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Alle Jahre wieder! Gestern in Los Angeles gingen die VMAs über die Bühne. Seht die Gewinner und ihre Videos.
Los Angeles (alc) - Wieder einmal wurden die Video Music Awards verliehen. Von der Veranstaltung hat man mittlerweile weder Skandalöses noch Überraschendes zu erwarten. Die Macher sind zu professionell, als dass sie sich von Unwägbarkeiten in die Suppe spucken lassen würden.
So wundert es nicht wirklich, dass es in Los Angeles zum gepflegten Sich-gegenseitig-an-den-Popo-Fassen kam. Die üblichen Verdächtigen nahmen ihen Moon Man mit nach Hause, höchstens die drei Preise für die britische Boyband One Direction und die zwei Awards für Frauenschläger Chris Brown überraschten etwas. Erstere setzten sich in einer phonetischen Attacke gegen die Belieber-Mafia durch und ernteten dafür sattes Gekreische. Herrlich.
Für Erheiterung sorgten zudem die Frisen von Neu-Vamp Miley Cyrus und Pink, die vor der Show wohl beide beim selben Metzger weilten. Taylor Swift schien zudem Waldo gefunden zu haben und ... ach, ja, Justin Bieber war auch da.
Video of the year. Sie fanden die Liebe in einer Badewanne.
Ein alter VW-Bus, Strand, fehlen nur noch die Beach Boys.
Standard-Sockenschuss bei Frau Minaj. Möpse, Bikini und Neonfarben: Abfahrt!
Was man auf einer Bar Mitzwa Teil 2 so treibt, zeigt uns Drake mit Lil' Wayne.
Coldplay im Paradies? Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde geh'n!
Bestes Video mit einer Massage. Wer wird hier denn massiert? Ach, Message. Ok. Na dann ...
In diesem Video wieder einmal zu sehen: das Horse with no name.
Der Unvermeidliche.
Best editing oder Augenkrebs? Entscheidet selbst.
Get out of my refrigerator right now!!!
Katy in der Märchenwelt, mit Zitaten aus bekannten Filmen. Nicht ganz doof gemacht.
M.I.A., Autos, Araber und co. dancen im Rhythmus. Die Kostümiererei nimmt aber schon Gagaeske Ausmaße an.
Jetzt mal ernsthaft: "Rihanna", "Nicki Minaj", "Beyoncé", "Chris Brown", "Coldplay"... Wieso nur habe ich das dumpfe Gefühl, dass unserer Allrounderin89 das alles auch noch aufgenommen hat...
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Hier zeigt sich die wahre Diabolik der Kulturindustrie: Nicht nur, dass sie ihre Musik produziert, sie gründet auch noch die Institutionen, die sie auszeichnen wird... Nie hat die Kulturindustrie offener anerkannt, dass sich ihr Erfolg einzig im kleinsten gemeinsamen Nenner, d.i. der triviale Kunde, nivelliert; sie produziert, besser, sie stellt Musik her, für Menschen denen Musik an-sich eigentlich völlig egal ist - denn kann man sagen, jemand interessiere sich für Literatur, wenn diese Person nur Coehlo liest, aber Joyce oder Pound, Burroughs gar, ablehnt? Keineswegs; gleichsam mit den Menschen, die Chris Brown et al. hören - John Cage sucht man auf den Festplatten dieser Menschen vergeblich; in einem Satz gesagt: es geht ihnen nicht um den Genuß, sondern einzig um die Befriedung des partikularen Konsum-Bedürfnisses, dass sich durch das System, dass sie sozialisiert hat, immer wieder reproduzieren wird, und sich so auch noch seine Kunden selbst erschaffen hat... Es ist eine einzige Farçe.
Habs im Livestream geschaut, war wirklich die ödeste Awardshow seit langem. Peinliche Skits und Ansprachen verteilt über 2 Stunden.
Rihanna's Auftritt war überraschend gut, hätte nicht gedacht das sie Stimmlich doch sowas raushauen kann. Ansonsten Alicia Keys beste Performance und Taylor Swift Schnarchnase des Abends mit dem immerselben Song/Text.
Jetzt mal ernsthaft: "Rihanna", "Nicki Minaj", "Beyoncé", "Chris Brown", "Coldplay"... Wieso nur habe ich das dumpfe Gefühl, dass unserer Allrounderin89 das alles auch noch aufgenommen hat...
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Muahahahahahaha sehr gut!!!!
Coldplay gewinnt im Bereich "Bestes Rock Video". Meine Güte. Wenn die das schon als Rock ansehen, was ist dann Bitteschön z.B. Soil oder Stone Sour. Also nichts gegen Coldplay. Ich mag die ja, aber das unter Rock zu packen, wo man bei Paradise keine einzige Gitarre hört ist schon komisch.
^ Hmm, na schön, wenn es Dich glücklich macht; es scheint mir einleuchtend zu sein.
