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Wen möchte man mit diesem Album eigentlich für blöd verkaufen? Eine Frage, die einem schon in Gestalt des allzu offensichtlich ge-photoshop-ten Covers mit dem nackten Arsch voran ins Gesicht springt. Das Einzige, das sich Mariah Carey nicht vorwerfen lässt: Inkonsequenz.
Die bis zur anatomischen Unmöglichkeit verschlankten Aufnahmen der angeblichen Diva ziehen sich wie ein roter Faden durchs Klappcover. Das Booklet - eine Mini-Extra-Ausgabe des Magazins Elle, die an Unleserlichkeit und Werbedichte dem Original in nichts nachsteht - brüllt Seelenverkauf.
Die Verpackung passt zum Inhalt. Musikalisch zählen die "Memoirs Of An Imperfect Angel" zum Langweiligsten, Inhaltsleersten, Überflüssigsten und Ärgerlichsten, das ich seit langer Zeit ertragen musste. Selten wurde versucht, der Kundschaft ausgezulltere Wurstpellen anzudrehen - immerhin halbwegs stilecht statt in alte Zeitung in abgegriffene Hochglanz-Illustrierte gewickelt.
Nie im Leben kämen Society-Hühner wie Mariah Carey doch auf den Gedanken, sich ihre Klamotten für den großen Gala-Auftritt bei C&A zu besorgen. Warum dann ein Album, das schließlich die Visitenkarte einer Sängerin darstellen sollte, komplett von genau den Produzenten zusammenschustern lassen, die nahezu jeder Kollegin, die sich nur halbwegs auf ähnlichem musikalischen Gebiet versucht, die "Hits auf den Leib schneidern"?
An Christopher 'Tricky' Stewart und The-Dream scheint im zeitgenössischen R'n'B kein Vorbeikommen. Von Beyoncé bis Rihanna bedienen sich die Damen im Dutzend in ihrer Beatwerkstatt. Warum nur, warum? Anstelle von Maßanfertigungen setzt es hier Beats von der Stange.
Statt die zweifellos vorhandenen Besonderheiten der jeweiligen Stimmen ihrer gesangsbegabten Klientel zu unterstreichen, verstecken die beiden Herren diese in Kartoffelsäcken, grob gewebt aus immer den gleichen Versatzstücken: Klavier, dicke Bässe, wahlweise Fingerschnippen oder Synthieclaps, Streicherkitsch aus der Retorte und, das Sahnehäubchen der klanglichen Scheußlichkeiten, Chimesgeklingel. Einmal den Stempel "Hitgarant" aufgedrückt bekommen, kann man sich, so scheints, alles erlauben.
Im Fall Mariah Carey, die im Vorfeld einen Streit ums Sandschäufelchen der Aufmerksamkeit mit Eminem anzettelte (oder doch zumindest genüsslich zelebrierte), garniert man die ausgelutschte Mixtur noch hier und da mit Anbiederei an den Dirty South ("Ribbon") oder "Hey! Ho!"-Anfeuerungsrufen (wie in "Inseparable").
Mal ehrlich: Was soll das? Wie hat man sich die zugehörige Szenerie vorzustellen? Mariah im weißen Nachthemdchen oder güldenem Wickeltop, im Hintergrund stehen die finster dreinblickenden Homies mit verschränkten Armen um die brennende Tonne und feuern sie an? Äußerst stimmiges Bild ...
Immerhin: "Obsessed", die (zu Hülf!) "Abrechnung" mit Slim Shady, bietet die einzige Nummer, die einen Hauch schneller zur Sache geht. Die gibt es dafür gleich in diversen Bonusversionen, die sich lediglich in der Basslastigkeit minimal unterscheiden. Ich wusste ehrlich nicht, wo man abseits des Repertoires der durchschnittlichen Bontempi-Orgel heute noch solche Plastikbeats herbekommt. Aber, nein: "Radio Edits" werfen die Remixer hier ins Rennen. Möchte wissen, welcher Sender diesen Rotz spielen soll. Schlumpftechno FM?
Abgesehen von "Obsessed" schlafen einem zu Beginn des Albums die Füße ein und wachen - beneidenswerte Treter! - auch nicht mehr auf. Mariah Careys an sich facettenreiche Stimme erstickt im immer gleichen Korsett. Variationen in Instrumentierung oder Tempo? Fehlanzeige.
