Porträt

laut.de-Biographie

MC Hammer

Ende der Achtziger geht dieser Rapper als Stimme der schwarzen Jugendlichen in die amerikanische Geschichte ein. Und auch heute läuft sein größter Hit "U Can't Touch This "in Discos und auf Partys. Dabei bleiben die letzten Releases MC Hammers unbeachtet, obwohl Rap/Hip Hop zu den angesagtesten Musikrichtungen des neuen Jahrtausends zählen. Das meiste Aufsehen erregt er gegen Ende seiner Blitz-Karriere mit dem Image-Wandel vom Baggy-Pants tragenden Youngster zum bitterbösen Gangsta. Dabei muss er sich immer den Vorwurf gefallen lassen, er mache keinen richtigen Hip Hop, sondern richte sich nach dem kommerziellen Erfolg. Unbekannt bleibt dagegen der Abstieg des Interpreten vom Megastar zum verschuldeten und gescheiterten Mann.

In einer streng religiösen Familie wächst Stanley Kirk Burrell in Oakland, Kalifornien auf. Geboren am 30. März 1962 verpassen ihm seine Freunde in der Schule erst ca. 15 Jahre später den Spitznamen Hammer, woraus später MC Hammer entsteht. Baseballspieler "Hammerin" Hank Aaron gibt Stanleys Freunden mit 755 Home Runs in 23 Jahren Sportkarriere den Anlass für den Namen, der kurze Zeit darauf in aller Munde ist. Doch zuvor verpflichtet sich der sportliche junge Mann für drei Jahre bei der Navy. Dort kommt er über Funk und Soul zum Hip Hop. Er versucht sich im Musikmachen und tritt von Zeit zu Zeit in Clubs. Mit ein paar Kollegen, die er durch den Baseball kennen lernt, veröffentlicht MC Hammer seine erste Platte auf dem eigenen Label Bust It.

Dank seiner Performance-Künste und den frisch aufgenommenen Songs zieht Hammer bald die Aufmerksamkeit von Capitol Records auf sich. Er schließt einen Vertrag über mehrere Platten ab. Doch zuerst wird sein Erstling "Feel My Power" in "Let's Get It Started" umbenannt. Mit diesem Titel und der R'n'B-Single "Turn This Mutha Out" erspielt er sich zweifaches Platin. Die zweite Veröffentlichung "Please Hammer Don't Hurt 'Em" folgt 1990. Von diesem Release stürmt gleich der erste ausgekoppelte Track "U Can't Touch This" die amerikanischen Charts und bringt Hammer zwei Grammys in den Kategorien Best R'n'B-Song und Best Solo Rap Performance ein. Auch die beiden folgenden Songs "Have You Seen Her" und "Pray" erreichen die Top Ten und küren damit die Scheibe zum Nummer eins-Album des Jahres 1990. Über zehn Millionen Einheiten kann Hammer absetzen. Von nun an sind die Läden mit MC Hammer-Puppen und weiterem Merchendise vollgestopft. Sogar eine Cartoon-Show mit dem Rapper als Protagonisten läuft samstags im Fernsehen.

Ein Jahr später ändert Stanley seinen Namen und nennt sich nur noch Hammer. Mit einer umfangreicheren Instrumentierung will er seine CD "Too Legit To Quit" schmücken. Auch von diesem Silberling bringt er über drei Millionen Kopien unter das Volk. Doch ein baldiger Abstieg bahnt sich aufgrund seines verschwenderischen Lebensstils an. Er sagt die Konzert-Tour ab, da sie zu aufwändig und damit zu kostspielig gestaltet ist. Selbst der letzte große Erfolg, der Song "Addams Groove" auf dem Soundtrack zum Streifen The Addams Family, kann den Entertainer finanziell nicht mehr retten.

Das 1995er Album "Inside Out" floppt gänzlich und ein Jahr später ist Hammer endgültig bankrott. Neue Release-Pläne verwirft er immer wieder. 2001 versucht er noch einmal einen Versuch mit "Active Duty". Aber auch diese Musik möchten die Leute nicht hören und so bleibt der Rapper weiter im Untergrund. Seine 12 Millionen $ teure Villa, die 17 Luxuskarossen und seine 250 Bediensteten sind mittlerweile anderweitig im Einsatz

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