Das Problem ist, auch wenn Coldplay vielleicht anspruchsvoller sind als die anderen Interpreten haben sie mittlerweile die selben Attitüden. Und Chris Martins Stimme ist für mich genauso nervig wie die von dem Moves Like Jagger Typen da... Levin oder so.
es ist schon unglaublich was über die jahre hinweg aus mtv geworden ist. ich kann mich noch an die zeiten erinnern, als chris cunninghams videos nominiert waren. aber naja, diese korrosion aller mtv award zeremonien ist mir schon seit jahren egal. irgendwie habe ich einfach jegliches interesse daran verloren, was schade ist, da die grundidee nicht schlecht ist.
das höchste der Gefühle bei MTV war wohl die Werbung für Tools 10.000 Days. Sie haben (glaub von Jambi) das Riff gespielt, so 10 sekunden lang. Dann war die Werbung um.
MTViva hat mich spätestens seit der ganzen elenden Klingeltonscheisse endgültig verloren. Die müssten schon den ganzen Tag nur "meine Musik" spielen, dass ich da wieder reinschalte.
ah, schwanzvergleich unter männern, indem man die mädels runtermacht? mit wem von euch cocks darf ich zuerst ausgehen? iWouldlove..
hab im übrigen gar nicht mitbekommen, dass diese awards im TV waren.


jo, sich hat den längsten von allen, verständlich. eifersucht steht dir nicht, schatz.
Ich kann mich noch an die gute alte Zeit erinnern wo man bei Viva Plus gehofft hat das mal Nightwish oder Slipknot mit Duatity beim Voting ganz oben stand
Heutzutage höre ich immer nur das gleiche aus den dance und RnB Liedern heraus: Dance, Dancefloor, Party, Dj,. Falls ich paar wörter vergessen habe edit.
"Video with a massage" geht an Demi Lovato.
Ich lach mich kaput 
ich glaub trent reznor hatt es schon mal schö gesagt vor ein paar jahren: die (illuminaten-)musik industrie feiert ihre seelenlosen marionetten-zombies ab die für die die plattenmillionen einfahren, "preiswürdige" artists kann man wohl wo anders suchen, sieht man ja auch an der immer gähnend gleichen besetzungsliste.
und lasst mir bitte allrounder in ruhe, seid doch froh dass wir cocks mal hier ein paar cunts im forum dabei haben ...
Süß, wie sich hier langsam unter all dem Neo-Chauvinismus doch erste, zarte Banden zwischen den Geschlechtern im Forum knüpfen. Langsam, aber beständig wie ein "Bohren"-Song.
Topic: So redundant, dass ich zum kommentieren nicht mal diesen Satz...
Geschweige denn, mir einen neuen seit der Berichterstattung vom letzten Jahr zu...
Empfinde außerdem Mitleid für Dragnet, der es persönlich als Rezession empfindet, die VMAs nicht gesehen zu haben.
Und zum scheinbaren Vulgarismus der Kreatur möchte ich hinzufügen, dass selbiger auch temporär durch der-Wal stark zugenommen hatte, ich erinnere einen speziellen Tag in der vergehenden Woche. Und bringt mich nochmal zu meinem bereits erwähnten Filmzitat:
"Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert dich!"

Nicht dass ich die VMAs gesehen hätte, aber ich würde Pop nicht pauschal als schlechte "Nicht-Musik" verdammen. Es gibt auch wirklich geile Pop-Acts, und wenn man Glück hat kommen die sogar manchmal auf MTV. Das größere Problem ist ja eher das so Typen wie Chris Brown oder die Black Eyed Peas oder Nickelback zum zehnten Mal das gleiche Lied rausbringen können und damit auch noch Erfolg haben. Da ist so eine Band wie Coldplay doch eher ein Lichtblick 


Nun, nun... Die Verehrung der positiverten Erkenntnis ist das Epitom einer technokratischen Gesellschaft, die die Dialektik der Aufklärung mit Verve durchlaufen hat...
Ich meine damit, dass die Verehrung der naturwissenschaftlichen Erkenntnis der Höhepunkt eines Weltbildes, das einzig um den Gedanken der technisch-wissenschaftlichen Erkenntnis zirkuliert und die nicht-wissenschaftliche Erkenntnis, bspw. die Philosophie, komplett ignoriert; dies ist keineswegs gut, denn wie bereits Adorno Horkheimer in der Dialektik der Aufklärung aufzeigten, bedeutet Naturwissenschaft nicht den ethischen Menschen, keineswegs, es war erst das auf stumpfe Technokratie-reduzierte Wesen, dass den Barbarismus Hitlers und Stalins, das industrielle Töten, ermöglicht hat... Die Aufklärung (Antithese) zerstört die Mythologie (These), um dann selbst wider in Mythologie umzuschlagen (Synthese)...
Warum erwähne ich das jetzt? Nun, weil du ja bereits die empirische Dimension deiner Wissenschaft (also eine Sozialwissenschaft; nehme ich mal an) hervorhebst... allerdings nicht unbedingt lobend, weswegen sich die oben dargebrachte Kritik der kritischen Theorie auch weniger an Dich richtet, bitte nimm mir das also nicht übel, ich wollte das nur zuerst einmal anmerken... Auf der anderen Seite diffamierst du Philosophie auch als intellektuellen Schwanzvergleich...
