- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Wir zeigen euch, welche deutschen Bands oder Musiker weltweit bekannt sind.
Konstanz (laut) - Made in Germany. In erster Linie subsummiert man unter diesem Slogan Autos oder Maschinen. Aber auch Musik aus hiesigen Landen ist in der Welt hoch angesehen. In nahezu jeder Epoche gab es Musiker, die aus Deutschland auszogen, um die Welt zu beeinflussen, unterbrochen nur von den finsteren Jahren der Naziherrschaft.
Nachdem aus Deutschland geflohen war, wer kreativen Rang und Namen hatte, dauerte es eine Weile, bis sich wieder so etwas wie eine musikalische und kulturelle Identität herausbildete. Nicht immer war man stolz auf die neuen 'Popstars' Deutschlands, doch auch die weniger anspruchsvollen prägten, und sei es mit Kajal und komischen Frisuren, ein anderes Bild vom Deutschen.
Wir konzentrieren uns aber auf die großen Innovatoren, die die Popmusik maßgeblich prägten und heute weltweit als Einfluss genannt werden. In Deutschland bekamen diese Klangschöpfer oft erst spät die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Wen wir damit im einzelnen meinen, seht ihr hier - wir präsentieren euch
Vom musikalischen Standpunkt aus betrachtet, ist es natürlich nahezu lächerlich, von Tokio Hotel als einer einflussreichen Band zu sprechen. Wenn es aber darum geht, kulturelle Aspekte zu berücksichtigen, sind die Magdeburger ganz weit oben anzusiedeln. Wer sogar in Israel Jugendliche dazu bringt, deutsch zu lernen, den muss man ganz sicher als wichtig bezeichnen. Auch wenns der Musikpolizei weh tut.
Was für Tokio Hotel gilt, dürfen sich auch Thomas Anders und Dieter Bohlen ans geschleckte Revers heften. Gut 200 Jahre nach Beethovens Geburt räumten die beiden endlich auf mit dem Klischee vom todernsten Deutschen mit der Denkerstirn, in der Form und Bedeutung miteinander ringen. Gründlicher kann man den deutschen Idealismus nicht zu Grabe tragen!
Die schwarze Szene hat in Deutschland bis heute eine feste Basis, wenn auch nicht mehr in den Ausmaßen wie vor drei Jahrzehnten. Der Industrial-Sound gehört hier zum musikalischen Kanon und Die Krupps waren Anfang der 1980er vorne dabei. Selbst die belgischen EBM-Gründerväter Front 242 führen die Deutschen als Einflüsse an, maßgeblich aufgrund der 1981er Platte "Stahlwerksinfonie", die im NME sogar Platte der Woche wurde. Elektrolärm, blubbernd groovende Rechner, feiste Riffs, eiserne Drums. So konnte man Crossover auch definieren.
Gude Laune! Bevor der Knöpfchen- und Plattendreher aus Frankfurt auf der Bildfläche erschien, war kaum vorstellbar, dass einmal ein DJ und Produzent zum Popstar avancieren könnte. Die deutsche und internationale Techno-Bewegung hat Väth entscheidend mitgeprägt und ist auch heute noch mit seinem Label und den Cocoon-Events auf Ibiza ein ziemlich angesagter alter Techno-Feger. The Message is Feierei, Alder!
Seine musikalische Karriere im Rampenlicht begann als Schlagzeuger bei Tangerine Dream, wo er aber bald den Aal machte und fortan erst bei Ash Ra Temple und dann unter seinemm eigenen Namen elektronisch weiter musizierte. Er gilt als Vorreiter der elektronischen Musik. Im Gegensatz zu den Kollegen von Kraftwerk verlegte er sich auf meditative Sounds und epische Klangcollagen. Kurze und prägnante Songstrukturen findet man bei Schulze nicht. Zuletzt machte der Veteran aufgrund von Kollabos mit Ex-Dead Can Dance-Chanteuse Lisa Gerrard von sich reden.
Das hier zu hörende "Phaedra" stammt vom gleichnamigen Album. Ebenjenes markiert die Geburtsstunde der sogenannten Berliner Schule. Deren bedeutendste Vertreter sind neben Tangerine Dream auch noch Klaus Schulze. Beide spielten ausgiebig mit Sequenzer-Sounds und verhalfen so synthetischen Klängen zu größerer Popularität.
