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"I'm not man enough to be human", näselt die einstige Kultfigur Marilyn Manson etwas wehleidig ins Mikro. Er wolle sich mit dem neuen Album von Trübsal und bitterlichem Seelenschmerz verabschieden, hieß es im Vorfeld. Die Welt würde einen anderen Marilyn Manson kennenlernen. Tristess und narbenreichen Anekdoten gehörten der Vergangenheit an.
Doch keine halbe Minute dauert es, ehe sich das ghoulige Organ des Protagonisten erstmals zu Worte meldet und verkündet: "Hey, cruel world, you don't have what it takes, we don't need your faith, we've got fucking fate". Handzahm klingt irgendwie anders. Aber die komplette 180 Grad-Wendung erwartete ernsthaft ja wohl keiner.
Inszenierung hin oder her: Marilyn Manson ist nicht nur ein Vermarktungs- sondern auch ein Medienprofi. Einer der genau weiß, wann es an der Zeit ist, zu brüllen oder eher zu flüstern. Auch musikalisch pendelt das amerikanische Rock'n'Roll-Enfant Terrible gerne zwischen sowas wie süffiger Annäherung und flächendeckender Vereinnahmung. Ein Schema, das er drei Jahre nach dem eher zwiespältig aufgenommenen Output "The High End Of Low" auf dem aktuellen "Born Villain" weitestgehend beibehält.
Da gibt es den apokalyptischen Rocker "Hey, Cruel World", die brachiale Industrial-Hommage "Murderers Are Getting Prettier Every Day" oder das sperrige Doom-Monster "Lay Down Your Goddamn Arms" neben dem lähmenden Elektro-Fiasko "Children Of Cain", dem pumpenden "The Gardener" oder dem verstörenden "Pistol Whipped"-Beat. Die Bässe knarzen, die Gitarren schreien fernab zu konventioneller Akkord-Technik und Mansons Stimmbänder schwanken wie gewohnt zwischen tiefergelegtem Storytelling und Endzeit-Shouts.
Auffällig bleibt lediglich der im Vergleich zu früheren Werken doch recht hohe Anteil an elektronischen Spielereien. Ein Highlight auszumachen fällt schwer, auch wenn das groovige "Slo-Mo-Tion", der klaustrophobische Titeltrack mit ungewohnt eingängigem Gitarren-Thema, oder das für Mansons Verhältnisse fast schon melodische "Breaking The Same Old Ground" aufhorchen lassen.
Am Ende obliegt es aber wieder mal einer eigenwilligen Coverversion, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Mit Hilfe von Hollywoods Johnny Depp an der Gitarre und am Schlagzeug (!) macht die Manson-Version des Carly Simons-Klassikers "You're So Vain" zwar nicht allzu viel verlorengegangenen Boden wieder gut, stellt aber zumindest einen halbwegs versöhnlichen Abschluss dar.
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Mittelmäßiges Ding. An Antichrist/Animals/HolyWood kommt's nicht ran, auch THEOL fand ich besser. Wie im Review erwähnt fehlt hier ein echter Kracher... da ist nichts was heraussticht.
Was mir auf den letzten 3 Platten auch aufgefallen ist: Ich mag Mansons Gesang nicht mehr so so sehr wie früher... irgendwie singt er mittlerweile fast ausschließlich in diesem jämmerlichen, leidenden "Ich-hab-solchen-Seelenschmerz" Ton.
Ich dachte mal, die ganze Manson-Geschichte würde er vielleicht für vier-fünf Jahre durchziehen und dann mal etwas anderes, interessanteres machen. Pustekuchen, jetzt macht er sie demnächst schon 20 Jahre. Mit diesen ewigen Wiederholungen macht er sich das klitzekleine Bisschen an brauchbarem Material kaputt. Ohne auch nur einen Hauch von musikalischer Entwicklung, neuen Themen oder eines anderen Konzepts reitet er diese Masche durch, bis auch der letzte Fan irgendwann das Kotzen bekommt. Vermutlich wird er aber vorher schon herausgewachsen sein.
Es scheint so, daß seine zwei-drei brauchbaren Alben damals eine Kollektivleistung seiner jeweiligen Mitmusiker und Produzenten waren. Seit er sich aber insbesondere von Trent Reznor entfernt hat, ist er nur noch ein trauriger Clown. Immerhin ist er passend geschminkt.
Würde er sein Stil ändern, wäre das Geheule genauso groß.
Ich werd jedenfalls gerne reinhören. Wenns gefällt, wirds gekauft.
sehr schwache off-topic-provokation vom lauch, vor allem wenn man bedenkt, dass er das größte und peinlichste fantoi ist, dass sofort ne dauererektion bekommt, wenn eine beliebige frau auch nur ein fitzelchen haut zeigt. im gegensatz zu ihm bin ich durchaus in der lage, musiker, deren bisherige alben ich zumindest teilweise mochte, kritisch zu bewerten.
zum album: schade, wieder sehr schwach, sein letztes gutes album war eat me, drink me, ich mochte den hardrock-einschlag des albums, der für manson auch soundmäßig eine veränderung bedeutete. leider ist er dann wieder auf industrial rock umgeschwenkt, jedoch ohne alte stärke, sondern eher 08/15-mäßig. das wars wohl.
wie schon wo geschrieben, ist bereits 'unter ferner liefen, war mal.....irgenwann in einer anderen Zeit...": sowas kommt raus, wenn man nicht neue Wege geht und vorrausschauend ist, wie Oomph! und nur von der eigenen mittelglorreichen Vergangen heit zu leben versucht und nicht vorausblickend ist!