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Kommen wir zum entscheidenden Teil... Den Vorwurf, die Philosophie unterhalte einen Jargon, höre ich wirklich dauernd und jedes Mal wieder bin ich erstaunt darüber, was für ein Bild die Menschheit von der Philosophie hat. P. ist kein Referieren des gesunden Menschenverstandes... Es geht nicht um Sätze wie: "Liebe ist, wenn man in der Imperfektion des Partners immer noch Perfektion findet"... Philsophie produziert doch keine Kalender-Sätze
Wie Kant einst sagte: "Anschauungen ohne Begriffe sind blind". Erst wenn ich Dinge semantisch präzise benenne, kann ich einen Zugriff zu ihnen gewinnen - sich semantisch verdichtet auszudrücken, also begriffscharf zu analysieren und insofern ein eher komplizierten Terminus zu unterhalten ist keine nette Optionalität - au contraire, es bedeutet auch, einen genaueren Zugang zu den Dingen zu gewinnen.
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Nehmen wir mal den Begriff Diskurs bei Foucault: Diskurs ist ein innerweltlicher Handlungsrahmen, geladen mit einer jeweils eigentümlichen Wahrheit... Wie unglaublich viel ist allein mit sieben Buchstaben gesagt... Nun mag man wenn man F. liest zu erst annehmen, dass sei nur eine weitere Begriffs-Umwandlung... Diskurs... Es reicht doch der Begriff Gesellschaft; oder Ordnung... Keineswegs, der Begriff Diskurs bezeichnet eine ganz spezifische Realität, von der Gesellschaft oder Ordnung meilenweit entfernt sind... Insofern ist der Vorwurf des Jargons nur allzu oft ein m.E. falscher... Damit sei einmal der Wert des philosophischen "Jargons" erläutert...
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Zwar stimmt es, dass dadurch Erklärungen für Laien sehr schwer werden, allein, die Quantenphysik ist auch schwer; Philosophie gibt es jetzt 2000 Jahre und spätestens seit der US-Amerikanischen analytischen Philosophie hat sowohl in Notation als auch in der Arbeitsweise eine unglaubliche Professionalisierung auf allen Gebieten eingesetzt... Werke wie die Nietzsches (man bedenke, der Mann starb erst vor 112 Jahren) sind heute unmöglich... Natürlich gibt es auch begrifflich mal Albernheiten; es ist seltsam, statt bspw. "ändern" "alterieren" oder statt "verbessern" "ameliorieren" zu sagen - so ist niemand geholfen, nur ist Philosophie allzu selten so - zumeist ist es Denken auf verdammt hohen Niveau; man vergleiche dazu mal Heideggers "Sein und Zeit"; für sich genommen mögen dem Laien viele Sätze als unsinnig erscheinen: "Das Sein ist dem Seienden ein je-seiniges" aber betrachtet man dies erstmal im Kontext, Sein als formale Anzeige, d.i. Grundstruktur aus Seinscharakteren, dann kommt man dem schon näher; genauso könnte ich doch wahllos ein Satz aus einem Physik-Buch herauspicken und würde ebenso ratlose Gesichter erhalten... Wie ganz am Anfang gesagt, die Verachtung der transzendentalen (nicht transzendent! Da trennen sich die Weltalter) Erkenntnis zugunsten der positivierten ist m.E. sehr gefährlich....
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Die Subsumtion, die ich oben vorgenommen habe (Film-Zitat mit Nietzsche), ist übrigens recht alberne Profilierung, das stimmt.
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Kurz gesagt: Der philosophische Jargon ist kein arroganter, er ist nur eine sehr präzise Art, die Wirklichkeit zu erfassen; dass ihr dabei eine empirische Dimension abhanden geht (über diesen Aspekt könnte ich allerdings auch noch Myriaden schreiben - beschränken wir uns auf Verweise: Phänomenlogie nach Husserl, "Krisis der Wissenschaften"), ist vielleicht für Dich oder für andere unerfreulich, ja für viele ist es ein K.O.-Kriterium, doch sage ich Dir, dass ists eine sehr gefährliche Ansicht: Leben ist irreduzibel; was passiert, wenn man man nur eine rein-empirische betrachtet, kann man in Homo Faber nachlesen.
Zu guter Letzt, ich bin nicht Vertreter dieses Faches, ich liebe es nur und beschäftige mich damit.... Bin ich damit schon wieder ein Vertreter? Ein nicht-akademischer? Vermutlich...
Zu behaupten, du hättest einen notwendigen Entwicklungsprozess durchlaufen, nämlich zu erkennen, dass Jargons immer albern seien, und vielleicht komme das mit dem Alter... Nun, Menschen sind heterogen; nahezulegen, diese Entwicklung sei eine sich notwendig ereignende... Nun, das ist gewagt.
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