Er wehrte sich mit Leibeskräften gegen die 80er Jahre-Mentalität, dass eine deutsche Band drittklassig zu sein hat. Und bald gaben ihm alle Recht: Phillip Boa And The Voodooclub waren Deutschlands erste international erfolgreiche Indie-Band. In der Folge buchten Leute wie Tony Visconti (David Bowie), Craig Leon (Talking Heads) und John Cale (Velvet Underground) ein Ticket nach Dortmund. Kinks-Songwriter Ray Davies urteilte seinerzeit hymnisch: "Das erinnert mich an die frühen Pere Ubu. Man sollte Phil Collins oder Sting zwingen, diese Musik zu hören!"
Notwist-Soundspezialist Martin Gretschmann erinnerte sich im laut.de-Interview genau: "Einmal sind wir vom Essen zurück gekommen und plötzlich stand da eine fünfzig Meter lange Schlange vor dem Club und du denkst nur 'Scheiße, wir sind hier in Seattle, wie kann das sein?' Man glaubt es einfach nicht." Aber es war so: Mit der geschmeidigen Indie-Pop-Scheibe "Neon Golden" eroberte die Weilheimer Indie-Band 2003 die USA. Jeden Abend Shows vor 500-1000 Leuten, alle ausverkauft. Manchmal ist die Welt einfach gerecht.
Während Sodom maßgeblich durch ihren rohen Sound, ihr Image und simpelste Songstrukturen von sich reden machten, setzten Kreator von Anfang an auf spieltechnische Finesse. Auch die Badener kokettierten anfangs mit satanischen Elementen, vor allem der fiese Gesang von Schmier und Kreator-Fronter Mille beeinflusst die Frontförster zahlloser Black Metal-Combos. Das Outfit, in dem man sich vor lauter Nieten, Patronengurten und sonstigem Altmetall kaum bewegen konnte, wurde ebenfalls gern in der Death- und Black Metal-Szene übernommen und stellenweise (siehe Dimmu Borgir) noch weiter ausgebaut.
In den Sechzigern sind Schlager, Volksmusik, Rock und Pop unvereinbare Dinge. Das Lagerdenken der Musik-Fans gestaltet sich hart und unerbittlich. Wie alle dennoch unter einen Hut bringen? Das Zauberwort heißt "Happy Sound" - und sein Großmeister James (Hansi) Last. Der Clou: Songs unterschiedlichster Genres interpretiert Last mit großem Orchester. Doch nicht originalgetreu nachgespielt, sondern in gefälligen Arrangements zu einem bunten, tanzbaren Potpourri zusammengefasst. Für Puristen gestalten sich allein die Alben-Titel abschreckend: "Sax A Gogo", "Non Stop Dancing" und "Guitar A Gogo" verfinstern Kritiker-Mienen, erleuchten aber die Party-Keller der Republik. Und weltweit: selbst in der damaligen Sowjetunion bekommt das James Last Orchester Auftritts-Erlaubnis, China liegt dem Hansi zu Füßen. Auch heute noch unnachahmlich: Lasts lässiges, tänzelndes Dirigieren des Orchesters bei Live-Auftritten. Hansi A Gogo eben!
Aus ihrem ganz eigenen biografischen Horror kristallisiert Christa Päffgen aka Nico mit dem "Marble Index" erstmalig eine Urform musikalischer Depression, so allumfassend, dass selbst Finsterlinge wie die frühen Cure, Bauhaus oder Joy Division daneben wie fröhliche Springinsfelde wirken. Im Niemandsland zwischen Totenklage, Chanson und schräger Avantgarde erschafft die Sphinx aus Eis einen Protosound, den die willigen Musterschüler nur wenige Jahre später als Gothic oder Postpunk aus der Taufe heben.
