und wenn Du meinst, dass sich das Gutti-Ding mit Filesharing vergleichen lässt, ok - in meinen Augen und nicht nur in meinen wie man sieht, hinkt der Vergleich gewaltig. Nur weil die Musikindustrie inkl. Lobbynutten und Künstler es gewohnt sind Tonträger zu verkaufen und jetzt größtenteils rumheulen heißt das noch lange nicht, dass es das einzig wahre Vertriebssystem für Musik ist, hm? Vor der Zeit der Tonträger verdingten sich Musiker live und diese Zeit wird - wohl unaufhaltsam - wiederkommen und das finde ich für meinen Teil auch sehr gut und gesund so. Es gibt doch, gerade heutzutage, weitaus mehr Möglichkeiten als Musiker Geld zu verdienen als mit dem Verkauf von Tonträger geschweigedenn von Dateien (!), ich denke da an Konzerte, Merch, Werbe-Verträge, etc pp.
Was Lobbyisten machen, ist den Unterschied zwischen legal und illegal abschaffen zu wollen. Die Gesetzgeber hatten sich darauf geeinigt, daß Privatkopien erlaubt sind und daß nur ein Weiterverkauf der Kopien illegal sei. Dies war aus mehreren verfassungsmäßigen Gründen so entschieden worden. Unter anderem könnte man nach den Interessen der Lobbyisten den gesamten Bildungsbetrieb von heute auf morgen einstellen, also Universitäten und Schulen dichtmachen. Wer privat eine Seite aus einem Buch kopiert, müsste dies auch vorher anmelden und gegebenenfalls Gebühren zahlen.
Erst bei einem gewerbsmäßigen Verkauf von urheberrechtlich geschütztem Material geht der Gesetzgeber davon aus, daß ein Schaden entsteht. Rein logisch und juristisch ist erst hier ein möglicher Schaden am Urheber feststellbar (wobei "Urheber" auch schon ein höchst zweifelhafter Begriff ist. Ein Autor, Musiker oder Filmemacher erhält höchstens einen Krümel vom großen Kuchen). Für mich ist diese Definition die einzig richtige, weil sie gesunden Menschenverstand, Statistik, Logik, Justiz und unser altägliches Leben im Umgang mit Kopien sinnvoll festlegt.
Lobbyistenverbände versuchen nun schon seit 1992, diese Begriffe aufzuweichen und keinen Unterschied mehr zwischen illegal und legal zu machen. Da können sich viele noch so sehr einreden, eine Privatkopie sei ein Verbrechen - als gebildete und verantwortungsbewusste Bürger dürfen wir solche Gesetze nicht zulassen. Eine Gesellschaft darf nicht zulassen, daß ihr höchstes Gut (die Kultur) ausschließlich in den Händen von Menschen liegt, welche es als Vorwand zum gewissenlosen Geldmachen benutzen und ihm keinen sonstigen Wert zurechnen.
zu InNo: das wir beide da ein grundverschiedenes Verständnis zu haben ist altbekannt, möchte ich nicht erneut diskutieren, das würde zu nix führen. Und wir reden hier speziell über Musik, nicht über Filme oder sonstige Kunst. Wie gesagt, es muss beim Thema Filesharing dringend differenziert werden. Die Künstler die man schätzt und supporten will wird man auch supporten, das steht völlig außer Frage.
1. bin ich nicht Sancho.
2. erklär mir jetzt bitte, was daran so schwer sein soll zu begreifen, dass man ein Urheberrechtlich geschütztes Produkt einfach nimmt. Dass es dann keine Rolle spielt, obs eine Doktorarbeit ist, oder obs ein Lied ist. Mein Gott, so schwer kann ja das nicht sein.
Ich habe -hoff ich mal- betont, dass die Auswirkungen eines Guttenbergs was ganz anderes sind, als das einer kleinen Band. Will ich gar nicht bestreiten. Der AKT des Diebstahls ist aber genau derselbe.