Noch nicht einmal für die Neuverwurstung der Foreigner-Schnulze "I Want To Know What Love Is" fällt den beteiligten Herrschaften mehr ein als (wieder einmal) Pianogeklimper und Fingerschnippen. Mariahs Stimme kippt hier, konfrontiert mit theatralischem Choraufgebot, wie es ein Dieter Bohlen nicht schablonenhafter hingekriegt hätte, vollends ins Quietschige.
"Go, DJ, play my song", heißt es in "Candy Bling". Man sollte die Aufforderung im Hinterkopf behalten. Als Rausschmeißer dürfte die Ansammlung uninspirierter Schmachtfetzen auf "Memoirs Of An Imperfect Angel" schwer zu schlagen sein.
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Ey, das ist Miss Mariah Carey. Die Frau, die ihre Stimme aus ihren Brüsten holt.
Aber es stimmt. Mariah Carey-Songs klingen irgendwie immer gleich. Zumindest mal ist es immer die gleiche Songstruktur.
Intro - Verse - Chorus - Verse - Chorus - Chorus (Oktave höher).


I want to know what love is von Mariah Carey??? Waren Foreigner böse oder warum verdienen die sowas. Knipps doch mal jemand dieser Fiepse den Ton ab. Bitte!!!!
Abolut schwachsinnige Review. Die Kommentare hier sprechen da dann auch für sich. Hier wird einfach wieder das Klientel der ach-so-geilen Alternativ-Rocker bedient und Kommerz schön zerrissen. Dass man hier eigentlich eine gute Platte hat, der man eine Entwicklung zum Vorgänger nicht absprechen kann, wird im Review nicht man angeschnitten. Warum auch, man klopft ein paar super witzige Sprüche und dann werden sich die coolen Forumsposter schon wieder vor Lachen gleich 10x überschlagen.
An Cheesyness ist diese Seite hier kaum noch zu überbieten. Ein absolutes Armutszeugnis und traurig und die Verschwendung von Webspace, denn als Kaufhilfe ist diese Review bestenfalls verwirrend.
Cheers
Verwirrend ist der Fetzen und dabei bleibe ich. Einen derart einseitigen Verriss, der bewusst die positiven Facetten ausblendet, ist mir hier noch nicht untergekommen. Geil auch der Punkteunterschied: Der Vorgänger bekommt 3/5, der Nachfolger 1/5 mit der Megabegründung ,,Mariah Carey hat sich von The-Dream produzieren lassen''. Schon böse.
Das Problem, das viele Lieder ähnlich klingen, ist viel zu dramatisiert. Viel Variation gibt es bezüglich des Tempos zwar nicht wirklich, aber das lässt die Lieder nicht zwangsläufig gleich klingen. Das Album ist reifer als das vorherige, was man IMO auch am Text hört und einfach schon daran, dass Mariah sich nicht mehr diese Pseudo-Gangster ins Studio holt. Davon kein Wort, nur auf das Gejodle in Obsessed wird bis zur Unerträglichkeit rumgeritten. Kein Wort davon, dass sich das Album an früheren Werken orientert (nicht unwichtig für Fans) und kein Wort davon, dass das Album eine Weiterentwicklung im Gegensatz zum letzten Album ist und stimmliches Overacting für Carey-Verhältnisse überaus selten vorhanden ist. Hier wird so getan, alswenn es eine unmelodische Grütze wäre und das stimmt einfach nicht. Aber warum sollte man auch positive Kritik bezüglich Mainstream äußern, völlig unwichtig. Dazu fällt mir NIX mehr ein.
Ich hab früher auch gerne mal Mariah Carey gehört das hat sich aber gelegt seit sie sich für ne Black Music Diva hält und quasi nur noch mit den Akons und P Diddies der Musikszene rumquitscht. Dann die peinliche battle mit Eminem. Carey ist vom Niveau her fast ganz unten angekommen. Völlig egal ob sie Mainstream macht oder was auch immer. Mehr als 1 Punkt ist das Ding echt nicht wert.
Das Cover ist ja wohl nurnoch peinlich.
Ich weiß nichtmal ob das lustig oder traurig ist...
Warum lässt man die Carey & Co-Reviews nicht von Leuten schreiben, die die Musik mögen, einen Bezug dazu haben oder zumindest einmal dem Ganzen nicht a priori negativ gegenübergestellt sind?
Das Album ist nicht eintönig, eher homogen, und sicher eines der besseren, wenn nicht besten, Werke von Ms. Carey. Wer straighten Mitt-90er R&B mag kommt definitiv auf seine Kosten und die Produktion von The-Dream und Tricky Stewart ist halt mal sehr gut.
Reviews wie diese mögen für einige lustig zu lesen sein weil sie eigene Vorurteile über den bösen Kommerz bestätigen, liegen in der Sache aber einfach daneben. Da kann man's ja auch gleich lassen.

sagt darf man einfach rezensionentexte zB von laut.de nehmen und woanders auf amazon posten bzw. als seine eigenen ausgeben? das würde doch unter verletzung des copyright fallen oder?
so geschehen nämlich bei einer kundenrezension auf amazon, da wurde einfach frech teile der rezension vom neuen nena album hier auf laut.de zu einer mariah carey rezension umgemodelt...also sowas finde ich echt dreist!
hier der betroffene text:
"Wieso wünscht man sich eigentlich bei jeder Ankündigung eines neuen Mariah Carey-Albums, es könnte doch ein gutes Album werden? Es ist immer das gleiche Spiel: Die gleichen seichten Nummern. Das gleiche dröge Popgeplänkel.
Man wird von Mariah nicht enttäuscht. Sie hat schließlich noch nie ein wirklich gutes Album gemacht. Schlimm das die Diva sich selbst so toll findet. Und sie kann wirklich etwas richtig "tolles": schlechte Songs durch eine nervige Stimme und noch schlechtere Billig-Beats unerträglich zu machen.
Die neue Platte "Memoirs of An Imperfect Angel" klingt nach Abkupferung. Nur einfach in schlecht, Callas für arme. Dabei steht nicht fest ob dies Absicht ist oder Mariah und ihr Team einfach fernab vom Schuss produzieren... "

Ich muss sagen, das dass neue Album ausser Obssessed einfach nur schwach ist... MC Fans haben hier geschrieben das es besser als das letzte Album ist und eine Steigerung (!!!) ist! Wo denn, bitte??? E=MC2 war um einiges besser, hatte wenigstens ein paar "Hits" oder Songs die so klingen... Z.B. Migrate ist für mich ein sooooooo starker Song von dem Album, das dass neue Album einfach wie ein Witz aussehen lässt! Es war nicht falsch won ihr auf die Hip-Hop/Beat/Ghetto Schiene zu gehen, es war aber falsch (und ist es noch) WIE das gemacht war/ist! Billig, einfallslos... Beyonce und Rihanna sind der Carey um Meilen voraus... Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das eigentlich Leona Lewis die Musik macht, die sich viele Carey Fans wünschen... Forgive me ist so ein netter Song, oder Bleeding Love, Run- das ist alles was die "alte" Mariah in den 90er machen wurde, aber nein...


wieso stimmt der verriss nicht?
diese rezension ist die PERSÖNLICHE meinung des kritikers.
die muss sich nicht mit deiner meinung decken. du musst die platte nicht automatisch schlecht finden, wenn's dem kritiker nicht gefällt.
was du hier aufführst, ist mit jemandem vergleichbar, der zwanghaft versucht, einem menschen, der absolut keine karotten mag, vom tollen karottengeschmack zu überzeugen.
wie soll denn eine platte "fair" besprochen werden? diese forderung erinnert mich immer an eine szene am anfang vom "club der toten dichter" als robin williams den schülern erklärt, warum sich literatur eben nicht in ein bewertungsschema pressen lässt. und ähnlich verhält sich das mit musik. da spielen viele persönliche vorlieben und/oder abneigungen mit hinein, dass eine objektive bewertung nicht möglich ist. wie auch? gitarre vorhanden = +5 punkte / ohne gitarre gibt punktabzug?
glasklare stimme = super-album / genuschel = kacke?
so, jetzt erwachsen werden und nicht rumheulen, wenn ein anderer mensch einen anderen geschmack hat.
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