Ghostwriter sind bekannt, aber Ghostsinger? Oft als künstlerisches Leichtgewicht belächelt, setzte Frank Farian mit Silver Convention oder Donna Summer weltweit Meilensteine des Disco-Sounds. Doch erst die Single "Daddy Cool" - mit flugs unter dem Pseudonym Boney M. zusammengestellter Band für Bühne und TV-Auftritte - entwickelt sich zum Riesenhit. Die männlichen Parts singt Farian mit tiefer Krümelmonster-Stimme. Zu zweifelhaftem Ruhm kommt in den Achtzigern das Duo Milli Vanilli, das nicht einen Ton alleine singt - aber den Grammy gewinnt.
Farians Künstler und seine Musik wurden gern belächelt. Doch wo viele künstlerisch hochgelobtere Acts längst in Vergessenheit geraten sind, füllt Farian-Musik noch immer die Tanzflächen. Die Frage "Baby, Do You Wanna Bump?" aus dem Munde von "Daddy Cool" wird an den "Rivers Of Babylon" noch immer mit eindeutigem "Ja!" beantwortet
DAFs Konzeption einer Sequencer betriebenen Herangehensweise an elektronische Musik gilt als Vorbild für das gesamte EBM- und Techno-Genre. Die Düsseldorfer Robert Görl und Gabi Delgado lenken die rauhe Energie des Punk um 1980 in minimale elektronische Bahnen, nehmen ihr zweites Album "Die Kleinen und die Bösen" für Mute Records (Fad Gadget, Depeche Mode) in London auf und zünden mit dem "Mussolini" die Single-Bombe. Ausverkaufte Europa-Tourneen sind die Folge.
Vorwürfe der Rechtsradikalität wegen schwarzen Lederklamotten, vorgeblicher Körperkult-Verherrlichung und eigentümlicher Deutsch-Prosa sollten 20 Jahre später eine andere Band verfolgen.
Aus Amon Düül spaltete sich bald die 'Zweitband' ab, die sich ernsthafter mit Musik befasste. Während sich die Urausgabe der Combo mit sinnbefreiten Albentiteln wie "Collapsing/Singvögel Rückwärts & Co." und Uschi Obermaier am Tambourin vergnügte, erschuf die Zweitausgabe mit "Phallus Dei" eines der Ur-Alben des Krautrock.
"Du hast den Farbfilm vergessen / bei meiner Seel" quietschte in den Siebzigern eine aufmüpfige Stimme aus der DDR hinüber nach Westdeutschland. Mit Folgen: dem sozialistischen Regime zu unbequem, emigriert Nina Hagen in die BRD. Mit eigener Band wildert sie in deutschsprachigem Punk-Terrain. Und entwickelt sich zum Enfant Terrible der Kulturszene. Unverwechselbar: ihre schrill-exaltierte Gesangsweise. In Talkshows erregt sie immer wieder Aufsehen, sei es durch handfest ausgeführte Anleitungen zu weiblicher Masturbation, oder der Einschätzung zu einer Grünen-Politikerin: "Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh".
Im Gespräch ist Nina immer, die Welt betrachtet sie als großen Spielplatz. Mit Nachdruck verteidigt sie eine esoterische Sichtweise der Dinge. Sowieso auf du und du mit Jesus, treten auch Außerirdische gern in Kontakt mit ihr. Die mysteriösen Kornkreise gehen womöglich auch auf Ninas Konto.
Harter Rock made in Germany ist schon lange ein Gütesiegel. Speziell in Japan gehen einige deutsche Bands ab wie Schmidts Katze. Die Pioniere in Sachen Nippon-Eroberung sind die Scorpions. Während Klaus Meine & Co. in Deutschland noch gemütlich ihr Brötchen beim Bäcker kaufen konnten, wurden sie weiland in Tokio abgefeiert wie die Beatles. Von Japan setzen sie dann zum Sprung nach Amerika an: Die Staaten nehmen sie im Handstreich, wovon speziell das Video zu "World Wide Live" beredtes Zeugnis ablegt.
All das geschah noch Jahre bevor "Wind Of Change" die Band zur Suppenkasper-Combo verkommen ließ, die sie bis vor ein paar Jahren noch waren, ehe sie ihre Liebe zum Gaspedal wieder entdeckten.