Ob du wem nur 10 euro aus dem Portemonnaie klaust, oder ne Bank überfällst ist auch nicht ganz dasselbe, trotzdem hast du in beiden Fällen etwas gestohlen.
Und grunsätzlich ist das in meiner Welt jedenfalls illegal.
Aber auf zum nächsten geilen Argument à la "die Künstler haben ja sonst möglichkeiten Geld zu machen" joa ... hamse. Sie können Konzerte machen. Ist trotzdem Diebstal. Irgendwann sagt sich einer vielleicht "oi, ich kann auch einfach nicht mehr Musik machen, und geh halt aufn Bau Malochen. Die können mich alle mal am Arsch lecken" - wo ist das dein Problem? Richtig. Kriegst keine Musik mehr.
Nur weil du jemanden bestiehlst, der sein Geld auch "anders" machen kann, heisst das noch lange nicht, dass das so richtig ist.
Wenn du 8 Autos in deiner Garage hast, und ich dir 1 stehle. Dann kann ich später auch nicht bei den Bullen aussagen "ja aber er hat ja noch 7 andere" - das sollte doch eigentlich klar sein, sofern man auch nur n Quäntchen Rechtsversändnis und Respekt vor dem Eigentum anderer Leute hat.
und es spielt btw. keine Rolle ob der andere (und ich wiederhole mich glaub ich) ein Musiker, Filmemacher, Bücherschreiber, Lobbynutte, du und ich ... ist. Egal.
@ CafPow:
Ok, wenn man das so sieht, ist es vergleichbar, da in beiden Fällen der Urheber geschädigt wurde. Guttenberg geht aber mMn trotzdem einen Schritt weiter als der Downloader, da er sich noch mit dem fremdem Material bereichert.
Auch wenn ich das Bild eigentlich nicht fortführen will, wäre Guttenberg höchstens mit jemandem vergleichbar, der Musik downloaded und die gebrannten CDs dann noch verkauft...aber ich glaube, diese Diskussion führt zu nichts ;-)
@CafPow
"ich kann Sancho verstehen. Btw. wird das auch grade in der aktuellen Sternausgabe angeschnitten im Interview mit ... ach wie heisst er noch. Auch der amüsiert sich über die Internetcommunity, die sofort "LOLOL KOPIE" schreit, sobald Guttenberg nen Doktor plagiiert (was ja nicht rechtens ist), selbst aber ungehinder zeug runtersaugt bis die Wände wackeln.
Das IST gelebte Doppelmoral."
Nein! Das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Der Minister hat was "geklaut" und es als sein eigenes ausgegeben. Musik wird "geklaut" um es sich anzuhören. Keiner, der 'nen Song von Metallica klaut wird behaupten, dass er den Song geschrieben hätte. Die Aufregung war ja nicht, dass ers kopiert hat, sondern, dass er verschwiegen hat, dass er es kopiert hat (fehlende Quellenangaben) und es als sein eigenes ausgegeben hat.
@Prometheus: Danke. War Zeit, daß jemand den Fehler mal korrigiert. Die Empörung war ja nicht über die Kopie. Zitate sind bei Doktorarbeiten schließlich PFLICHT. Die Empörung war darüber, daß es eine Täuschung war, ein Sich-Mit-Fremden-Federn-Schmücken. In der Tat: Äpfel mit Birnen.
Nachtrag: Wenn das so weitergeht wie in den letzten 5-6 Jahren, werden die "gängigen" illegalen Download-Portale bald mehr Macht und Geld haben als jedes Majorlabel. Wer glaubt, Betreiber solcher Seiten würden Robin-Hood-mäßig aus Menschenliebe nur "denen da oben" was wegnehmen, ist einfach naiv.
