Massive Attack gelten als Geburtshelfer einer Stilrichtung, die Leute wie DJ Shadow initiierten und deren Bezeichnung viele Protagonisten am liebsten vergessen würden: Trip Hop. Jene Beat-Collagen, die nicht mehr einfach nur Hip Hop sein wollten.
Vorliegende Kollektion vereinigt die Klassiker, und das Wort greift hier nicht zu kurz, des kommerziell wohl erfolgreichsten Acts dieses Genres (inklusive einer neuen Nummer). Kommerz bedeutet im Falle Massive Attacks allerdings nicht Sell-Out. Ganz im Gegenteil. Die oft von Slow Mo-Rhythmen angeschobenen, raumgreifenden Arrangements tragen eine unverwechselbare Identität. Bei jedem Track der Bristoler hört man, wie Massive Attack an ihrem Soundbild feilen.
Bei der überragenden Ballade "Teardrop" vom noch besseren Album "Mezzanine" (1998) erkennt man beispielsweise schon am ersten Rimclick des Herzschlag-Beats den Song respektive die Band - eine spezifische Ästhetik, die sich auf der Bühne und im Booklet fortsetzt. In ihren Tracks findet sich kein qualitativ minderwertiger Verlegenheitssound. Hier wird an den Knöpfchen und Instrumenten eben solange gedreht, bis es stimmt.
Das fordernd groovende "Safe From Harm" vom ersten Longplayer "Blue Lines" (1991) eröffnet den Songreigen. Das vernebelte "Karmacoma" vom Nachfolger "Protection" (1994) erinnert dann wie der vocallastige Dub "Five Man Army" daran, dass Anfang der 90er noch ein Mann namens Tricky zum Massive-Kollektiv gehörte.
"Angel" wälzt sich mit Dauer-Vocalist Andy Horace, mächtigem Beat und Rock-Gitarre bis zum düsteren Tempo des vorzüglichen "Inertia Creeps". Beide Tracks gehören neben "Teardrop" und "Risingson" zur Dunkelscheibe "Mezzanine". "Protection" blendet noch einmal zum positiveren, gleichnamigen Vorgänger zurück, bevor das nach Regenwald schmeckende "Butterfly Caught", das entrückte "What Your Soul Sings" (feat. Sinéad O' Connor) und das immer runder groovende "Future Proof" zum letzten regulären Studioalbum "100th Window" (2003) überleiten, das den Sound von "Mezzanine" auf eine spitituellere Ebene hob.
Zum Uptempo-Dancehit "Unfinished Sympathy" (Blue Lines") muss nicht viel hinzugefügt werden - vermutlich der Song, mit dem sich Massive in die Musikgeschichte eintragen werden. Das weiche, coole "Sly" ("Protection") schraubt den Herzschlag dann mit vorzüglichen Streicher-Arrangements auf ein erträgliches Maß herunter. Zum Schluss funktioniert der neue Track "Live With Me" zwar nach der gewohnten Massive Attack-Dramaturgie, bringt mit dem angerauten Souler Terry Calliers (der in den höheren Lagen fast an Tom Jones erinnert) aber eine neue stimmliche Facette in den Sound.
Die Werkschau zeigt, dass Massive Attack jene Eigenschaft besitzen, die alle großen Bands auszeichnet: ein spezifisches Profil. Das nächste Studio-Album, von dem bereits sieben Songs fertig sein sollen, dürfte die Fans nicht enttäuschen. "Collected" liegt auch als Special Edition mit Remixen, einem weiteren neuen Song (das schleppende und live klingende "False Flags") sowie allen Videos auf DVD vor.
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Definitiv ein Grund zur Hoffnung und zur Vorfreude.
gehörte damals einfach dazu. gut das es geblieben ist!




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) völlig anders ist, aber ich mir nach mehrmaligen Durchhören voll wie auf einem Drogentrip vorkomme. Jetzt muss ich nur herausfinden, ob das positiv oder negativ ist, ich glaube aber, erstes. Demnach muss die Protection ja echt gut sein, aber mein Portemonnaie konnte noch nicht überzeugt werden. 




