Porträt

laut.de-Biographie

MC Bilal

"Integrations-Rapper" Bilal Khodr versteht sich als sendungsbewusstes Gegenstück zum prototypischen Straßenrap Deutschlands.

MC Bilal - Alles Zu Seiner Zeit Aktuelles Album
MC Bilal Alles Zu Seiner Zeit
Opa wippt im Schaukelstuhl.

Als Sohn libanesischer Einwanderer kommt Bilal 1994 in Gladbeck im Ruhrgebiet zur Welt. Mit elf greift er zum Mikrofon. Mit der anfänglichen Haram-Gangsterattitüde bricht er bald wieder, seinen Eltern zuliebe.

Passend zu seinen Ideengebern, die von Gladbeck-Nachbar Fards sozialkritischem Gewissen bis zu Xavier Naidoos religiös verbrämten Moralpredigten reichen, beginnt er wenig später auch zu singen.

Jahrelang bemüht er sich in der Folge als MC Bilal, in Gladbecks Fußgängerzonen die Jugend mit optimistischen Inhalten zu begeistern. Einen gottessanktionierten Ehrbegriff im Hinterkopf, propagiert Bilal konservative Werte wie Anstand, Höflichkeit und Vaterlandsliebe.

"Schule ist cool", verkündet der Rapper, dem Messages wichtiger sind als Pose und Beef. Seine durchaus eher mediokren Rapskills kaschiert Bilal mit musikalischen Arabesken. "Ihr seid unrein", lässt er die Straßenrap-Konkurrenz auch nach ersten Medienerwähnungen ab 2010 wissen.

Bis 2017 das offizielle Debüt "Alles Zu Seiner Zeit" beim Major Universal erscheint, vergeht dennoch viel Zeit. Die füllt der botschaftenschwangere Gottgesandte in jeder Woche mit zwei neuen Musikvideos, die er auf Facebook hochlädt.

Diese "Autorap-Videos", in denen Bilal stets in einem Mietauto zu sehen und hören ist, begründen weiteren Fame für den aufstrebenden Rapper, dem "Ehre" selbstredend weiter wichtiger denn Ruhm ist. Auf dem Albumerstling wiederum verweist MC Bilal sogar mit einem Tracktitel ("Blut, Schweiß & Tränen") auf sein Rapvorbild Fard.

Bilal bezeichnet seine Musik als "Schatz" und sein soziales Umfeld als alles andere als "Ghetto": "Ich und meine Freunde sind liebe Leute, die gerne mal eine Cola zusammen trinken ", überbetont er seine eigene Harmlosigkeit überspitzt bis eitel. In jedem Fall stoßen seine fluchfreien, optimistischen Songs nicht nur in mancher Schulhofecke auf einige Gegenliebe.

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2 Kommentare

  • Vor 8 Monaten

    Als mich mein "Kind" genötigt :) hat, sie zu seinem ersten Konzert zu begleiten, wusste ich nicht was mich erwartet.
    Während des Konzerts haben mich 3 Songs/Lieder spontan berührt, sie kamen mir vor wie aus meinem Leben gegriffen. Auf der Rückfahrt (ca. 4 Std.) lief seine CD rauf und runter und finde nun seine CD richtig gut. Wer selbst Kinder hat und deshalb oft genug diese "motherfucker"-Songs anhören musste und sich seine CD anhört weiß was ich meine.
    Mittlerweile hatten mein "Kind" und ich 3x die Gelegenheit ihn persönlich zu treffen und mit ihm zu sprechen. Er ist ein sehr netter, höflicher junger Mann und seine Eltern können stolz auf ihn sein! Auch sein Bruder ist sehr nett!

  • Vor 8 Monaten

    Als mich mein "Kind" genötigt :) hat, sie zu seinem ersten Konzert zu begleiten, wusste ich nicht was mich erwartet.
    Während des Konzerts haben mich 3 Songs/Lieder spontan berührt, sie kamen mir vor wie aus meinem Leben gegriffen. Auf der Rückfahrt (ca. 4 Std.) lief seine CD rauf und runter und finde nun seine CD richtig gut. Wer selbst Kinder hat und deshalb oft genug diese "motherfucker"-Songs anhören musste und sich seine CD anhört weiß was ich meine.
    Mittlerweile hatten mein "Kind" und ich 3x die Gelegenheit ihn persönlich zu treffen und mit ihm zu sprechen. Er ist ein sehr netter, höflicher junger Mann und seine Eltern können stolz auf ihn sein! Auch sein Bruder ist sehr nett!