Da trage ich 1000 Mal lieber was zum Erfolg einer Plattenfirma bei, die zwar auch profitorientiert ist, den Künstler aber zumindest an den Einnahmen beteiligt
Falsch. Künstler machen die Inhalte, User "machen" die Up- und Downloads und der Betreiber macht vor allem nur eines: Patte. Und zwar nur auf dem Rücken der harten Arbeit der ersteren und der Leichtgläubigkeit der zweiten...
Sicher noch lange kein Grund, die Plattform zu verbieten, aber uneingeschränkt unterstützen muss man so etwas auch nicht unbedingt
"Nur auf dem Rücken", auf solchen Seiten wird also ausnahmslos Künstler-Material illegal getauscht? Ah?Klar kann man das prüfen und kritisieren und optimieren, da bin ich bei Dir. Aber FBI-Methoden und Pauschalisierung gehen gar nicht. Würde digitale Musik generell kostenfrei zu Promo-Zwecken angeboten würde sich die Problematik des Filesharing bei Musik gar nicht ergeben, hm? Schon ziemlich gekünselt und Industrie-Getrieben das ganze. Diesen Monat wurden/werden im übrigen drei Konzerte besucht, für Feb sind ebenfalls schon Tickets für 2 Gigs bezahlt. Hinzu kommt ein T-Shirt-Kauf und das MoTrip-Album in der Vorbestellung.. aber diese Downloader immer, tsts..
"Würde digitale Musik generell kostenfrei zu Promo-Zwecken angeboten würde sich die Problematik des Filesharing bei Musik gar nicht ergeben, hm?"
Anscheinend wollen das die meisten Künstler nicht, denn an den mangelnden Möglichkeiten, seine Musik frei verfügbar für jeden ins Internet zu stellen, kann es ja nicht liegen, oder? Und den Wunsch des Urhebers habe ich zu respektieren... Zumindest, wenn mir an seiner Kunst was liegt.
Und noch ein letztes Mal für die ganz erkenntnisresistenten (also eigentlich nur für einen): Ich unterstütze ausdrücklich NICHT das Vorgehen der Behörden und bin gegen alle Verbote. Mir geht es nur um die Scheinheiligkeit der Anhänger illegaler Downloads, die mit ihrem Verhalten einen noch schlimmeren Ausbeuterapparat unterstützen als es die Musikindustrie jemals sein konnte
Haha, und Kim Schmitz ist schon wieder im Knast. Der Typ war früher schon unerträglich. Und mit "früher" meine ich C64 und Atari-Zeiten. Mit anderer Leute Hacks bereichert. Ich sag' nur Telekom. Erinnert sich jemand?
Für mich ist der Punkt, wie im Artikel angerissen, dass die jetzige Vorgehensweise des DoJ solche Vorlagen wie SOPA entkräftet - es geht offensichtlich auch ohne.
Lautuser leider wieder auf dem Holzweg. Kim Schmitz und Robin-Hood-Attitüde?! Nur eine Plattform geboten? Ha ha. Kenne leider noch allzu gut Kimmies selbstherrliche Inszenierungen zu Mailboxzeiten in der newsgroup des CCC (Mitte der 90er) - natürlich war für uns alle damals bitter, dass es dieses Großmaul mittelfristig "geschafft" hat und umso süßer, dass sie ihn jetzt am Sack haben.
Außerdem widerspricht sich lautuser hier im Thread wieder mal selbst - er weiß also nicht mal, wie man sich bei nem OCH ne Datei saugt - ja nee, is klar.
Bin eigentlich kein Freund von "Fighting fire with fire", die Methoden des FBI und des DoJ sind zwar ziemlich zwielichtig - gleichzeitig hats mit Kimmie aber wahrlich nicht den falschen getroffen - für die, die es interessiert, mal die Beschlagnahmungsliste, welche gestern Nacht bereits im gulli:board auftauchte (siehe Spoiler im comment von cheez):
http://board.gulli.com/thread/1690475-megaupload-dicht-kim-schmitz-verhaftet-/3/
Da sag noch mal einer, der Kimble habe "nur eine Plattform" zur Verfügung gestellt. Wenn ich jemandem unterstelle, die ganze Urheberrrechtsverletzngsgeschichte als Hoster billigend in Kauf, ja sogar aktiv gefördert zu haben, dann am ehesten Hrn. Schmitz!
