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Man möchte meinen, bei Mary J. Blige sei alles Friede, Freude, Eierkuchen. Sieben erfolgreiche Alben und unzählige Preise, darunter den "Women's World Award", verbuchte sie in ihrer 15-jährigen Karriere bereits. Hinzu kommt, dass sie mit ihrem Ehemann Kendu Isaacs seit vielen Jahren glücklich ist. Nur um mal einige Dinge aufzuzählen, die bei der Soul-Diva optimal laufen.
Und doch: Obwohl sie schon im Titel ihres fünften Albums "No More Drama" den Frieden suchte, scheint Mrs. Blige noch immer nicht rundum zufrieden zu sein. "As long as I'm a human being and I'm not perfect, I'm able to say I'm having some growing pains", sagte Mary zum Beispiel kürzlich zu MTV. Um so besser, denn angeblich wächst ja die Qualität des kreativen Outputs eines künstlerisch Schaffenden direkt proportional mit der Anzahl seiner Probleme.
Und so wühlte die Queen of Hip Hop Soul für ihr neues Album wieder in gewohnter Manier in der Sorgenbüchse. Und die ist bei Mrs. Blige wahrlich nicht klein. Sie gräbt in den Abgründen ihrer Vergangenheit und befördert Selbstzweifel, Alkoholprobleme und Unsicherheiten zu Tage. Herausgekommen ist ein Album, das Mary erneut in stimmlicher Hochform zwischen Verzweiflung, Wut, Weisheit und Resignation zeigt.
Auch ansonsten ist alles beim Alten. Für die Beatbastelei besorgte sie sich wie immer den ein oder anderen talentierten Kollegen. Ne-Yo, Dre & Vidal, The Neptunes und Timbaland ließ sie unter anderem an die Regler, um ihr wieder vermehrt eigene Sounds auf den Leib zu schneidern. Anstatt wie auf "The Breakthrough" u.a. auf Nina Simone-Samples aufzubauen.
Ludacris hinterließ seine Handschrift in "Grown Woman", dem einzigen Song auf dem Album, der mit seinen straighten Hip Hop-Beats eindeutig aus dem Rahmen fällt. Spätestens mit den klaren Ansagen auf diesem Track dürfte jedem Pop- und R'n'B-Sternchen klar werden, dass Mary in einer anderen, einer höheren Liga spielt: "I keep it covered up 'cause I'm a lady. I know how to show a little somethin'. You can't see what's under that 'cause I'm a grown woman", stellt sie klar.
"Growing Pains" vereint ein Best Of Blige: Große Balladen ("What Love Is", "Hurt Again"), wie sie auf dem Vorgänger "The Breakthrough" leider abgesehen von "Be Without You" wenig vertreten waren und bei denen Mary das macht, was sie eben am besten kann: Singen. Egal ob auf Dancefloor-geeigneten Girl Power-Hymnen ("Work That") oder auf mit Synthiefragmenten versetzten R'n'B-Perlen ("Feel Like A Woman").
Leider findet man unter den insgesamt 16 Tracks dann doch einige Filler, wie etwa die Vintage-Discohymne "Til' The Morning", die Mary einfach nicht so richtig stehen will oder das unerträglich schwülstige Kitsch-Duett "Shake Down" mit Usher. Der unglaublich starke Ausstieg "Come To Me" ist dafür aber fast mystisch schön und entschädigt für den ein oder anderen durchschnittlichen und belanglosen Song auf dem Album.
"The drama will not last forever" heißt es dann wieder zuversichtlich im Titeltrack "Work In Progress (Growing Pains)". Versteh mich nicht falsch, Mary. Es ist nicht so, dass ich dir noch mehr Sorgen wünschen würde. Aber wenn es das ist, was du brauchst, um weiterhin so emotionsgeladene Musik zu machen, dann bitte auch für das nächste Album wieder: Ganz viel Drama.
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Wie schafft es diese Frau auf jedem Cover scheiße auszusehen???
Ja klar, das auch.
Trotzdem finde ich gerade ihre Frisuren auf so gut wie jedem Album schrecklich, sie macht sich dadurch hässlich, dabei sieht sie ja eig. richtig toll aus.
und wie schafft es die "Neue" bei laut.de aus dem Stand so geile texte zu verfassen? Ich liebe dich, Vreni :-)
... ich bin überrascht... ICh stimme der Kritik voll und ganz zu... das habe ich noch nicht oft erlebt
Hab das Album seitdem es am 01.02 erschienen ist und wartete lange auf die hier erscheinende Wertung. 4 Punkte - gerechter geht es nicht... Denn es sind einige absolute KNALLER drauf (COME TO ME mein absoluter FAVE-TRACK),aber eben auch ne Hand voll mit Füllern...
ach und ihre Stimme ist ebenso großartig ... Weiter so... tolle Rezension
[quote:8c14201331="The|SquaLL"]Ja klar, das auch.
Trotzdem finde ich gerade ihre Frisuren auf so gut wie jedem Album schrecklich, sie macht sich dadurch hässlich, dabei sieht sie ja eig. richtig toll aus.[/quote:8c14201331]
jo da haste recht, auch ihre ganzen parts als feature usw. sind nur schlecht.
also - ich fand mjb's letztes release richtig schlecht und ich kann mir nicht vorstellen, dass die neue "gut" sein soll, v. a. nachdem ich das neue video gesehen hab.
und wer behauptet, sie sei hübsch, sollte dringend zum optiker. 


Hallo reden wir hier über n Album und damit über MUSIK oder um die mögliche suboptimale äußere Erscheinung in Form des Gesichtes von MARY J BLIGE??
Meine Güte... ist ja schlimmer als im Kindergarten... Kann man dann eure Beiträge zu musikalischen Kriterien ähnlich ernst nehmen wie dieses Jedrisse?!
ja und dann so n Satz wie von einem bockigem Kind "Dich aber auch nicht" --> peinlich
Ob musikalisch gelungen oder nicht, darüber lässt ja gerne streiten, aber doch nicht über so ein derart niveaulosen Scheiß... Mir ist das so egal wie die Frau aussieht. Aber daraus ein Topic in der Diskussion über das Album zu machen, ist einfach lächerlich und kindisch!
Wir könnten auch extra einen Thread für die Diskussion über ihr Äußeres öffnen, wer hätte Lust?
[quote:3c353d2409="The|SquaLL"]Wir könnten auch extra einen Thread für die Diskussion über ihr Äußeres öffnen, wer hätte Lust?[/quote:3c353d2409]
Oder einen Fred über neunmalkluge Pseudoniveauundanstandswauwaus
@Die Singe+Video fand ich furchtbar -.- und hübsch find ich sie wirklich nicht. Aber ne tolle Stimme hat sie zweifelsohne. Das Review ist formal/sprachlich sehr angemessen... inhalt kann ich noch nicht bewerten, werd aber demnächst mal reinhören.
bin ehrlich gesagt überrascht. die platte ist sehr viel besser als ich erwartet habe. erwartet hatte ich schmalzige, langweilige songs mit immer dem gejohle, stattdessen abwechslunsgreiche, z. T. treibende hiphop-beats und eine wahrlich gut aufgelegte mjb. außerdem 16 tracks. das ist mittlerweile auch nicht mehr selbstverständlich. der opener gefällt mir bisher am besten.
4/5
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