Ich fand Manson eigentlich schon immer Scheiße, und dieses Album wird es wohl auch nicht ändern.
Hab's jetzt so zweimal nebenher gehört, in mäßiger Lautstärke. Von daher kann' ich nicht allzu viel sagen, außer, dass bisher nichts hängen blieb. Muss mir das mal richtig anhören, habe ich aber beim Vorgänger auch noch nicht geschafft. Vielleicht wachsen die beiden ja, wer weiß - ich fürchte allerdings, das nicht. Man wird sehen.
Eat Me, Drink Me fand ich übrigens sehr gut.
Und wieso kommentierst du dann dauernd, wenn dich Manson eh nervt?
Und wieso kommentierst du dann dauernd, wenn dich Manson eh nervt?
wirklich, wieso hälst du nicht einfach mal deine beschissene fresse?
Ganz ehrlich: Wie kann man sich darüber aufregen, dass irgendeine Platte unter den Top-Alben steht?
In ein, zwei Wochen sind eh wieder so viele neue Platten raus gekommen, da verschwindet die von selbst. Mein Gott, hauptsache meckern!
Vielleicht liegt es daran, weil mich total nervt, was aus dieser Community geworden ist. Das war vor Jahren nicht so...
In jedem scheiß Thread werden von immer den selben Leuten die gleichen Kindergartenkriege veranstaltet...
Ach, was reg ich mich auf!
Tja, die Hauptschuld an der Negativ-Entwicklung der Community trägt laut.de - die haben das Forum abgeschafft, völlig absichtlich und bedacht. Du findest viele der alten dopen Leute unter noschools.net wieder oder im IRC Chat unter http://webchat.quakenet.org/?channels=gromkyuio=d4 lass Dich mal blicken!
pass mal schon auf du lauch, sonst kommt manson und lehrt dich das gesetz der gruft, bei deiner ewigen stichelei.
Lauti, ich muss Dich glaube ich an der Stelle mal an Blackvelvet erinnern, bei ihr war der Goth-Hintergrund irgendwie nie ein großer Kritikpunkt für Dich.
Oder gar nicht. ICH darf anfeinden, ICH hab' Hausrecht in den Katakomben 
Das Problem was ich mit Goths (und Emos, etc) habe ist einfach, dass es allermeist nicht authentisch sondern sehr aufgesetzt wirkt. Hab das in den 80ern schon nicht gerafft was die mit ihrem Schwarz-Getue eigentlich wollen. Haben die ein Ziel? Wofür stehen die? Haben Goths auch Spaß?
Na, ich kann das nicht fühlen, denke immer an pösen Karneval und Komplex-Persönlichkeiten die Aufmerksamkeit brauchen und deswegen "schocken" wollen wie pubertäre Kids die den Anschluß verpasst haben. Affig halt. Also bitte klärt mich auf.
Na, ich kann das nicht fühlen, denke immer an pösen Karneval und Komplex-Persönlichkeiten die Aufmerksamkeit brauchen und deswegen "schocken" wollen wie pubertäre Kids die den Anschluß verpasst haben. Affig halt. Also bitte klärt mich auf.
@stummerzeuge: ist ja dein gutes recht und alles, aber wenn sich jemand so oft wie du, bei so vielen leuten beschwert, dass sie angeblich mit "scheuklappen" rumlaufen, sind solche aussagen doppelt gefailt
Ich behaupte mal, Du denkst in die falsche Richtung, wenn Du "pöse", Aufmerksamkeit und schocken wollen anführst.
Für den größten Teil der Gemeinde trifft wohl eher introvertiert, still und Verstecken hinter einer Maskerade zu.
Man kann natürlich nicht für alle sprechen, dafür ist die Szene in jeglicher(!) Hinsicht viel zu heterogen.
Cycl: Das ist korrekt, habe mich nie damit beschäftigt, nur die Vögel auf der Straße gesehen. Foxi: Korrekt, muss ich eingestehen, in diesem Fall (und bei Emos) bin auch ich Scheuklappen-Behaftet, aber ich versuche jetzt gerade mich zu bessern, whut. Haga: Jut jut, mit introvertiert und still kann ich leben - ist aber schon so ein Menschenschlag, oder?
Haga: Vergiss es, war nicht so wichtig. Ich meinte dass die Goths halt gefühlt (für mich) immer so bemitleidenswert rüberkommen, ich muss(te) da halt fast immer schmunzeln, kann das nicht so für voll nehmen, die Maskerade halt.
du hast da wohl immer die falschen beobachtet, stummi. dasa kann einem gehen wie beim hiphop. 
ich finde das neue Marilyn Manson wieder um einiges besser, als die anderen. Die zweite Hälfte erinnert mich schon positiv an alte Zeiten. Nur das Cover ist total überflüssig.
Meine Bewertung fällt ein wenig positiver aus:
http://platten-blog.de/index.php/marilyn-manson-born-villain/
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