1973 nannten sie auf dem Album "Faust IV" einen Song "Krautrock". Aus Ironie. Denn weder fühlten sich Faust als Rocker, noch als "Krauts", was man als Deutscher aus Sicht von Ausländern aber nun einmal war.
Ob Faust letztlich diesen Genre-Terminus erfanden oder die Presse ist seither höchst umstritten. Fausts besonders in England beliebte Musikvision erklärte Joachim Irmler im laut.de-Interview einmal eindrücklich: "Die Sachen hatten immer im unpassendsten Moment einen Taktwechsel: 'Ding, jetzt bin ich dran!'. Scheiße. Wir wollten Welten gestalten. Das ist was vollständig eigenständiges, das sich heute überall durchgesetzt hat. "
Wenn man sich die komplette, skandinavische Death- und Black Metal-Szene anschaut und anhört, kann man den Einfluss der Rumpelsounds der frühen Anfangstage von Sodom gar nicht hoch genug einschätzen. Simpelste Riffs, gutturaler Gesang, mieser Sound und die ersten Ansätze von dem, was später Corpsepaint werden soll in der Fratz.
Vor allem Düsterheimer, die alles, was eine Vierspurrekorder-Aufnahme überschreitet als totalen Kommerz bezeichnen, schwören nach wie vor auf die damals noch satanisch ausgerichteten Demos "Witching Metal" und "Victims Of Death". Zusammen mit Destruction und Kreator gelten Sodom nach wie vor als massiver Einfluss in nahezu allen extremen Metal-Bereichen.
"Wir sind die neuen goldenen Horden; diesmal ohne Dschinghis Khan" - wie ein Orkan brechen die Einstürzenden Neubauten vor 30 Jahren über Deutschland und die Welt herein. Krach und Kakophonie aus Einkaufswagen, Schmiedeamboss und allerlei Schrottwerk, der Schrei eines gequälten Tieres im Todeskampf aus der Kehle des leichenblassen und irre starrenden Blixa Bargeld samt kryptisch sinnlichen Texten. Erst wo Industrial aufhört, fangen die Neubauten an, alle gängigen Musikskalen im Säurebad zu zersetzen. Treffend nennen sie es "Strategien gegen Architekturen". Wer sich den genialen Urknall "Kollaps" von 1980 zu Gemüte führt, versteht, warum die Welt ihnen zu Füßen lag und liegt.
Um 1927/28 gründete sich in Berlin die erste deutsche Popgruppe: die Comedian Harmonists. Das weltberühmte Vokalensemble wurde bereits 1935 durch die erzwungene Emigration der drei jüdischen Mitglieder getrennt. Ein Stück Kulturgeschichte aus der dunkelsten Zeit Deutschlands. "Veronika, der Lenz ist da", "Ein Freund, ein guter Freund", "Wochenend und Sonnenschein" oder "Mein kleiner grüner Kaktus" blieben davon unbeschädigt und gehören längst zum Schlager-Kanon. Heute tragen Max Raabe und sein Palast Orchester das Erbe der Harmonists wieder in alle Welt hinaus, u.a. bis in die New Yorker Carnegie Hall.
Ähnlich wie die Scorpions waren Accept in den 80ern das Aushängeschild in Sachen Heavy Metal/Rock aus Deutschland. Sie prägten den typischen Teutonen-Metal maßgeblich, waren aber vor allem in Amerika und Japan ein absoluter Exportschlager. Die Zahl der Tribute-Alben für Accept dürfte mittlerweile beinahe an die Zahl der Studioalben der Solinger heran reichen und von ähnlich gelagerten Bands wie Grave Digger bis hin zu extremen Kollegen wie Dimmu Borgir zollten sie alle den Deutschen bereits ihren Respekt in Form diverser Coverversionen. Zwar hat sich Udo Dirkschneider nun zum wiederholten Male standhaft geweigert, sich für eine Reunion herzugeben, doch wie man sieht, rocken Accept auch ohne den blondierten Kampfzwerg ganz ordentlich.