EDIT: @HAGA ei sicher! Der Typ hat damals die ganze Szene verunglimpft und sich mit seinem Auftritt bei Monitor schamlos überproduziert, und dabei hatte er damals schon weniger Ahnung als ich - obwohl ich selbst in dieser Szene auch immer nur an der Oberfläche gekratzt hab (mein Cousin ist der Familien-Hacker...). Von Hacken versteht der Kimmie nix, von Selbstvermarktung zugegebenermaßen umso mehr, und dafür geht die fette Qualle seit jeher über Leichen...
Das Schwierige bei der Diskussion ist doch gerade, daß es keinen eindeutig feststellbaren Schaden durch Kopien gibt. Die Diebstahls-Vergleiche funktionieren schließlich nicht, weil bei einem Diebstahl jemandem etwas weggenommen wurde, er es also nicht mehr verwenden oder verkaufen kann. Genauso irrsinnig ist der Versuch, aus einem unoffiziellen Download die generelle Unwilligkeit zum Kauf herzuleiten. Die Industrie geht in ihren Prämissen davon aus, daß ein Download einem Kauf entspricht und sich daraus der Schaden ergebe. Dieser Irrsinn ist nicht zu Unrecht von Gesetzgebern bisher abgelehnt worden.
Nicht zuletzt geben gerade die Künstler, deren Interessen die Befürworter von Zensur und unfreier Kultur zu vertreten vorgeben, keine eindeutigen Aussagen. Natürlich möchten sie Geld verdienen, die allermeisten möchten aber ihre Musik bei so vielen Menschen wie möglich verbreitet wissen. Nicht zuletzt, weil sie schlecht bezahlt werden, finden sie dies auch attraktiver, weil sie bei Konzerten sehr viel mehr Geld verdienen als durch CD-Verkäufe.
Kauft ein Mensch eine CD, so gehen zwischen 30-90 Cents an die Künstler, je nach Vertrag. Ausschließlich um Künstler kann es beim rigorosen Verfolgen von Kopien also sowieso nicht gehen. In deren Interesse ist eher die Bekanntheit ihrer Werke. Mit einem guten Anteil eines gekauften Werkes bezahlt man aber Anwälte, welche "unerlaubte Musikhörer" verfolgen.
Einem "Online-Steller" kann ich schon eher abkaufen, daß er sich für das Werk eines Künstlers begeistert und es verteilt wissen möchte. Oftmals sieht man auch Aufforderungen, Konzerte zu besuchen oder CDs zu kaufen, wenn das Werk einem gefallen hat. Sie als "Ausbeuter" zu bezeichnen empfinde ich als enorm übertrieben und unverhältnismäßig. Zumindest übersteigt die Qualität des unmoralischen Handelns der Musikindustrie die ein paar weniger Raubkopierer um ein Vielfaches. Kopierer möchten auch nichts anderes, als daß die 1992 geschaffenen und sehr sinnvollen Gesetze zum Umgang mit Urheberrechten und Kultur im Allgemeinen eingehalten werden. Die Agenda gegen die Rechtsstaatlichkeit, das Bildungssystem und die Einschränkung jeglicher Kultur (auch durch Zensur!) betreiben die Lobbyverbände.
jup, Ragism hat den Plan, wird niemand widerlegen können. Und Souli, ich weiß tatsächlich nicht wie das geht mit Gulliboard und Rapidshare und so, hatte ich nie Bock drauf und werde ich auch nie machen. Und wie gesagt, nur weil man wenig Tonträger kauft und die Alben gerne digital umsonst hört ist man keine Schmeißfliege - bei mir ist das Gegenteil der Fall - wie beschrieben.
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