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Nein, so hört sich kein erfolgreiches Comeback an! Was schon mit "Charmbracelet" nicht gelang, gedeiht auch auf "The Emancipation Of Mimi" nicht. Mit bügelfreien R'n'B-Grooves, haufenweise Schmalz-Balladen und sonstigem klischeebeladenem Song-Quatsch versucht Mariah Carey wieder auf den Zug ihres einstigen Erfolgs aufzuspringen. Doch der ist ziemlich abgefahren, wie "The Emancipation Of Mimi" beweist.
Mimi ist natürlich Mariah herself. Bisher kannten diesen Spitznamen nur ihre engsten Freunde. Aber im Zuge des abfahrenden Zuges muss (neben der öffentlichen Zurschaustellung angeblicher Reifungsprozesse) so einiges herhalten, um die Verkaufs-Maschinerie zu schmieren. Dazu gehören auch die bewährten Diven-Skandälchen.
Das Streben der Protagonistin gilt offenkundig einem Ehrenplatz im Zickenolymp. Diesem Begehren eilen 30 prall gefüllte Koffer und eine Hundertschaft Begleitpersonal voraus. Letztere kümmert sich um Madame Mimis Wohlbefinden, das empfindliche Beeinträchtigung erfährt, sobald der rote Teppich, der ihre zehn Millionen Dollar-Füße vom Schmutz der Straße separieren soll, nicht rechtzeitig bereit liegt. Ob solch extravaganter Zickenalarm zum Emanzipationsprozedere gehört, sei einmal dahin gestellt.
All dieses Gehabe kann jedoch des Pudels Kern nicht verschleiern: Von ihrem Status als bedeutsame R'n'B-Künstlerin ist Mimi weiter entfernt denn je. Daran ändern hochdekorierte Knöpfchendreher ebenso wenig wie die angeheuerten Mikro-Gangster.
In den unabkömmlichen Rap-Einlagen battlen Twista ("One And Only"), Snoop Dogg ("Say Somethin'") und Nelly ("To The Floor") um die Wette. Bei der Single "It's Like That" sitzen die Clubkönige Jermaine Dupri und Fatman Scoop am Mixer. Auf "Stay The Night" spendet Kanye Wests segnende Hand ihre Gnade. Philly-Soul-Experte James Poyser hat seine güldenen Finger bei "Mine Again" im Spiel und die Neptunes rücken "Say Somethin'" ins rechte Licht. Leider nützt das alles nichts! Gehauchte Balladen, die die Gefühle nicht ansprechen, tummeln sich reglos neben Dance-Grooves, die nicht in den Beinen jucken.
"It's Like That" punktet zwar noch mit einer halbwegs originellen Hookline. Mit "We Belong Together" hat sich der Ideenfluss jedoch erledigt. Ab "Mine Again" fangen die Song-Plattitüden an, so richtig unerträglich zu werden. Sorry, aber solch klischeetriefendes Liedgut spucken heutzutage Kompositionscomputer massenweise aus. Schade eigentlich, denn singen kann Frau Carey nach wie vor, auch wenn ihr Organ nicht mehr ganz so voluminös wie einst erscheint.
Das Produzententeam untermauert das Ganze mit gültigen Grooves und überzüchtetem Sounddesign. Aber auch das macht aus schlechten Songs keine guten Lieder. Ausnahmslos alle Tracks des Albums klingen nach beliebigem R'n'B-Geplänkel. Das ist freilich nett, reicht aber nicht für ein Comeback. Genau genommen noch nicht einmal für ein Comebackchen.
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Undsie hat es doch geschafft x)
Manche Kritiker hier bei Laut sollten sich echt mal nach einem anderen Job umsehen...
(Nicht nur auf diese eine Rezension bezogen)
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