Michael Rother und Klaus Dinger, das war das Line Up von Neu!, mit dem sie lediglich drei reguläre Alben aufnahmen, die aber im Nachhinein die Musikwelt auf den Kopf stellten. Mit ihrem minimalistischen Sound und ihrer Experimentierfreude ließen sie ihren Gefühlen freien Lauf und schufen zeitlose Meisterwerke. Zahllose Künstler, von David Bowie über Damon Albarn bis hin zu John Frusciante beriefen sich auf das Duo aus Deutschland. Dank Herbert Grönemeyers Label Grönland erschienen die lange Zeit nicht mehr erhältlichen Scheiben 2001 endlich in neuer Version.
Schloss Nörvenich ist der Geburtsort eines ganz wichtigen deutschen Musik-Mythos. Can gingen damals auf die Reise, um musikalisches Neuland zu entdecken. Auf der klingenden Weltkarte war Teutonien zu der Zeit ein weißer Fleck. Das sollte sich nach dem Auftauchen der Improvisationskünstler entscheidend ändern. Speziell auf der Insel bei den Briten waren Can eine ganz große Nummer und sind es immer noch. Bei uns dauerte es noch ein Weilchen, ehe der gemeine Musikkonsument auch die Propheten aus dem eigenen Land wertschätzte. Heute ist Cans radikaler Ansatz und dessen Wirkung auf die Rockmusik unstrittig. Abseits von 08/15-Songstrukturen wandelten die Musiker auf spannenden Pfaden.
Zwar bedienen die Muskelmannen um Till Lindemann jedes tumbe Klischee über den gemeinen Teutonen, aber als Exportschlager aus Deutschland taugen die Berliner auf jeden Fall. Provokante Texte und beeindruckende Feuerspiele im Konzert festigten von Anfang an ihren Ruf als Hardrock-Ausnahmeband. Gleich mit ihrem "Herzeleid"-Debüt rammten die Ostberliner den Amis ihre Stahlriffs ins Mark. Der Weg nach oben kreuzte Grammy-Verleihungen und David Lynch-Filme. Und bis heute ist es ein Hochgenuss, Amerikaner bei einem Konzert "Ich will ficken!" schreien zu hören.
Platz 01
Platz eins geht an die ewigen Innovatoren. Sie waren zwar bei weitem nicht die ersten Musiker, die Synthesizer verwendeten. Den Düsseldorfern ist es aber zu verdanken, dass sie synthetisch erzeugte Klänge in die populäre Musik einführten und dadurch zahlreichen Musiker-Generationen eine völlig neue Idee des Musizierens nahebrachten.
Gepaart mit der minimalistischen Ästhetik und der Konzeption ihrer Alben veränderten sie das Gesicht der Musik für immer. Die elektronischen Beatles, die Musikarbeiter, die Mensch-Maschinen, Kraftwerk stehen für ein Deutschland, das in den späten 1960ern damit begann, sich seine eigene musikalische Identität zu suchen. Was bei Kraftwerk heraus kam, war epochal und einflussreich wie bei keiner zweiten Band aus Deutschland. Niemand klang je wie sie. Woran sich bis heute nichts geändert hat.
Man kann ja von diesen Listen halten was man will, diese allerdings finde ich durchaus interessant und auch berechtigt. Auch mit der Wahl der Nummer 1 gehe ich absolut konform, die Beschreibung von Kraftwerks Einfluss auf die Musikwelt trifft es genau auf den Punkt.
Puh, hatte schon befürchtet, Nena in der Liste zu finden.
Man ist zwar erstmal von Platz 25-24 schockiert, aber danach wirds schon hochkarätig 
Scooter fehlt mal sowas von! Wie sie die internationale Musiklandschaft nachhaltig geprägt haben, so etwas wird es nie mehr geben!
*ironiemodus aus*
Hoffentlich kommen dieses mal nicht wieder die Listen-Flamer, denn die hier ist durchaus gelungen und auch interessant!
beulenpest und cholera haben ja ach nachhaltiggeprägt und sind nicht in der liste, lieber assmole.
Erst heisst es:
Die einflussreichsten deutschen Musiker
--------------------------------------------------
dann:
Wir zeigen euch, welche deutschen Bands oder Musiker weltweit bekannt sind.
