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Mit dem zweiten Album "Goodbye Logik" marschieren die Jungs um Sänger Sebastian bereits ein Jahr nach ihrem Debüt wieder auf. Madsen hatten es also eilig, die Eindrücke der Tour zu verarbeiten und die gesammelten Emotionen in Lieder zu packen. Doch braucht es dazu nicht den nötigen Reifeprozess? Zumindest auf dem Album vermisst man diese Reife zum Teil sehr. Es fehlt dieser letzte Schliff.
Doch um Tomtes Thees Uhlmann zu begeistern, hat es gereicht. Wieder ganz vorne als Madsen-Fan mit dabei, gratulierte der Hamburger per SMS. Thees finde die aktuelle Platte sogar besser als das Debüt, sagt der Madsen-Fronter.
Beim Opener "Du schreibst Geschichte" schrummeln die Gitarren, ein Metaphern-Gewitter bricht los und zwischendurch schreit Sebastian auch kratzig. Ein Ausbruch? In gewisser Weise schon. Trotzdem, hier spürt man, dass der letzte Funken fehlt. Was die Musik teilweise an zündenden Elementen vermissen lässt, macht auch der Text nur schwer wett. "Ich will mit dir dahin wo das Schicksal uns umschling ... Kannst du sehen was ich sehe, kannst du fühlen was ich fühle?" Starke Zeilen, die bei "Ein Sturm" erklingen. Diese Worte bringen zwar Gefühle auf den Punkt und sind kraftvoll. Doch wo bleibt das Gänsehautfeeling? Live mögen diese Sätze funktionieren. Auf Platte fehlt der Schub der Emotionen, bzw. die Aura.
"Piraten" ist ein ruhigerer und zugleich popigerer Track. Der Song schlendert vor sich hin, bricht jedoch nie aus. Mit "Goodbye Logik" folgt die Hymne des Albums. Der Beat pocht, die Gitarren fiepen angenehme Riffs runter, ruhigere Zwischenparts finden sich mitunter auch.
Bei "Unzerbrechlich" spielen Madsen die Klampfen schneller, Sebastian schreit die Worte geradezu raus. Abgekühlter und balladesk kommt "Der Moment" rüber. Streicher unterstützen die ruhige Atmosphäre. "Happy End" dümpelt poprockig vor sich hin, und auch "Ein Produkt" reißt den Hörer nicht mit, denn man hat das Gefühl, hier einen Schablonen-Song serviert zu bekommen.
Doch genau das, was man bei den vorherigen Tracks schmerzlich vermisste, taucht bei "Euphorie" plötzlich auf. Hier ist er, der Funke, der Strohhalm dieser Platte. Sachte, ungezwungen und doch so unendlich überzeugt singt der Fronter seine Zeilen. Die Melodie geht unter die Haut, dringt zum ersten Mal richtig durch.
Trotzdem: Auch nach mehrmaligen Hören überzeugt "Goodbye Logik" nicht wirklich. Wahrscheinlich war es für einen Nachfolger einfach noch zu früh. Auch wenn die Jungs den Drang verspürten, dass jetzt alles raus musste, hätten sie noch warten sollen. Denn große Songs sollten reifen. Und genau dann schaffen Madsen auch das Quäntchen Gänsehaut, das sie vom durchschnittlichen Deutschrock-Schrumm-Schrumm abheben lässt.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Madsen - Goodbye Logik | Infos (Lieferzeit/Service) | €9,99 | €3,95 | €13,94 |




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