--------------------------------------------------
dann wieder:
Wir konzentrieren uns aber auf die großen Innovatoren, die die Popmusik maßgeblich prägten und heute weltweit als Einfluss genannt werden
--------------------------------------------------
Geht es jetzt um die bekanntesten oder die innovativsten?
Rammstein als Innovatoren vor Can; ne ne....

einflussreich ist nett, das erspart einige grausamkeiten, trotzdem fehlt - nicht etwa das jemand denkt ich bin ein fan davon - meineserachtens die Eurotrash-Ecke mit Snap!, Culture Beat und einigen anderen deutschen Produktionen , die waren immerhin in den end-80igern u. v.a. 90igern erfolrgreich, auch in UK und US (Snap ganz weit oben mit The Power!!)
und ich denke dass dieser "Stil" (wenn auch Trash) damals durchaus etwas eigentständig und "prägendes" im Dance-bereich hatte
Geil, komm ich ja doch zu späten Ruhm dadurch, dass u.a. meine Kritik andere User zur Schaffung der Schublade "Listen-Flamer" bei laut.de veranlasste... Spür schon, das werden MEINE 15 Minuten!
Spaß beiseite, wenn man den hierarchischen Charakter der Liste mal ausblendet, bleibt tatsächlich eine ordentliche Aufstellung musik-kulturell international einflussreicher Künstler aus Deutschland.
Wer jetzt eher innovativ oder doch durch Klischeereiterei zu diesen Ehren kam, sei halt mal dahin gestellt, gerade die Vermischung verhindert eben auch die Bildung einer klaren Hierarchie in diesem Fall. Aber bis auf die zurecht von fear-of-music als fehlend bemängelte Euro-Trash-Sparte (vom Musikwert her fehlt sie halt nicht) ist von überall her die Person / Gruppierung dabei, die maßgeblich das Bild deutscher Musizierender im Ausland prägt(e) (Natürlich maßgeblich in der Popularmusik, ihr Jazz- und Klassik-Extrawürste!).
Und der Querschnitt der hier vorgestellten Künstler und ihrer Werke macht sehr viel glücklicher als der Blick auf das, was wir Deutschen uns selbst aktuell in die Charts kaufen, bzw. wir von dem Großteil deutscher alternativer Musik wahrnehmen...
So weit - so gut.
"Damon Albern"...war das Absicht? Lol.
Kraftwerk sind immer noch DER Kracher!
So weit - so gut.
"Damon Albern"...war das Absicht? Lol.
Kraftwerk sind immer noch DER Kracher!
Kaum zu glauben, dass ich das jemals sagen kann: Eine wirklich gute, interessante und von unnötigem Pseudo-Zynismus freie Liste auf laut.de. Ihr könnt es ja doch: Mehr Nerd, weniger DSDS. Dann nehmen wir euch auch wieder ernst.
Der Kraftwerk-Text is klasse geworden! Ich verneige mich (vermutlich vor Don Zapatero?)
Nunja, es ging ja um "einflussreiche" Bands. Gentleman und die Hosen sind zwar auch international im Geschäft, aber ihr Einfluss hält sich halt doch in Grenzen.
Nach welchen Kriterien wurde die Liste erstellt ? Sicher nicht nach Chartplatzierungen oder Verkaufszahlen. Eine entsprechend recherchierte Liste findet sich hier:
http://www.dw-world.de/dw/episode/0,,5868877,00.html
* Platz 10: Modern Talking
* Platz 9: Enigma
* Platz 8: Rammstein
* Platz 7: Kraftwerk
* Platz 6: Scorpions
* Platz 5: Scooter
* Platz 4: Donna Summer
* Platz 3: James Last
* Platz 2: Snap!
* Platz 1: Boney M.
Was haben Chartplazierungen oder die Hosen mit Einfluss auf internationale Musik zu tun?
Also Mouse On Mars, Scooter, Heino (Beck hat ihn sogar auf sein Plattencover genommen) ... bei einer popkulturellen Betrachtung dürfen die nicht fehlen.
Das ist schon mieserabel. Wobei es für mindestens erstere wohl ein Lob ist, nicht als "Made In Germany" getagged zu werden. Damit haben zumindest Mouse On Mars es wohl geschafft!
Format
Homepage: